Erkältungswelle erschlägt das St. Mungos

Uns erreichen derzeit sehr beunruhigende Nachrichten aus dem St. Mungos Hospital für magische Krankheiten und Verletzungen. Dort ist es durch eine unglaubliche Anzahl von an Rhinitis erkrankten Zauberern zum Erliegen der Versorgung Verletzter und Kranker gekommen. Die Heiler kommen nicht mehr hinterher und rufen laut um Hilfe.

Vor Ort angekommen, wird deutlich wie schlimm die Lage wirklich ist. Zauberer stehen in scheinbar unendlichen Schlangen am Eingang zum St. Mungos und wollen rein. Sie werden umkreist von einem Haufen Ministeriumsmitarbeiter, die versuchen die Geheimhaltung der Magie vor den Muggeln sicherzustellen.


„Wir sind überrannt worden von einer solchen Anzahl an Zauberern, die unter Rhinitis leiden, dass wir bereits ganze Stationen schließen mussten, um anders Erkrankte und Verletzte nicht in Gefahr zu bringen“, berichtet uns Heiler Meggis (seit über 25 Jahren Heiler im Dienst), auf die Frage nach der derzeitigen Lage.

„Diese unglaubliche Masse erschlägt uns förmlich. Und sie scheint nicht abzureißen“, fügt er nach kurzem Zögern noch an.

Das Interview findet aus Sicherheitsgründen vor dem St. Mungos statt.

„Inzwischen wurden auf jeder einzelnen Station großzügige Ausdehnungszauber angewandt, um mehr Platz für all die Kranken und Verletzen zu schaffen“, erklärt Heiler Meggis weiter.

Mitten im Interview kommt es zur Unterbrechung durch einen weiteren Heiler. Nach kurzem Gespräch der Beiden sieht man, dass Heiler Meggis deutlich mehr angespannt und beunruhigt ist.
Doch er möchte dazu keine Stellung nehmen. Stattdessen folgt noch ein kurzer Einblick in die Konsequenzen für das St. Mungos.

„Wenn diese Welle nicht bald abebbt, werden wir das St. Mungos vorübergehend schließen müssen“, sagt Heiler Meggis, während er bereits wieder zurück ins St.Mungos läuft.
Es wurden Heiler aus dem Urlaub sowie aus der Pension zurückgeholt. Zudem startet ein öffentlicher Aufruf an alle verfügbaren Heiler, sich als Helfer dem St. Mungos zur Verfügung zu stellen, damit diese katastrophale Situation gemeistert werden kann.

Ob das reicht, wird abzuwarten sein.

Wie konnte es zu dieser Katastrophe kommen?

Wer trägt die Schuld dafür?

Ein Ministeriumsmitarbeiter, der anonym bleiben will, erhebt schwere Vorwürfe gegen das Ministerium und berichtet uns, dass seit Monaten immer mehr Heilerstellen gestrichen werden und die Ausbildung zum Heiler immer weiter erschwert wird.

Aus einer weiteren anonymen Quelle wurde berichtet, dass die Mysteriumsabteilung an Rhinitis-Viren seit längerem forscht und es durchaus möglich wäre, dass einige davon in die Umwelt gelangt sind. Oder sogar bewusst als Versuch an Zauberern freigesetzt wurden.

„Das ist eine unfassbare Lüge“, teilt uns ein offizieller Ministeriumsmitarbeiter mit.

Auch tausend und abertausende von Muggeln sind ebenfalls schwer an den Rhinitis-Viren erkrankt und überrennen die sogenannten Muggel Ärzte*.

(*Muggel Ärzte sind eine Art Heiler nur mit deutlich weniger Wissen und natürlich ohne Zauberei. So verwenden sie skurrilerweise z.B. Nadel und Faden um eine Wunde zuzunähen.)
Die Geheimhaltung wird immer schwieriger.

Das St. Mungos ist längst an den Grenzen des Schaffbaren angelangt. So eine Welle von Erkrankten gab es noch nie. Und es bleibt abzuwarten, wie es weitergeht.

Um weiteren Erkrankungen vorzubeugen, versendet das St. Mungos derzeit an alle Zauberer Informationsflyer mit Verhaltens- und Vorbeugungshinweisen. Und warnt intensiv davor, diese nicht ernst zu nehmen.

Unter anderem wird darauf hingewiesen, dass man sich bereits bei leichten Symptomen umgehend an seinen Heiler des Vertrauens wenden soll. Zudem sollte man möglichst jeglichen Kontakt zu bereits Erkrankten vermeiden.

Es bleibt abzuwarten, ob wir diese Krise gemeinsam überstehen und das St. Mungos diese Mammutaufgabe bewerkstelligen kann oder das ganze System zusammenbrechen wird.

Achten Sie gut auf ihre Gesundheit.