Genmanipulation in Hogwarts - Farbexplosionen im Verbotenen Wald!

veröffentlicht am 27.10.2018

geschrieben von Paris()

Ausgabe Nummer 148 >> Neues aus der Zauberwelt >>

Die Bäume des Verbotenen Waldes zeigen alljährlich im Herbst ihre Farbenpracht im Stile des Indian Summers – so auch in diesem Jahr. Im Gegensatz zu den Vorjahren hat sich jedoch etwas Entscheidendes verändert. Die Baumblätter sondern bei Berührung ein farbliches Sekret ab, welches in Abhängigkeit der Genzusammenstellung des Rezipienten für eine besondere Farbdarstellung sorgt.
Den Ursprung nahm das Phänomen bereits Anfang Oktober. Niemand anders als Rubeus Hagrid war der erste Leidtragende: „Ich fegte das Laub kraftvoll von den Wegen und plötzlich gab es mehrere Knallgeräusche und ich fand mich mit bunten Farbflecken übersät!“ Der Zwischenfall wurde als Schülerstreich gewertet. Vor kurzem haben Weasleys Zauberhafte Zauberscherze ihre neue Erfindung „Die farbenfrohe Farbbombe“ auf den Markt gebracht. Das Produkt erfreut sich allgemeiner Beliebtheit und ist bei den Hogwartsschülern sehr beliebt.
Mit der Zeit kam es jedoch zu immer mehr Vorfällen. Eine Erstklässlerin berichtet, wie ihre Eule farbliche Fußabdrücke auf ihrem Arm hinterlassen hat. Am Morgen schimmern die Fußabdrücke gelb und mit fortschreitender Zeit wird die Farbe immer dunkler. Schüler wachen morgens in ihrem Schlafsaal auf und finden sich plötzlich mit Farbflecken übersät vor. Manche Schüler bekamen einfarbige Flecken, andere Schüler hingegen hatten gleich mit mehrfarbigen Flecken zu kämpfen. Ein Fünftklässler erzählt uns, dass die Farbflecke zunächst wie Pusteln aussehen und eine allergische Reaktion vermuten lassen. Die Heilerin im Krankenflügel konnte jedoch keine Allergien ausmachen. Es schien ein unlösbares Rätsel.
Letztendlich lieferte eine Gruppe von Hufflepuff-Schülern einen entscheidenden Hinweis zur Feststellung der Baummanipulation. Es gehört zum alljährlichen Ritual, eine Herbstlaub-Schlacht durchzuführen. Dabei stellten die Schüler fest, dass sich ihre Hände bei der Berührung des Laubes einfärbten. Farbbomben waren weit und breit nicht zu sehen. Im Gespräch mit Pamona Sprout, Herbologieprofessorin in Hogwarts, erfahren wir: „Es handelt sich um ein ganz neues Phänomen. Die Blätter sondern ihre Farbe mittels eines farblichen Sekretes im direkten Kontakt ab und gleichzeitig senden die verfärbten Blätter trockene Farbpollen aus, die sich beim Rezipienten zunächst als Pusteln am Körper ausbreiten. Die Ursache für die Veränderung im Verbotenen Wald ist noch nicht geklärt.“ Das Zaubereiministerium hat bereits einen Untersuchungsausschuss gegründet, um die Veränderungen des Baumbestandes im Verbotenen Wald zu untersuchen. Namhafte Herbologen und Heiler werden in die Forschungen einbezogen.
Die Schüler Hogwarts haben sich inzwischen mit der Situation arrangiert. Die Farbflecke werden genutzt, um Magische Geschöpfe als Tattoo abzubilden. Die jungen Hexen erfreuen sich an der unkomplizierten Möglichkeit, die Haare strähnig in schillernden Farben färben zu können. Besonders eine Junghexe teilt uns begeistert mit: „Hogwarts wird bunter! Möge das auch zukünftig so bleiben!

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