Social Media Änderungen im HP-FC

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    Liebe Schülerinnen und Schüler

    Die Diskussionen über ein Social-Media-Verbot für Jugendliche beschäftigt uns seit geraumer Zeit. Da wir sehr viele Jugendliche in unseren Reihen haben, müssen wir uns mit diesem Thema auseinandersetzen. Das könnte bedeuten, dass Schülerinnen und Schüler unter 16 Jahren nur noch eingeschränkten Zugang haben werden.

    Bevor wir aber einen solch drastischen Schritt gehen, möchten wir eure Meinung hören.

    Was bedeutet euch der HP-FC?

    Wie oft seid ihr online?

    Welche Argumente sprechen dafür, den freien Zugang zum HP-FC zu erhalten?

    Bitte macht reichlich Gebrauch von dieser Möglichkeit, eure Meinung zu äußern. Hier ist die Meinung aller Schülerinnen und Schüler gefragt. Nur so können wir uns ein umfassendes Bild machen und das weitere Vorgehen besprechen.

    Liebe Grüße
    Die Schulleitung

  • Liebes HP-FC-Team,

    als Sozialarbeiter für Jugendliche erlebe ich den Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen alltäglich. Auch die gezeigten und mir mitgeteilten Reflexionsprozesse über den eigenen Medienkonsum beschäftigen mich jede Woche. Für mich ist eindeutig, dass die positiven Aspekte der Nutzung immer mehr in den Hintergrund geraten (oder kritischer bewertet werden?) und die negativen Auswirkungen und Empfindungen von Kontrollverlust zugenommen haben.

    Grundsätzlich sollte bei der Debatte bedacht werden, dass in der Öffentlichkeit (und in meiner professionellen Arbeit) es ausschließlich (zumindest was ich Mitschneide) um Social-Media-Dienste geht, welche ihre Content- und Interaktionsvorschläge mit Hilfe von algorithmischen Systemen (und der Unterstützung von künstlicher Intelligenz, welche Milliardene einzelne Datensätze erfasst, speichert, verbindet und für die Kund*innen der Social-Media-Betreibenden nutzbar machen kann) individuell sortiert und vorschlagen kann.

    Ich bin noch viel zu jung, um kategorisch gegen "diesen neuen Kram" zu sein, aber ich unterstütze die kritische Auseinandersetzung in der Politik zu 100%. Manche Selbsteinschätzungen von Jugendlichen hören sich leider einfach unglaublich ohnmächtig an. Als würden manche ohne die benötigten Werkzeuge in die digitale Welt mit diesen krassen Algorithmen losgeschickt, gegen welche sie unmöglich "stärker" sein können (aus ihrer Sicht). Wenn egal welche Strategie und selbst auferlegte Disziplin nicht dazu führt, dass der Konsum kontrolliert werden kann, obwohl klar ersichtliche Nebenwirkungen durch den Konsum auftreten; denke ich leider in nächster Instanz direkt an Suchthilfe und -therapie.... Nur das das Suchtmittel kostenlos und öffentlich legal zugänglich ist.

    ich hoffe ich habe klar gemacht, dass ich das Thema nicht relativieren will. Der HP-FC (auch wenn ich nicht lange hier reinschaue) verwendet doch keiner dieser Algorithmen, oder? Keine Systeme, die in Eigenregie dafür sorgen, dass mir Inhalte angeboten werden, welche mich länger auf der Plattform halten sollen. Kein selbstlernendes Programm, welches meine Nutzeraktivität detailliert speichert, um die daraus gewonnen Daten dafür einsetzt mein Nutzungsverhalten zu verändern und mögliches zukünftiges Nutzungsverhalten vorherzusagen.

    Solange das nicht der Fall ist, würde ich fast unterstellen, dass die Diskussion im HP-FC den Kern der öffentlichen Debatte und das Risiko für das gesamtgesellschaftliche Wohlergehen verkennt (zumindest wenn die Debatte hier an die öffentliche Debatte angelehnt sein soll). Aber einen kritischen Austausch über die Nutzung des HP-FC und dessen Vor- und Nachteile für Jugendliche ist finde ich jederzeit und ohne Anlass richtig und sinnvol :))

    Für mich (privat) stellt der HP-FC genau die extrem tollen Ressourcen und Vorteile einer digital vernetzen Gemeinschaft in den Vordergrund: Das Gefühl nicht der*die Einzige zu sein. Das Gefühl einer Gemeinschaft. Der soziale Austausch in einer Interessengemeinschaft. Selbst die Existenz der Häuser und eines Hauspokals würde ich aufgrund gruppendynamischer Prozesse der Innen- und Außenrepräsentanz für überwiegend förderlich bei Jugendlichen abstempeln (auch wenn das natürlich kein Blankocheck ist und ich wirklich unqualifiziert bin, um einen solchen Stempel zu verwenden).

    Selbst der einzige junge Mensch in einem Schafskaff im Nirgendwo in Deutschland hat und hätte die Möglichkeit über den HP-FC diese Zugehörigkeitsgefühle zu erleben (auch wenn er*sie nicht nur der einzige junge Mensch im Ort ist; sondern auch noch begeistert von einem nischigen Thema ist). Entwicklungspsychologisch kann ich den Wert einer horizontalen Identifikationsebene für Jugendliche und junge Heranwachsende gar nicht überbewerten. Insbesondere für Generationen, welche nicht mit den Büchern/Filmen groß geworden sind, stellt die Möglichkeit sich hier zusammen zu finden doch ein fanatisches Alleinstellungsmerkmal dar (zumindest glaube ich, dass man selten Teil der Mehrheit einer Gruppe ist, wenn man absoluter Harry Potter-Fan ist und gerade jugendlich ist... außer... vielleicht hier bei uns :o <3).

    Und grundsätzlich zu dem, was ich in den paar Monaten beobachten konnte: also ich weiß ja nicht wer oder wie da manche Prozesse mal geleitet oder geführt wurden, aber der hier gelebte gemeinsame Umgang mit Menschen in verschiedenen Entwicklungsstadien (was natürlich zu Machtgefällen führt) finde ich wirklich bewundernswert zu beobachten. Wie viel Wohlwollen, Verständnis und teilweise Fürsorge füreinander und insbesondere für jüngere Mitglieder von allen Seiten und ungefragt aufgebracht wird, finde ich beeindruckend :) Von allem was ich hier beobachten und in der kurzen Zeit verstehen durfte geht der HP-FC mit seiner tatsächlich vorhanden Verantwortung gegenüber Jugendlichen unglaublich verantwortungsvoll um (wie das ja sein sollte bei einer Verantwortung :D).

    Die hier gestartete Debatte finde ich ist ein weiterer Beleg für meine Wahrnehmung :)

    Achso und nach dem Plädoyer spricht für einen weiteren freien Zugang natürlich auch, dass dieser besondere digitale Raum für Jugendliche nicht geschlossen werden sollte. Warum einen Raum schließen, welcher entschleunigend im Kontrast zu Instagram und Co. fungieren kann. Ein Ort, an dem Jugendliche sich kreativ ausleben können, Verantwortung in einer Gruppe erproben können, über das Personenspiel spielerisch in Interaktion treten können, über die Community-Funktionen Freundschaften und Beziehungen pflegen können, sich zugehörig fühlen können, nicht nur passiv konsumieren und vergleichen müssen, sondern selbstwirksam und aktiv an einer Gemeinschaft teilhaben können. Ich wäre froh, wenn die mir anvertrauten Jugendlichen auch nur einen Teil ihrer täglichen Online-Zeit in einer Online-Community wie HP-FC verbringen würden, anstelle von TikTok... (auch wenn der Traum eines ähnlich begeisterten Jugendlichen bzgl Harry Potter auf meiner Arbeit vermutlich für immer ein geheimer Traum bleiben wird :P)

    Ich bin gespannt, welche Meinungen hier noch geteilt werden und hoffe, dass mein ewig langer Monolog nachts um 1 schnell zugespült wird von vielen anderen Beiträgen, damit niemand abgeschreckt wird :D :upside:

    Einmal editiert, zuletzt von Paradocs (1. April 2026 um 01:20)

  • Paradocs du hast wohl alle Jugendlichen verscheucht mit so viel Text :tounge:

    zumindest glaube ich, dass man selten Teil der Mehrheit einer Gruppe ist, wenn man absoluter Harry Potter-Fan ist und gerade jugendlich ist... außer... vielleicht hier bei uns :o <3

    Ob man hier als "Jugendlicher" noch die Mehrheit ist, ist dann die andere Frage 😅👵 selbst meine Mitgliederjahre hier sind schon längst volljährig :upside:

    der hier gelebte gemeinsame Umgang mit Menschen in verschiedenen Entwicklungsstadien (was natürlich zu Machtgefällen führt) finde ich wirklich bewundernswert zu beobachten. Wie viel Wohlwollen, Verständnis und teilweise Fürsorge füreinander und insbesondere für jüngere Mitglieder von allen Seiten und ungefragt aufgebracht wird, finde ich beeindruckend :)

    Das kann ich absolut unterschreiben! Wenn wir überall auf der Welt so miteinander umgehen würden wie hier im forum, dann hätten wir auf der Welt definitiv ein paar Probleme weniger!

    Gryffindor / Pukwudgie

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  • Hallo zusammen :)

    Ich bin 30 und im HpFc seit ich 17 wurde. In der Anfangsphase war ich schon oft online. Ich habe sehr gerne beim PS mitgelesen. Und das führte vielleicht ein kleines bisschen zum ständigen kontrollieren, was ist neues passiert. Aber das war niemals auf dem Level wie ich heute Instagram erlebe! Was man da in den Kommentarspalten alles zu lesen bekommt... phuu und auch die Frequenz, wie schnell man zum nächsten Inhalt swipen kann. Das finde ich das problematische und das ist das Gefährliche für uns Konsumenten, insbesonders für Jugendliche.

    Ich würde diese Plattform hier nicht auf das gleiche Level stellen, wie das gängige Social Media. Den Austausch hier erlebe ich immer respektvoll und positiv. Freundliche Worte, guter Ausstausch, ein Zusammenkommen bei Themen die uns beschäftigen und das Gefühl von echtem, menschlichem Kontakt.


    I'm gonna let life move me
    I'm gonna let life stir me deep
    I'm gonna let life wake me from an ancient sleep.

    I'm gonna laugh all my laughters
    I'm gonna cry all my tears
    I'm gonna love the rain just as deeply as the sun when it clears!

  • Ich stimme der Meinung zu, dass der HP-FC nicht in die Spalte vom „typischen“ Social Media fällt. Wir haben hier keinen Algorithmus der uns immer mehr mit neuen Informationen zuschüttet zu jeder Zeit.

    Dennoch finde ich, dass es die Überlegung Wert ist den Konsum für Jugendliche unter 16 einzuschränken. Da manche (Ich ganz sicher nicht! :P ) sehr viel Zeit in diesem Forum verbringen.

    Wenn man das HP Personenspiel ansieht z.b geht da sehr viel Zeit drauf beim spielen für gewöhnlich mindestens 1-2 Stunden (oftmals auch eher mehr) was sich gleichsetzen lässt mit der Zeit die Jugendliche auch auf Instagram, TikTok und co. verbringen. Je nach dem spielt man mehrmals die Woche was sich dann natürlich auch summiert.
    Daher würde ich persönlich eher über eine Personenspielbeschränkung für unter 16 Jährige nachdenken als an eine allgemeine Beschränkung.

  • Was bedeutet euch der HP-FC? Schon sehr viel, ich habe in den letzten Jahren hier viele Leute gefunden mit denen ich mich gut verstehe und es gibt mir außerdem die Möglichkeit, als Harry Potter Fan mehr Leute zu finden die ebenfalls Fans sind.

    Wie oft seid ihr online? Mehrmals am Tag :)

    Welche Argumente sprechen dafür, den freien Zugang zum HP-FC zu erhalten? Weil im HP-FC anders als bei anderen Sozialen Medien kein Hate oder ähnliches enthalten ist und damit auch kein Risiko für Sachen wie Mental Health oder Cybermobbing oder solcher Sachen. Aber wie yellow schon sagte:

    Zitat

    Ob man hier als "Jugendlicher" noch die Mehrheit ist, ist dann die andere Frage 😅👵

    Ich glaub nicht dass es sich überhaupt lohnen würde, diese Einschränkung bei den allerhöchstens 20 Jugendlichen durchzuführen.

  • Ich bin zwar inzwischen nur noch sehr selten hier online, vor ein paar Jahren (als ich meinen ersten Account erstellt habe, war ich meiner Erinnerung nach 13) war ich aber sehr regelmäßig hier aktiv. Neben den genannten Punkten (kein Algorithmus, es wird kein negatives Selbstbild erzeugt) finde ich noch zwei Punkte wichtig:

    1. Der HPFC hat eine funktionierende Moderation. Anders als bei den größeren Plattformen werden/würden nicht jugendfreie Inhalte und unangemessenes Verhalten zuverlässig reguliert. Auch wird immer aktiv darauf geachtet, dass keine Privatadressen o.Ä. öffentlich gemacht werden (was sonst bei jüngeren Menschen sicher eine Gefahr wäre).

    2. Das ist jetzt nur aus meiner persönlichen Erfahrung, aber wenn ich mich richtig erinnere hat hier auch keine erwachsene Person mich initiativ und ohne bestimmten Grund angeschrieben, sondern das Geplaudere über Eulenpost war meine ich ausschließlich immer mit anderen Jugendlichen. Anders steht es zum Beispiel mit Testedich, wo teilw. Erwachsene aktiv ein Gespräch gesucht haben. Mit 11 oder 12 fand ich das noch normal, inzwischen kommt mir das schon creepy vor.

    Einen Zweck in einer Altersbegrenzung ab 16 fürs Personenspiel sehe ich nicht so ganz, da das ja eine kreative und soziale Tätigkeit ist, anders als Handyspiele oder durch Kurzvideos scrollen.

    Ich habe außerdem eine vage Erinnerung, dass beim Anmelden auch eine Einverständnis von einem Erziehungsberechtigten kommen muss - stimmt das oder verwechsele ich da was?

    Personenspiel

    ✧ Maisy Reynolds | Studium

    Addison Brooks | G5 | Sucherin

    Ezra Dal | S6

    WWS-Legacy

    Patrick Eyzburg

    you're not comfortable inside

    you'vе been acting your whole life

    so when thе morning comes

    make sure you see the light

  • Wir haben hier keinen Algorithmus der uns immer mehr mit neuen Informationen zuschüttet zu jeder Zeit.

    Der Algorithmus hat sich getarnt. Der tritt unter dem Decknamen VS auf und versucht die Schüler dazu zu bringen, noch mehr Hausaufgaben, Quizfragen, TP-Artikel und was es sonst noch alles gibt zu machen :tounge:😇

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  • Ich möchte mich vielem hier anschließen. Wenn es um rechtliche Entscheidungen geht, bleibt natürlich abzuwarten, wie diese genau ausfallen und inwiefern der FC von diesen Entscheidungen betroffen wäre oder nicht oder wie viel Freiraum uns dabei zusteht. Wenn es um unsere persönliche Einschätzung geht, würde ich mich meinen Vorrednern anschließen, die bereits viele gute Aspekte benannt haben, weshalb der FC meiner Meinung nach nicht unter die Intention fallen würde, die die Debatte um das Social-Media-Verbot anstrebt.

    Die Problematiken mit Social Media sehe ich wie folgt (es wäre spannend zu sehen, welche Aspekte in einem tatsächlichen Gesetzesentwurf oder wissenschaftlichen Studien genannt würden, dies ist nur meine persönliche Einschätzung):
    - Passiver Konsum
    - Gefühl der Ohnmacht ( Paradocs danke für die treffende Formulierung)
    - damit verbunden: die unkontrollierbare Flut an Informationen
    - Design zum Suchtpotential (Scrolling implementiert Glücksspiel-Strategien)
    - kein echter persönlicher Austausch (trotz "social" media)

    Gegner eines Social Media Verbots betonen (in meiner Wahrnehmung) häufig:
    - Gemeinschaftsgefühl, gerade für Minderheiten
    - Informationsaustausch


    Das grundlegende Design des FCs als Fan-Forum:

    - Passive Nutzung: Der FC ist effektiv nicht passiv nutzbar. Er ist nicht dafür designed zu konsumieren, er ist designed um aktiv zu interagieren, vom Forum, über die Klassenräume, zur Bibliothek und auch im Personenspiel. Man kann diese Dinge passiv nutzen. Aber da sie dafür nicht designed sind, verlieren sie (meiner Meinung nach) schnell den Reiz.

    - Unkontrollierbare Informationsflut: Selbst wenn ich den FC passiv nutze, habe ich keine unkontrollierbare Flut an Informationen. Ich habe es probiert: Wenn ich das Bedürfnis habe Instagram oder Pinterest zu scrollen, öffne ich stattdessen den FC. Wenn ich lange nicht mehr aktiv war, habe ich vielleicht 12 Neuigkeiten in abbonierten Foren. Selbst wenn ich alles im FC regelmäßig verfolge, ist es doch eine sehr endliche Quelle an Content. Ab einem gewissen zeitpunkt kommt einfach nicht mehr, außer ich werde selber AKTIV.

    - Ohnmacht: Zu jeden Zeitpunkt habe ich die volle Kontrolle darüber, welchen Inhalt ich betrachten möchte. Mir wird nichts vorgeschlagen. Die Notifications, die ich kriege, beziehen sich ausschließlich auf von mir abonnierte Foren. Ich kann diese Abonments jederezit vollständig einsehen und ändern. Abonments von Threads starten nur durch eine aktive Nutzung und ich kann sie jederzeit einfach an Ort und Stelle beenden. Jeden Eintrag, den ich sehe, habe ich aktiv ausgewählt und angeklickt. Ich habe Kontrolle über den Inhalt, der mir präsentiert wird.

    - Suchtpotential: Ich möchte mich Lou E. Peverell anschließen, dass auch bei hohem Zeitkonsum, es sich um eine kreative und soziale Tätigkeit handelt. Eine Sucht ist nicht nur am Zeitkonsum zu messen (sonst wäre ich wohl süchtig nach meiner Arbeit, ganz bestimmt nicht!). Sucht beinhaltet (meines Verständnisses nach, korrigiert mich gerne) auch das Verständnis, dass einem das, was man tut, schadet, und man es dennoch tut. Ich sehe keinen körperlichen, psychischen oder sozialen Schaden hier und würde jedem unterstellen, dass er oder sie den FC schließen könnte, wenn er oder sie das wollte. Will man vielleicht nicht, aber eher im Sinne eines engagierenden Hobbys. Ich will mein Buch auch nicht weglegen oder dem Sportverein austreten, ich will auch mein Treffen mit Freunden nicht beenden, aber ich wäre in der Lage und es handelt sich nicht um Sucht.

    - Persönlicher Austausch: Ich denke es ist relativ offensichtlich, dass der FC im Kern von einem persönlichen Austausch lebt mit auch immer wieder denselben Personen. Das, was wir hier gerade tun, ist (trotz anonymer Profile im Sinne von keinen irl-Daten) ein persönlicher, langfristiger Austausch. Unsere Interaktion besteht über mehrere Tage, Wochen, Monate, in vielen Fällen Jahren mit denselben Personen. Das ist wahre Gemeinschaft.

    Hinzu zum Design des FCs kommen für mich die aktive Entscheidungen des FCs, den Schutz der persönlichen Daten zu priorisieren und dass eine aktive Moderation aller Inhalte stattfindet, welches zwei weitere Sorgen im Social-Media Konsum von (jungen) Jugendlichen sind.


    Es gibt noch vieles zu sagen, ich möchte, wie einige andere, außerdem kurz noch meine persönliche Erfahrung teilen: Ich war 11 oder 12, als ich mich hier angemeldet habe. Ich habe den Großteil meiner Jugend im FC und daraus entstandenen Online-Spaces verbracht. Ich habe mitunter meinen gesamten Nachmittag damit verbracht FC-Hausaufgaben zu bearbeiten, FanFictions zu posten, zu kommentieren, Rätsel zu lösen und später PS zu spielen und zu chatten. Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich durch den FC die Chance hatte Sozialisation mit gleichaltrigen Peers zu erleben, die ich in der Schule und meinem "realen" Alltag nicht hatte. Der FC und das daraus entstandene war für mich 4-6 Jahre lang der einzige Ort, an dem ich Gemeinschaft und soziales Miteinander erfahren durfte. Der FC war der erste Ort, an dem ich das Gefühl hatte "dazu zu gehören". Wie viel bei mir außerhalb des FCs (aka reale Schule) schief lief, war mir damals nicht mal bewusst. Das ist sicherlich nicht jedermanns Erfahrung, aber von dem, was ich damals und auch heute noch mitkriege, bin ich auch kein Einzelfall.

    Gegner eines Social-Media-Verbots betonen Safe Spaces und echte Gemeinschaften, die Jugendliche (besonders diejenigen, die "anders" sind, aus marginalisierten Gruppen stammen, queer, neurodivergent, etc. sind) im Internet finden können und was das bedeuten kann. Ich sehe im FC genau diese Chance tatsächlich implementiert und viele der Gefahren entweder nicht zutreffend oder bewusst vorgebeugt.


    Es gäbe noch viele andere Aspekte, die man ansprechen könnte. Aber ich will ja gar kein Essay mit These, Einleitung, Methodik und allem schreiben (oder vielleicht doch? :biggrin:) und ich glaube ich habe genug gesagt (*nostalgisch meine über ein Jahrzehnt alten jährlichen PS-Rewards für die längsten Posts abstaube*). So wieder eine Stunde Arbeiten erfolgreich prokrastiniert!

    Ich bau mir einen Sommer aus buntem Glanzpapier.
    Den stell ich auf im Winter, wenn es vor dem Fenster friert.

    Und für alle, die im Schnee stehen, bau ich Handschuhe aus Papier.

    ___/\___
    ~~~~~ \_/__\_/ ~~~~~

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~

  • Nachdem hier noch niemand voll dafür ist, übernehme ich das mal ^^

    Der HP-FC (auch wenn ich nicht lange hier reinschaue) verwendet doch keiner dieser Algorithmen, oder?

    Solange das nicht der Fall ist, würde ich fast unterstellen, dass die Diskussion im HP-FC den Kern der öffentlichen Debatte und das Risiko für das gesamtgesellschaftliche Wohlergehen verkennt

    Die Algorithmen sind eine Problematik, doch nicht nur deswegen wird über ein Social-Media-Verbot diskutiert.

    Allgemein die Menge an Zeit, die Jugendliche in einer Online-Welt verbringen, ist problematisch. Darunter fällt auch der HP-FC, bei dem es zum einen viele Möglichkeiten zum Mitmachen, wie etwa das Personenspiel, Werwolfspiel oder allgemein jeder aktive Thread, unter anderem die Spiele-Ecke, gibt, in denen sich vor allem Jüngere verlieren. Zum anderen besteht ein großes Feld an bestehendem "Content", welches durchgeklickt und durchgescrollt werden kann. Darunter fallen alte Beiträge, aber auch alle anderen Inhalte im HP-FC. Man stelle sich einmal vor, allein das Lesen eines einzigen Themas, das vielleicht irgendwann einmal stark genutzt wurde und entsprechend viele "Seiten" hat, nimmt mehrere Stunden in Anspruch.

    Auch bei oben genanntem "scrollen" sehen Experten ein Problem. Die scheinbare Unendlichkeit des HP-FC und der Beiträge, bei denen vom einen zum nächsten gescrollt wird, ist problematisch.

    Des Weiteren kommt eine (aus den Untersuchungen der Sozialen Medien nicht unbekannte) Angst der Unter-16-Jährigen, nichts Neues zu verpassen. Der HP-FC wird ständig ob neuer Nachrichten aktualisiert, was sich schnell zu einer Sucht entwickeln kann. Das Denken ist vom bald unbewussten Griff zum Smartphone und Klick in den HP-FC beherrscht, wodurch andere Aufgaben und Aktivitäten in den Hintergrund rücken.

    Auch ein wichtiger Faktor sind sogenannte "Fake News", also im Netz verbreitete Lügen. Das Erkennen solcher ist für Kinder nur sehr schwer und es leidet das Vertrauen zur wirklichen Welt. Erst kürzlich musste festgestellt werden, dass auch der HP-FC nicht frei von diesen Falschnachrichten ist.

    Allgemein die Verfremdung von der "echten" Welt durch, wie oben beschrieben, das Verbringen enormer Zeitspannen im HP-FC, wird durch ebensolchen vorangetrieben. Anstatt selbst Erfahrungen zu machen, erfüllenden Aktivitäten nachzugehen, oder einfach Hausaufgaben für die Schule zu machen, sitzen Jugendliche Zuhause und hängen im HP-FC fest. Das wohl Wichtigste ist das Fehlen von sozialen Kontakten aus dem eigenen Umfeld des RL. Das Face-to-face-Treffen von Mitmenschen schult Empathie, Kommunikation und viele andere Kompetenzen in der Interaktion. Als Folge des Zeitverbringens verstärkt im HP-FC, wird dies vernachlässigt.

    All das, könnte man argumentieren, käme auch bei Erwachsenen vor. Mitnichten: Es gibt viele Untersuchungen zu dem Thema. Und gibt es diese nicht, so kann man es sich ja denken: Unter-16-jährige sind noch nicht bereit, mit etwas so Großem und Gefahrvollen wie dem HP-FC umzugehen. Also lasst uns eine Änderung einführen und Kinder und Jugendlichen, ihnen allesamt, ihre Eigenverantwortung im Umgang mit dem HP-FC absprechen!

    WWS-Legacy: Earl Robert Poorman

  • So wieder eine Stunde Arbeiten erfolgreich prokrastiniert!

    Oh ja, genau so fängt es an. Und am Ende ist der FC schuld, wenn du die Stelle verlierst weil du auf socialmedia rumgurkst anstatt arbeitest! 🤓😜

    Erst kürzlich musste festgestellt werden, dass auch der HP-FC nicht frei von diesen Falschnachrichten ist.

    Und stell dir vor, sogar in den Büchern selbst gibt es Fake News! Unglaublich! :ghost::ghost::ghost:

    und dann gibt es noch Ironie und Sarkasmus, das kann auch zu Missverständnissen führen. Vorallem wenn man sich nur schriftlich austauschen kann und die Mimik vom Gegenüber nicht sieht.

    Das Face-to-face-Treffen von Mitmenschen schult Empathie, Kommunikation und viele andere Kompetenzen in der Interaktion.

    Also dieses Problem haben wir schon vor über 20 Jahren erkannt und deshalb die CTs erfunden. Die fördern im übrigen auch den kulturellen und sprachlichen Austausch innerhalb der DACH-region und darüber hinaus.

    Gryffindor / Pukwudgie

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    WWS Legacy: Duke Mary Heathrow

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    Wie alt bist du? 25

    1. unter 16 (0) 0%
    2. 16-17 (3) 12%
    3. 18-29 (4) 16%
    4. 30-39 (9) 36%
    5. 40-59 (9) 36%
    6. über 60 (0) 0%

    Umfrage endet am 12. April 2026 um 14:00

    Aufgrund der aktuellen Diskussion hier, kam die Frage auf, wie viele Nutzer des HP-Fcs aktuell von einem möglichen Social-Media-Verbot betroffen wären.

    Die folgende, anonyme Umfrage sollte uns etwas Klarheit verschaffen.

  • Gefühltes Alter? :tounge:

    Ich kann für mich sagen, dass ich im Fc und mit Fc Zeug einiges an Zeit verbrauche. Ob das jetzt verschwendete Zeit oder Quality Time ist, kann man natürlich hinterfragen.

    🌈 Look around, look around 🌈
    how lucky we are to be alive right now.

    WWS Legacy: Count Harold Beinroth

    Rav'sche Knobelkönigin 🎲

  • Also dieses Problem haben wir schon vor über 20 Jahren erkannt und deshalb die CTs erfunden.

    Diese finden ja auch mehrmals die Woche statt und sind daher ein echter Ersatz für die Menschen aus dem direkten Umfeld 😉

    WWS-Legacy: Earl Robert Poorman

  • Ich finde der Aspekt des gefühlten Alters ist zu beachten. So führt der FC, u.a. wegen des tollen Unterrichtsangebots mit Hausaufgabeneinreichung und durch das Personenspiel zu einer innerlichen (geistigen) Verjüngung einiger Teilnehmer. *zur Abstimmung blicke*

    Wenn man zu kindisch wird, braucht man dann eine Zeitsperre?

    An welchen Schlüsselwörtern wird dies festgelegt?

    Für wie lange gilt die Sperre (relevant für die Hausaufgaben, die doch gemacht gehören)?

    Kann man auch durch besonders lange, klug formulierte Posts in "ernsten" Themen Alterspunkte sammeln? Sozusagen für in Weisheit getränkte Beiträge längere Onlinezeit generieren (oder vorverdienen und dann beim "Spielen" wieder verlieren)?

    Gilt das Froschkartensammeln als Verjüngung oder ist es durch die Millennials inzwischen normal als erwachsene Person mit Sammelkarten zu handeln?

    WWS-Legacy: Baron(esse) Antonia Ulmer

    You know that place between sleep and awake?

    <3

    That place where you still remember dreaming?

  • Kann man auch durch besonders lange, klug formulierte Posts in "ernsten" Themen Alterspunkte sammeln? Sozusagen für in Weisheit getränkte Beiträge längere Onlinezeit generieren (oder vorverdienen und dann beim "Spielen" wieder verlieren)?

    Das finde ich eine sehr gute Idee. Da bilden sich die Jugendlichen auch direkt selbst weiter und lernen (je nach Thema) wie man argumentiert. Lese und Textverständnis wird dadurch sicher auch gefördert.

    Da stellt sich mir nur die Frage wie man das tracken möchte? Und welche Themen gelten als „ernst“ und welche nicht? Da gibt es ja gerne auch Überlappungen.

  • Liebe Schülerinnen und Schüler

    Wir bedanken uns für die bisherigen ausführlichen Antworten. Das hilft uns schon sehr, um Argumente gegen die voraussichtliche Social-Media-Entscheidung zu finden. Aus unserer Sicht besteht aber noch ein Problem, was Jugendliche angeht:

    Dinge, die ich im Internet mache, können mich auch im realen Leben betreffen.

    - Ist die Tragweise dieser Aussage den Jugendlichen bewusst?
    - Gehen sie verantwortungsvoll genug mit ihren Daten um?
    - Welche Konsequenzen haben die Auswirkungen des Internets auf das persönliche Privatleben?

    Liebe Grüße
    die Schulleitung

    kerracy@hp-fc.de


    Löwenmähne 9/10, 14/15, 16/17, 17/18, 18/19, 19/20, 20/21, 22/23, 23/24, 24/25

    Pfiffikus/Löwenzahn/der Brüller

    Generation Löwe mit Dachs vereint - alle in Gehörnte Schlange/Ilvermorny
    *** Mitglied im Club der Löwen-Lyriker ***

    Avatar von yellow, Gryffindor nur für mich <3

    31.7.2015 <3

  • Ich muss zugeben, so schwer wie in diesem Jahr ist es mir bisher noch nie gefallen einen Aprilscherz von "echten" Meldungen zu unterscheiden.

    Falls das hier kein Aprilscherz ist:

    Ich bin klar gegen Social Media Verbot von Jugendlichen

    ~~~ Diskordier schwimmen nicht gegen den Strom, Sie steigen aus den Fluss. ~~~

    ~~~ Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen ~~~

    ~~~ Es ist gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat ~~~

  • Gehen sie verantwortungsvoll genug mit ihren Daten um?

    Also wenn ich mir den aktuellen Stand von altrons Umfrage anschaue, haben wir entweder tatsächlich keine Jugendlichen, oder sie sind verantwortungsvoll genug, um ihr Alter nicht anzugeben :upside:


    Diese finden ja auch mehrmals die Woche statt und sind daher ein echter Ersatz für die Menschen aus dem direkten Umfeld 😉

    Das lässt sich beliebig ausbauen, wenn mehr Kontakt gewünscht wird 😉 wir haben sogar die Corona-Zeiten überbrückt mit Skype-CTs


    Ich glaube, dass ich fast wöchentlich ausserhalb des Forums Kontakt habe mit Menschen, die ich über diese Plattform kennengelernt habe. und das sind fast alles Menschen, denen ich sonst wohl nie begegnet wäre. Von daher ist de FC eine geniale Möglichkeit, auch mal aus seiner Altagsbubble auszubrechen und mit Leuten aus anderen Berufs- und Hobbykreisen oder Leuten mit anderem Bildungsniveau, anderem kulturellen Hintergrund, politischer Einstellung, Alter etc. in Kontakt zu kommen.

    Gryffindor / Pukwudgie

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    Löwenmähne 2014&15&16&17&20&25
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