Hauspokalsieger: Slytherin.

Magische Wesen unserer Zeit

Oger

Wie die französische Bezeichnung „Ogre“ deutlich macht, stammt der Oger aus Frankreich, seine Wurzeln sind aber auch in Italien zu finden. Er taucht hauptsächlich in Märchen auf. Der Name bedeutet „Menschenfresser“ und „Unhold“. Er ernährt sich von Menschenfleisch. Die Knochen seiner Opfer verarbeitet er zu Talismanen, die als Schmuck seiner kargen Behausung dienen. Der Oger sieht zwar einem Menschen ähnlich, beeindruckt aber durch seine enorme Größe und seinen kräftigen, unförmigen Körper. Er hat nur einen sehr begrenzten Sprachschatz, unterstreicht aber seine „Argumente“ notfalls mit einem kräftigen Schlag mit seiner Keule.

Da Newt Scamander den Oger in seinem berühmten Werk „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ nicht erwähnt, ist die Existenz dieses Wesens nicht gesichert. Es wird unter anderem angenommen, dass er erfunden wurde, um unartige Kinder einzuschüchtern. In den Harry-Potter-Romanen kommt der Oger nur am Rande zur Sprache, nämlich als Hermine und Ron im Pub „Drei Besen“ waren und glaubten, einen Oger gesehen zu haben.

In der nichtmagischen Welt ist der Oger ebenfalls bekannt. Hier taucht er als tolpatschiger, liebenswerter Held in einem Film (Filmtitel: Shrek) auf und muss verschiedene Abenteuer bestehen. Meist kommt er ungewollt in missliche Situationen, die er mit Geschick und Mut meistert. Dieser Oger hat so gar nichts mit dem der Zaubererwelt gemeinsam. Ganz anders ist dagegen der Oger aus dem „Buch der verschollenen Geschichten“ sowie „Der kleine Hobbit“ des Schriftstellers J.R.R. Tolkien. Sein Charakter und die Lebensweise werden vom Verfasser genauso dargestellt, wie sie in der Zaubererwelt erwähnt werden. Die im Norden lebenden Wesen werden Hongwir genannt, die im Süden beheimateten Oger heißen Sarqindi.

Quellen: