Gefahr durch Musicals

veröffentlicht am 20.03.2009

geschrieben von heavy(Ravenclaw)
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Archiv >> Ausgabe Nummer 73 >> Klatsch und Tratsch >>

Das Zaubereiministerium hat wiederholt Bedenken geäußert, was Musicals in der Muggelwelt beträfe. Tanzende Vampire sowie fliegende Hexen in Wicked, all das sei nichts für das Gemüt der Muggel. Zum einen ließe es die Muggel nicht vom Gedanken ab, dass Magie real existiere, zum anderen seien zu viele reale Elemente in den Musicals enthalten, dass das Zaubereiministerium zur Annahme bringe, es handele sich um Mitglieder der magischen Gemeinschaft, die für die Ideen verantwortlich sind oder zumindest an ihnen mitwirken. Dies seien wirklich beunruhigende Vermutungen, so der Zaubereiminister, die schärfstens überwacht werden müssen.
Der Zaubereiminister möchte eine penible Trennung der Muggelwelt von der Welt der Magie durchsetzen. Deswegen scheut er sich nicht, „solch Muggelhirn infizierendes Teufelswerk“ anzugreifen. Des Weiteren legte er einen Gesetzentwurf vor, der Musicals, die auch nur in irgendeiner Form mit Magie oder magischen Wesen zu tun haben, „von der Bühne fegen soll“. Vielleicht kann ihm Elphaba, die fliegende Hexe in Wicked, ihren Besen dafür leihen.
Wenn es nach den Vorstellungen des Zaubereiministers ginge, würden nicht nur die Musicals, sondern jegliche Medien (Fernsehserien, Bücher, CDs etc.), die Hexen, Einhörer oder ähnliches beinhalten, vernichtet, Erinnerungen und Gedanken bei den Muggeln ausgelöscht, ja gar die Worte hierfür aus dem Sprachrepertoire der Muggel gestrichen.

 

Keine Hexendinge in der Muggelwelt


Diese – man könnte sie beinahe paranoid nennen – Vorstellungen hätten ebenfalls weitreichende Konsequenzen für Hogwarts. Muggelstämmige Schüler würden nicht einmal im Entferntesten wissen, was Hexen, Zauberer und Magie sind, wenn sie nach Hogwarts kämen. Abgesehen davon könne man den Eltern schlecht sagen, wohin ihre Kinder sieben Jahre lang verschwinden sollen und in den Sommerferien zurückkehren, wenn sie wirklich nichts wissen sollen, geschweige denn, dass ein einziges Wort über ihre Schule, nach dem Zaubereigesetz ein Verstoß gegen die Geheimhaltung der Zauberei sei. Mit diesem Problem konfrontiert, äußerte sich der Zaubereiminister wie folgt: „Dann wäre es wohl besser, erst gar keine muggelstämmigen Kinder in Hogwarts aufzunehmen und jeglicher Zauberer oder jegliche Zauberin, die eine Beziehung zu einem Muggel eingehen möchte, sollte in Askaban inhaftiert werden.“ Diese erschreckenden Worte haben große Ähnlichkeit zu den Aussagen, die seinerzeit Salazar Slytherin äußerte und die Er-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf-und-zum-Glück-jetzt-wirklich-tot-ist als sein Erbe wieder aufgriff.
Wie der Zaubereiminister zu diesem Sinneswandel kam, oder ob er eventuell unter Einfluss des Imperius-Fluches steht, ist bislang unbekannt. Bekannt ist nur, dass die Vereinigung, die einst als Todesser Ihm-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf-und-der-zum-Glück-jetzt-wirklich-tot-ist folgten, sich unter der Schirmherrschaft Lucius Malfoys neu formiert hat und weiterhin versuchen, Muggel zu traktieren und aus dem magischen Leben auszuschließen. Bisher hat Lucius Malfoy sich aber keinerlei derart drastischen Methoden bedient und die Finger von den drei unverzeihlichen Flüchen gelassen. Somit bleibt das Rätsel um den Verantwortlichen weiterhin bestehen.

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