Kapitel 6: Gefürchtete Wesen

Bis jetzt sind wir in diesem Buch vor allem Tieren begegnet, die zumeist ungefährlich, aber vor allem geheimnisvoll waren. Auch haben wir Arten kennen gelernt, über die noch nicht viel oder so gut wie nichts bekannt ist.

Sicher erinnern Sie sich noch an den Thestral. Er wurde von einigen Zauberern gemieden, aber nur, weil sie ihn nicht richtig verstanden und falsch eingeschätzt haben.

In dem nun folgendem Kapitel werden wir uns mit den Tieren beschäftigen, die unter allen Zauberern gefürchtet sind und gemieden werden.
Dazu zählen Drachen, Mantikore, Chimären und auch in einem begrenzten Sinne Hippogreife.
Zu den gefürchteten Tiere zählen aber auch Sphinxen und Acromantula.

Die meisten dieser Arten gehören zu den verbotenen Tierarten und dürfen nicht als Haustiere gehalten (ja, es soll Zauberer geben, die gerne eine Drachen als Haustier halten wollen) oder gezüchtet werden.
Ein Verstoß hiergegen wird vor dem Zaubereiministerium bestraft.

Nun, ich hoffe Sie sind bereit, mit mir zusammen in die Welt der gefährlichen Geschöpfe einzutauchen und diese kennen zu lernen, denn auch, wenn sie gefährlich sind, so sind sie doch überaus interessant.

  

Der Hippogreif

Hippogreife sind wunderschöne, aber auch gefährliche Tiere. Sie haben den Körper, die Hinterbeine und den Schweif von Pferden und die Vorderbeine, die Flügel und Köpfe von rieseigen Adlern (Hippo = Pferd und Greif = Der Greif).
Diese Tiere sind sehr eitel und bevor man sich ihnen nähern darf, muss man ständigen Augenkontakt zu ihren orangenen Augen halten und sich dann verbeugen. Verbeugt sich der Hippogreif ebenfalls, darf man ihn streicheln und eventuell sogar reiten, auch wenn der Flug nicht sehr entspannend ist. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dem Hippogreif keine Federn auszureißen, wenn man sich an diesen festhält, denn das mögen sie gar nicht und könnten einen dann ebenfalls angreifen bzw. einfach in der Luft fallen lassen.
Auf gar keinen Fall darf man ihn beleidigen, denn dann greift ein Hippogreif an. Seine Vorderfüße sind mit scharfen Krallen bestückt und mit seinem rasiermesserscharfem Schnabel kann er tiefe Verletzungen hervorrufen. Auch sollte man ihnen erst dann den Rücken zudrehen, wenn sie sich verbeugt haben und nachdem man sie gestreichelt hat.
Verbeugt der Hippogreif sich nicht, zieht man sich langsam und vorsichtig rückwärts zurück.
Hippogreife gibt es in allen möglichen Farben. Es gibt Graue, Schwarze, Kupferfarbene oder auch Braune.
Einmal im Jahr legt das Weibchen ein Ei und nach 24 Stunden schlüpft das Jungtier, was nach einer Woche bereits fliegen kann. Ihre Nahrung sind Insekten, Vögel und kleinere Säugetier. Sie fressen also keine Menschen, aber es werden oft Menschen durch sie verletzt, da diese nicht wissen, wie sie richtig mit den Hippogreifen umgehen müssen.
In früheren Jahrhunderten wurden Hippogreife noch als Flugtiere benutzt, was heute nicht mehr der Fall ist.
Vom Zaubereiministerium sind sie in die Mittlere Gefahrenklasse eingestuft worden.

  

Der Drache

Drachen gelten als Symbole für Macht und Überlegenheit, aber auch für Unbesiegbarkeit. Sie sind sehr gefährlich und deswegen ist seit 1709 die Drachenzucht und die private Haltung auch durch das Zaubereiministerium verboten und sie wurden in die höchste Gefahrenkategorie eingetragen.
Drachen haben eine magische Haut. Diese wird gerne zur Herstellung von Drachenhauthandschuhen verwendet, Drachenherzfasern dienen als Kerne für Zauberstäbe, weswegen die meisten Zauber abprallen und man so kaum eine Chance hat, wenn man alleine gegen einen Drachen kämpft. Es gibt aber noch mehr, was sie so gefährlich macht. Manche Drachen haben einen giftigen Biss und alle Drachenarten können Feuer speien und sie haben eine ziemlich große Reichweite. Bei uns gibt es nur noch wenige wilde Drachen. Sie gibt es aber in Transsylvanien und Rumänien.
Bei den Muggeln sind Drachen ebenfalls bekannt, allerdings bekommen sie keine lebenden Drachen zu Gesicht, da diese mittlerweile in Reservaten leben. Bei Muggeln sind die Drachen vor allem in Legenden und Mythen zu Hause.
Die heute noch existierenden Drachen haben, je nach Art, ein Gewicht von einer bis hin zu sechs Tonnen und können eine Länge von bis zu zwölf Metern erreichen, wobei die Weibchen meist schwerer sind, als die Männchen.
Ihr Aussehen variiert von Drachenart zu Drachenart. Einige haben Stacheln, andere nicht. Dafür sind einige rot, andere grün oder blau.
Einige der Drachen können bis zu 15m weit Feuer speien und besonders aggressiv sind brütende Weibchen. (Ihre Eier gehören zu den Gütern, mit denen nicht gehandelt werden darf.)
Drachen sind Fleischfresser und ernähren sich von Säugetieren, wie Rinder und Schafe.
Wie schon erwähnt gibt es verschiedene Rassen. Da wäre zum Beispiel der Chinesische Feuerball. Diese Art wird auch als Löwendrache bezeichnet und ist die einzige Art, die heute noch in China und dem Orient vorkommt. Er besitzt einen scharlachroten und glatten, glänzenden Schuppenpanzer. Seinen Namen verdangt er dem löwenähnlichen Gesicht, das von einem Kranz goldener Stacheln umgeben ist. Als Nahrung bevorzugt er leider Menschen und wenn er wütend ist, stößt er eine pilzförmige Flamme aus.
Dann gibt es noch den Gemeinen Walisischen Grünling. Wie der Name schon sagt kommt er aus Wales und ist von grasgrüner Farbe. Die noch existierenden Exemplare leben heute in einem Reservat.
Norwegische Stachelbuckel sind heutzutage sehr selten. Ursprünglich kommen sie - wie der Name schon sagt - aus Norwegen. Er ist von tiefschwarzer Farbe und trägt Stacheln auf seinem Rücken.
Eine andere auch sehr bedrohte Drachenart ist das Rumänische Langhorn. Über diese Art, die in einem Reservat in Rumänien lebt, ist leider kaum etwas bekannt.
Dafür wissen wir einiges über den Schwedischen Kurzschnäuzler und den Ungarischen Hornschwanz. Der Schwedische Drache ist von blau-silberner Farbe und lebt in einem Reservat zwischen Kopparberg und Arjeplog. Da dort das berühmte Besenrennen stattfindet, trägt der Pokal auch ein Bild von einem Schwedischen Kurzschnäuzler.

Der Drache
Dieses Bild zeigt einen Schwedischen Kurzschnäuzler aus besagtem Reservat
Zeichnung von barbara

Der Ungarische Hornschwanz hingegen ist nicht schillernd hell, sondern tiefschwarz. Er besitzt gelbe Schlitzaugen und bronzefarbene Hörner und hat, zusätzlich zu seinem Feuer, noch eine Waffe, nämlich seinen stachelbesetzten Schwanz. Er gehört zu einer der gefährlichsten Drachenarten überhaupt, die es heute noch gibt.
Natürlich gibt es noch mehr Drachenarten, aber über die meisten ist nicht sehr viel bekannt, weswegen sich meine Auswahl auf oben genannte beschränkt hat.

  

Die Sphinx

Die Sphinx ist wohl eines der seltsamsten und geheimnisvollsten Geschöpfe, die wir kennen. Wenn man sich dieses Mischwesen, welches den Körper eines Löwen und den Kopf einer Frau hat so ansieht, kommt man leicht auf den Gedanken, dass dieses Wesen harmlos und kein bisschen gefährlich ist. Doch der Schein trügt.
Wenn man einer Sphinx begegnet, dann gibt sie einem ein Rätsel auf. Weiß man die Lösung, lässt sie einen unbehelligt weiterziehen, doch wenn man die falsche Antwort gibt, dann greift die Sphinx an. In dem Fall hat man so gut wie keine Chance.
Sie gibt demjenigen, der das Rätsel lösen soll allerdings noch eine weitere Option. Kommt man nicht auf die Lösung, darf man sich unbehelligt zurückziehen. Die wenigsten wissen dies und schon viele sind an den Rätseln der Sphinx gescheitert oder haben unbedacht ein Wort in den Mund genommen und die Sphinx hat gemeint, dass wäre die Antwort, denn jeder hat nur eine Antwortmöglichkeit.
Bei den Sphinxen gibt es zwei Arten. Zum einen geflügelte und nicht geflügelte. Ob sie denn tatsächlich fliegen können, ist aber nicht bekannt.

Die Sphinx
Eine ungeflügelte Sphinx
Zeichnung von Sharuk-Khan

Sphinxen kommen vor allem in Ägypten und Griechenland vor.
Auch die Muggel kennen die Sphinx (und das nicht nur durch die Statue bei den großen Pyramiden). Eines der berühmtesten Rätsel von einer Sphinx, was in einer Muggellegende vorkommt ist folgendes:
"Was geht am Morgen auf vier Beinen, am Mittag auf zwei und am Abend auf drei?"
Damit ist der Mensch gemeint, der als Säugling krabbelt, als Erwachsener aufrecht geht und als älterer Mensch dann eine Gehhilfe benutzt. Dieses Rätsel musste Ödipus lösen. Wer mehr dazu wissen möchte, kann ja einmal in das Muggelbuch über Ödipus hineinschauen.

  

Der Basilisk

Der Basilisk wird auch als "König der Schlangen" bezeichnet, denn er wird 15 m lang. Er ist oftmals giftgrün und männliche Exemplare tragen eine rote Federkrone. Der Basilisk ist wohl eine der merkwürdigsten Kreaturen, die in unserer Welt bekannt sind, denn er wird aus einem Hühnerei geboren, das von einer Kröte ausgebrütet wurde. Daher ist er sehr selten, was sich aber durch sein hohes Alter wieder ausgleicht, denn er kann mehrere Jahrhunderte alt werden.

Der Basilisk
Männlicher Basilisk (Erkennbar an der Federkrone)
Zeichnung von barbara

Er ist eine der todbringendsten Kreaturen, die wir kennen. Und hat nur einen Feind und zwar das Krähen eines Hahnes. Der Basilisk ist der Erzfein aller Spinnen und kann auf zwei verschiedene Arten töten. Zum einen hat er zwei giftige Fangzähne am Maul und zum anderen besitzt er den tödlichen Blick. Jeder, der ihm in die großen, gelben Augen sieht, ist auf der Stelle tot. Wenn man ihn dagegen zum Beispiel durch einen Spiegel sieht, wird man versteinert und kann nur mit Hilfe des Alraunensaftes wiederbelebt werden.
Weil der Basilisk so gefährlich ist, gehört er seit dem Mittelalter zu den verbotenen Geschöpfen und darf nicht gezüchtet oder ver- bzw. gekauft werden. Verstöße hiergegen werden vom Zaubereiministerium aufs schärfste bestraft.
Aber nicht nur unter Zauberern, auch bei den Muggeln ist dieses Monster bekannt und gefürchtet. Hildegard von Bingen war eine von ihnen, die den Basilisken beschrieb:

"Als sich die Kröte einst trächtig fühlte, sah sie ein Schlangenei, setzte sich zum Brüten darauf, bis ihre Jungen zur Welt kamen. Diese starben; sie aber bebrütete das Ei weiter, bis sich darin Leben reizte, das alsbald von der Kraft der Paradies-Schlange beeinflusst wurde."

Mit der "Paradies-Schlange" meint Hildegard von Bingen den Teufel, der damals, im Mittelalter, genau wie Hexen auch, von den Muggeln gefürchtet wurde.
Auch im Hexenhammer, einem Buch der Muggel über Hexenverfolgung, kommt der Basilisk vor. Dort hat er einen Abschnitt für sich alleine.
Hier noch eine weitere Beschreibung des Basilisken von Wolfgang Helmhard Freiherr von Hohberg aus "Lust- und Arzeneygarten":

"Er wird ihnen ihr urrecht vergelten.
Der böse Basilisk aus hellem Spiegel seuget
zu eigenem Untergang selbst seiner Äugen gift:
wer Bosheit anzutun dem nächsten ist geneiget
ist billig, daß ihm selbst sein Mörder=anschlag trifft"

Das erste Mal findet der Basilisk bei den Muggeln in der Antike Erwähnung. Dort beschreibt ihn Plinius der Ältere in seinem Buch Naturalis historia folgendermaßen:

"Durch sein Zischen verjagt er alle Schlangen und bewegt nicht, wie die anderen, seinen Körper durch vielfache Windungen, sondern geht stolz und halb aufgerichtet einher. Er lässt die Sträucher absterben, nicht nur durch die Berührung, sondern auch schon durch den Anhauch, versengt die Kräuter und sprengt Steine: eine solche Stärke hat dieses Untier. Man glaubte, daß jemand ihn einst zu Pferde mit einem Speer erlegt habe und daß das wirkende Gift an diesem emporstieg und nicht nur dem Reiter, sondern auch dem Pferd den Tod brachte. Und dieses gewaltige Ungeheuer - denn häufig haben Könige es tot zu sehen gewünscht - wird durch die Ausdünstung des Wiesels umgebracht: so sehr gefiel es der Natur, nichts ohne etwas Gegenkraft zu lassen. Man wirft die Wiesel in die Höhlen [der Basilisken], die man leicht an dem ausgedörrten Boden erkennt. Diese töten durch ihren Geruch, sterben aber zugleich selbst, und der Streit der Natur ist bereinigt."

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus Geschichten von Muggeln, die den Basilisken beschreiben. Ingesamt gibt es wohl um die 100 oder mehr Beschreibungen von ihm. Es existiert aber auch ein Basilisk, der harmlos ist. Eine Gattung von Leguanen nennt man Basilisken (Gattung: Basiliscus, aus der Familie Iguanidae). Sie sehen zwar gefährlich aus, sind aber harmlos, im Gegensatz zum oben beschriebenen Basilisken. Der Basiliscus lebt in den tropischen Regionen von Amerika, Mexiko und Ecuador und ist Allesfresser. Er lebt auf Bäumen und wird nur 80 cm lang, ist also mit der 15 Meter langen Schlange nicht zu verwechseln.

  

Der Mantikor

Der Mantikor kommt ursprünglich aus Griechenland, Indien und Persien und siedelte sich erst sehr spät in unseren Gefilden an, man trifft ihn aber heutzutage eher im indischen Dschungel.
Er hat das Gesicht eines Mannes, den Körper eines Löwen und den Schwanz entweder eines Skorpions oder eines Drachen. Trotz dieser Mischung hat er eine einheitliche Farbe, nämlich rot. Es soll auch Exemplare geben, die Flügel, wie die von Adlern haben, doch sind diese eher selten. Die meisten können nicht fliegen. Das Maul des Mantikors enthält drei Reihen giftiger Zähne und aus seinem Schwanz kann er giftige Stacheln schießen. Diese Stacheln enthalten das Gift des Upa-Baumes, welches auch von den einheimischen Indianern und Naturvölkern zur Jagd von Kleintieren benutzt wird.

Der Mantikor
Mantikor
Bild von der Autorin, Anjalina

Der Mantikor ist Fleischfresser. Er ist ein sehr geschickter Jäger, da er die Schnelligkeit und Kraft eines Löwen hat. Er kann sehr weit springen und schafft es deshalb immer wieder seine Lieblingsbeute zu bekommen - Menschen. Dabei hilft ihm auch seine Intelligenz, denn die ist der eines Menschen ebenbürtig. Manche Exemplare haben sogar gelernt zu sprechen.
Sie sind resistent gegen alle bekannten Zauber und Flüche, was sie umso gefährlicher macht.
Da Mantikore sehr gefährlich sind, wurden sie in unseren Gefilden allesamt gejagt und verbannt, bzw. getötet. Es ist deshalb heute auch verboten einen Mantikor nachzuzüchten oder mit ihnen zu handeln.

  

Die Chimäre

Die Chimäre oder auch Chimära ist ein Mischwesen mit dem Kopf einer Ziege, dem Körper eines Löwen und dem Schwanz eines Drachen. Sie kann Feuer speien und wird auch für Menschen gefährlich.

Die Chimäre
Weibliche Chimäre
Zeichnung von Sharuk-Khan

Ihre ursprüngliche Heimat ist Griechenland, wo es auch heute noch einige Exemplare gibt. Sie vermehren sich, wie Drachen, indem die Weibchen Eier legen. Die Eier der Chimära gehören heutzutage zu den Gütern, mit denen nicht gehandelt werden darf. Außerdem ist die Nachzüchtung dieser Wesen laut Zaubereigesetz strengstens untersagt.

  

Die Acromantuala

Vom Zaubereiministerium ist die Acromantula als höchst gefährliches Monster, das nicht zähmbar ist, eingestuft worden. Sie gehört damit zu den gefährlichsten Geschöpfen, deren Züchtung oder Handel verboten ist.
Die Acromantula ist eine riesige Spinne, die, wie alle Spinnen Fleischfresser, ist. Sie ernährt sich allerdings nicht von Insekten, sondern sie braucht größere Beutetiere, wie Hirsche. Aber auch Menschen stehen auf ihrem Speisezettel.

Die Acromantula
Weibliche Acromantula
Zeichnung von Sharuk-Khan

Die Acromantula ist mit schwarzem Fell bedeckt und besitzt vier Augenpaare und besitzt rasiermesserscharfe Greifzangen, gegen die es so gut wie keine Waffen gibt. Ihre acht Beine können bis zu fünf Meter hoch werden.
Acromantulas sind sehr intelligent und unterhalten sich mit Hilfe von Klickgeräuschen, die sie mit ihren Zangen erzeugen. Sie sind aber auch der menschlichen Sprache mächtig.
Ihre ursprüngliche Heimat ist ein unzugänglicher Dschungel in Borneo. Bei uns leben sie am liebsten zurückgezogen in tiefen, dunklen Wäldern, wenn sie nicht gerade auf Beutezug sind. Mittlerweile ist bekannt, dass sie nicht auf natürliche Art, durch Evolution, entstanden sind, sondern von Zauberern ursprünglich als Wachtiere gezüchtet wurden.
Acromantulas haben sich aber verändert und können sich deswegen selbstständig fortpflanzen. Die Weibchen legen ca. 100 Eier pro Jahr in Nester, die wie Steine aussehen und nach ungefähr sechs Wochen schlüpfen die Jungen. Wegen ihrer hohem Vermehrungsrate ist es deshalb auch sehr schwierig ihre Populationen in den Griff zu bekommen, so dass sie keine Gefahr mehr darstellen könnten. Natürliche Feinde besitzen sie keine. Nur ein anderes Wesen kann ihnen noch gefährlich werden, der Basilisk (näheres dazu unter dem Abschnitt "Der Basilisk").
Leider ist es nicht bekannt, ob es in Europa, außer im Verbotenen Wald der Zaubererschule von Großbritannien, Hogwarts, noch eine Kolonie von frei lebenden Acromantulas gibt. Theoretisch gesehen kann es aber durchaus Wälder mit Populationen von ihnen geben. Man sollte also, bei einem Sparziergang in großen, undurchsichtigen Wäldern, etwas vorsichtig sein, aber bisher gab es keinerlei solcher Zwischenfälle und wir hoffen darauf, dass es sie auch nie geben wird.

Kapitel 5: Andere magische Wesen
Nachwort