Vorweihnachtliche Zwischenfälle beim Tagespropheten aufgeklärt

veröffentlicht am 22.05.2012

geschrieben von Guen Schillerschuppe(Hufflepuff)

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London.
Die vorweihnachtlichen Zwischenfälle in der Redaktion des Tagespropheten gehen auf das Konto eines geistig verwirrten Zauberers, wie das Auroren-Büro gestern mitteilte.
Der verwitwete Bonifatius B. war von einer Spezialeinheit unter Leitung Harry Potters in seinem Haus in Godric’s Hollow aufgegriffen worden, nachdem ein Tipp von Nachbarn eingegangen war, die sich über Schreie aus dem Haus wunderten. Im Keller fand man einen erschöpften und sichtlich mitgenommenen Barnabas Cuffe, der zum Glück keine lebensbedrohlichen Verletzungen erlitt, aber zurzeit vorsorglich psychiatrisch betreut wird. Was genau ihm angetan wurde, ist noch nicht bekannt.
Bonifatius B. wollte offenbar an der Zeitung Rache üben, die zu Zeiten Lord Voldemorts die Ermordung seiner Tochter durch Todesser verschwiegen hatte. „Es war fast niemand zur Beerdigung da!“, schrie er während seiner Verhaftung immer wieder, „Der Tagesprophet mit seinen Todesser-Freunden ist daran Schuld!“ Die Redaktion hatte damals keine Todesanzeige gedruckt, da das Ministerium eine Publizierung des Todes von Charity B. nicht wünschte.
Bonifatius B. wurde in die geschlossene Abteilung des St. Mungo-Hospitals überführt. Er ist nicht straffähig. Der behandelnde Heiler sagte im Gespräch mit dieser Zeitung, B. sei geistig labil und dürfe zum momentanen Zeitpunkt auf gar keinen Fall aufgeregt werden. In seinem Haus fanden die Ermittler mehrere bedenkliche Tränke und Mixturen sowie Unterlagen, die auf weitere geplante Aktionen gegen den Tagespropheten hindeuten. Im Moment geht das Auroren-Büro davon aus, dass es sich um einen Einzeltäter handelt, der keinerlei Verbindungen zum Beispiel zur schwarz-magischen Szene hatte.
Außer der Entführung Cuffes bekannte B. sich schuldig, die Niffler in den Räumen des Tagespropheten ausgesetzt und die Druckmaschine verhext zu haben. Die Redaktion möchte sich an dieser Stelle in aller Form bei allen Koboldverbänden entschuldigen, da sie in der Jubiläumsausgabe die Kobolde als Täter in Betracht gezogen hatte.
Bei dem inzwischen übersetzten Runentext, den die Druckmaschine statt der Jubiläumsausgabe des Tagespropheten druckte, handelte es sich um eine Schmähschrift aus der Feder Bonifatius B.s, in der er den Tagespropheten beschimpft, mit Todessern gemeinsame Sache gemacht und auf diese Weise ordentliche Bürger geschädigt zu haben.
B. wird sich bald möglichst vor dem Zaubergamot wegen Entführung, Geschäftsschädigung und Körperverletzung verantworten müssen.

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