HP-FC Lexikon

Hier könnt ihr Begriffe aus der Zauberwelt von Harry Potter nachschlagen.
Wenn ihr noch nicht alle Bücher kennt, ist aber Vorsicht angeraten, damit ihr euch die Spannung nicht verderbt!
Wenn ihr Begriffe vermisst, wendet euch an die Bibliothekarinnen (loinasa@hp-fc.de, milerna@hp-fc.de). Sie stöbern ja ständig in der verbotenen Abteilung der Bibliothek herum und helfen bestimmt.

Beispiel: Ihr sucht nach Professor Flitwick, wisst aber nicht, wie er geschrieben wird. Das macht gar nichts: Suche einfach nur nach einem Teil seines Namens. Also nach Flit, wick oder prof …


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Die Märchen von Beedle dem Barden (Buch)



Das Buch „Die Märchen von Beedle dem Barden“ enthält eine Sammlung verschiedener Märchen, die im 15. Jahrhundert von Beedle dem Barden zusammengetragen wurden. Das Original war wohl in Runen geschrieben.
Die in dem Buch enthaltenen Märchen sind beliebte Gutenachtgeschichten für Kinder aus Zaubererfamilien. Sie ähneln den Muggel-Märchen darin, dass Tugendhaftigkeit belohnt und Boshaftigkeit bestraft wird. Wobei oftmals nicht derjenige mit der mächtigsten Magie am Ende triumphiert, sondern der mit der größten Freundlichkeit, dem besten Verstand oder dem meisten Einfallsreichtum.

Einige der Märchen verbreiten eine pro-Muggel-Moral und wurden daher zur Mitte des 16. Jahrhunderts umgeschrieben. So zum Beispiel „Der Zauberer und der hüpfende Topf“, in dem der Topf nun die Muggel zum Schutz seines Herren verschluckt, anstatt ihn daran zu erinnern, seinen Muggelnachbarn mit Magie zu helfen. Eigentlich sollte diese Version die Kinder aus Zaubererfamilien zu Zeiten der Hexenverfolgungen schützen, als die Gemeinschaften weitestgehend getrennt wurden. Doch auch bis heute kennen einige Kinder aus Muggel hassenden Familien nur diese „korrigierte“ Version. Aus demselben Grund gab es bereits Aufforderungen, „Der Brunnen des wahren Glücks“ aus der Hogwarts-Bibliothek zu entfernen.
Weitere Umschreibungen erfuhren die Märchen von Beedle durch Beatrix Bloxam, der Autorin von „Die Märchen von den Giftpilzen“. Sie war der Ansicht, dass Beedles Märchen schädlich für Kinder wären, da sie Themen wie Krankheit, Tod und Blutvergießen enthalten. Ihre Versionen sollten eine freundlichere Welt zeigen. Lediglich „Des Hexers haariges Herz“ wurde nicht von ihr bearbeitet, da es sie selbst als Kind in schreckliche Angst versetzt hatte. Im Gegensatz zu Beedles anderen Märchen ist es das Einzige, welches kein glückliches Ende hat.

Albus Dumbledore vermachte sein Exemplar des Buches nach seinem Tod Hermine Granger. Es ist schon ziemlich alt und hat einen fleckigen Einband, der sich an einigen Stellen löst. Der Titel steht in Runen auf dem Buch. In seiner Ausgabe hatte Dumbledore neben das „Märchen von den drei Brüdern“ das Zeichen für die Heiligtümer des Todes gemalt.

Die reale Ausgabe des Buches erschien erstmals 2008 in illustrierter Version im Bloomsbury-Verlag. Neben einem Vorwort, welches generelle Einblicke zu dem Buch und Beedle dem Barden gibt, enthält es fünf Märchen, wovon vier bereits in den „Harry Potter“-Büchern erwähnt wurden: „Der Zauberer und der hüpfende Topf“, „Der Brunnen des wahren Glücks“, „Des Hexers haariges Herz“, „Babbitty Rabbitty und der gackernde Baumstumpf“ und „Das Märchen von den drei Brüdern“. Zusätzlich findet man nach jedem der Märchen einen Kommentar von Albus Dumbledore, in dem er jeweils seine persönlichen Ansichten, Interpretationen und Anekdoten darlegt. Am Ende des Buches findet sich noch eine persönliche Nachricht von Baroness Nicholson of Winterbourne im Namen der „Children’s High Level Group“.

Bei der ersten Erwähnung der Märchen von Beedle im siebten Harry-Potter-Buch haben einige der Märchen noch andere Titel und heißen hier: „Der Brunnen vom ewigen Reichtum“, „Der Zauberer und der Hoppetopf“ und „Babbelhäschen und sein schnatternder Stummelschwanz“. Dies sind die drei Märchen, die von Ron Weasley erwähnt werden.

Autor: Artemis (Ravenclaw)

Quellen:
Die Märchen von Beedle dem Barden, Kapitel: „Einführung“, Anmerkungen von Albus Dumbledore
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Kapitel: „Das Testament von Albus Dumbledore“, „Godric’s Hollow“