Neues Haustier: Der Druselkobold

In den letzten Wochen sorgt ein ungewöhnliches Geschöpf in den magischen Haushalten Großbritanniens für Aufsehen: der sogenannte Druselkobold. Das kleine Wesen, das angeblich aus missglückten Experimenten eines exzentrischen Zauberers aus Yorkshire entstanden sein soll, entwickelt sich rasant zum neuesten Trend unter Hexen und Zauberern.

Der Druselkobold ähnelt auf den ersten Blick einer Mischung aus Hauself, Gartengnom und überfüttertem Knuddelmuff. Mit seinen riesigen Ohren, den glühend pinken Augen und einem permanent beleidigten Gesichtsausdruck zieht er besonders junge Zauberer in seinen Bann. Händler in der Winkelgasse berichten bereits von monatelangen Wartelisten.

„Sie sind unglaublich intelligent“, behauptet der Tierhändler Barnaby Mops. „Ein gut erzogener Druselkobold kann Tee kochen, Schuhe putzen und gelegentlich sogar die Hausaufgaben kontrollieren.“

Doch das Ministerium für Zauberei mahnt zur Vorsicht.

Nach Angaben der Abteilung zur Führung und Aufsicht magischer Geschöpfe häufen sich Beschwerden über explodierende Küchen, verschwundene Zauberstäbe und bissige Zwischenfälle. Offenbar reagieren Druselkobolde äußerst empfindlich auf schlechte Laune ihrer Besitzer — und verfügen dabei über eine beachtliche Portion unkontrollierter Magie.

Besonders brisant: Mehrere Muggel sollen bereits Sichtungen gemeldet haben. In Kent berichtete eine Familie von einem „kreischenden Kartoffelsack mit Zähnen“, der nachts den Kühlschrank geplündert habe. Das Ministerium dementiert bislang jede Verbindung.

Unterdessen verbreiten sich in sozialen Netzwerken immer mehr Bilder von Druselkobolden mit kleinen Strickmützen, Mini-Umhängen und selbstgebastelten Zauberstäben. Besonders beliebt ist der Trend, die Wesen Butterbier aus Untertassen trinken zu lassen. Tierschützer sehen dies als Quälerei eines Tieres mit freiem Willen. Der Tierhändler und Tieraktivist George Winston hat bereits eine Klage gegen solch „Quälereien“ eingereicht.

Magiezoologen befürchten bereits, dass viele Familien die Verantwortung unterschätzen. Denn ein ausgewachsener Druselkobold kann bis zu 30 Zentimeter groß werden und eine Gefahr für alle Kinder bis 3 Jahre darstellen.