Die Muggel-Märchen sind los!

veröffentlicht am 24.12.2013

geschrieben von Shandris(Gryffindor)

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Eine verhexte Weihnacht im Einkaufszentrum


Es war einmal vor langer Zeit ...
Wer kennt nicht diese zauberhaften Märchenlesungen?

Sei es nun abends am Bett oder vor dem Kamin, in den Kinderbibliotheken oder auf themenbezogenen Wochenmärkten. Mit Vater, Mutter, Großmutter, Großvater oder einer Märchentante. Gelegenheiten in diese Welt einzutreten gibt es sehr viele. Alles ganz normal und nicht wirklich ungewöhnlich oder etwa doch?

Wie ein kleines bisschen echte Magie die geliebten Märchenfiguren lebendig werden lies, sah man in einem Einkaufszentrum in der Nähe von Weimar in Thüringen. Was sich eben noch wie der Beginn eines Märchens anhörte, wäre beinahe zu einer Katastrophe ausgeartet. Für diese „Beinahe-Katastrophe“ sorgte ein sehr junger Zauberer. S. Witherbee hatte es sich in den Kopf gesetzt, dass, wenn er nicht an die in den Glasvitrinen ausgestellten Figuren herankam, diese eben zu ihm kommen könnten. So wurden kurz darauf die Zwerge aus dem Muggelmärchen „Schneewittchen und die Sieben Zwerge“ lebendig und zerschlugen mit ihren Spitzhacken das Glas des Kastens. Unter den verblüfften Augen von vielen Muggeln starteten die Zwerge gleich danach eine Befreiungsaktion für die anderen ausgestellten Figuren.

„Rapunzel“ (aus einer Geschichte, in der es um ein Mädchen mit sehr langen Haaren geht) und Jack aus „Jack und die Wunderbohne“ (in dieser Geschichte geht es um eine Bohnenranke, die bis zum Himmel reicht) sorgten dafür, dass alle wertvollen Figuren heil unten ankamen und schnell das Weite suchen konnten.

Als die Eltern des Jungen im Foyer des Einkaufszentrums wieder erschienen, um ihren Sohn abzuholen, war mehr als die Hälfte der Vitrinen leer und nur der schnellen Reaktion einer Sondertruppe der Vergissmich-Abteilung ist es zu verdanken, dass diese Schlagzeilen nur hier im Tagespropheten zu lesen sind. Die Figuren, einmal befreit, hatten es wohl nicht so eilig. So wurde die Königin aus dem Märchen „Schneewittchen“ in einer Schmuckboutique eingesammelt, als sie sich gerade vor einem Spiegel zurechtmachte und die Prinzessin aus „Die Prinzessin aus der Erbse“ testete gerade eine Matratze im nahen Möbelkaufhaus. Während die eine Einheit der Ministeriumsmitarbeiter auf der Suche nach den Figuren war, musste die andere Gruppe sich um die Schaulustigen und ihre Erinnerungen kümmern. Ein halbes Dutzend Muggelreporter musste aufgehalten werden, die schon auf dem Weg in ihre Redaktion waren, um die Geschehnisse in die Abendausgabe zu bringen. Na, wenn das nicht mal eine märchenhafte Weihnacht war.

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