Überdurchschnittlich gute Bewertungen bei den ZAG-Prüfungen

veröffentlicht am 17.05.2008

geschrieben von AdelheidvonSchaf(Ravenclaw)
Bilder von Francesca(Ravenclaw)

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Überdurchschnittlich gute Bewertungen bei den ZAG-Prüfungen


Zum ersten Mal in der Geschichte Hogwarts mussten die Absolventen der ZAG-Prüfungen dieses Jahr bis nach dem Ende der Sommerferien auf das Ergebnis ihrer Prüfungen warten.

1R Schülerinnen und Schüler haben in den letzten beiden Juniwochen die ZAG-Prüfungen in Hogwarts absolviert und wie jetzt vom Zaubereiministerium bekannt gegeben wurde, sind bei der Durchsicht und Kontrolle der Prüfungsbögen „Unregelmäßigkeiten“ aufgetaucht, die zu Verzögerungen bei der Bekanntgabe der ZAG-Ergebnisse geführt haben.

Hieronymus Longsmith, einer der Schüler, der die ZAG-Prüfungen abgelegt hat, bestätigte dem Tagespropheten, dass die Schüler die ganzen Sommerferien hindurch fieberhaft auf ihre Ergebnisse gewartet hätten.

„Ich habe meine Eule „Friedhilde“ extra noch zu meinem besten Freund geschickt, um nachzufragen, ob er schon weiß, ob er die ZAG-Prüfungen bestanden hat“, so äußerte sich Longsmith gegenüber dem Tagespropheten.

„Aber auch er hatte Ende August noch keinen Bescheid bekommen und auch von anderen Mitschülern wusste er, dass auch sie noch auf heißen Kohlen saßen...“, so Longsmith weiter.

Erst jetzt, nachdem das neue Schuljahr schon angefangen hat, haben die Prüflinge ihre Benotungen bekommen.

Gleichzeitig wurde nun deutlich, warum sich die Bekanntgabe der Noten so verzögerte.

Überdurchschnittlich viele gute Prüfungen wurden abgegeben und da die Anzahl der Prüfungen, die mit „O“ bewertet wurden, wesentlich höher war als in allen Jahren zuvor, hat sich die Lehrerschaft von Hogwarts dazu entschlossen, die Prüfungsbögen nicht nur einmal, sondern zweimal, nämlich auch noch vom Zaubereiministerium, überprüfen zu lassen.

„Es geht ja nicht um die Antworten selbst, die die Schüler gegeben haben“, so sagte Prof. Raue-Pritsche auf Anfrage des Tagespropheten.

„Und es soll auch nicht der Eindruck entstehen, als zweifelten wir an der Intelligenz und den Fähigkeiten unserer Schüler. Es gab aber gerade im vergangenen Schuljahr bei dieser Klasse, die nun die ZAG-Prüfungen gemacht hat, bei den Hausaufgaben immer wieder Vorfälle. So wurden die Aufgaben oft nicht selbst angefertigt, nachdem auf dem Pergamentrollenmarkt ja diese Sich-selbst-mit-richtigen-Lösungen-beschreibenden-Pergamentrollen angeboten wurden. Erst dachten wir Lehrer ja nicht im Traum daran, dass die Schüler so dreist wären, diese Pergamente zu benutzen. Einige taten es aber. Nur unseren aufmerksamen Lehrern war es zu verdanken, dass dieser Betrug erkannt wurde. Das war gar nicht einfach, weil die Pergamente ganz gewöhnlich aussahen. Natürlich wurde dieses Material dann sofort zur Benutzung in Hogwarts verboten. Prof. McGonagall hat es mit einem Vernichtungszauber belegt. Versucht ein Schüler trotzdem seine Hausaufgaben auf diesen Blättern abzugeben, zerfallen diese sofort in tausende kleinster Stückchen, sobald die Hausaufgabe komplett darauf steht.“


Und so war die Lehrerschaft von Hogwarts diesmal besonders aufmerksam bei der Durchsicht und Korrektur der ZAG-Pergamente. Man war, so Prof. Raue-Pritsche, auf alles gefasst.

Als wir dann die Bögen kontrolliert hatten, mussten wir feststellen, dass von den insgesamt 8R Prüfungen aller Prüflinge 6A ZAGs mit einem „O“ bestanden wurden. Das sind stolze 20%!

„Wir konnten es nicht glauben“, erzählt Prof. Raue-Pritsche weiter, „das hat es in Hogwarts noch nie gegeben.

Deshalb entschlossen wir uns, die Prüfungsergebnisse nicht, wie sonst üblich, zum Ende der Sommerferien den Schülern bekannt zu geben, sondern schalteten das Zauberereiministerium ein, damit die Prüfungen von höherer Stelle kontrolliert würden...“.

Doch auch genaueste Untersuchungen durch das Ministerium, so versicherte uns die Hogwarts-Lehrerin, brachten kein anderes Ergebnis: die ZAG-Prüfungsergebnisse waren korrekt. Es konnten keinerlei Anzeichen auf einen möglichen Betrug bei den Prüfungen festgestellt werden. Mit einer Ausnahme.

„Ja, ein Bogen bestand die Untersuchungen des Zaubereiministeriums nicht. Sie können sich sicher denken, dass ich an dieser Stelle keinen Namen nennen kann und will“, so Prof. Raue-Pritsche.

„Einer der Prüfungsbögen zerfiel im Ministerium, gerade als er schon überprüft worden war und eigentlich mit einem „O“ bewertet werden sollte. Genau in dem Moment, als die Schreibfeder das Pergament berührte, um die Note darauf zu vermerken, zerbröselte der Bogen geradezu.

Offensichtlich hat der betreffende Schüler oder die betreffende Schülerin tatsächlich einen dieser sich-selbst-mit-richtigen-Lösungen-beschreibenden Pergamentrollen benutzt. Der Vernichtungszauber scheint – warum auch immer, wir wissen es noch nicht genau – bei diesem Pergament aber erst mit Verzögerung eingesetzt zu haben. Deshalb zerfiel er nicht schon in Hogwarts, sondern erst im Zaubereiministerium.“

Das Zaubereiministerium entschloss sich daraufhin, noch weitere 14 Tage abzuwarten, ob noch ein Prüfungsbogen sogar noch später Auflösungserscheinungen zeigen würde. Das war aber dann nicht der Fall und die Schüler bekamen dann auch endlich ihre Prüfungsergebnisse.

„Wir Lehrer in Hogwarts sind sehr stolz auf diese Schüler. Sie haben – trotz vieler Streiche im vergangenen Jahr - ordentlich gelernt. Die ZAG-Ergebnisse bestätigen dies“, so ließ uns Prof. Raue-Pritsche zum Schluss unseres Interviews dann wissen. „Wir hoffen, dass die aktuelle 6. Klasse nächstes Jahr im Juni ähnlich gut abschneiden wird!“

 

 

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