Kulturen prallen aufeinander - Schüleraustausch ein Debakel?

veröffentlicht am 27.09.2010

geschrieben von Kaba(Slytherin)
Bilder von Kaba(Slytherin)

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Hogwarts

Wie bereits in der letzten Ausgabe berichtet, sind in Hogwarts seit mehreren Wochen neben den Schülern aus Großbritannien auch Gastschüler aus Frankreich und Bulgarien zugegen und nehmen als Austauschschüler am dortigen Unterricht teil.
Die kulturellen Unterschiede sind jedoch gravierend und besonders die Schülerinnen der Schule Beauxbatons in Frankreich haben große Probleme, sich in das Schulsystem einzufügen. Angefangen bei den Gruppenschlafräumen, über das Essen bis hin zu den Unterrichtsstunden, erscheint alles nicht gut genug zu sein. Zudem sei das alte Schloss düster und würde sie deprimieren. Offensichtlich sind in Beauxbatons Schlafzimmer mit maximal zwei Schülerinnen belegt, wohingegen die Schülerinnen ab der fünften Jahrgangsstufe sogar grundsätzlich eigene Zimmer haben. Ebenso ist das täglich gleiche Angebot an Speisen nicht so, wie die Damen es sich wünschen würden. Dass die Vielfalt der Speisen insgesamt aber deutlich höher liegt, als es in Beauxbatons angeboten wird, scheint für die jungen Damen nicht ausschlaggebend zu sein. Dass der Unterricht in Gruppen von durchschnittlich zwanzig Schülern stattfindet, ist wohl annehmbar, aber dass man doch viel besser lernen könne, wenn die Klassen nur halb so groß wären, wird von den kleinen Französinnen bei jeder Gelegenheit angemerkt.
 
Ganz gegenteilig scheinen sich die Jungen aus Durmstrang zu fühlen. In ihrer Schule gibt es große Schlafsäle, in denen zwanzig Betten stehen und so gemütliche Räumlichkeiten für die Freizeitgestaltung, wie es sie in Hogwarts gibt, hätten sie bei sich auch gern.
Die große Auswahl an Speisen und Getränken, die zu jeder Mahlzeit gereicht wird, ist für die Bulgaren wie ein tägliches Festbankett und die Schülerzahl im Unterricht entspricht genau dem, was sie aus ihrer Heimat gewohnt sind. Einzige Befürchtung, die man aus den Schülerreihen der Bulgaren zu hören bekommt, ist, dass man in Hogwarts vielleicht etwas zu sehr verweichlichen könnte.
 
Es sind nun erst wenige Wochen vergangen und der Schüleraustausch soll ja ein ganzes Jahr andauern. Ob dies wirklich für so einen langen Zeitraum durchgehalten wird, muss sich nun zeigen. Die heimischen Schüler sind zwiegespalten und sind nicht sicher, ob sie wirklich bei einem erneuten Austauschjahr mitmachen würden. Die Beauxbatonsschülerinnen wurden von den befragten Schülern zumeist als \\\'hochnäsige Zicken\\\' bezeichnet und auch die Jungen aus Durmstrang scheinen noch nicht wirklich gute Freunde gefunden zu haben.

 

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