Verzauberte Wohnungsanzeigen - Umzugs-Fluch greift in der Muggel- und Zauberergemeinschaft um sich

veröffentlicht am 29.10.2017

geschrieben von Ella271()
Bilder von Nimaya()

Archiv >> Ausgabe Nummer 145 >> Klatsch und Tratsch >>

Aus zuverlässiger Quelle erfuhr der Tagesprophet von einem Umzugs-Fluch, der sowohl in der Muggel- als auch in der Zauberergemeinschaft Fuß gefasst hat. Der Grund – verzauberte Wohnungsanzeigen, die sowohl Hexen und Zauberer als auch Muggel verwirren und für Chaos in der Umzugsplanung sorgen. Das Zauberministerium erhält eine tägliche Eulenflut mit Beschwerden. Der Umzugs-Fluch hat inzwischen solche Ausmaße erreicht, dass alle Abteilungen des Zaubereiministeriums in dessen Beseitigung eingebunden sind. Dabei wirkt der Umzugs-Fluch auf unterschiedlichste Art und Weise: Von sich ständig ändernden Preisen über falsche Namen der Vermieter bis hin zu Telefonnummern oder Adressen, die gar nicht existieren, ist alles dabei. Berichten zufolge haben schon etliche Betroffene mit ihrem Hab und Gut vor einer verschlossenen Tür gestanden, weil die Wohnung gar nicht zum Vermieten freigegeben wurde.

Mietinteressent mit Mobiliar vor einer Wohnung

„Leider haben wir bis jetzt nur wenige Anhaltspunkte“, erklärt uns der Leiter der Aurorenzentrale, „Wir sind aber zuversichtlich, dass wir das Chaos schon bald unter Kontrolle bekommen können.“
Was zunächst für einen harmlosen Streich gehalten wurde, ist nun bitterer Ernst geworden: Obliviierer sind im Dauereinsatz, um die Geheimhaltung der Magie zu wahren, die durch diese magischen Anzeigen in Gefahr geraten ist; der Zaubereiminister führt seit Tagen Gespräche mit dem Muggel-Premierminister, um den entstandenen Schaden in der Muggelwelt zu begrenzen. Auch dort gehen Beschwerden von Betroffenen und Umzugsfirmen ein. Die Zeitungsverlage sehen sich einer Flut von Anzeigen aufgrund fehlerhafter Wohnungsanzeigen ausgesetzt.
Auch Mietverträge sind vor dem Umzugs-Fluch nicht sicher. Der Betroffene merkt zunächst gar nicht, dass er von dem besagten Fluch betroffen ist. Die Anzeigen sehen normal aus, die erste Kontaktaufnahme mit dem vermeintlichen Vermieter klappt reibungslos, der Mietvertrag flattert ins Haus. Doch dann beginnen die Probleme. Nach der Unterzeichnung verändern sich Texte und plötzlich findet sich der Betroffene in einem Abonnement wieder. Das perfide – der unterschriebene Vertrag ändert sich täglich. Der Zaubergamot ist von der ernsten Lage unterrichtet worden. Bilaterale Gespräche zu den zuständigen Stellen in der Muggelgesellschaft sind bereits durch den Zaubereiminister auf den Weg gebracht worden.
Es wird noch einige Zeit dauern, bis der Urheber des Fluchs gefasst ist. Der Leiter der Aurorenzentrale weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei dem Umzugs-Fluch um eine Straftat handelt und diese geahndet wird. Bis zur Aufklärung sollte möglichst auf das Umziehen verzichtet werden. Wenn es sich gar nicht vermeiden lässt, so sind die Wohnungsanzeigen gründlich zu prüfen. Eine Beraterstelle seitens des Zaubereiministeriums wird noch eingerichtet.

Leserbriefe


Tagesprophet © Version 2.0 2009 by Vivianne