Social Media Änderungen im HP-FC

    • Offizieller Beitrag

    Liebe Schülerinnen und Schüler

    Die Diskussionen über ein Social-Media-Verbot für Jugendliche beschäftigt uns seit geraumer Zeit. Da wir sehr viele Jugendliche in unseren Reihen haben, müssen wir uns mit diesem Thema auseinandersetzen. Das könnte bedeuten, dass Schülerinnen und Schüler unter 16 Jahren nur noch eingeschränkten Zugang haben werden.

    Bevor wir aber einen solch drastischen Schritt gehen, möchten wir eure Meinung hören.

    Was bedeutet euch der HP-FC?

    Wie oft seid ihr online?

    Welche Argumente sprechen dafür, den freien Zugang zum HP-FC zu erhalten?

    Bitte macht reichlich Gebrauch von dieser Möglichkeit, eure Meinung zu äußern. Hier ist die Meinung aller Schülerinnen und Schüler gefragt. Nur so können wir uns ein umfassendes Bild machen und das weitere Vorgehen besprechen.

    Liebe Grüße
    Die Schulleitung

    Gryffindor Hausgeist
    Der Brüller
    Sir Nicholas' Stolz
    Löwenmähne
    Spürhäschen

    Jeder Frühling trägt den Zauber eines Anfangs in sich.

    nela@hp-fc.de

    GHA

    14.08.14 <3

  • Liebes HP-FC-Team,

    als Sozialarbeiter für Jugendliche erlebe ich den Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen alltäglich. Auch die gezeigten und mir mitgeteilten Reflexionsprozesse über den eigenen Medienkonsum beschäftigen mich jede Woche. Für mich ist eindeutig, dass die positiven Aspekte der Nutzung immer mehr in den Hintergrund geraten (oder kritischer bewertet werden?) und die negativen Auswirkungen und Empfindungen von Kontrollverlust zugenommen haben.

    Grundsätzlich sollte bei der Debatte bedacht werden, dass in der Öffentlichkeit (und in meiner professionellen Arbeit) es ausschließlich (zumindest was ich Mitschneide) um Social-Media-Dienste geht, welche ihre Content- und Interaktionsvorschläge mit Hilfe von algorithmischen Systemen (und der Unterstützung von künstlicher Intelligenz, welche Milliardene einzelne Datensätze erfasst, speichert, verbindet und für die Kund*innen der Social-Media-Betreibenden nutzbar machen kann) individuell sortiert und vorschlagen kann.

    Ich bin noch viel zu jung, um kategorisch gegen "diesen neuen Kram" zu sein, aber ich unterstütze die kritische Auseinandersetzung in der Politik zu 100%. Manche Selbsteinschätzungen von Jugendlichen hören sich leider einfach unglaublich ohnmächtig an. Als würden manche ohne die benötigten Werkzeuge in die digitale Welt mit diesen krassen Algorithmen losgeschickt, gegen welche sie unmöglich "stärker" sein können (aus ihrer Sicht). Wenn egal welche Strategie und selbst auferlegte Disziplin nicht dazu führt, dass der Konsum kontrolliert werden kann, obwohl klar ersichtliche Nebenwirkungen durch den Konsum auftreten; denke ich leider in nächster Instanz direkt an Suchthilfe und -therapie.... Nur das das Suchtmittel kostenlos und öffentlich legal zugänglich ist.

    ich hoffe ich habe klar gemacht, dass ich das Thema nicht relativieren will. Der HP-FC (auch wenn ich nicht lange hier reinschaue) verwendet doch keiner dieser Algorithmen, oder? Keine Systeme, die in Eigenregie dafür sorgen, dass mir Inhalte angeboten werden, welche mich länger auf der Plattform halten sollen. Kein selbstlernendes Programm, welches meine Nutzeraktivität detailliert speichert, um die daraus gewonnen Daten dafür einsetzt mein Nutzungsverhalten zu verändern und mögliches zukünftiges Nutzungsverhalten vorherzusagen.

    Solange das nicht der Fall ist, würde ich fast unterstellen, dass die Diskussion im HP-FC den Kern der öffentlichen Debatte und das Risiko für das gesamtgesellschaftliche Wohlergehen verkennt (zumindest wenn die Debatte hier an die öffentliche Debatte angelehnt sein soll). Aber einen kritischen Austausch über die Nutzung des HP-FC und dessen Vor- und Nachteile für Jugendliche ist finde ich jederzeit und ohne Anlass richtig und sinnvol :))

    Für mich (privat) stellt der HP-FC genau die extrem tollen Ressourcen und Vorteile einer digital vernetzen Gemeinschaft in den Vordergrund: Das Gefühl nicht der*die Einzige zu sein. Das Gefühl einer Gemeinschaft. Der soziale Austausch in einer Interessengemeinschaft. Selbst die Existenz der Häuser und eines Hauspokals würde ich aufgrund gruppendynamischer Prozesse der Innen- und Außenrepräsentanz für überwiegend förderlich bei Jugendlichen abstempeln (auch wenn das natürlich kein Blankocheck ist und ich wirklich unqualifiziert bin, um einen solchen Stempel zu verwenden).

    Selbst der einzige junge Mensch in einem Schafskaff im Nirgendwo in Deutschland hat und hätte die Möglichkeit über den HP-FC diese Zugehörigkeitsgefühle zu erleben (auch wenn er*sie nicht nur der einzige junge Mensch im Ort ist; sondern auch noch begeistert von einem nischigen Thema ist). Entwicklungspsychologisch kann ich den Wert einer horizontalen Identifikationsebene für Jugendliche und junge Heranwachsende gar nicht überbewerten. Insbesondere für Generationen, welche nicht mit den Büchern/Filmen groß geworden sind, stellt die Möglichkeit sich hier zusammen zu finden doch ein fanatisches Alleinstellungsmerkmal dar (zumindest glaube ich, dass man selten Teil der Mehrheit einer Gruppe ist, wenn man absoluter Harry Potter-Fan ist und gerade jugendlich ist... außer... vielleicht hier bei uns :o <3).

    Und grundsätzlich zu dem, was ich in den paar Monaten beobachten konnte: also ich weiß ja nicht wer oder wie da manche Prozesse mal geleitet oder geführt wurden, aber der hier gelebte gemeinsame Umgang mit Menschen in verschiedenen Entwicklungsstadien (was natürlich zu Machtgefällen führt) finde ich wirklich bewundernswert zu beobachten. Wie viel Wohlwollen, Verständnis und teilweise Fürsorge füreinander und insbesondere für jüngere Mitglieder von allen Seiten und ungefragt aufgebracht wird, finde ich beeindruckend :) Von allem was ich hier beobachten und in der kurzen Zeit verstehen durfte geht der HP-FC mit seiner tatsächlich vorhanden Verantwortung gegenüber Jugendlichen unglaublich verantwortungsvoll um (wie das ja sein sollte bei einer Verantwortung :D).

    Die hier gestartete Debatte finde ich ist ein weiterer Beleg für meine Wahrnehmung :)

    Achso und nach dem Plädoyer spricht für einen weiteren freien Zugang natürlich auch, dass dieser besondere digitale Raum für Jugendliche nicht geschlossen werden sollte. Warum einen Raum schließen, welcher entschleunigend im Kontrast zu Instagram und Co. fungieren kann. Ein Ort, an dem Jugendliche sich kreativ ausleben können, Verantwortung in einer Gruppe erproben können, über das Personenspiel spielerisch in Interaktion treten können, über die Community-Funktionen Freundschaften und Beziehungen pflegen können, sich zugehörig fühlen können, nicht nur passiv konsumieren und vergleichen müssen, sondern selbstwirksam und aktiv an einer Gemeinschaft teilhaben können. Ich wäre froh, wenn die mir anvertrauten Jugendlichen auch nur einen Teil ihrer täglichen Online-Zeit in einer Online-Community wie HP-FC verbringen würden, anstelle von TikTok... (auch wenn der Traum eines ähnlich begeisterten Jugendlichen bzgl Harry Potter auf meiner Arbeit vermutlich für immer ein geheimer Traum bleiben wird :P)

    Ich bin gespannt, welche Meinungen hier noch geteilt werden und hoffe, dass mein ewig langer Monolog nachts um 1 schnell zugespült wird von vielen anderen Beiträgen, damit niemand abgeschreckt wird :D :upside:

    Einmal editiert, zuletzt von Paradocs (1. April 2026 um 01:20)

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