Haltung von Gartengnomen im Terrarium wird verboten

veröffentlicht am 27.03.2018

geschrieben von Sahira Tania Arabella Rose(Gryffindor)
Bilder von Sahira Tania Arabella Rose(Gryffindor)

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Sie sind klein und nicht gerade hübsch anzusehen: Gartengnome. Trotz mangelnder Attraktivität werden sie seit einiger Zeit von Zauberern und Hexen als Haustier in Terrarien gehalten. Das Ministerium befand diese Haltungsform für nicht artgerecht und verhängte ein Verbot darüber.

Vor der vermehrten Beobachtung dieser sonderbaren Haltungsform befassten sich Mitarbeiter der Abteilung zur Führung und Aufsicht magischer Geschöpfe bereits umgehend mit der artgerechten Haltung von Gartengnomen. Bekannt sind sie als Bewohner von Zauberergärten, wo sie gerne in Erdlöchern hausen, sehr zum Nachteil von den Pflanzen, die darüber wachsen. Nicht selten verkümmern diese, weil Gnome ihre Wurzeln angenagt oder gar die Pflanze selbst angefressen haben. Das ist auch der Grund ihrer Unbeliebtheit bei Besitzern von Zauberergärten, obwohl sie gerne Horklumps verspeisen, die ebenfalls Gartenschädlinge sind. Vielmehr gibt es verschiedene Methoden, den Garten zu entgnomen, wie das Herumwirbeln des Gnoms mit anschließendem Weitwurf aus dem Garten oder der Einsatz von Jarveys, deren Leibspeise die Gnome sind.

Allumfassend kann aus diesen bekannten Fakten geschlossen werden, dass der Gnom ein sehr freiheitsliebendes Wesen ist. Die Mitarbeiter der Abteilung zur Führung und Aufsicht magischer Geschöpfe beobachteten in einer Studie, dass die Enge des Terrariums schnell verrückt macht und Hyperaktivität verursacht, da es ihnen an Bewegung und der nötigen Beschäftigung wie im Zauberergarten fehlt. Selbst ein künstlich angelegter Tunnel im Terrarium würde wenig Abhilfe schaffen. An den Stellen im Terrarium, wo es noch keine unterirdischen Gänge gibt, werden sie so lange neue graben, bis diese mangels Stabilität einstürzen. Das entstandene Chaos kann auch zu Panikattacken bis hin zu Herzrasen und schlussendlich zum Tod des Gnoms führen. Um diesem vorzubeugen, setzen viele Halter von Gnomen spezielle Zaubertränke ein, um sie ruhigzustellen.

So kam auch ein Besitzer auf die Idee, seine Gnome gemäß der Jahreszeit einzukleiden, da diese durch den erhöhten Einsatz des Zaubertrankes steif wie eine Puppe in ihrem Terrarium saßen. Er sagte unter Anonymität seiner Person aus, dass er ihr knollenartiges Aussehen „einfach so knuffig“ fand und sich deshalb für das Terrarium welche fing. Aber seit Xenophilius Lovegood auf der Hochzeit von Bill und Fleur Weasley erwähnte, dass der Speichel von Gnomen eine heilende Wirkung habe, sind sie zum Hype unter Zauberern und Hexen geworden. Jeder möchte sich in kleinen Notfällen selbst heilen können. Doch meist konsultieren diese Zauberer und Hexen bei Pixiebissen dennoch das St Mungo. Die Heiler schütteln oft mit dem Kopf, weil diese statt sofort erst Tage nach dem Biss zu ihnen kommen, um so doch keine bleibenden Schäden an den Bissstellen davonzutragen. „Wer will schon eine bleibenden Narbe haben, die doppelt so groß ist wie der ursprüngliche Biss“, kommentiert Heiler Virchow. „Bei Pixiebissen und üblichen kleinen Bissen gibt es außerdem allgemeine Ratgeberbücher“, gibt er uns abschließend als Tipp für alle Leser mit.

Um diesem ausgefallenen und nicht artgerechten Einfall, seinen Gnomen Kleidung anzulegen, und weiteren Kuriositäten Einhalt zu gebieten, hat man zum Verbot zusätzlich eine Art Knigge im Umgang mit Gnomen aufgestellt. Dieser soll den Zauberern und Hexen im Umgang mit Gnomen helfen und über Missverständnisse aufklären. Bei Verstoß gegen das Verbot droht dem Zauberer bzw. der Hexe eine hohe Galleonenstrafe und bei härteren Fällen werden Strafarbeiten im St Mungo von bis zu 100 Tagessätzen verhängt. Nur im Ausnahmefall wird ein kurzweiliger Aufenthalt im Zauberergefängnis Askaban angedroht.

Der Tagesprophet wird die nächsten Wochen mitverfolgen, wie sich dieses Verbot und der neue Knigge auf den Umgang mit Gnomen auswirken und zu gegebener Zeit den Lesern von seinen Erkenntnissen berichten.

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