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Halloween - wirklich nur eine Randerscheinung?

veröffentlicht am 17.11.2007

geschrieben von Morwenna(Ravenclaw)
Bilder von Jewka(Ravenclaw)

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Bereits im Sommer berichteten wir von Muggeln, die begeistert traditionelle Hexenfeste feierten. Damals versicherte uns der Zaubereiminister, dass es sich hierbei nur um eine Randerscheinung handele und man sich keine Sorgen machen müsse.
Doch diese Randerscheinungen ziehen immer weitere Kreise und das, obwohl seitens der Muggelmedien und Religionsverbände dafür gesorgt wurde, dass solche Feiern als esotherischer Mumpitz, verdammenswert oder gar gefährlich dargestellt wurden.
Jetzt ist es wieder soweit:
Muggel aller Altersklassen feiern Halloween. Auf den Straßen ziehen als Monster, Hexen, Zauberer, Mumien und ahnliches verkleidete Kinder oder Jugendliche von Haus zu Haus, um die Bewohner um Süßigkeiten zu bitten. Vom traditionellen englischen Trick or Treat! über die schlichte Übersetzung Süßes, sonst gibts Saures! bis hin zu kreativen Neuschöpfungen wie Gebt uns was zu Schlecken, sonst werden wir euch necken! reichen ihre Aufforderungen.
Während in englischsprachigen Gebieten diese Form der Halloweenfeier unter Muggeln schon seit Jahrzehnten praktiziert wird, ist diese Ausprägung in Deutschland doch eher eine neue Erscheinung.
Vor knapp zehn Jahren noch warfen Eltern, die planten mit einer Gruppe kleiner Kinder eine solche Runde durch die Nachbarschaft zu machen, bei ihren geplanten Zielen einige Tage vor Halloween kleine Karten in den Briefkasten ein (das ist ein Kasten in dem Muggel ihre erhaltene Post aufbewahren), um die Nachbarn zu bitten doch einiges an Naschwerk vorrätig zu haben.
Heute bedarf es keinerlei Ankündigungen mehr, im Gegenteil. Nicht nur die Kinder warten sehnsüchtig auf diesen Tag im Jahr, auch die Erwachsenen warten darauf, von kleinen Gruselwesen heimgesucht zu werden. Und während die Erwachsenen daheim die Stellung halten und die Kinder von Haus zu Haus ziehen, feiern Jugendliche und Twens rauschende Partys mit Kostümen und dem unheimlichsten an Nahrung, was die Küche hergibt.
Doch noch immer beharrt das Ministerium darauf, dass diese Feiern keinerlei Bedrohung für die magische Welt darstellen. „Je mehr Muggel sich die Feste der Hexen und Zauberer zu eigen machen, desto unwahrscheinlicher wird es, dass sie an unseren Feiern Anstoß nehmen, sollten sie tatsächlich einmal in eine hineinstolpern“, ist der offizielle Standpunkt.
Seien wir ehrlich: So beunruhigend diese Entwicklung zu sein scheint, am besten getarnt ist etwas noch immer in einer Masse gleichem. Also gönnen wir den Muggeln doch unsere Feste.

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