Dracheneischmuggler nach Jahren enttarnt - Zaubergamot verhandelt über die Strafe

veröffentlicht am 30.06.2008

geschrieben von Caxirta(Ravenclaw)
Bilder von Caxirta(Ravenclaw)

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Vergangene Woche ist der wohl größte Schmugglerbetrieb der letzten Jahre aufgeflogen! Die heikle Ware bestand aus nichts anderem als Dracheneier, die auf der Liste der nicht-handelbaren Güter der Handelsklasse A angeführt werden.
Die Schmuggler nutzten ein verfallenes Muggelhaus an der Londoner Stadtgrenze als Hauptquartier. Dort fanden die Ermittler einige Säcke mit Galleonen, sowie dreißig unregistrierte Dracheneier. In einem Schreibtisch fand man einige Notizen, die nun sorgfältig durchgesehen werden, um eventuell weitere Handelspartner zu enttarnen. Bisher hat man vier Schmuggler festgenommen, die bis zur Urteilsverkündung in einer Arrestzelle festgehalten werden.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat man herausgefunden, dass die Eier teilweise unter dem Decknamen „Straußen- und Emueier“ verkauft wurden. Dabei handelte es sich um unterdurchschnittlich kleine oder unbefruchtete Dracheneier, die man mit einfachen Farben bemalt hatte und sozusagen in Vogeleier „verwandelt“ hat.
Der Hinweis, der die Männer auffliegen ließ, kam aus der Bevölkerung. Bereits vor mehreren Jahren hatte eine alte Hexe das Auroren-Büro aufgesucht und die Verdächtigen gemeldet. Doch das Ministerium leitete keine weiteren Schritte ein, da man den Bericht für die Phantasien einer alten Frau hielt. Sie hatte behauptet, dass ihr frisch gekauftes Emuei abfärbte und darunter die Schale eines Chinesischen Feuerballs zum Vorschein gekommen war.
Nun veranlasste eine weitere Meldung das unter dem Leiter Harry Potter neu aufgebaute Auroren-Büro. der Sache auf den Grund zu gehen. Vor zwei Wochen war ein 8-jähriger Junge mit seinem Vater aufgeregt ins Ministerium gekommen. Sie hatten einen kleinen Weidenkorb bei sich und zeigten den Mitarbeitern der Abteilung zur Führung und Aufsicht Magischer Geschöpfe einen kleinen Drachen, der frisch geschlüpft darin saß.

Sie gaben zu Protokoll, dass der Vater einige Tage zuvor frische Straußeneier gekauft hatte und sie nach und nach zum Frühstück bereitete. Der Junge hatte eines sofort aus der Vorratskammer geholt und brütete es, der Anleitung eines Buchs folgend, aus. „Ich kann keine Katze haben, wegen Mamas Allergie und eine Eule ist zu teuer für mich. Da dachte ich mir, dass ich mir mein Haustier so selbst aufziehen kann“, erklärte er. Als das Tier schlüpfte und er den Drachen sah, holte er verängstigt seine Eltern und eilte ins Zaubereiministerium. Der diensthabende Auror, Ronald Weasley, erklärte sich sofort bereit,  mit zwei weiteren Kollegen die Schmuggler zu stellen. Nach nur wenigen Tagen konnte man das gesamte Schmuggler-Team ausforschen und festnehmen.
Gestern wurde der kleine Drache mit seinen ungeschlüpften Kameraden von Mitarbeitern eines Drachenreservats abgeholt. „Wir können noch nicht sagen, ob sie alle schlüpfen werden, dazu müssen wir sie erst eingehend untersuchen. Sobald wir darüber Bescheid wissen, werden sie auf mehrere Reservate aufgeteilt“, erklärte Charlie Weasley, der Sprecher des Reservats in Rumänien. Er war den Auroren sofort zum Tatort gefolgt und konnte eine erste Bestandsaufnahme machen. Außerdem wird es innerhalb der Reservate einige Nachforschungen geben, denn es ist immer noch ungeklärt, wie die Schmuggler an die Eier gekommen sind. Ob sie selbst abtrünnige Mitarbeiter sind oder dort Verbündete hatten, wird sich in den nächsten Wochen herausstellen.
Aufgrund des Schweregrads ihres Verbrechens, begann heute der Prozess vor dem Zaubergamot. Erst nachdem die Ergebnisse der laufenden Untersuchungen vorliegen, wird das gesamte Strafausmaß festgelegt werden können. „Es ist eine Ungeheuerlichkeit, dass heutzutage, noch dazu auf derart fahrlässige Art und Weise, mit Dracheneiern gehandelt wird“, meldet sich ein Mitglied des Zaubergamots zu Wort. Es steht bereits fest, dass die Angeklagten bezüglich des Hauptanklagepunkts „Verstoß gegen das Verbot der Drachenzucht und Handel mit deren Güter“ schuldig gesprochen werden. Zudem haben sie gegen das „Gesetz zur Kontrolle der Drachenpopulation“ verstoßen und ihnen wird „Gefährdung der Geheimhaltung der Zauberei“ vorgeworfen. Diese Anklagepunkte reichen bereits aus, um zu lebenslangem Aufenthalt in Askaban verurteilt zu werden. Jedoch verhandelt der Zaubergamot bereits, ob nicht zusätzliche Strafarbeiten, verhängt werden, um den Schmugglern den Schweregrad ihres Verstoßes vor Augen zu führen.

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