"Whizzing Wizards" singen sich an die Spitze der Zauberercharts

veröffentlicht am 27.10.2018

geschrieben von Artemis(Ravenclaw)
Bilder von Artemis(Ravenclaw)

Ausgabe Nummer 148 >> Klatsch und Tratsch >>

Seit dieser Woche leuchtet ein neuer Stern hell am Musikhimmel. Bereits vor einiger Zeit landeten sie mit „Drachenhort“ und „Gnomenparty“ zwei Überraschungshits. Nun haben sich die „Whizzing Wizards“ mit „Unkenzauber“ endgültig an die Spitze der Charts gesungen und dabei sogar die „Schwestern des Schicksals“ von ihrem bisherigen Platz 1 verdrängt.

Die Band besteht aus ehemaligen Mitarbeitern des Zaubereiministeriums, die vor einigen Jahren in den Ruhestand geschickt wurden, und setzt sich zusammen aus Rinehard Mills (Gitarre und Gesang), James Erling (Keyboard), John Molton (Bass) und Mike Trench (Schlagzeug).

Band auf Bühne


Ursprünglich war die Band als kleines Hobby nebenbei geplant, welches ein wenig Abwechslung in den nun relativ eintönigen Tagesablauf der vier Rentner bringen sollte. „Uns war nach einiger Zeit einfach ziemlich langweilig, so ohne spezielle Aufgabe“, erklärte Rinehard Mills, der die Band vor 3 Jahr gründete und als deren Frontmann auftritt. „Der Büroalltag war zwar meist auch nicht besonders spannend, aber immerhin hatten wir dort ständig was zu tun. Und wir haben damals schon mit ein wenig Musik den schnöden Alltag etwas aufgelockert.“ Einige Mitarbeiter im Ministerium erinnern sich immer noch mit Freude an die spontanen kleinen Sessions, in denen die vier ihre Instrumente aus alltäglichen Bürogegenständen improvisierten.

Nach ihrer altersbedingten Entlassung hielten die ehemaligen Arbeitskollegen auch weiterhin Kontakt und trafen sich öfters im „Schwankenden Kelpie“, wo auch die Idee gezündet wurde, die früheren musikalischen Ergüsse weiter zu verfolgen und sogar noch auszudehnen. „Anfangs war alles ziemlich durcheinander und wir haben einfach nur verschiedene Rhythmen mit unterschiedlichen Gegenständen ausprobiert, bis Rinehard irgendwann mal seine alte Gitarre mitgebracht hat“, erzählte uns Mike Trench. „Ab dann ging es etwas melodischer weiter.“ Die Ausübung ihres Hobbys beschränkte die frisch gegründete Band zunächst nur auf ihre Wohnzimmer und Kellerräume. Doch der musikalische Enthusiasmus blieb nicht lange verborgen und so traten sie auch bei Gartenfeiern ihrer Freunde und Nachbarn auf. Ihren ersten öffentlichen Auftritt hatten die vier rüstigen Rentner schließlich beim alljährlichen Straßenfest. Inzwischen spielten sie auch vermehrt eigene Songs, die mit ihren originellen Texten und teilweise überraschenden musikalischen Wendungen große Zuwendung beim Publikum fanden.
Der Durchbruch kam schließlich, als sie für eine Familienfeier in eben jenem Pub, in dem die Band gegründet wurde, gebucht wurden. „Der Auftritt der Band war eine Wucht und alle hatten viel Spaß an diesem Abend“, erinnert sich der Besitzer des „Schwankenden Kelpie“ gerne zurück. Danach legten die „Whizzing Wizards“, wie sie sich nun offiziell nannten, erst so richtig los und seitdem ist der musikalische Vormarsch der Band praktisch nicht mehr zu stoppen.„Wir wollten denen mal so richtig zeigen, dass wir noch längst nicht zum alten Eisen gehören“, sagte dazu James Erling lachend, der mit seinen 78 Jahren das Küken der Band ist.

Trotz ihres fortgeschrittenen Alters, schaffen es die „Whizzing Wizards“, auch jüngere Hexen und Zauberer für ihre Musik zu begeistern, die sich gerne auch an unterschiedlichen Stilrichtungen bedient. „Wir sind noch ein wenig dabei, rauszufinden, was für uns am besten passt und probieren auch gern mal was Neues aus“, so  John Molton. „Jeder Mensch mag eine andere Richtung, das ist bei uns nicht anders.  Also darf bei den Songs auch jeder aus der Band seine Kräuter in den Kessel werfen.“ Trotz der variierenden Musikrichtungen sind sich die Mitglieder der Band einig, dass sie sich nicht vom Erfolg verbiegen lassen wollen und ihrer Musik immer treu sein werden.

Wir sind gespannt darauf, was diese vier außergewöhnlichen Musiker, die sicher noch lange nicht ins „Zentaurenverbindungsbüro“ passen, in Zukunft von sich hören lassen werden.

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