„Die Krankheiten der Zauberwelt“

veröffentlicht am 31.10.2008

geschrieben von Sachmet(Slytherin)
Bilder von Sachmet(Slytherin)

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„Wie manche Heiler ihren Arbeitstag erleben“
Teil 2: „Ansteckende magische Krankheiten“

Herzlich Willkommen bei unserem 2.Teil der St. Mungo´s Reihe.

Heute können Sie den Bericht von Bell A. Donna lesen. Die leitende Chefin der Abteilung „Ansteckende magische Krankheiten“ war so nett, und hat uns von ihrer Routinearbeit erzählt.
„Nun ja, von Routine kann man nicht so Recht sprechen, da fast alle von mir behandelten Krankheiten sehr ansteckend und manchmal auch tödlich sind.
Im Moment haben wir wieder mal große Probleme mit den Drachenpocken. Eine Gruppe von Teens hat sich im Urlaub damit angesteckt, und da die Krankheit einige Zeit braucht, um auszubrechen, waren sie schon wieder zu Hause und haben diverse andere Leute angesteckt, bevor die Krankheit ausbrach. Zum Glück sind nur junge Hexen und Zauberer infiziert; bei Älteren können Drachenpocken leicht zum Tod führen.
Dank G. von Gorsemoors Heiltinktur haben wir die Situation in den Griff bekommen und alle Erkrankten stabilisieren können. Einige konnten schon als geheilt nach Hause geschickt werden und da wir noch genügend Murtlap-Essenz auf Lager hatten, blieben bei den meisten nach dem Abheilen der grünen Furunkeln noch nicht einmal Narben zurück.


Mehr Glück als Verstand hatten auch drei Jungauroren, die letzte Woche hier eingeliefert wurden. Diese Dummköpfe hatten nichts Besseres zu tun, als einen total verängstigten und zudem noch kranken Porlock anzugreifen. Tja, ihr Pech war, dass der Porlock von seinen Pferden mit der Muggelkrankheit Milzbrand angesteckt wurde, und, dass das Immunsystem des Porlocks diese Krankheit noch verändert hat. Zwei Tage nach dem Übergriff landeten die Auroren als medizinischer Notfall in unserer Abteilung. Die Krankheitssporen haben die Lungen befallen und sie dadurch fast zum Kollabieren gebracht. Unser Hauptproblem bei dieser Krankheit war, dass wir bis dato noch nie etwas mit ihr zu tun hatten. Nachdem wir einige Stunden nachgedacht und Diverses ausprobiert hatten und zu keinem Ergebnis kamen, sahen wir nur noch eine Möglichkeit. Ich schickte einen meiner muggelstämmigen Assistenten in ein Muggelkrankenhaus. Dort besorgte er genügend Muggelimpfstoff, um die Auroren zu retten. Wie, warum ich auf Muggelmedizin zurückgreife? In meinem Beruf geht es um Menschenleben, da haben Überlegungen wie „unsere Medizin ist besser als die der Muggel“ keinen Platz. Mein Ziel ist es, Hexen und Zauberer zu heilen und die Auroren haben sich auch nicht bei mir beschwert, dass sie mit Hilfe von Muggelmedizin geheilt wurden.
Was haben wir denn sonst noch so an Krankheiten, die Sie interessieren könnten?
Ach ja, ich wüsste da noch was. Und zwar eine weit verbreitete Krankheit, mit der wir es fast jede Woche zu tun haben, die Verschwinditis. Dummerweise wissen wir noch nicht, wie diese Krankheit übertragen wird, aber es ist bekannt, dass sie sehr ansteckend ist; daher müssen alle an Verschwinditis leidenden Patienten gleich in die Quarantäne.
Der Verlauf der Krankheit ist sehr individuell, da bei jedem Patienten ein anderer Teil des Körpers verschwindet. Wobei wir Ärzte uns noch nicht einig sind, wie und wohin die fehlenden Körperteile eigentlich gehen. Die fehlenden Körperpartien sind wirklich weg, also nicht nur unsichtbar. Aber trotz fehlender Körperteile kann der Patient leben, d. h. (er kann) wenn z, B. die Hand weg ist ,verblutet er nicht an der - nennen wir es in Anbetracht des Fehlens des richtigen Wortes mal Amputation - die Blutgefäße hören zwar auf, aber es kommt kein Blut heraus. Wenn die Krankheit fortschreitet, können sogar Organe verschwinden, aber der Kranke kann weiterleben.
Seit Prof. Marcella Serpentiona herausgefunden hat, dass das Gift der Runespoor, gemischt mit der Milch eines Mondkalbs, das Heilmittel gegen die Verschwinditis ist, können wir diese Krankheit schnell und effektiv behandeln.
So, mehr fällt  mir nicht ein, und auf konkrete Fälle kann ich aus Datenschutzgründen nicht eingehen.“

So, das war´s für heute; der 2.Teil unserer Reihe „Die Krankheiten der Zauberwelt“ oder „Wie manche Heiler ihren Arbeitstag erleben“ ist damit beendet.

Wenn Ihnen der Bericht gefallen hat, dann dürfen Sie sich schon auf den nächsten Teil freuen, der sich mit dem Thema „Vergiftungen durch Zaubertränke und magische Pflanzen“ befasst.

 

Leserbriefe


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