Wenn Lehrer reisenů

veröffentlicht am 19.07.2013

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Freitag:
Der Freitag war allgemeiner Anreisetag. Die Kollegen und einige ehemalige Lehrer sind aus dem ganzen Bundesgebiet nach Rheine gefahren. Während die Ersten sehr früh ankamen, erschienen die Letzten erst gegen 20:30 Uhr im Bauernhaus, genau richtig für ein erstes gemeinsames Abendessen.
Es gab allgemein sehr viel zu bereden, vieles musste ausgetauscht werden und so ging der Abend schnell vorüber und die Party gegenüber störte, abgesehen davon, dass immer wieder spekuliert wurde, ob wir uns dort nicht untermischen und Getränke und Gegrilltes abstauben könnten, nicht. Die gelegentlichen Raucherpausen dienten zumindest der Erheiterung auf beiden Seiten, denn auch die Muggel waren auf unsere Anwesenheit aufmerksam geworden und stellten seltsame Fragen über das Wappen an unserer Haustür.
Um Mitternacht startete der obligatorische Spaziergang zum Spielplatz am Zoo. Mal wieder hat der Bannzauber, den direkten kurzen Weg zu finden, sehr gut funktioniert und so haben wir uns auch erst einmal wieder verlaufen. Der Rückweg dagegen war kein Problem und natürlich haben wir uns vorgenommen, nächstes Jahr gleich wieder den richtigen Weg zu nehmen.
Während die ersten Lehrer nach der langen Anreise früh ihre Betten aufgesucht hatten, haben die Nachteulen noch einige Runden Black Storys gespielt. Doch auch die Nachteulen haben aus den Jahren davor gelernt und sind immerhin in dieser Nacht auch noch zu etwas Schlaf gekommen.

Samstag:
Am Samstagmorgen reisten früh, noch bevor die Letzten wieder aufgestanden waren, zwei weitere Lehrer an.
Dann folgte ein sehr ausgiebiges Frühstück, wo der Nachschub an Kaffee nicht fehlen durfte. Es wurden Pläne für den Tag geschmiedet und nach dem Frühstück teilte sich die Gruppe auf. Ein Teil ging in den Zoo, andere versuchten sich am Geocaching und lauerten vor einem großen blau-gelben Tor auf einen unbeobachteten Zeitpunkt, um dieses näher in Augenschein zu nehmen. Doch die Muggel verharrten hartnäckig, sodass vor der Mittagszeit kein Suchen des Schatzes möglich war.
Entgegen aller Wetterprognosen wurden wir mit dem schönsten Sonnenschein überrascht und die im Haus Verbliebenen hat es im Laufe des Vormittags dann auch nach draußen gejagt, um die ersten Sonnenstrahlen des Jahres zu tanken.
Eine Stunde vor dem geplanten Kaffee und Kuchen, welches uns als Entschädigung für die vorabendliche Party spendiert wurde, brachen die Lehrer zum 2. Geocaching auf. Dieser sollte nur 250 Meter entfernt sein, aber niemand hat davon geredet, dass dies Luftlinie war und natürlich auf der anderen Seite der Ems lag. Trotz allem hat sich eine recht große Gruppe spontan bereit erklärt mitzugehen, um den Schatz gemeinsam zu bergen.
Es lag wohl daran, dass kein Verteidigungslehrer dabei war, dass wir mit leeren Händen zurückkehrten, aber alles Kraxeln und Suchen an Eichenwurzeln hat nichts genutzt. Der Schatz blieb unentdeckt.
Trotz allem kehrten alle zufrieden und in Vorfreude auf das Kaffeetrinken wieder zurück.
Am Kloster stieß auch die Zoogruppe wieder dazu und gemeinsam wurde kurzerhand beschlossen, trotz Wind und bedrohlich nach Regen aussehenden Wolken, den Kuchen draußen zu essen. Und wieder hat das Wetter mitgespielt, denn es fing nicht an zu regnen und die Wolken lichteten sich wieder ein wenig.
Ein Teil zog es dann in die Bibliothek des Klosters, doch die meisten kehrten zum Bauernhaus zurück, um die letzten Vorbereitungen für das abendliche Grillen zu treffen.
Am Abend wurde es recht kühl und das erste Mal seit langem haben wir den offenen Kamin ausprobiert und dieses Mal funktionierte auch der Rauchabzug, sodass die Lehrer am nächsten Tag nicht geräuchert nach Hause fahren mussten.
Im Laufe des Abends wurde immer wieder gequatscht. Großes Thema waren immer wieder die ZAGs und UTZs und während die meisten Lehrer nach und nach in ihren Bettchen verschwanden, wurde diesbezüglich das Archiv durchstöbert und ja, auch dieses Mal war es viel zu spät für die Nachteulen schlafen zu gehen, aber sie taten es dann trotzdem, als es anfing zu dämmern.

Sonntag:
Beim späten gemeinsamen Frühstück wurden die erschütternden Erkenntnisse der Nachteulen zum Thema UTZs aufgedeckt und die Folgen davon diskutiert. Trotz allem schien sich der Großteil der noch aktiven Lehrerschaft noch immer sicher zu sein, mit den UTZs bald starten zu können und aus den Fehlern der Vorgänger gelernt zu haben.
Insgesamt könnte man allein dadurch sagen, dass die „Fachtagung“ der Lehrer ein Erfolg gewesen ist, aber wer weiß, ob das auch alles so funktioniert.
Nach dem Frühstück wurde gepackt und nach und nach leerte sich das Bauernhaus. Die Letzten fuhren gegen 14:00 Uhr los und brachten die Zugfahrer noch zum Bahnhof.
So ging eine wieder mal sehr schöne Fachtagung der Lehrer von Hogwarts zu Ende.

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