Alter Text:
Der Spiegel zeigt nicht
das Äußere eines Menschen, sondern seinen tiefen Herzenswunsch.
Ein großer,
bis zur Decke reichender Spiegel mit einem reich verzierten Goldrahmen und zwei
Klauenfüßen auf denen er steht. Der magische Spiegel, der Albus
Dumbledore gehört, zeigt seinem Betrachter was er am meisten begehrt oder
herbeisehnt
Neuer Text:
Nerhegeb (im Original: Mirror of Erised) ist ein riesiger Spiegel, der vom Boden bis zur Decke reicht und auf zwei Klauenfüßen steht. Er ist schon sehr alt. Wie er nach Hogwarts kam, ist unklar, auch, wer ihn einst erschaffen hat. Vielleicht hat ihn ein Lehrer von einer seiner Reisen mitgebracht. Nerhegeb befindet sich etwa 100 Jahre im Raum der Wünsche, bis er von Prof. Dumbledore gefunden und verändert wird.
Der Spiegel wird von einem reich verzierten Goldrahmen eingefasst. Auf der Oberseite des Rahmens ist die Inschrift zu lesen: NERHEGEB Z REH NIE DREBAZ TILT NANIEDTH CIN (im Original: Erised stra ehur oyt ube cafru oyt no wohsi). Liest man sie rückwärts, lautet sie: Nicht dein Antlitz aber dein Herzbegehren (im Original: I show not your face but your heart‘s desire).
Nerhegeb ist kein normaler Spiegel, sondern spiegelt die inneren Wünsche eines Menschen wider.
Der Spiegel befindet sich in einem unbenutzten Klassenzimmer in der Nähe der Bibliothek bei einer großen Rüstung. Harry Potter findet ihn auf der Flucht vor Argus Filch und Severus Snape. Als er das erste Mal hineinblickt, sieht er zuerst nur sich selbst und dann noch etwa zehn andere Menschen. Er erschrickt und dreht sich um, doch es befindet sich niemand anderes außer ihm im Raum. Beim zweiten Mal erkennt er eine Frau und einen Mann, die hinter ihm stehen und versucht, sie zu berühren. Das klappt jedoch nicht. Bei näherer Betrachtung erkennt er, dass die Frau dieselben Augen und Haare hat wie er. Der Mann hat wie Harry verwuscheltes Haar und trägt eine Brille. Ihm wird nach und nach klar, dass das seine Eltern und die restlichen Mitglieder der Familie Potter sind. So steht er eine ganze Weile vor dem Spiegel und beobachtet sie, bis er durch ein Geräusch in der Ferne merkt, dass er wieder zurück ins Bett muss.
In der darauffolgenden Nacht zeigt er Nerhegeb seinem Freund Ron Weasley. Allerdings sieht Ron nicht Harrys Familie, sondern sich selbst als Schulsprecher. Er hält sowohl den Haus- als auch den Quidditch-Pokal in den Händen. Außerdem ist er Mannschaftskapitän der Quidditch-Mannschaft von Gryffindor. Ron überlegt, ob der Spiegel die Zukunft zeigt, doch da Harrys Eltern tot sind, ist das unmöglich. Fast fangen die beiden an zu streiten, weil Harry seine Familie noch einmal sehen möchte, bis sie durch Mrs Norris, Argus Filchs Katze, davon abgehalten werden.
In der dritten Nacht in Folge, zieht es Harry wieder zu dem Spiegel. Diesmal ist er jedoch nicht alleine, Prof. Dumbledore erwartet ihn. Er erklärt Harry, dass der Spiegel den tiefsten und verzweifeltsten Herzenswunsch zeigt – nicht mehr und nicht weniger. Deshalb hat Harry seine Familie gesehen und Ron die höchsten Auszeichnungen, die es in Hogwarts gibt.
Da es Menschen gibt, die vor dem Spiegel dahingeschmolzen oder wahnsinnig geworden sind, wird Nerhegeb am nächsten Tag an einen neuen Platz gestellt. Harry wird angehalten, nicht mehr nach ihm zu suchen, da es nicht gut ist, wenn man vergisst zu leben und nur an seine Träume denkt.
Darauf angesprochen, was Prof. Dumbledore im Spiegel sehen würde, antwortet er, ein Paar dicke Wollsocken. Diese würde er sich wünschen, da er zu Weihnachten immer nur Bücher geschenkt bekommt. Erst viel später, nachdem Prof. Dumbledore erzählt hat, wie seine Schwester Ariana zu Tode kam, erkennt Harry seinen innigsten Wunsch: Seine intakte Familie mit den verstorbenen Eltern, der verstorbenen Schwester Ariana und seinem Bruder Aberforth, der sich mit ihm versöhnt hat.
Das nächste Mal trifft Harry auf Nerhegeb, als Prof. Quirrell im Auftrag Lord Voldemorts den Stein der Weisen stehlen möchte. Prof. Dumbledore hat den Stein im Spiegel versteckt. Da Harry den Stein weder begehrt noch benutzen möchte, kann er ihn unauffällig in seine Hosentasche stecken, um ihn zu schützen.
In Harrys fünftem Schuljahr denkt er nochmals an Nerhegeb, weil er von seinem Paten Sirius Black einen Zweiwegespiegel geschenkt bekommt, den er benutzen soll, wenn er Sirius braucht. Im Gegensatz zu Nerhegeb kann er so mit Sirius sprechen, wann immer er möchte.
1927, lange vor Harry Potter, enthüllt Prof. Dumbledore den Spiegel im Raum der Wünsche und sieht hinein. Er erinnert sich an seine Freundschaft mit Gellert Grindelwald und den Blutpakt, den sie miteinander geschlossen haben. Deshalb kann er dem Britischen Zaubereiministerium nicht dabei helfen, Grindelwald zu jagen. Das Blut wird in einer Phiole gesammelt, die sich im Besitz Grindelwalds befindet. Beim Angriff auf Paris kann Newt Scamanders Niffler die Phiole entwenden und Prof. Dumbledore bekommt sie zurück. Erst dann entschließt er sich, gegen Grindelwald zu kämpfen und verliert seine Admonitoren (dicke Eisenschellen), die ihm vom Zaubereiministerium nach seiner Weigerung angelegt wurden.
Quellen:
Harry Potter and the Philosopher’s Stone, Chapter 12: „The Mirror of Erised“
Harry Potter und der Stein der Weisen, Kapitel 12: „Der Spiegel Nerhegeb“, Kapitel 17: „Der Mann mit den zwei Gesichtern“
Harry Potter und der Orden des Phönix, Kapitel 38: „Der zweite Krieg beginnt“
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Kapitel 35: „King’s Cross“
J.K. Rowling, Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen, Das Originaldrehbuch, Carlsen-Verlag 2018
Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen (Film)
Mirror of Erised | Harry Potter Wiki | Fandom (abgerufen am 27.09.2026)
Spiegel Nerhegeb | Harry Potter Wiki | Fandom (abgerufen am 27.09.2026)
Der Spiegel Nerhegeb — Hogwarts Universe (abgerufen am 27.09.2026)
Harry Potter | The Mirror of Erised | Wizarding World (abgerufen am 27.09.2026)
Harry Potter | Albus Dumbledore - 7 Things You May Not Know | Wizarding World (abgerufen am 27.09.2026)
753 Wörter