Drachengrippe Gefährliche Seuche bedroht die Nordseestaaten

veröffentlicht am 01.12.2011

geschrieben von Lily-Marlene(Gryffindor)

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Nachdem in den letzten beiden Wochen vermehrt Patienten mit grippeartigen Symptomen und grünschuppiger Haut ins St. Mungos und weitere Zaubereikrankenhäuser in Hamburg und Kopenhagen eingeliefert wurden, spitzt sich die Lage dramatisch zu. Wie uns neueste Quellen berichten, gibt es bisher drei Todesfälle unter dem Heilerpersonal, da die betroffenen Patienten urplötzlich begannen, Feuer zu spucken. Einige weitere Heiler und Besucher der Kliniken werden derzeit mit schweren Verbrennungen in den Notaufnahmen behandelt. Dabei ist die Krankheit für den Erkrankten, ausschließlich magischer Abstammung, selbst wohl nicht tödlich, er bekommt lediglich grünschuppige Haut, die sich alle zwei Tage unter furchtbarem Jucken abschält und erneuert. Auch der Temperaturanstieg auf bis zu 50°C kann wohl nur durch diese Drachenhaut ertragen werden, die sich offenbar auch im Körperinneren bildet und so die Organe schützt. Derweil breitet sich die Krankheit weiter aus, sodass die neuesten Zahlen schon von 234 Infizierten berichten. Die Geschwindigkeit der Ausbreitung lässt auf einen Virus schließen, doch wie er sich verbreitet, ist noch unklar. In einigen Heilerlabors rund um den Globus wird bereits nach einem Gegenmittel geforscht, doch bisher ohne Erfolg. Ein Sprecher des ZSS (Zauberischen Seuchen Schutzes) gab in einem Interview bekannt, dass „grünliche Hautverfärbungen und Körpertemperaturen über 40°C [...] ein sicheres Zeichen für die Infektion mit dem Drachengrippevirus, kurz DGV1“ seien. Die Bevölkerung solle überdies vor zögerlichem Handeln gewarnt sein und lieber sofort einen Heiler aufsuchen, sobald die anfänglichen Symptome auftreten, so ein Regierungssprecher. Auf die Frage, was denn die Regierung als Ursache der Drachengrippe sieht, wurde uns jedoch nicht geantwortet.
In diesem Zusammenhang wird bereits von einer Vertuschungsaktion von Seiten des Zaubereiministeriums für magische Unfälle und Krankheiten gesprochen, denn erst vor wenigen Wochen kam es in dessen Forschungslabor auf Helgoland zu einer größeren Explosion, wobei mehrere Fensterscheiben des Hochsicherheitstrakts zu Bruch gingen. Dass der DGV1-Erreger dort womöglich seinen Ursprung hat, ist zwar nicht gesichert, doch alle Anzeichen weisen daraufhin. Bereits seit einigen Tagen gehen unzählige Eulen wütender Hexen und Zauberer im Ministerium ein, die die Abschaffung solcher Testzentren fordern. Doch die Regierung hält sich weiterhin bedeckt und verweigert jegliche Aussage zu diesem Thema.
Dem Tagespropheten bleibt an dieser Stelle nur noch zu sagen, dass wir eindeutig von Krankenhausbesuchen abraten, wenn Sie nicht anstatt des Weihnachtstruthahns gebraten auf dem Tisch landen wollen.

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