Bestechung bei den Quidditchspielen

veröffentlicht am 16.04.2007

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Eine erschreckende Nachricht sorgt bei Quidditchfans für Unruhe: Die momentan erstplazierte Quidditchmanschaft „Wealuver“ hat bei einem Spiel gegen die „Swaynys“ vor ein paar Wochen den Schiedsrichter bestochen. Alles begann mit einem dunkelbraunen Waldkauz, der in das Ministerium flog.
Er brachte einen reichlich verschmutzten Zettel mit der Nachricht: „Überprüfen Sie das Büro des Schiedsrichters Mike Ferlin! Sie werden etwas sehr interessantes darin finden. Achten Sie auf Verträge!“
Der Zettel enthielt keinen Absender. Daraufhin wurden zwei Beamte des Ministeriums zu Mr. Ferlins Büro geschickt. Und tatsächlich: In dem kleinen Raum wurde ein Vertrag gefunden. In ihm hatte der Trainer der „Wealuver“, Kim Wessy, eine „Belohnung zu dem kleinen Gefallen“, wie es wortwörtlich in dem Vertrag steht, festgesetzt:

Sage und schreibe 700 Galleonen.

Daraufhin wurden Ferlin und Wessy vorläufig festgenommen. Zum Verhör schwieg Ferlin nur, doch Wessy gestand schon einen Tag nach der Verhaftung alles. Ferlin und Wessy müssen ein Strafgeld von je 1000 Galleonen zahlen. Auch werden die „Wealuver“ zukünftig von der Quidditchliga ausgeschlossen. Es ist schon mehrere Wochen her, dass die Eule im Ministerium zum Fenster reingeflogen kam. Doch das Ministerium vertuschte vorerst die Sache, um sich vor dem Ansturm wütender „Wealuver“ -Fans zu schützen.
Erst nachdem das Zauberministerium eine Muggelalarmanlage hat (ein Gerät, das immer Krach macht, wenn bei Muggeln jemand einbricht) wagten die Mitarbeiter, die Sache bekannt zu geben.Auch der anonyme Absender des Zettels ist inzwischen identifiziert. Der Kauz wurde beim Rückflug heimlich verfolgt und führte die Agenten zu Waltraud B.
Als Grund, warum sie anonym geblieben war, gab sie an, sie hasste es, im Mittelpunkt zustehen. Die 64-jährige sagte, sie wäre ein begeisterter Quidditchfan, und hätte zu Ferlin ins Büro kommen wollen, um sich bei ihm wegen eines Fouls zu beschweren, für dass Ferlin keinen Strafstoß gegeben hatte. „Das Büro war leer, doch der Vertrag lag offen auf dem Schreibtisch“, erzählt B.. „Da bin ich hingegangen und habe ihn gelesen."

„Wealuver“- Fans sind geschockt: „Ich kann es nicht fassen. Die Spieler waren alle so süß und die Mannschaft war klasse! Gestern habe ich vor meinem Bruder noch von ihnen geschwärmt. Und heute- heute weiß ich, dass es Betrüger sind!“, schluchzte eine 14- jährige. Viele Fans zweifeln jedoch auch an der Schuld der Mannschaft, oder verwünschen sogar Waltraud B.,: „Was fällt dieser schwachköpfigen Neugiertusse denn ein, einfach den Vertrag zu lesen?!?“, empörte sich ein 50-jähriger Mann. „Was geht es sie an? Vermutlich hat sie den Text eh gefälscht und möchte der Mannschaft nur schaden!“

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