Stirbt die Zaubererschaft aus?

veröffentlicht am 02.07.2019

geschrieben von cori(Slytherin)
Bilder von Lavandil(Slytherin)

Archiv >> Ausgabe Nummer 152 >> Neues aus der Zauberwelt >>

Diese Frage beschäftigt seit Jahren die Forschungszauberer der Mysteriumsabteilung im Zaubereiministerium. Es ist auch in Zaubererfamilien ein unleugbarer Trend zur Kleinfamilie in den letzten Jahren zu erkennen. Immer mehr Eltern entscheiden sich für ein oder zwei Kinder. Dies kann natürlich auch an der zunehmenden Emanzipation der Hexen liegen, schließlich ist es heutzutage ja normal, dass auch Hexen einer festen Beschäftigung nachgehen. Dies war vor circa 50 Jahren noch anders. Da war die Mutter zu Hause für die Ausbildung und Erziehung der jüngeren Kinder zuständig, bis diese alt genug für eine weitere Ausbildung in Hogwarts oder anderen Zauberinternaten waren. Außerdem gab es noch keine Möglichkeit der außerhäusigen Betreuung von Kleinkindern und natürlich keine Zauberergrundschule. Glücklicherweise hat sich dies in den letzten Jahren geändert. Bedauerlicherweise hat die Schaffung von Zauberkindergärten und Zaubergrundschulen noch nicht zu einem Anstieg der Geburtenrate in Zaubererfamilien geführt. So wird weiterhin nach Möglichkeiten gesucht, das Kinderkriegen für junge Hexen attraktiv zu machen.
Es gibt auch hartnäckige  Gerüchte, dass in den letzten Jahren der Zauberbowle beim Tanz in den Mai fruchtbarkeitsanregende Substanzen hinzugefügt wurden. Ein leichter Anstieg der Geburten in den Monaten Januar, Februar legt dies nahe.
Die sinkende Geburtsrate als Problem gibt es auch in der Muggelwelt, deshalb arbeiten die Mysteriumsabteilung und die Abteilung für Muggelschutz bei dieser Aufgabe eng zusammen.
Einen entscheidenden Unterschied zur Muggelwelt stellt natürlich die Weitergabe der magischen Fähigkeiten dar. Wenn es immer weniger Kinder in Zaubererfamilien gibt, wird dann auf lange Sicht die magische Bevölkerung und mit ihr die Magie aussterben? Die Magieforscher erfassten als erstes mehrere Stammbäume von reinblütigen Familien und werteten dabei die Geburtenrate und die Weitergabe der Magie aus. In früheren Jahren gab es immer auch Kinder, welche ohne magische Fähigkeiten geboren wurden, aber durch die Vielzahl der Kinder glich sich dies in der Summe aus. In den letzten Jahren gab es kaum noch Squibs. Vermutlich, weil es ein Magiegleichgewicht in der Welt gibt. Dafür müssen immer eine bestimmte Anzahl von magischen Kindern geboren werden. Die Statistik der Hogwartsschüler der letzten 1000 Jahre zeigt einen ganz klaren Trend hin zu halbblütigen oder muggelstämmigen Kindern. „Ich glaube, die Zaubererschaft kann nur durch Mischehen und Muggelgeborene überleben“, erläuterte Franziskus Schwafel von der Mysteriumsabteilung. „Es gibt immer weniger reinblütige Familien, so dass es für ihre Kinder immer schwerer wird, reinblütige Partner zu finden.“
Besonders interessant ist natürlich das Phänomen der Muggelgeborenen. Wie kommen diese Kinder zu ihrer Magie? Am Anfang der Forschung ging man noch davon aus, dass diese Kinder eigentlich Halbblüter sind, welche durch Seitensprünge von Zauberern entstanden.


Neueste Forschungen bestätigen dies nicht. Es gibt die Theorie der Pusteblume, welche anschaulich den Gedanken der Magieerhaltung demonstriert. Wie bei einer Pusteblume wird die Magie weitergegeben. In der Nähe von magischen Menschen fällt der Samen öfter auf fruchtbaren Boden. Gibt es aber nicht genug Platz bzw. Kinder, dann wandert die Magie weiter fort, wie ein Samen der Pusteblume. Viele Samen fallen in der Nähe der Mutterpflanze auf die Erde, aber andere werden vom Wind in die Welt hinaus geblasen und beginnen dort zu wachsen. „Ein klares Indiz für diese Theorie ist die seit Jahren gleich gebliebene Anzahl der Hogwartsschüler“, erklärte Mister Schwafel. „Auch an anderen Zauberschulen gibt es eine immer gleichbleibende Zahl an Lernenden. Um aber unsere Werte und Gebräuche zu erhalten, ist es nötig, wenigstens die Zahl der Halbblüter zu erhöhen!“ Diese Informationen wurden in vielen Sitzungen gemeinsam mit dem Zaubereiminister besprochen. Noch in diesem Jahr soll es Gesetzte geben, die junge Familien in ihren Lebensbedingungen unterstützen, damit auch in weiteren 1000 Jahren die Zauberer in ihrer Kultur und Lebensart eine eigenständige Gemeinschaft bilden können.

 

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