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Erfolg in Gesprächen zwischen Zaubereiministerium und Hauselfen-Vertretern

veröffentlicht am 15.07.2020

geschrieben von Artemis(Ravenclaw)

Ausgabe Nummer 157 >> Klatsch und Tratsch >>

Nach anfänglich zähen Verhandlungen und einigen Missverständnissen verkündete heute der Sprecher des Zaubereiministeriums, dass die Verhandlungen mit den Hauselfen-Vertretern nun auf einem guten Weg sind.

Nachdem vor knapp zwei Jahren zum Jubiläum der Schlacht von Hogwarts 1998 eine Sonderausgabe zu den Geschehnissen damals erschien, die auch die Beteiligung von weiteren magischen Wesen neben den bekannten Hexen und Zauberern näher beleuchtet, gibt es vermehrt Stimmen, die auch für diese die entsprechende Anerkennung fordern. Besonders die Rolle einiger Hauselfen war beim Erlangen des Sieges gegen den Dunklen Lord bisher unterschätzt worden und wirft nun ein neues Licht auf die sonst so unscheinbaren Geschöpfe. Ihre gezeigte Loyalität steht in deutlichem Widerspruch zur Missachtung, die sie oftmals im alltäglichen Leben erfahren.
Die daraus resultierenden Diskussionen nahm die neue Zaubereiministerin, Hermine Granger-Weasley, zum Anlass, die Rechte der Hauselfen eingehend zu prüfen und eine entsprechende Reform anzustreben. Bereits zu ihrer Schulzeit hatte sie versucht, sich für die Rechte der Hauselfen einzusetzen, was damals jedoch von wenig Erfolg gekrönt gewesen war. „Während der Quidditch-Weltmeisterschaft gab es damals ein Zusammentreffen, bei dem eine Hauselfe von ihrem Herrn für etwas bestraft wurde, was eine Kleinigkeit gewesen wäre. Sie hatte einen Befehl nicht beachtet, nicht, weil sie es nicht gewollt hätte, sondern einfach, weil sie Angst hatte. Diese Gleichgültigkeit den Gefühlen dieser kleinen, verzweifelten Kreatur gegenüber hatte mich damals wirklich schockiert“, so die Zaubereiministerin.

Ein wichtiger Punkt bei den Verhandlungen ist die Anerkennung der zugehörigen Rechte für Hauselfen, die mit ihrer Klassifizierung als Zauberwesen einhergeht. Denn zweifellos sind sie intelligent genug, die magischen Gesetze zu verstehen, sollten also auch der Einteilung entsprechend bei der Gestaltung derselbigen mitwirken dürfen. Dabei sind die Hauselfen, wie ihr Sprecher versicherte, mehr als genügsam. „Wir wollen nicht durch das Schenken von Kleidung entlassen werden. Wir wollen weiterarbeiten und die meisten wollen auch keinen Lohn“, ließ dieser verlauten. „Wir machen unsere Arbeit gerne und wollen dabei auch nicht einmal bemerkt werden. Das macht unseren Stolz als Hauselfen aus.“ Eine der wenigen Forderungen der Hauselfen ist eine anständige Behandlung durch ihre Familien ohne ausufernde Strafen und Gewaltandrohungen.

So soll das Amt für die Neueinteilung von Hauselfen sich zukünftig nicht nur um Fälle kümmern, bei denen der Besitzer ohne Hinterbliebene verstorben ist, sondern auch bei ungerechtfertigten Bestrafungen der Hauselfen einer Familie. Das Amt wird weiterhin in einem ersten Schritt zu erhöhter Selbstständigkeit der Hauselfen um eine Beschwerdestelle erweitert. „Ohne entsprechende nachfolgende Maßnahmen und Schutz des Antragstellers ein absoluter Schwachsinn, wenn sie mich fragen, und nur dazu da, die Öffentlichkeit zu besänftigen“, meint Reginald Vanquish, Professor für Magische Wesen an der Magischen Universität in Taversham und Autor des Buches „Sozialstrukturen in der Magischen Gesellschaft – Zauberwesen als Magier zweiter Klasse“. „Ebenso wie beim Werwolf-Register wird es nur die Elfen, die sich trauen dort Meldung zu machen, brandmarken und ihnen ihre Arbeit in Zukunft schwieriger machen. Wer hat schon gerne einen Hauselfen, der sich über die Familie beschwert.“ Tatsächlich gibt es unter den Hauselfen einige Sorge, dass sie als „schwer vermittelbar“ gelten oder sogar befreit werden könnten, sollten sie ihren zugehörigen Familien Ärger bereiten.

Dennoch sind die aktuellen Verhandlungen ein Schritt in die richtige Richtung, wie die Zaubereiministerin betonte. „Wir müssen endlich dafür sorgen, dass die Hauselfen auch mit dem Respekt behandelt werden, den sie für ihre Arbeit und Loyalität verdienen.“
Bis es soweit ist, wird aber wohl noch einige Zeit dauern. Nicht zuletzt, da sich die Wahrnehmung dieser demütigen Haushaltshelfer grundlegend in den Köpfen der Hexen und Zauberer ändern muss, um eine wirkliche Veränderung bewirken zu können.

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