Hauspokalsieger: Slytherin.

Showzauberer geht bei Show zu weit

veröffentlicht am 07.09.2009

geschrieben von resi1994(Ravenclaw)
Bilder von resi1994(Ravenclaw)

Archiv >> Ausgabe Nummer 78 >> Klatsch und Tratsch >>

Der in der Muggelwelt äußerst bekannte und beliebte Showzauberer Giorgio Belodini beging bei der Premierenaufführung seiner neuen Zaubershow namens „Belodini verzaubert die Welt“ vorgestern in Bonn einen fatalen und folgeschweren Fehler. Zum Höhepunkt der Show bat er eine zufällig ausgesuchte Muggelfrau auf die Bühne und kündigte an, sie vor den Augen der Zuschauer verschwinden zu lassen, ohne dass sie durch irgendetwas verdeckt oder vor den Augen der Zuschauer verborgen werde.*


Mittels eines selbst erfundenen Verschwindezaubers wolle er die Frau für wenige Sekunden verschwinden lassen. Offenbar war dieser Zauber noch nicht ausgereift und er verfehlte seine Wirkung, sodass die Frau in der Körpermitte quer durchgeschnitten wurde und ihr Oberkörper zu einem Strand auf der kanarischen Insel La Palma katapultiert wurde, dessen plötzliches Erscheinen alle Badegäste innerhalb weniger Sekunden in helle Panik versetzte.

Der Unterkörper der Frau blieb reglos auf der Bühne stehen; glücklicherweise floss kein einziger Tropfen Blut.

Da das Zaubereiministerium die Shows des Zauberers im Blick behält, um sicher zu stellen, dass die Muggel nicht die wahre Zauberei hinter den Kunststücken erkennen, waren sofort zwei Auroren zur Stelle, deren strengen Blicken die Taten des Showmagiers unterlagen.

Sie riefen sofort Verstärkung aus dem Ministerium herbei und versetzten das Publikum in eine vorübergehende Trance, damit es ihre Arbeit nicht behinderte.

Spezialisten des Ministeriums gelang es binnen einer Viertelstunde, den abgetrennten Oberkörper der Frau zu finden und wieder mit dem Rest ihres Körpers zu verbinden. Die Frau selbst hatte glücklicherweise überhaupt nichts von dem Missgeschick mitbekommen, daher musste ihre Erinnerung nicht verändert werden. Ihr Körper erlitt keine Schäden bei der Umkehrung des Zaubers.

Auch was die Zuschauer betraf, hatten die Beamten Glück: Die meisten Muggel glaubten an ein sehr realistisch wirkendes Zauberkunststück und daher mussten ihre Erinnerungen nur leicht verändert werden. Der Teil des Publikums, der in Aufruhr geraten war, erhielt eine Erinnerung an ein ähnliches, aber glaubhafteres Kunststück, die mit der der anderen Zuschauer übereinstimmte. Die wenigen Hexen und Zauberer, die sich unter den Zuschauern befanden, durften ihre Erinnerung an diesen schrecklichen Unfall behalten.

Es wurde umgehend die Aurorenzentrale der Kanaren benachrichtigt, welche sich um die Erinnerungen der Badenden kümmerte.

Giorgio Belodini führte auf Anweisung der Beamten die Zaubershow zu Ende und wurde danach festgenommen. Ihm droht nun ein Gerichtsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung und Preisgebung der Existenz von Magie, letzteres kann mit einer mehrjährigen Haftstrafe in Askaban geahndet werden.

Eventuell kommt noch eine weitere Straftat hinzu, sollte sich herausstellen, dass Giorgio Belodini mit seinem Kunststück der Frau Schaden zugefügt oder ihr aufgrund mangelnder Sicherheitsvorkehrungen unsere Existenz verraten hätte.

Fest steht, dass er ein lebenslanges Auftrittsverbot als Showzauberer erhalten wird. Die Abteilung zur Geheimhaltung der Magie rät dem amtierenden Zaubereiminister Kingsley Shacklebolt zu der Einführung eines neuen Gesetzes, das die Verwendung richtiger Magie zu Vorführungszwecken vor Muggeln verbietet.

* Bei Muggelzauberern ist es üblich, dass die Person, die verschwinden soll, sich in einen länglichen Kasten legen muss oder durch einen Vorhang vor den Blicken der Zuschauer bewahrt wird, damit sie ungehindert in ein Geheimfach oder etwas ähnliches klettern kann, während die Zuschauer glauben, es handele sich tatsächlich um Zauberei.

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