Plumpton-Pass
Der Plumpton-Pass ist ein Quidditch-Spielzug, bei dem der Sucher mit einem scheinbar achtlosen, beiläufigen Schlenker seines Arms den Goldenen Schnatz in seinem Ärmel einfängt. Der Zug gilt als einer der stilistisch eindrucksvollsten Sucher-Manöver, da er dem Anschein nach keinerlei Anstrengung erfordert und für Außenstehende kaum von einem bloßen Zufall zu unterscheiden ist.
Ursprung & Namensgebung
Der Spielzug ist nach Roderick Plumpton (1889–1987) benannt, dem englischen Zauberer und Sucher der Tutshill Tornados. Plumpton vollbrachte das namensgebende Kunststück im Jahr 1921 während eines Spiels gegen die Caerphilly Catapults. Er fing den Goldenen Schnatz bereits nach nur dreieinhalb Sekunden in seinem Ärmel ein und stellte damit den noch bis heute gültigen Rekord für den schnellsten Schnatzfang auf.
Die Kontroverse
Ob der Plumpton-Pass wirklich ein absichtlicher Spielzug oder schlicht ein glücklicher Zufall war, ist bis heute in der Quidditch-Welt umstritten. Kritiker behaupteten stets, der Schnatz sei lediglich zufällig in Plumptons Ärmel geflogen – dieser selbst bestand jedoch bis an sein Lebensende darauf, die Bewegung vollkommen absichtlich ausgeführt zu haben.
Regelaspekte
Grundsätzlich ist der Plumpton-Pass ein Spielzug, der dem Sucher vorbehalten ist. Wendet ihn ein anderer Spieler an, so begeht er nicht automatisch ein Schnatzklau-Foul – ein solcher Regelverstoß liegt erst dann vor, wenn der betreffende Spieler den Schnatz tatsächlich berührt oder ergreift. Einen bekannten Fall dieser Regelauslegung lieferte das Spiel Brasilien gegen Haiti bei der Quidditch-Weltmeisterschaft 2014.
Quellen
Quidditch im Wandel der Zeiten, Kapitel: „Quidditch-Mannschaften Britanniens und Irlands"
Quidditch im Wandel der Zeiten, Kapitel: „Quidditch heute"
Plumpton-Pass - https://harry-potter.fandom.com/de/wiki/Plumpton-Pass
Nationalmannschaft Haiti - https://harry-potter.fandom.com/de/wiki/Nationalmannschaft_Haiti