Tsunami erreicht asiatische Küste

veröffentlicht am 25.11.2010

geschrieben von Hermine Jean(Gryffindor)
Bilder von Hermine Jean(Gryffindor)

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Zauberer retten Muggeln das Leben

Karte des betroffenen Gebietes


Colombo. Gegen Mittag erspähten indische Kaufleute, die sich am Strand ihrer Heimat befanden und ihre Geschäfte trieben, die Monsterwelle, die auf die Küste zutrieb. Die Männer alarmierten sofort das zuständige Muggelbüro, doch es war bereits zu spät. Die Welle erreichte keine fünf Minuten später die Küste Sri Lankas sowie die indische Küste. Doch zum Glück waren im gesamten Inselbereich Sri Lankas keine Muggelopfer zu beklagen. Lediglich die von der Flutkatastrophe am stärksten betroffene Stadt Colombo, fiel der Monsterwelle zum Opfer. Drei Zauberer, die sich vor fünf Jahren im asiatischen Raum niedergelassen hatten, um den bettelarmen Menschen zu helfen, wussten die Katastrophe geschickt zu verhindern. Sie belegten die gesamte Insel mit einem Schwebezauber und, nachdem die Monsterwelle die Meerenge bei Indien passiert hatte, beförderten sie sie wieder auf ihren angestammten Platz. "Es war sehr viel Raffinesse und Fingerspitzengefühl vonnöten", erklärte später einer der Retter, "hätten wir nicht so hervorragend im Team zusammen gearbeitet, hätte unsere Magie niemals ausgereicht, um die gesamte Insel zum Schweben zu bringen." Danach mussten sie alle Bewohner der asiatischen Insel mit einem unwiderruflichen Massengedächtniszauber belegen. Sicher wäre den Zauberern noch eine bessere Lösung eingefallen, doch aufgrund der nicht zu unterschätzenden Geschwindigkeit und des überraschenden Eintreffens des Tsunamis mussten sie schnell handeln. "Wir retteten etwa zehn Millionen Menschen das Leben", meinte Brian Bright, "dennoch starben durch dieses Unglück mehr Menschen, als wir retten konnten." Denn an der indischen Küste zerstörte der Tsunami mehrere tausend Quadratkilometer Land und riss Schätzungen zufolge ca. 20 Millionen Menschen in den Tod, darunter Hexen und Zauberer, die sich nicht schnell genug retten konnten. Nicht nur in Indien (besonders betroffen war die Stadt Alleppey), sondern auch an den Küsten Birmas und der Andamanen richtete die Monsterwelle schwer zu behebende Schäden an. Immer noch stehen die Küstenstreifen unter Wasser, obwohl Hilftrupps des Zauberministeriums sich darum bemühen, das viele Wasser unauffällig verschwinden zu lassen und den Menschen damit ein bisschen zu helfen. "Die toten Familienangehörigen kann man nicht ersetzen, aber wir können versuchen, die Wohnorte der Überlebenden so herzurichten, dass sie dort eine Bleibe finden und die Toten in Frieden ruhen können", erklärte ein Zauberministeriumsangestellter, der mit dieser Aufgabe betraut wurde. Die Aufräumarbeiten, die auch von Hilfsorganisation der Muggel (beispielsweise Unicef) unterstützt werden, werden vermutlich noch viele Monate in Anspruch nehmen, wenn nicht sogar Jahre.
Inzwischen erhielten die drei Retter des Inselstaats Sri Lanka mehrere inoffizielle Auszeichnungen. Sie sollen, sobald sie ins Königreich zurückkehren, mit dem Merlinorden erster Klasse belohnt werden.
Derweilen machen sich viele Bewohner der Inseln Sorgen, dass in den nächsten Wochen Seuchen ausbrechen könnten. Die Diskussion gibt es aufgrund der schlechten medizinischen Versorgung in ganz Indien. Es bleibt abzuwarten, ob sich die bisherige Situation noch verschlechtert.
Als Auslöser für die Flutkatastrophe vermuten die Behörden starke Erdbeben, die durch die Erdbewegungen ausgelöst wurden. Deshalb soll nach Auskunft des Ministeriums die Einrichtung eines Frühwarnsystems vorangetrieben werden, damit man in Zukunft auf einen Tsunami vorbereitet ist.

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