Magisches Geschöpf übernimmt erstmals ein Unterrichtsfach in Hogwarts

veröffentlicht am 15.07.2015

geschrieben von nela(Gryffindor)
Bilder von Sahira Tania Arabella Rose(Gryffindor)

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HOGWARTS. Wie jetzt erst bekannt wurde, ist Professor Trelawney – langjährige Lehrerin für das Fach Wahrsagen an der Schule für Hexerei und Zauberei – von Dolores Jane Umbridge entlassen worden. Auf Nachfragen erklärte Dolores Umbridge gegenüber unserer Zeitung: „Bereits in der ersten Unterrichtsinspektion sind mir ihre fragwürdigen Unterrichtsmethoden aufgefallen und ich musste feststellen, dass ihr Wissen über die Wahrsagerei mangelhaft war, sodass ich weitere Inspektionen anordnen musste. Sie konnte nicht auf einfachste Fragen über Ornithomantik und Heptomologie antworten, geschweige denn eine Vorhersage aus der Kristallkugel machen oder etwas Sinnvolles aus Teeblättern lesen. Da musste ich sie einfach entlassen. Die Schüler sollen ja etwas lernen.“

Dennoch müssen die Schülerinnen und Schüler von Hogwarts nicht auf das Fach Wahrsagen verzichten, denn ein Ersatzlehrer ist bereits gefunden. So übernimmt erstmalig ein magisches Wesen ein Unterrichtsfach in Hogwarts. Firenze, ein Zentaur, der bis jetzt im Verbotenen Wald gelebt hat, wird ab sofort Wahrsagen unterrichten. Gerüchten zufolge sei er deswegen von seiner Herde verstoßen worden.

Die Schüler- und Lehrerschaft ist geteilter Meinung ob des neuen Lehrers. Bereits in der ersten Unterrichtsstunde hätten die Schüler gemerkt, dass der Unterricht bei einem magischen Geschöpf ganz anders sei als bei den menschlichen Vertretern des Lehrkörpers. „Das Schulzimmer war in eine Waldlichtung verwandelt worden. Überall standen Bäume und der Boden war mit Moos bewachsen“, erzählte uns eine Schülerin verzückt. Ein Schüler ergänzte dazu: „Wir sollten uns den Sternenhimmel genau ansehen. Die Zentauren sehen die Zukunft da oben.“ Wie wir aus weiteren Stimmen heraushören konnten, wurde die erste Unterrichtsstunde unterschiedlich aufgenommen. Manche sprachen in Ehrfurcht davon, andere versprachen sich nicht allzu viel vom neuen Lehrer. Er spreche sehr nebulös, weshalb man seine Lektion nicht immer genau verstehe. Auch die anderen Lehrer sind gemischter Meinung. Einige Lehrer sehen das Fach Wahrsagen grundsätzlich kritisch. Auch ein Lehrerwechsel beeinflusse diese Meinung nicht. Andere Lehrer sehen die Lehrerwahl als problematisch, zumindest aber als ungewöhnlich an. So müsse der Unterrichtsort dem Lehrer angepasst werden und vermische sich mit dem Unterricht „Pflege magischer Geschöpfe“. Auch sei ihnen nicht bekannt, dass sich Zentauren auf etwas Bestimmtes festlegen könnten und sich eher im Hintergrund hielten. Nichtsdestotrotz unterstützt die Lehrerschaft den Schulleiter bei seiner Lehrerwahl und steht hinter ihm. Dolores Umbridge selbst ist nicht gerade glücklich mit der Einstellung des neuen Lehrers und wird natürlich auch seinen Unterricht in ihrer Befugnis als Inquisitorin genauestens inspizieren. Sie findet es bedenklich, wenn ein magisches Geschöpf, das im Unterricht eines anderen Lehrers vorkomme, selbst ein Fach unterrichte. Es sei penibel darauf zu achten, dass dies in Zukunft nicht größere Ausmaße annähme.

Wir werden nach der Inspizierung des Unterrichts durch Umbridge berichten, wie sich das Fach weiter entwickelt. Auch in der Geschichte von Hogwarts ist eine solche Lehrerwahl sehr außergewöhnlich. Deshalb hoffen wir, dass Firenze sein Amt gut führen wird und den Schülern Wahrsagen realitätsnah beibringt. Ob ihm dies auch ohne menschliches Wissen gelingt, werden wir Ihnen in einem späteren Artikel erläutern.

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