Neueste lebende Dekoration: Vergesst Feen, nehmt Wichtel!

veröffentlicht am 31.10.2010

geschrieben von Caxirta(Ravenclaw), TrueBlue(Ravenclaw)
Bilder von TrueBlue(Ravenclaw)

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Wie jedes Jahr, erobern ab Mitte Oktober begehrte Halloween-Dekorationsgegenstände die Geschäfte. Selbst wenn die Skelette, Dementoren- und Geist-Repliken oder Kürbisse eigentlich nicht zu den typischen Waren zählen, grinsen sie den Passanten aus fast jedem Schaufenster zahlreich entgegen.

Außerdem wird der Feen-Markt bereits kurz vor Halloween angekurbelt. Feen sind seit jeher, vor allem bei offiziellen Bällen, die bei weitem beliebteste Dekorationsart, unter anderem, weil diese Wesen überaus hübsch sind und sich besonders gerne selbst präsentieren.

"Feen sind sehr eitel und schnell beleidigt, wenn man ihnen nicht genug Aufmerksamkeit schenkt. Bälle oder auch andere große Veranstaltungen, wo sie zu Dekorationszwecken ausgesetzt werden, sind für sie der perfekte Ort, um von möglichst vielen bewundert zu werden. Zwar kommt es hin und wieder zu kleinen Kämpfen zwischen ihnen, weil sie eifersüchtig aufeinander sind, doch auch für dieses Problem wurde nun eine bereits erfolgreich erprobte Lösung gefunden", berichtet ein Mitarbeiter der Abteilung zur Führung und Aufsicht Magischer Geschöpfe.

Es gibt seit Anfang dieses Jahres eine ministerielle Regelung, die genau angibt, wie viele Feen auf einen bestimmten Raum ohne Zwischenfälle untereinander als Dekoration verteilt werden können. Für eigene Veranstaltungen kann man eine Eule, in der man die vorhandene Fläche möglichst genau angibt, ins Zaubereiministerium schicken und erhält innerhalb von zwei Tagen eine konkrete Antwort darauf. Es besteht auch die Möglichkeit, das ein Mitglied der Abteilung, vor Angabe der erlaubten Feen-Anzahl, persönlich erscheint und sich ein Bild von der jeweiligen Lage macht.
"Dieses Angebot wurde bisher überaus positiv angenommen, wir haben durch diese Maßnahme schon einige, früher oft vorkommende Unfälle mit Feen vermeiden können", lautet die Stellungnahme der Abteilung.


Nachdem dieses Problem seit Jahrzehnten endlich in den Griff bekommen wurde, obwohl Feen verhältnismäßig harmlose Wesen sind, setzen die Händler für die kommenden Feste, rund um Halloween, auf Wichtel.

"Feen sind doch langweilig! Wichtel sind einmal etwas anderes und passen zu dieser Feierlichkeit viel besser als diese eitlen Schmetterlinge. Sie setzen, allein durch ihre knallblaue Farbe, deutliche Akzente bei der Dekoration. Im Gegensatz zu Feen putzen sie sich nicht so raus, wie wir es gerne sehen. Außerdem haben sie keine schillernden Flügel, die eigentlich gar nicht zu einem Fest wie Halloween passen. Dazu kommen noch ihre schrillen Stimmen und ihre freche Art, die wiederrum perfekt für dieses Fest sind", erklärt Handelsvertreter Jeremy Jent.

Seit dem Erscheinungsdatums dieses Angebots, genau eine Woche vor Halloween, seien unzählige Anfragen eingegangen und immer noch rauschen Eulen mit last-minute Bestellungen in das extra dafür eingerichtete Büro im Zaubereiministerium.

"Wir haben die Sachlage genauestens geprüft. Zu Halloween wird gerne ausgelassen gefeiert und es kommt jährlich zu geringfügigen Sachbeschädigungen. Obwohl im letzten Jahr forciert Auroren eingesetzt wurden, gab es bei den kleineren Delikten keinerlei Änderungen der Zahlen. Wir überwachen die Wichtel-Freigabe genauestens und haben auch hier Limitierungen bei der Anzahl pro Feier und Platzangebot vorgenommen. Außerdem haben wir sicher gestellt, dass genug Ministeriumsmitarbeiter, die  außer Rand und Band geratene Wichtel innerhalb kürzester Zeit ruhig stellen können, zu Halloween verfügbar sein werden", heißt es seitens des Zaubereiministeriums.

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