Drachenexperte will neuen Drachen von Gringotts begutachten

veröffentlicht am 15.07.2014

geschrieben von Erin Darver(Slytherin)
Bilder von Erin Darver(Slytherin)

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Dass in Gringotts Drachen gehalten werden, ist nicht erst seit dem Zeitpunkt bekannt, als die drei Helden, Harry Potter, Hermine Granger und Ron Weasley, einen von ihnen dazu benutzt haben, um aus der Zaubererbank zu entkommen.
Doch waren es vorher eher Gerüchte, so war es da dann zur Gewissheit geworden.
Seitdem haben die Kobolde zwar immer wieder geleugnet, dass es weitere Drachen gibt, doch berichten Besucher der tieferen Verliese, dass sie von Weitem Flammen gesehen haben , die von einem Drachen stammen könnten.
Und warum sollte sonst jedes Jahr ein Drachenexperte gerufen werden?
Die Kobolde haben mit dem Ministerium unter der Hand das Abkommen geschlossen, dass sie zur Bewachung der wichtigsten Verliese  Drachen einsetzen dürfen. Als Gegenleistung müssen sie zulassen, dass einmal im Jahr ein vom Ministerium bestellter Experte nach dem Rechten sieht. Zähneknirschend haben die Kobolde eingewilligt und darin wieder eine Schikane der menschlichen Zauberer und Hexen gesehen. Doch einen anderen Weg haben sie nicht gefunden. So müssen sie zulassen, dass der Experte einmal im Jahr die Drachen begutachtet und auf Verletzungen untersucht.
Man weiß von Kobolden, dass sie sich nicht gern in die Karten sehen lassen, doch Offensichtliches zu leugnen, macht sie nicht glaubwürdig.
Die Reporter des Tagespropheten haben nun mit dem Experten für Drachen aller Rassen gesprochen, der die Drachen regelmäßig begutachtet und dabei nun auch den neu Dazugekommenen unter die Lupe genommen hat.
Er wollte nicht so recht gegen seinen Arbeitgeber aussagen, doch es war herauszuhören, dass er mitunter mit den Haltungsbedingungen nicht einverstanden ist. Bisher sind seine Mahnungen von den Kobolden allerdings nicht wirklich beachtet worden.
Die Drachen von Gringotts haben, wenn sie einmal in den Gewölben sind, nie wieder die Möglichkeit, das Tageslicht oder aber auch frische Luft zu sehen bzw. zu erleben.
Und das widerspricht nun einmal den Bestimmungen, die das Ministerium für die Haltung von Drachen erlassen hat, auch wenn die Kobolde sich noch nie wirklich dem angeschlossen haben. Diese Bestimmungen sind in den magischen Gesetzen nachzulesen.
Dennoch scheint es jetzt so zu sein, zumindest den Ausführungen des Experten nach, die in diesem Fall die einzigen Quellen sind, dass es den Drachen nicht wirklich gut geht.
Dies liegt zum einen an der  fehlenden Abwechslung und zum anderen auch an der Behandlung durch die Kobolde.
Drachen sind nicht die Geschöpfe der magischen Welt, die man einfach handhaben kann. Sie sind nicht nur wegen ihrer Größe gefährlich, sondern auch durch die Fähigkeit Feuer zu spucken und ihre Klauen einzusetzen. Deswegen mussten die Kobolde Mittel und Wege finden, um sie dennoch zu kontrollieren und das wirkt sich negativ auf die Drachen aus.
Auch das ist ein Grund, immer wieder einen Experten zu ihnen zu schicken.
Doch auch nach dieser Beurteilung der Drachen beklagt der Experte, dass ihm Steine in den Weg gelegt werden, wo immer es möglich ist. So kann er die Drachen nie allein untersuchen, immer ist einer der Kobolde dabei. Und gegen diese scheinen sich die Drachen nicht wehren zu können, wobei es ein Geheimnis bleibt, wie sie das machen, dass die Drachen sich nicht gegen sie auflehnen können. 
Entweder wollen die Kobolde das vorgelegte Regelwerk nicht verstehen, oder aber sie lehnen es deswegen ab, weil es von den doch immer noch verhassten Zauberern und Hexen stammt. Ganz wird man das wohl nie erfahren.
Und leider geht das auch zum Nachteil der Drachen, die damit leben müssen, nicht artgerecht gehalten zu werden, wie das in Reservaten möglich wäre.
Natürlich kann man das in den Gewölben der Bank nicht realisieren, das steht außer Frage. Dennoch sollte es möglich sein, ihnen ein halbwegs gutes Leben zu garantieren.

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