Nach Zwangspause: Rufe nach Einsatz von „Muggel-Technik“ beim Tagespropheten

Bild: Tweety

Doch nicht erst seit diesem Vorkommnis steigt die Unzufriedenheit bei manchen Leser:innen. Die Beschwerden reichen von schlecht sehenden Zustelleulen bis zu verblassender Artikeltinte. Kaum zu glauben: In einer aktuellen Umfrage sprachen sich knapp 40 Prozent der Befragten für den experimentellen Einsatz von Muggeltechnologie aus (wohingegen 10 Prozent froh waren, bei den aktuellen Preisen durch den Ausfall Geld zu sparen, und 20 Prozent Muggel prinzipiell für unfähig hielten).


Man darf die Kreativität der Muggel nicht unterschätzen. Sie haben sich bemerkenswert gut ohne Magie arrangiert. Muggelerfindungen wie das Telefon (direkte Unterhaltungsmöglichkeit über weite Distanzen), elektrisches Licht (wie Kerzenlicht allerdings ohne Feuer), Kugelschreiber (Schreibfedern, die automatisch Tinte nachfüllen) und das Flugzeug (Fliegen ohne Besen) sind ziemlich beeindruckend und können auch für Hexen und Zauberer interessant und nützlich sein.


Eine in magischen Kreisen weitgehend unbekannte Muggelerfindung ist die Druckpresse. Mit ihrer Hilfe lässt sich mechanisch (ganz ohne Zauberei!) eine Zeitung setzen und drucken. Bei den Muggeln funktioniert dieses Werk bereits seit Jahrhunderten zuverlässig. Angeblich wurde es vom Muggel Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert in Mainz erfunden (möglicherweise mit Hilfe von befreundeten Magiern). Seit Anfang des 17. Jahrhunderts soll es regelmäßig erscheinende Muggelzeitungen mit Hilfe dieser Erfindung geben. In einer Zeit, in der Muggel noch sinnlose Hexenverbrennungen abhielten, konnte schon ziemlich einfach Wissen in Papierform weitergegeben werden.

Zurück zur Forderung von Druckpressen in der Tagespropheten-Redaktion: Abgesehen von der Schaffung neuer Arbeitsplätze würden damit die Zauberer-Muggel-Beziehungen gefördert werden. Möglicherweise können bald Hogwarts-Student:innen Muggelkunde-Praktika beim Tagespropheten absolvieren.


Das Potenzial ist jedenfalls groß. Bewegliche Bilder gibt es in den Zeitungen der Muggelwelt natürlich nicht, da müsste vermutlich magisch nachgeholfen werden. Wobei die Muggelerfindung Internet – der Tagesprophet berichtete – in dieser Richtung experimentiert; aber dieses Format ist wohl noch nicht ausgereift genug für unsere Zwecke.

Wichtig ist jedenfalls, dass künftig solche langen Ausfälle vermieden werden. Auch wenn viele an den Ideen der Muggel zweifeln, sollten wir alle nötigen Mittel einsetzen, um unseren Tagespropheten zu erhalten.


Im Zuge dessen noch ein Aufruf an Sie, liebe Leser:innen; die Redaktion des Tagespropheten würde sich sehr über begabte Hexen und Zauberer freuen, die unserer Zeitung zu noch mehr Glanz und Gloria verhelfen. Bei Interesse schicken Sie gern eine Bewerbungs-Eule an das Technik-Team.