Riesenkürbisweltmeister - Rubeus Hagrid vom Ministerium geehrt

veröffentlicht am 07.11.2007

geschrieben von AdelheidvonSchaf(Ravenclaw)
Bilder von Francesca(Ravenclaw)

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Da Kürbiswettbewerbe bei den Muggeln schon seit vielen Jahren eine schöne Tradition im Herbst ist, hat die magische Gesellschaft für Gemüsezucht und gesunde Ernährung (MGGzgE) dieses Jahr zum ersten Mal die Magischen Weltmeisterschaften für die Züchtung von Riesenkürbissen durchgeführt.

Während bei den Muggeln dafür nur ein Wettbewerb ausgeschrieben wird, hat sich die MGGzgE entschieden, diesen Wettbewerb als Weltmeisterschaft durchzuführen. Gesponsert vom Zaubereiministerium, hat diese Weltmeisterschaft am 01. Oktober dieses Jahres in der englischen Gemeinde Tavistock in der Grafschaft Devon stattgefunden.

Alle Teilnehmer der Weltmeisterschaft – 126 Magier und Hexen aus 34 Ländern - mussten an diesem Tag ihren Wettbewerbskürbis, den sie in den Wochen und Monaten zuvor gezüchtet hatten, dem Wettbewerbsgremium präsentieren.

Dabei gab es zwei Wettbewerbskategorien:

Kategorie 1: Weltschwerster Kürbis

Kategorie 2: Weltumfangreichster Kürbis

Dabei kam es, bevor die eigentliche Weltmeisterschaft überhaupt begann, zu einigen Zwischenfällen. Um die durchweg recht schweren Kürbisse zu transportieren, hatten sich die Teilnehmer sehr unterschiedliche Methoden überlegt. Schließlich kann man sich ja solch einen gewichtigen Gegenstand nicht einfach unter den Arm klemmen.

Einige Teilnehmer apparierten mit ihren Kürbissen, wobei dies aber nicht immer ohne den ein oder anderen Ausfall blieb. Einige Zauberer kamen in Travistock nur noch mit einem halben Kürbis an, ein Teilnehmer wurde gesehen, wie er ungläubig und fassungslos nur noch den Stil des Kürbisses in der Hand hielt.

Andere nutzten ihren Flugbesen, um zum Wettkampfort zu gelangen. Auch hier konnte man verschiedene „Transportversuche“ erkennen. Einige Teilnehmer hatten ihren Kürbis einfach an ihrem Besen festgebunden, so dass er an einem Seil nach unten hing. Das aber führte in den meisten Fällen zu sehr gefährlichen Flugeinlagen und man konnte gerade im Landeanflug auf Tavistock mehr als einen Zauberer erkennen, der gerade noch so heilen Fußes den Boden erreichte. Andere Zauberer hatten weniger Glück und waren ihrem schlingernden und wild in der Luft herumsausenden Besen hilflos ausgeliefert. So kam es denn auch, dass vier gemeldete Teilnehmer beim Wettkampf nicht erschienen. Näheres ist nicht bekannt, aber es ist zu vermuten, dass sie Opfer eines gefährlichen „Kürbis-auf-dem-Besen-Transports“ geworden sind.

Manche Zauberer und Hexen hatten ihren Besen aber extra für Riesenkürbis-Transportzwecke „umgebaut“. Der hintere Teil des Flugbesens bestand aus einer Art Plattform, auf welcher der Kürbis mit einem reißfesten Netz befestigt war. Dieser Transport erwies sich als recht zuverlässig und sicher und es gibt schon Interesse aus der berühmten magischen Besenfabrik „Kehrgut“, diese Plattform auch auf dem normalen Hausflugbesen in Serie herzustellen.

Im Übrigen hatte das Zaubereiministerum, in den Stunden vor der eigentlichen Weltmeisterschaft, sehr viel Arbeit damit, die Muggel in einem Umkreis von 20 km rund um Tavisstock mit dem „Obliviate-Zauber“ zu belegen, da es in der Zeit vor den Wettbewerben eine vermehrte Sichtung von fliegenden Kürbissen am Himmel gab.

Da man sich dieses Problems im Zaubereiministerium aber glücklicherweise schon im Vorhinein bewusst gewesen war, hatte man von Seiten des Ministeriums genügend Mitarbeiter abgestellt, um den Obliviate-Zauber durchzuführen.

Bei den eigentlichen Wettkämpfen gestaltete sich das Wiegen und Vermessen der Kürbisse komplizierter, als vom Gremium erwartet, da nicht jeder Kürbis sich einfach wiegen und vermessen lies. Es gab Kürbisse, die einfach immer wieder wegrollten, sobald sie auf die Waage gelegt werden sollten. So waren einige Schiedsrichter nur damit beschäftigt, immer wieder diversen Kürbissen hinterherzulaufen, die mal hierhin, mal dorthin rollten und auch nicht davor zurückschreckten, manch raffinierten Haken zu schlagen.

Andere Kürbisse veränderten selbstständig ihren Umfang, nahmen zu, dann wieder ab, um sich im nächsten Moment wieder aufzublähen, als würden sie gleich platzen.

Nicht zu vergessen, die Kürbisse, die wahllos in jede Hand bissen, die sich ihnen näherte.

Gut, dass das Wettbewerbskomitee vorsorglich 2 Heiler zur Weltmeisterschaft bestellt hatten, die die diversen Bissverletzungen der Schiedsrichter versorgten.

Nach 8 Stunden aber war es geschafft, jeder einzelne Kürbis war gewogen und vermessen und mit dem sensationellen Ergebnis von 413,27 kg und einem Umfang von 3,53 m hat Rubeus Hagrid, Wildhüter in der berühmten Schule für Zauberer und Hexen, Hogwarts, in beiden Kategorien den Weltmeisterschaftstitel gewonnen.

Mr. Hagrid darf sich nun offiziell „Erster und Bester magischer Kürbiszüchter der ganzen Welt“ nennen. Die Siegermedaille wurde Rubeus Hagrid von Liridon Sommerhill verliehen, Mitglied des Zaubereiministeriums und Ehrenmitglied der MggzgE.

Wir vom Tagespropheten konnten im Anschluss an den Wettbewerb ein kurzes Interview mit Rubeus Hagrid führen:

„Mr. Hagrid... herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Sieg! Ihr Kürbis ist aber wirklich ganz besonders schön und groß. Können Sie anderen Züchtern einen Tipp geben, wie man solch einen großen Kürbis züchten kann?“

„Och, wissen Sie, da ist doch gar nichts Besonderes dabei. Man muss die Kleinen halt hegen und pflegen.“

„Ja, aber das haben andere Wettbewerbsteilnehmer doch sicher auch getan. Und trotzdem ist Ihr Kürbis bei Weitem der Größte und Schwerste heute gewesen...“

„Nun ja, man muss sich halt auch viel mit Ihnen beschäftigen. Wenn sie noch ganz klein sind, noch Babykürbisse, da brauchen sie halt ganz viel Liebe und Zuwendung. Ich hab sie z.B. immer schön zugedeckt... abends, wenn es dunkel wurde. Weil sonst schlafen sie nicht so gut. Ach ja, und ich hab ihnen auch immer ein Lied vorgesungen...“Schlaf, Kürbis, schlaf, du bist wirklich brav...“

„Das ist aber jetzt nicht Ihr Ernst, oder?“

„Aber ja doch... dann waren sie am nächsten Tag immer ein klein wenig gewachsen. Ach ja... ganz wichtig ist noch, dass man die Kürbisse aus dem Garten rein holt, wenn es regnet... das mögen sie nämlich gar nicht gerne... Aber entschuldigen Sie mich jetzt bitte, ich muss jetzt nach Hause. Und dann muss ich meinen Kürbis ins Bett bringen. War ja schließlich ein langer und anstrengender Tag für ihn, nicht wahr?“

Nun, wir können also gespannt auf die 2. Magischen Weltmeisterschaften für die Züchtung von Riesenkürbissen sein. Bis dahin haben Sie, werte Leser, die Möglichkeit, einen eigenen Wettbewerbskürbis zu züchten. Viel Spaß dabei!

 

 

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