Sommer – wo bist du?

veröffentlicht am 07.11.2007

geschrieben von sonnenschein9(Gryffindor)

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Diese Frage stellte sich in den vergangenen Wochen wohl jeder, der auf Heimaturlaub angewiesen war. Auf zwei heiße, sonnige Tage folgten beinahe immer drei Wochen mit trüben Regenwetter.

„Das sind die Anzeichen des Klimawandels“, sagte ein berühmter Forscher in der Muggelwelt.

Der Minister der Zauberwelt, Rufus Scrimgeour, lachte nur über dieses Unverständnis, als er von dieser Nachricht hörte.

„Klar, gibt es Anzeichen eines Klimawandels, aber dieser miese Sommer hatte auch noch eine andere Ursache“, erklärte er dem Tagespropheten exklusiv. Wie der Minister weiter bekannt gab, hat ein Aurorenteam letzte Woche einen Mann verhaftet, einen Zauberer Mitte zwanzig, der für diese Misere verantwortlich sein soll. Vor einem halben Jahr verliebte sich der Schuldige unsterblich in eine Hexe, die nach einem halben Jahr diese Beziehung  beendet hatte. Darüber war der Zauberer so betrübt, dass er seine Tränen vom Himmel fallen ließ, getreu dem Motto: Wenn ich nicht glücklich bin, sollen es andere auch nicht sein!.

Rufus Scrimgeour räumte allerdings Fehler bei der Suche nach der Ursache des schlechten Wetters ein, denn immerhin ging schon vor ein paar Wochen ein anonmyer Hinweis ein. Dieser besagte, dass es in einem Vorort von London einen Mann gab, der seltsame Rituale aufgeführt hat. Der anonyme Zeuge hatte schon vieles gesehen, wie er schrieb, aber das kam selbst ihm spanisch vor. Doch warum vergingen mehrere Wochen, ohne dass das Ministerium eingriff?

„Wir haben im Moment viel zu tun im Ministerium. Der Hinweis ist – ich muss es gestehen – einfach untergegangen“, erklärte Rufus Scrimgeour. „Dies lag zum einen daran, dass der Hinweis viel zu schwammig formuliert wurde. Es fehlten einige entscheidende Fakten, die ein schnelles Eingreifen verhinderten. Hinweisen sollten so eingehen, dass die Zauberer im Ministerium neugierig und gleichsam stutzig werden, denn seit dem immer größer werdenden Aufbegehren der Schwarzmagier gehen am Tag so um die hundert bis hundertfünfzig Hinweise ein, die von nur zwei Zauberern bearbeitet werden.“

Als dem Hinweis dann doch nachgegangen wurde – der Zauberer meldete sich abermals – griffen die Auroren den Mann in seiner Wohnung auf, wo er sich seit Wochen in Selbstmitleid badend versteckt hielt.

Ein Freund des Täters räumte ein, dass der Mann sich an seine Ex-Freundin klammerte wie ein Ertrinkender an einen Strohhalm. Die Hexe, dessen Namen auch der Freund nicht preisgeben wollte, zog es nach Schottland, wo sie eine neue Herausforderung suchte. Diese neue Berufung war wohl ebenfalls ein Grund der Trennung. Der Täter allerdings schweigt seit langem beharrlich. Er macht weder Angaben zu seiner gebrochenen Liebe, noch äußert er sich zu dem Fakt, wo er sich diesen Zauberspruch aneignete. Diesen interessanten Sachverhalt würde wohl aber so manch einer gerne erfahren, denn es würde dann sicherlich auch umgekehrt funktionieren.

„Nein, sollte jemand wirklich an die Formel kommen, dann vernichten wir sie sofort, denn Mutter Natur braucht ihre Jahreszeitenwechsel.“, meinte ein TP-Reporter nachsichtig. „Dann können wir uns jetzt ja immerhin auf einen schönen Spätsommer freuen!?“

Der Minister Rufus Scrimgeour verzog leicht das Gesicht. „Ich denke, wir sollten den Lesern keine allzu großen Hoffnungen machen. Wir konnten leider nicht sicherstellen, ob der Fluch aufgehoben wurde.“

Ein Tipp von Ihrem Reporter: Holen Sie so langsam aber sicher die Wintersachen hervor, nicht dass Sie sich neben dem fehlenden Sonnenschein auch noch vom Schnee überraschen lassen.

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