Kinder in Muggelbunker verschüttet

veröffentlicht am 08.07.2010

geschrieben von gesaga(Gryffindor)
Bilder von SammieGueven(Gryffindor)

Archiv >> Ausgabe Nummer 87 >> Reportagen >>

(Berlin) Dass man in Ruinen nicht spielen soll, mussten am vergangenen Wochenende ein 15-jähriger Schüler und seine Freundin lernen. Sie erforschten einen Muggelbunker auf eigene Faust und verunglückten dabei zum Glück nur leicht. Sie gaben an, es den älteren Freunden der Schwester nachtun zu wollen, die sich oft in den Ruinen eines alten Bunkers aus dem Zweiten Weltkrieg aufhielten. (Der Zweite Weltkrieg war ein weltweiter Krieg unter den Muggeln, er endete mit der Gefangennahme Grindelwalds; Anm. d. Red.)

Die Ruine ist seit langem für Personen gesperrt, weil eine starke Einsturzgefahr besteht. Obwohl die meterdicken Mauern zu gewaltig zum Abreißen sind, stehen sie nicht fest, sondern neigen sich langsam aufeinander zu. So ist die Gesamtstabilität der Ruine als äußerst fragwürdig zu bezeichnen, und sie wurde seit Jahren nicht weiter erforscht.

Durch Zufall entdeckten sie dabei eine seltene Art der Vampirfledermaus. Bisher waren Vorkommen nur in Afrika und Transsylvanien bekannt. Diese Entdeckung stellt die Theorien der Artenforscher völlig auf den Kopf, diese bekannte Art mehrere 1000 Kilometer weiter nördlich entdeckt zu haben.

Die Befreiung der Kinder stellte das ASK (Auroren-Spezialkommando) vor ein ungewohntes Hindernis. „Aufgrund der Instabilität der Ruine mussten wir bei der Bergung fast völlig auf Magie verzichten.“ Einsatzleiterin Black präzisiert: „Die Gefahr des Einstürzens durch einen zu starken Zauber war zu groß. Stattdessen holten wir uns die Hilfe von Muggeln. In der Polizei (Muggeleinheit zur Strafverfolgung) gibt es eine Sondereinheit mit Hunden zur Bergung verschütteter Personen. Dank der vorbildlichen Zusammenarbeit zwischen Hundestaffel und ASK konnten Max und Charly schnell befreit werden. Sie erholen sich gegenwärtig in der magischen Abteilung der Charité.“

Trotz der reibungslos ablaufenden Rettungsarbeiten mussten die beiden Jugendlichen fast 24 Stunden in vollkommener Dunkelheit ausharren. So waren sie sichtlich erleichtert, als sie im Tageslicht von ihren Eltern in Empfang  genommen werden konnten. „Das war ganz schön gruselig da unten, und dann ist da immer was rumgeflattert. Aber zum Glück ist uns ja nichts passiert.“, konnte Max nach wenigen Minuten an der frischen Luft grinsend verkünden.

Indessen stellt sich die Frage, ob solche erfolgreichen Kooperationen zwischen Muggeln und dem Zaubereiministerium vertieft werden sollten und ob die magische Gemeinschaft vielleicht eines Tages dauerhaft auf die Hilfe der Muggel angewiesen sein wird.
Dazu äußerte sich Lucius M. wie folgt: „Der Tag, an dem die magische Gemeinschaft zum Fortbestehen auf die Hilfe von Muggeln angewiesen sein wird, ist ein schwarzer Tag für unsere Gemeinschaft. Sie bedeutet gleichsam den Untergang der Magie.“
Von Seiten des Ministeriums wird eine engere Zusammenarbeit mit den Muggelbehörden ernsthaft geprüft. So sagte der Pressesprecher des Ministers, dass dazu eine Arbeitsgruppe eingerichtet wird. Sie soll sich besonders um den heiklen Punkt der Geheimhaltung kümmern und klären, inwieweit eine gegenseitige Zusammenarbeit nicht gegen dieses grundlegende Statut der internationalen Zauberervereinigung verstößt.

Leserbriefe


Tagesprophet © Version 2.0 2009 by Vivianne