Blaise Zabini, geboren am 04. Oktober 1979, stammt aus einer reinblütigen Zaubererfamilie. Seine Mutter, die vor allem für ihre Schönheit bekannt ist, war bereits siebenmal verheiratet. Wie alle ihre Ehemänner ums Leben gekommen sind, weiß allerdings niemand so genau. Man munkelt, sie hätte da ihre Finger im Spiel gehabt und sei so zu einem nicht unbeträchtlichen Vermögen gekommen. Blaise hatte eine glückliche Kindheit: Es fehlte ihm an nichts und seine Mutter erfüllte ihm jeden Wunsch.
Obwohl er so sehr verwöhnt wurde, teilte er alles mit seinen Freunden. Es war also nicht weiter verwunderlich, dass er sehr beliebt war. Besonders stolz war seine Familie aber darauf, dass sie zu den „besseren Kreisen“ der Zauberergesellschaft gehörte und in dieser Hinsicht trat Blaise schon früh in die Fußstapfen seiner Eltern. Mit 9 Jahren hatte er schon einige Freunde, die ebenfalls aus einflussreichen Familien stammten. Unter ihnen war auch Draco Malfoy, mit dem Blaise einen Großteil seiner Kindheit verbrachte. Hauptsächlich beschäftigten sich die beiden Jungen damit, ihre Eltern um Geld anzubetteln, was sie dann auch meistens erhielten.
Am Tag, nachdem Blaise seinen Brief mit der Bestätigung der Aufnahme an die Hogwartsschule bekommen hatte, fuhr die gesamte Familie nach London in die Winkelgasse, wo sie ihm die Unterrichtsmaterialien kauften. Anschließend suchten sie den „Tropfenden Kessel“ auf und besprachen Blaises Zukunft. Dort trafen sie auch die Familie Malfoy, die ebenfalls alles für Dracos Einschulung vorbereitet hatte. Die beiden Jungen zogen noch einmal gemeinsam los und erkundeten nun die Läden der Winkelgasse, an denen sie vorher vorbei gehen mussten. Draco kaufte sich auch gleich im Laden „Qualität für Quidditch“ einen neuen Besen und Blaise tat es ihm gleich.
Auch in die Nocturngasse wagten sie sich und sahen sich dort einige sehr interessante Geschäfte an, darunter auch „Borgin & Burke’s“. Blaise hatte schon viel von diesem Laden gehört. Jetzt sah er ihn zum ersten Mal von innen und war begeistert. Dort gab es die tollsten Dinge, wie beispielsweise die Hand des Ruhmes, oder ein verfluchtes Armband! So einen Laden würde er später auch einmal gerne besitzen, dachte er und malte sich aus, welch interessante Gegenstände er dann noch kennen lernen würde.
Nachdem sie auch einige Vorräte an Süßigkeiten gekauft hatten, fuhren sie mit ihren Eltern zurück nach Hause und erwarteten gespannt den Tag seiner Einschulung.