Katzen, Kröten und Eulen sind vor allem bei Hogwartsschülern beliebte Haustiere, da sie in der Schule erlaubt sind und auch Kinder kein Problem haben, eventuelle magische Fähigkeiten zu verstecken. Anders sieht es da schon bei Knieseln und Crups aus: Diese erfordern eine spezielle Erlaubnis und müssen regelmäßig mit einem Ich-seh-nicht-Recht-Zauber belegt werden, um von möglichen Muggelnachbarn nicht erkannt zu werden. Auch die niedlichen Knuddel- und Minimuffs weichen derart von den gewöhnlichen Tieren der Muggel ab, dass sie schon ein paar Fragen aufwerfen können.
Das stellt besonders Familien, die in Muggel-reichen Gegenden wohnen, vor ein Problem, wenn ihre Jüngsten nach einem Haustier betteln. Ohne Frage haben Haustiere allgemein eine positive Auswirkung auf das Heranwachsen kleiner Hexen und Zauberer: sie lehren Verantwortung und Umsicht bei der Handhabung und tragen zur emotionalen Stabilität bei. Daher gibt es seit kurzem eine vermehrte Suche nach Alternativen, die auch in Muggel-Gegenwart keine Auffälligkeiten zeigen, die unsere Gemeinschaft verraten könnten.
Natürlich erfreuen sich Katzen bei Zauberern weiterhin großer Beliebtheit, doch auch der von Muggeln sehr geschätzte Hund hält vermehrt Einzug in magische Familien als treuer Begleiter des täglichen Lebens. Einen Knuddelmuff-Ersatz bieten Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen, kleinere Nagetiere, die besonders bei jüngeren Kindern bevorzugt zu sein scheinen, auch wenn sie das wohlige Summen vermissen lassen. Ein wenig gesprächiger hingegen sind Wellensittiche und Papageien. Diese können zu Weilen einige Wörter unserer Sprache lernen, sodass man beinahe eine Verwandtschaft zu einem Jobberknoll vermuten lassen könnte.
Nicht ganz so erfreulich scheinen einige „Nebenwirkungen“ dieser Ausflüge in der Welt der Muggel zu sein. Ein Vater, den wir zu diesem Thema interviewt haben, wirkte sichtlich gestresst: „Haben Sie eine Ahnung, wie viel Zubehör es in diesen Läden, man nennt sie ‚Zoogeschäfte‘, gibt? Echt irre diese Muggel.“ Tatsächlich scheinen diese Läden ein Übermaß an Beschäftigungsmöglichkeiten für unsere vierbeinigen Freunde zu bieten. Ganz zu schweigen von der erstaunlich vielfältigen Auswahl an Nahrungsmöglichkeiten. Auch die Kommunikation mit den entsprechenden Ladenbesitzern gestaltet sich manchmal als recht abenteuerlich, angefangen beim ungewohnten Umgang mit Muggelgeld. Hier kann man sich bei den anfallenden Kosten doch schon manchmal leicht verschätzen, gerade wenn es um die Pflege und mögliche Kosten bei Krankheit geht.
Doch das hält die meisten jungen Hexen und Zauberer nicht davon ab, in die vielfältige Welt der Muggeltierarten reinzuschnuppern. Zumal es hier eine ganze Reihe an weitaus ungefährlicheren Tieren gibt, als unter den magischen Wesen. Ein Vorteil dabei ist wohl, dass diese Tiere keine magischen Fähigkeiten aufweisen, welche bei der Handhabung zusätzlich beachtet werden müssen. Aber auch bei einigen der nicht ganz so harmlosen verstehen es die Muggel offenbar gut, diese in ihrem familiären Umfeld zu halten. So finden mittlerweile auch einige exotischere Exemplare der Tierwelt Einzug in die Zimmer unserer jüngsten. Von Schlange und Amphibien, über Arachniden und Käfer ist bis zu Quallen so ziemlich jede Spezies vertreten. Und was zunächst als Hindernis erscheint, der Gang zu einem Muggelspezialisten, sollte es dem geliebten Haustier einmal schlecht gehen, erweist sich im Nachhinein sogar als Erleichterung. Denn diese „Tierärzte“ sind weit verbreitet und man ist als einfacher Tierbesitzer nicht mehr darauf angewiesen, beinahe ein Studium der Magiezoologie abgeschlossen zu haben, um einige Tierarten halten zu können. Wobei dies natürlich nicht ausschließt, dass man sich im Voraus über das angestrebte Haustier ausreichend informieren sollte.
Eins steht fest: Die Vielfältigkeit der Muggeltierwelt ist sicherlich ebenso faszinieren wie die magische und so warten wir gespannt, welche weiteren Tierarten Einzug in unsere Haushalte finden.