Schulverweis für nörgelnden Gryffindor-Schüler

veröffentlicht am 29.08.2020

geschrieben von Marguerida(Gryffindor)

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Viele hatten es kommen sehen, für andere kam es aus dem Nichts, aber zum ersten Mal in der Geschichte von Hogwarts wurde ein Schüler wegen Meckerns der Schule verwiesen. Die betreffende Schülerin M aus G (Name der Redaktion bekannt) war schon früher mit unsinnigen Threads über blaue Dosen und Kühe aufgefallen, doch nach der letzten Aktion riss der Schulleitung endgültig der Geduldsfaden.

Es begann ganz harmlos mit einem Rätsel auf einem Schulausflug und einer kleinen Schatzsuche. Nachdem sich die Schüler ein unerbittliches Wettrennen in selbstgebauten Booten über einen See von Inferi geliefert hatten, bei dem Ravenclaw gewann, mussten sie ein Rätsel lösen. Ein Schüler konnte das wohl nicht vertragen und fing an auf das Boot einzutreten und die Raben zu verfluchen, bevor er sich zum Rätsellösen in sein Boot zurückzog. Diese ersten Warnsignale wurden von den anderen rätselnden Schülern zwar aufgenommen, doch waren sie zu sehr in das Rätsel vertieft, um sich Gedanken zu machen.

Zunächst blieb alles friedlich, bis ein markerschütternder Schrei um Hilfe das Wettbewerbskomitee auf den Schüler aufmerksam machte. Die routinierte Mitarbeiterin L aus O (Name der Redaktion bekannt) eilte auch sofort in gewohnter Professionalität zur Hilfe, nichtsahnend, dass sie diesen Schritt bald mit den ersten grauen Haaren bezahlten sollte.

Ruhig hörte sie zu, wie M sie wegen angeblicher Unfähigkeit anschrie und ihren Chef verlangte. Es gelang der Mitarbeiterin jedoch den Schreihals erst einmal zu beruhigen, so dass sie sich die Zahlen einmal genau angucken konnte. Es sollte hier nicht unerwähnt bleiben, dass die L hier sehr ruhig und professionell vorgegangen ist und sie auch keine Mine verzog, als sie feststellte, dass der Schüler die Zahlen falsch abgeschrieben hatte. Sie gab ihm einen neuen Zettel mit den korrekten Zahlen und der Schüler verzog sich wieder grummelnd unter Deck ohne ein Wort der Entschuldigung.

Die Ruhe, die daraufhin folgte, war trügerisch. Es wurde Abend und der Schüler rief wieder nach Hilfe. Doch diesmal konnte die Mitarbeiterin aus privaten Gründen erst am nächsten Morgen antworten. Was sofort mit einer Schimpftirade auf Arbeitsmoral und Ethik revanchiert wurde. Die Mitarbeiterin behielt die Contenance und machte den Schüler darauf aufmerksam, dass er an der falschen Stelle gesucht hatte, was kurze Zeit später den Schüler zur Lösung führte. Doch war er damit zufrieden? Nein. Ein Zeuge aus Ravenclaw berichtet, dass der Schüler dem Mitarbeiter hinterhergerufen hatte: „Jetzt ist Schluss, ich hetz dir dann die beißenden Hunde bei der Auflösung hinterher!“

Diese Drohung nahm das Wettbewerbsteam sehr ernst und in einer außerordentlichen Sitzung wurden Schutzmaßnahmen getroffen. Und dann kam die Auflösung.

Alle Schüler fingen an sich zu beglückwünschen, bis auf einen. M fing sofort an zu mosern. Warum gab es wofür Abzüge, was geduldig erklärt wurde, aber auf taube Ohren stieß. Ein ums andere Mal beharrte M stur auf seiner Haltung und verlangte erst den Chef des Wettbewerbsteams und dann den Schuldirektor zu sprechen. Als dieses Verhalten nicht fruchtete, machte der Schüler seine Drohung war und zauberte Dutzende von beißenden Hunden herbei. Zeugen zufolge sollen ein flauschiger Hund mit Glubschaugen und sogar ein Grimm dabei gewesen sein. Einige, die ihn gesehen haben, befinden sich aktuell noch in St. Mungo in Betreuung.

Zum Glück wirkten die Schutzmaßnahmen und der Angriff konnte abgewehrt werden und M bekam seinen Schlusswunsch doch noch erfüllt: Ein Gespräch mit dem Schulleiter, bevor der Schüler der Schule verwiesen wurde. Die Mitarbeiterin L wurde zur Mitarbeiterin des Monats gewählt und durfte sich nach dem Stress über eine Woche Zusatzurlaub freuen.

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