Es muss nicht immer Kürbis sein!

veröffentlicht am 31.10.2009

geschrieben von Caxirta(Ravenclaw)
Bilder von Caxirta(Ravenclaw)

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Aufgrund der ungewöhnlich hohen Temperaturen Ende September, lief der Verkauf von Maroni dieses Jahr besonders schleppend an. Trotz des Kälteeinbruchs Anfang Oktober, machten die Maronibrater kaum Umsatz und mussten die meisten Früchte selbst essen, bevor sie verdarben.

Bei der daraufhin einberufenen Notkonferenz des „Bundes der Maronenspezialisten Osteuropas“ wurden neue Verkaufsstrategien diskutiert und nun scheint es eine bereits auf die Straßen geschafft zu haben.
Seit vorheriger Woche gibt es so genannte Halloween-Maroni, die sich größter Beliebtheit erfreuen. Die Früchte haben wie immer einen breiten Querschnitt, so dass man das  gebratene, goldgelbe Fleisch sieht. In diesen Bereich haben die Verkäufer mit unglaublicher Präzision, die von den Kürbissen bekannten Fratzen geschnitzt. Allerdings gibt es auch andere Formen, zum Beispiel ein Smiley, einen überraschten Gesichtsausdruck, Maroni mit Vampirzähnchen und Fledermaus-, oder Katzenmuster.

„Die Nachfrage ist unglaublich! Am Abend stehen die Leute sogar Schlange, um ein paar der Maroni zu bekommen!“, berichtet ein begeisterter Verkäufer, der in den wenigen Tagen mehr Umsatz gemacht hat, als im letzten Monat.
Tatsächlich bilden sich immer wieder kleine Gruppen von Wartenden, da die Früchte kaum mehr so schnell gebraten werden können, wie sie verzehrt werden.

Vor allem  Kinder lieben die Maroni-Fratzen und vergleichen eifrig, was sie in ihren Tüten haben. Dabei entwickeln sich sogar kleine Tauschgeschäfte, um zu probieren, ob wirklich alle gleich schmecken oder, ob es je nach Bildnis doch geschmackliche Unterschiede gibt.

Den Grund für die plötzliche Nachfrage sieht Stephan Sativa, Sprecher der Internationalen Magischen Händlervereinigung Großbritanniens, in der innovativen Aufbereitung.
„Zu Halloween tauchen meistens Totenköpfe, Spinnweben, schwarze Kerzen und vor allem grellorange Kürbisse in den Auslagen auf. Mit den Jahren wurde das langweilig. Die Maronibrater  sahen nun ihre Chance, die gewohnten Fratzen neu zu präsentieren.“

Da einige Zauberer ebenfalls Mitglieder im „Bund der Maronenspezialisten Osteuropas“ sind, haben sie diese kulinarische Neuheit, nach mehrseitiger schriftlicher Genehmigung des Zaubereiministeriums, in der Winkelgasse angeboten.
Die Begeisterung für das ungewöhnliche Aussehen der Maroni war schnell entfacht und so wurden sie gerne als neue Halloween-Spezialität angenommen.
Da sich durch Magie einiges schneller machen lässt, kommt es hier zu keinen langen Wartezeiten und daraus resultierendem Gedränge.

Die Maroni-Fratzen werden in kleinen Papiertüten zu sieben oder zwölf Stück für fünfundzwanzig, beziehungsweise dreißig Knuts verkauft.
Großbestellungen für Halloween-Feste sind möglich und werden via Eulenlieferung abgewickelt.

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