Kapitel 5: Andere magische Wesen

Natürlich gibt es noch viel, viel mehr magische Tierwesen, als die, die ich bis hier beschrieben habe.

In dem nun folgendem Kapitel werde ich mich daher noch mit einigen interessanten Wesen beschäftigen.

Wie schon erwähnt könnte man nicht nur eins, sondern ganz, ganz viele Bücher mit magischen Tierwesen, ihrem Verhalten und ihren Eigenschaften füllen, weswegen in jedem solcher Bücher, also auch in meinem, eine Auswahl getroffen werden muss.

Ich beschränke mich deswegen auf die bekanntesten und vor allem auch auf diejenigen, die oft in ZAG Prüfungen als Prüfungsmaterial bevorzugt werden, denn dieses Buch soll ja vor allem als Lehrbuch dienen.

Deswegen gehe ich in dem folgenden Kapitel auch auf Salamander, Niffler oder das berühmte Pegasus ein, denn diese Tiere könnten durchaus in einer ZAG oder sogar UTZ-Prüfung vorkommen.

So nun lassen Sie uns aber mit den magischen Tieren weitermachen.
Gehen wir zurück in die Welt der Tiere und beginnen möchte ich mit dem Salamander.

  

Der Salamander

Ein sehr beliebtes Wesen für den Unterricht Pflege magischer Geschöpfe ist - vor allem im Winter - der Salamander. Speziell der Feuersalamander. Denn er liebt es sich nahe am Feuer zu tummeln. Also kann man im Winter Holz sammeln, ein großes Feuer entfachen und schlägt so zwei Fliegen mit einer Klappe. Denn zum einen können sich die Schüler am Feuer wärmen, zum anderen können sie gleichzeitig den Feuersalamander in seiner natürlichen Umgebung beobachten.
Warum aber liebt der Salamander das Feuer? Nun eigentlich ist es nicht das Feuer, was ihn so reizt, sondern vielmehr die Wärme, denn der Salamander gehört zu den Elementargeistern. Sein Element ist das Feuer und Feuer steht für Wärme. Also liebt der Salamander die Wärme. Das liegt in ihrer Natur. Im Feuer erwachen ihre Lebensgeister erst so richtig.

Der Feuersalamander
Weiblicher Feuersalamander
Zeichnung von der Autorin, Anjalina

Der Feuersalamander ist in fast ganz Europa verbreitet. Nicht zu finden ist er nur in Osteuropa. Es gibt auch unter den Feuersalamandern verschiedene Arten - je nach Färbung. Normalerweise ist der Feuersalamander schwarz mit gelb-orangenem oder gelbem Muster auf seinem Rücken, Dieses Muster variiert von Art zu Art.
Feuersalamander werden ungefähr 20 cm lang und wiegen 40g, aber es hat auch schon größere Exemplare gegeben. Sie können sehr gut riechen und hören, weswegen man sie so selten zu Gesicht bekommt, denn sie wittern und hören Menschen schon sehr früh. Feuersalamander können sehr alt werden - teilweise bis zu 50 Jahre.
Ihre Nahrung besteht aus Asseln und kleinen Käfern. Sie fressen aber auch Regenwürmer und Schnecken. Aber dies fressen sie nur, wenn sie kein Feuer haben. Normalerweise reicht ihnen das Feuer als Nahrung (Elementargeister).
Wichtig ist diesen Feuersalamander nicht mit der Muggelart "Feuersalamander" zu verwechseln, die kühle und feuchte Wälder als Lebensraum bevorzugen.

  

Der Niffler

Niffler sind knuffige, flaumige, schwarze Vierbeiner. Ihre Pfoten ähneln dem eines Maulwurfs, denn sie haben spatenförmige Pfoten, mit denen sie graben können. Ihre Schnauzen sind lang, damit sie sich gut und ohne Probleme in ihren Höhlen und Tunneln bewegen können.
Als Haustiere sind diese putzigen Tierchen absolut nicht geeignet, denn sie können durch ihre Lust am Graben ganze Häuser zum Einsturz bringen.
Besonders beliebt sind Niffler bei Kobolden, denn Niffler mögen alles, was glänzt und wertvoll ist, angefangen bei einem einfachen Edelstein bis hin zu Schmuck und Gold. Deswegen sollte man, wenn man mit einem Niffler arbeitet auch alle Wertgegenstände, wie Schmuck oder Uhren abnehmen, da sie sonst schon mal Menschen anfallen können.

Der Niffler
Zeichnung eines Nifflers
Von Sharuk-Khan

Beachtet man aber diese einfachen Sicherheitsregeln, dann kann man seinen Niffler "loslassen". Dieser gräbt sich dann in die Erde und sucht nach Wertgegenständen, wie zum Beispiel Münzen. Alles, was er findet bringt er dann zu demjenigen zurück, der ihn losgelassen hat.
All die aufgezählten Fähigkeiten haben sie von Natur aus und ohne irgendeine spezielle Dressur.
In der Muggelwelt sind diese Tier gänzlich unbekannt.

  

Der Pegasus

Der Pegasus kommt ursprünglich aus Griechenland. Dort heißt er Pegasos und das bedeutet übersetzt Brunnen, Frühling oder auch Flut.
Der Pegasus ist ein geflügeltes Pferd von reiner, weißer Farbe, aber dennoch nicht mit der Schönheit eines Einhorns zu vergleichen. Heute weiß man, dass es früher von Zauberern gerne als Reittier benutzt wurde.

Der Pegasus
Weiblicher Pegasus,
Zeichnung der Autorin, Anjalina

Er kommt in vielen Mythen und Geschichten der Muggel vor und auch Dichter der Muggel haben das Pegasos zum Thema gewählt. Wilhelm Busch, ein Gelehrter und Denker unter den Muggeln schrieb zum Beispiel folgendes:

Komm, Muse, reiche mir den Stift, den Faber
in Nürnberg produzieren muss!
Noch ein Mal sattle mir den Traber,
den alten Stecken-Pegasus.

Auch in diesem Gedicht wird deutlich, dass der Pegasos als Reittier genutzt wurde.
Er konnte aber nicht nur geritten werden, sondern diente auch als treuer Begleiter in einem Kampf unter Zauberern.
So heißt es in einer Muggel-Sage, dass der Pegasos dem Zeus (dem obersten der alten griechischen Götter bei den Muggeln) Blitz und Donner brachte.
Daraus lässt sich ganz leicht schließen, dass der Pegasos magische Fähigkeiten hatte, mit denen er sich verteidigen konnte.

Der Pegasus
Männlicher Pegasus
Zeichnung von Sharuk-Khan

Der Pegasos existiert auch heute noch, doch hat er sich heute vor allem in orientalische Länder zurückgezogen, weshalb man ihn in unseren Breiten kaum noch antrifft.

  

Der Dahu

Der Dahu lebt in der Schweiz, kommt aber auch in Frankreich vor. In allen anderen Regionen der Erde ist er unbekannt.
Er liebt gebirgige Landschaften, da er mit seinem Aussehen perfekt an diese Umgebung angepasst ist. Jeweils auf einer Körperseite sind seine Läufe kürzer als auf der anderen. Dabei unterscheidet man zwei Arten. Es gibt den linksläufigen und den rechtsläufigen Dahu, d.h. bei einem sind die linken, bei dem anderen die rechten Läufe länger. Durch die unterschiedlich langen Läufe auf einer Seite können sie sich sehr schnell am Berghang fortbewegen, aber auch sehr sicher am Berghang stehen bleiben.

Der Dahu
Dahu
Zeichnung von Sharuk-Khan

Der Dahu ist eine Mischung aus Ziege und Kaninchen, was die unterschiedlichen Läufenlängen erklärt. Bei manchen Exemplaren hat sich aber auch noch Vogel, Eichhörnchen oder Wiesel mit eingeschlichen, was aber eher selten vorkommt. Die häufigste Kreuzung ist die zwischen Ziege und Kaninchen. Diese Exemplare besitzen dann auch zwei Hörner, die spiralförmig, wie bei einem Einhorn sind.
Um sich fortzupflanzen baut der Dahu ein Nest am Hang, in das das Weibchen dann seine Eier legt und die Jungen großzieht. Pro Jahr zieht das Weibchen zwei bis drei Junge auf, wovon, wegen der natürlichen Feinde und weil die Eier bei Zauberern so begehrt sind (sie werden unter anderem für Zaubertränke benutzt), meist nur eines der Jungen überlebt.
Diese Zahl ist aber völlig ausreichend um ein Fortbestehen der Rasse zu gewährleisten.

Kapitel 4: Magische Wasserbewohner
Kapitel 6: Gefürchtete Wesen