Alte Briefe von Wendeline der Ulkigen aufgetaucht - Briefzeilen zur ersten Verbrennung

veröffentlicht am 27.11.2009

geschrieben von hokey(Gryffindor)

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Briefzeilen zur ersten Verbrennung

London. Wer kennt sie nicht, die Geschichten von der Hexe, die sich 47mal in verschiedenen Verkleidungen von Muggeln fangen und auf dem Scheiterhaufen verbrennen ließ. (Nachzulesen in den Tagespropheten-Ausgaben des späten 14. Jahrhunderts, sowie im Buch „Geschichte der Zauberei“ von Bathilda Bagshot, Anm.d.Red.) Auf der gestrigen Kunstauktion in Phillips de Pury sind nun alte Briefe aufgetaucht, welche die legendäre Wendeline die Ulkige mit ihrer wohl besten Freundin ausgetauscht haben soll. Klärt sich nun der mysteriöse letzte Versuch endlich auf?
Der neue Eigentümer Chris Deniffel, ein berühmter Kunsthistoriker und Sammler, untersucht derzeit die Schriftstücke.
Laut ersten Angaben machte Wendeline die Ulkige ihre erste Feuererfahrung im frühen Alter von etwa 15 bis 17 Jahren. Damals wollten ihre Eltern Wendeline mit einem von ihnen ausgesuchten Mann verheiraten. Diese dachte aber nicht im Traum daran, denn sie wollte die Welt erkunden und nicht als Heimchen am Herd enden. Sie suchte sich einen passenden Ort aus und blieb bei einem der heftigsten Gewitter jener Zeit einfach am Brunnen sitzen und wartete auf das, was geschehen würde. Lange musste sie nicht ausharren, denn nachdem sich die Wolken verzogen hatten und die letzten Regentropfen auf die Erde gefallen waren, kamen die Muggel schon herbeigeeilt und nahmen Wendeline vor den Augen ihrer Mutter widerstandslos fest.

„Liebste Violett,
mach dir um mich keine Sorgen. Mir ist es ganz recht, dass nun jeder denkt, ich sei eine Hexe. Dadurch habe ich immerhin die Ehe mit diesem Stümper verhindert. Es können eben nicht alle so sein wie dein Adrian.
Leider sitzt nun auch meine Mutter hier gefangen und wird wahrscheinlich ebenfalls auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Um sie tut es mir sehr leid. Ich wollte sie da nicht mit hineinziehen. Bitte hilf ihr. Ich kann es nicht ertragen, sie leiden zu sehen.
In Liebe
Deine Wendy“

Dieses kurze Stück Papier fand durch eine Eule in der Nacht den Weg zu Violett von Löwenherz. Sie war die beste Freundin von Wendeline und ebenfalls eine Hexe. Sie wusste genau, was zu tun war, denn nach einem kurzen Prozess wurden die beiden Frauen zwei Tage später tatsächlich zum Tod durch den Scheiterhaufen verurteilt. Unauffällig – ihr Mann war ein Muggel und durfte von allem nichts wissen - schickte sie eine Eule mit der Erklärung des Gefrierzaubers zu Wendeline zurück und hoffte, dass es funktionierte.
Die Verbrennung auf dem Scheiterhaufen wurde auf den darauffolgenden Freitag festgesetzt, wie sich aus Aufzeichnungen der Muggel schließen lässt. Violett schlich sich aus dem Haus zu dem Käfig, in dem die Hexen öffentlich zur Schau gestellt wurden. Dabei übergab sie Wendeline und ihrer Mutter unauffällig je ein kleines Fläschchen und verschwand in der Zuschauermenge.

Wie wir alle wissen, hat der Gefrierzauber geholfen und Wendeline und ihre Mutter konnten sich unter Geschrei unbemerkt aus dem Flammen schleichen.

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