Verkleidungsgeschäft legt sich mit Ministerium an

veröffentlicht am 31.10.2011

geschrieben von Sidhe(Slytherin)
Bilder von Sidhe(Slytherin)

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In der Londoner Muggelstraße Trafalgar Street hat vor einiger Zeit ein kleiner Verkleidungsladen unter der Leitung des Zauberers Willi Widdershins aufgemacht, was zunächst kein Problem darstellte.
Wie bei von Zauberern geleiteten Muggelgeschäften üblich, wurde das Ladenlokal von einem Ministeriumsbeamten kontrolliert, wobei „erhebliche Mängel in der Befolgung des Geheimhaltungsabkommens“ zu Tage getreten seien.

 

Willi Widdershins

 


So verkaufe Herr Widdershins originalgetreue Hogwarts-Schuluniformen ebenso wie verzauberte Kürbisse und Kerzen.
„Die Muggel halten's für 'nen Trick und kaufen wie die Bekloppten“, so Widdershins. „Grade jetzt zu Halloween muss man das doch ausnutzen!“
Da ist der Beauftragte für den Schutz der Muggel jedoch gänzlich anderer Meinung und legte dem Besitzer des Ladens auf, sein Sortiment um eben diese verräterischen Gegenstände zu bereinigen.

Bei der obligatorischen Nachkontrolle wurde der Ministeriumsbeamte jedoch überrascht.
Anstatt seine Auslagen den Auflagen entsprechend zu gestalten, hatte Widdershins weitere so genannte verzauberte Muggelartefakte und zu eindeutige Kostüme hinzugefügt.
Vor allem ein Kostüm, dass einen Muggel wie eine exakte Kopie des verstorbenen Hogwarts-Schulleiters Albus Dumbledore aussehen lässt, war dem Beamten ein Dorn im Auge.
„Ein absolute Frechheit! Dieser Mann beschmutzt das Ansehen eines großen Zauberers!“, wütete der Beamte.

Wie es die Gesetze jedoch verlangen, musste Widdershins wiederholt eine Frist von mehreren Tagen einberaumt werden, um den Auflagen gerecht zu werden.
Sollte Widdershins wiederholt nicht den Forderungen des Ministeriums Folge leisten, wird er sich mit einer hohen Geldstrafe und unter Umständen sogar einem Aufenthalt in Askaban auseinandersetzen müssen.

Schon in der Vergangenheit gab es zur Zeit um Halloween und im Faschingsmonat immer wieder Fälle solch gedankenloser Verkaufsstätten, welche die Geheimhaltung der magischen Welt immer wieder auf die Probe stellen.
„Es ist wirklich eine Last“, so der Leiter der zuständigen Behörde des Ministeriums erschöpft, „in diesen Zeiten müssen wir laufend das Personal aufstocken, damit uns auch ja keiner durch die Lappen geht.“
Dieses Mehr an Personal kostet die Magische Gemeinschaft jedes Jahr wiederholt ein kleines Vermögen, was die Verkäufer scheinbar jedoch nicht von ihren Geschäften abhält.

Im Falle Willi Widdershins hat sich fürs erste das Ministerium durchgesetzt und der Laden wurde gestern durch den Eigentümer geschlossen.

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