
Der Osterhase war dieses Jahr besonders im Stress, denn Ostern war dieses Jahr zwar erst Mitte April, aber es hatte auch sehr lange Schnee gelegen, sodass sie nicht viel tun konnten. Als alles fertig war, mussten die Eier nur noch verteilt werden und sie lagen gut in der Zeit, denn es war nur noch zwei Tage bis Ostern.
Als der Tag gekommen war freute sich der Osterhase und fing an die Eier zu verteilen. Am nächsten Morgen schauten die Menschen aber sehr verdutzt drein. Überall lagen Ostereier. Doch es war doch noch gar nicht Ostern. Alle waren sehr verwirrt schauten aufs Datum und lachten. Da hatte sich der Osterhase wohl einen Aprilscherz erlaubt. Sie ließen die Eier liegen und dachten sich, dass sie morgen wohl wieder weg waren. Andere Menschen dachten sie schauten nicht richtig und glaubten an eine Fata-Morgana. Der Osterhase hatte gar nicht bemerkt, dass er zu früh dran war.
Heute wollte er sehen, ob die Menschen sich gefreut hatten, doch als er ankam, sah er nur in verwirrte und lachende Gesichter. Der Osterhase war verwundert und hoppelte die ganze Stadt ab. Aber überall lagen die Ostereier noch herum und die Menschen schauten nur ganz verdutzt. Er hörte das Getuschel. „Ist der Osterhase krank? Was hat der sich dabei gedacht?“ waren die Sätze, die er hörte. Keine Freude, sondern nur Erstaunen und Vorwürfe waren zu hören. Traurig hoppelte der Osterhase nach Hause und setzte sich mit seiner Pfeife vor den Kamin. Er rauchte sie in Ruhe und überlegte, was denn dieses Jahr bloß schief gelaufen war.
Zufällig fiel sein Blick auf den Kalender. Es traf ihn wie ein Schlag. Er war zu früh dran gewesen. Es waren noch ganze zwei Wochen bis Ostern. Was sollte er tun? Einsammeln konnte er die Ostereier ja schlecht oder doch? Auf jeden Fall hätte er nicht mehr genug Zeit neue Nester und Ostereier herzustellen. Er überlegte fieberhaft, aber es wollte ihm nichts einfallen.
Nachts sammelte er erst mal alles ein. Eine bessere Idee hatte er nicht. Irgendwie wollte er seinen Fehler aber wieder gut machen.
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Die Tage gingen ins Land. Die Menschen hatten sich beruhigt und taten es als Aprilscherz ab, denn der Osterhase hatte sich ausgerechnet den 1. April ausgesucht. Eines Tages fiel ihm ein, was er machen konnte. Die Idee schlug ein wie ein Blitz und er machte sich daran sie umzusetzen. Der Osterhase arbeitete fieberhaft an seiner Osterüberraschung für die Menschen, denen er die Eier zu früh gebracht hatte und damit so verwirrt hatte. Schließlich hatte er nicht mehr viel Zeit und es sollte alles fertig sein und schön aussehen. Am richtigen Ostertag brachte er die Nester noch einmal und schaute was passierte.
Bei einer Familie blieb er, nach getaner Arbeit sitzen und wartete ab. Die Kinder kamen heraus und suchten ihre Nester. Überall war zusätzlich eine Karte drin, in der er sich für diesen Fehler entschuldigte und versprach, dass so etwas nie wieder passieren würde. Außerdem war überall ein kleines Kästchen drin.
Die Kinder schauten ganz verdutzt und öffneten das Kästchen.
Das eine Mädchen lief freudig zu seiner Mutter und zeigte ihr das Kästchen. Die Mutter schaute hinein und sah eine kleine Eierbrosche mit dem Schriftzug „April, April“.
Bei den Jungs war ein Osterhasenanhänger drin, mit dem gleichen Schriftzug. Die Mutter rief: "Danke Osterhase, das ist eine schöne Überraschung."
Der Osterhase freute sich und die Entschuldigung wurde scheinbar überall gut angenommen. Er hoppelte zufrieden nach Hause, zündete seine Pfeife an und setzte sich vor den Kamin.
Nächstes Jahr würde er besser aufpassen. Das durfte nicht noch mal passieren, schwor er sich und lehnte sich zufrieden zurück.
Ist das nicht der Osterhase,
der dort hinten sitzt im Grase?
Mit seinen Pfoten winzig klein,
versteckt er Eier. Ei wie fein!
Viele Eier nun gut versteckt,
warten, dass man sie entdeckt.
Schön bemalt nun liegen sie,
ganz bunt getupft, so wie noch nie.
Und die Kinder schauen und suchen,
hinter Gräser, Sträucher, Buchen.
Liegt nicht gleich dort hinten eins?
Lauf schnell hin, schon ist es deins!
Aus dem weichen Gras und Moos,
hebt man die Eier - klein und groß.
Und die Kinder lachen, springen,
wollen gleich vor Freude singen.
Gleich hinten über dem Gartenzaun,
sieht man noch zwei Ohren schau'n.
Flink läuft er von Haus zu Haus,
und teilt weiter Eier aus.
Nächstes Jahr zum Osterfest,
gibt es auch ein Eiernest.
Das der Hase dann gebracht,
mal bei Tag und mal bei Nacht.
Der Mond stand hoch über der Osterstadt. Die Sterne leuchteten hell. Es war ganz ruhig in der Stadt und alles schlief. Die Hühner im Haupthaus schliefen tief und fest. In der Malstation war auch schon lange keiner mehr. In der Schokoladenfabrik wurde jetzt auch nichts hergestellt, denn sie hatten ja noch viel Zeit, um alles fertig zu bekommen. Da konnte man ruhig schon eher Feierabend machen. Der Stress kam noch früh genug. Auch in den Häusern der Helferhasen war alles dunkel. Nur aus einem Haus kam noch ein wenig Licht. Es war das Haus des Oberosterhasen. Der Raum wurde nur von einer Kerze erhellt. Der Oberosterhase saß über seinen Unterlagen am Schreibtisch und studierte sie ausgiebig. Kurze Zeit später lehnte er sich genüsslich zurück und stopfte zufrieden seine Pfeife. Dieses Jahr lief die Produktion gut. Wenn es so weiterginge waren sie noch vor Ostern fertig. Auch die Meldungen aus den anderen Osterstädten der verschiedenen Länder waren sehr positiv. Der Oberosterhase rauchte seine Pfeife zu Ende und ging ins Bett.
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Die Tage gingen ins Land und jeden Abend saß der Oberosterhase lange über seinen Unterlagen. Als er eines Morgens erwachte stand die Sonne schon hoch am Himmel. Er hatte sehr lange geschlafen und wunderte sich, dass er keine Geräusche hörte. Keine Hasenkinder spielten im Schnee, kein Geklapper der Türen, kein Gerede auf dem Flur. Der Oberosterhase sprang auf und rannte hinaus ins Haupthaus. Den Hühnern ging es scheinbar gut, denn sie produzierten Eier am laufenden Band. Er ging zur Malstation, doch da war keiner und auch in der Schokoladenfabrik war alles still. Die Kühe muhten laut in ihrem Stall, denn sie wollten die Milch loswerden. Er rannte rüber zu den Hasenhäusern, klopfte an und ging hinein, als keiner antwortete. Die gesamte Familie lag noch in ihren Betten und röchelte und schnaufte. Die Grippe hatte sie erfasst. Er wünschte schnell gute Besserung und wollte zum nächsten Haus laufen, als der Arzthase ihm entgegen kam. Er grüßte freundlich und fragte was denn los sei. Der Arzt bestätigte seine Vermutung, dass die Grippewelle die Osterstadt erfasst hatte und alle bis auf ein paar Hasen mit Fieber, Husten und Schnupfen krank waren. Der Oberosterhase war geschockt. Es waren nur noch zwei Wochen bis Ostern und sie waren in der Endphase der Produktionen. Es half nichts, er brauchte Hilfe. Allein konnte er es nicht schaffen. Der Arzthase ging zum nächsten Patienten, auch er wusste nicht wie er es schaffen sollte. So viele waren noch nie auf einmal krank gewesen. Als erstes schickte er Eulen in alle Herrenländer aus und bat um Hilfe. Doch auch hier hatte die Grippewelle zugeschlagen und sie konnten nur sehr langsam produzieren. Selbst Afrika war davon erfasst und da war es doch warm. Er grübelte lange und überlegte was er tun sollte. Wer könnte ihm wohl helfen? Wer hatte jetzt wohl Zeit?
Der Weihnachtsmann - Santa Claus, Nikolaus, er hatte viele Namen - saß wie jedes Jahr am warmen Strand in der Karibik. Er hatte sich seinen Urlaub verdient. Doch dieses Jahr war ihm einfach nur langweilig. Alles war so eintönig und öde. Dabei hatte sein Urlaub doch erst vor vier Wochen begonnen. Plötzlich landete eine Eule auf seinem Fuß. Er erschrak, denn er hatte gerade sein Mittagsschläfchen eingelegt und war gerade eingeschlafen. Er wollte die Eule verscheuchen, doch sie kam immer wieder zurück. Als es der Eule zu dumm wurde, pickte sie Santa in die Hand und gab nicht eher Ruhe, bis er ihr das Pergament abnahm. Es war ein Hilferuf aus der Osterstadt. Santa packte sofort seine Sachen und reiste ab. Er musste ihm helfen, doch zuvor musste er noch den Elfen Bescheid sagen. Sie hatte sich zwar ihren Urlaub verdient, doch Ostern durfte einfach nicht ausfallen. So reiste er geschwind zum Nordpol und schilderte den Elfen das Problem. Viele waren sofort bereit zu helfen und packten ebenfalls ihre Sachen. Die Elfen mit Familien blieben zu Hause, darauf hatte Santa bestanden, denn die Familien hatten schon genug auf sie verzichtet und brauchten diese Zeit. Santa schickte eine Eule los, dass sie in zwei Tagen ankommen werden und sie noch solange durchhalten sollten.
Der Oberosterhase sah die Eule schon von weitem und hoffte, dass sie eine positive Antwort bringen würde. Er war sehr im Stress und konnte nicht alles selbst machen. Er hatte die Kühe gemolken, gefüttert und den Stall sauber gemacht. Er brachte gerade die Milch rüber in die Schokoladenfabrik, als er die Eule sah. Sie flog schnell, obwohl sie einen so weiten Weg hinter sich gebracht hatte. Sie landete, schwer außer Atem, auf der Milchkarre und sah den Oberosterhasen erwartungsvoll an. Er nahm schnell das Pergament ab und las den Brief. Er gab der Eule etwas zu fressen und schickte sie in den Eulenturm zum Erholen. Sie hatte gute Arbeit geleistet. Zwei Tage musste er noch durchhalten. Das war eine lange Zeit für ihn. Doch er würde es schaffen. Eier bemalen konnte er nicht, aber er würde sich um die Schokoladenproduktion kümmern. Das hatte er gemacht, bevor er Oberosterhase wurde.
Die zwei Tage vergingen wie im Flug und Santa kam mit den Elfen sehr früh morgens an. Sie gingen sofort zum Haupthaus und trafen dort den Oberosterhasen. Er war erleichtert, als er sie sah und er versuchte zu lächeln. Santa und der Oberosterhase besprachen alles und er zeigte dann den Elfen was sie tun könnten. Zum Glück lernten sie sehr schnell, so dass sie gut voran kamen. Nur die schönen Malbilder vom Frühling oder die Ostermotive lagen auf Eis. Das mussten die Malhasen selbst machen, denn die Elfen hatten einfach kein Händchen dafür. Santa war es immer noch langweilig und wollte auch helfen. Also ging er zur Malstation und fing an Eier zu bemalen. Er malte schöne bunte Zickzackmuster, Tupfen oder färbte die Eier nur einfarbig ein. Zwei Tage ging alles gut doch dann langweilte auch diese Arbeit ihn. Also fing er an Motive auf die Eier zu malen. Einen schön geschmückten Weihnachtsbaum, Wintermotive und natürlich auch Rentiere, die Schlitten zogen und über die Häuser flogen. Als der Oberosterhase das sah war er entsetzt. Zu jedem anderen Zeitpunkt hätte er darüber gelacht, doch in dieser Situation war ihm nicht zum Lachen zu Mute. Er schickte Santa zur Schokoladenproduktion, damit er ihn im Blick hatte und nichts anstellen konnte. Santa sollte die Osterhasenherstellung beaufsichtigen. Die Maschine lief wie am Schnürchen und er hatte bis auf ab und zu Schokolade nachfüllen nichts zu tun. Es ging auch hier nur zwei Tage gut, dann siegte die Langeweile und er tauschte die Schablonen für die Osterhasen gegen die für die Weihnachtsmänner aus. Er lachte und machte jedem fertigen Weihnachtsmann eine Glocke um den Hals. Santa hatte richtig Spaß. Doch der Oberosterhase fand es gar nicht lustig und schickte Santa wütend aus der Fabrik. Er sollte nun die Osternester bestücken und verpacken. Da kann man nichts falsch machen, dachte der Oberosterhase und grinste leicht. Doch er hatte nicht mit der Kreativität von Santa gerechnet. Da eintönige Arbeit Santa schnell langweilte, überlegte er sich auch hier was er tun könnte, um Spaß an der Arbeit zu haben. So bastelte er aus dem Gras für die Osternester kleine Schlitten und bestückte diese mit den Ostereiern und Osterhasen. Er fand es lustig und ging mit Elan an die Arbeit. Der Oberosterhase kam aus dem Staunen nicht raus. Ständig musste er auf Santa aufpassen, damit er keinen Unsinn machte. Warum konnte er nicht so gut arbeiten wie seine Elfen? Der Oberosterhase war wütend und schickte Santa raus. Er solle später bei der Verteilung helfen, da kann man nichts falsch machen, denn das war ja schließlich auch sein Job. Nur dass er diesmal Eier und Nester verteilte. Santa war traurig und diese letzte Aufgabe wollte er auf jeden Fall richtig und gewissenhaft erledigen. Er kümmerte sich die letzten Tage um die noch kranken Hasen und half dem Arzt wo er konnte. In der Hasenpflege war er richtig gut, denn er konnte den Hasenkindern viele Geschichten von der Weihnachtszeit erzählen und diese hörten begierig zu. Jeden Tag wurde hier und da ein paar Hasen wieder gesund. Aber es waren nicht genug um die Ostersachen zu verteilen. Aus den anderen Ländern kamen auch positive Nachrichten, denn auch hier wurden sie so nach und nach gesund und konnten ihre Produktivität steigern.
Sie würden es sogar ohne Hilfe schaffen, ihre Ostersachen zu verteilen. Die Nacht vor Ostersonntag brach an und der Oberosterhase erklärte Santa was wo hinsollte und wo man die Eier am besten verstecken konnte. Santa nahm sich vor alles richtig zu machen und flog mit seinem Schlitten los. Die Glocken hatte er abgemacht, um sich nicht zu verraten. Er fing an die Osternester zu verstecken und hielt sich genau an die Vorgaben. Doch irgendwann fand er es langweilig, ständig neue Verstecke zu suchen und die Eier und die Schokolade zu verstecken. Also stieg er beim nächsten Haus in den Kamin und legte die Nester vor den Kamin. Einen Weihnachtsbaum gab es nicht, aber es würde auch so gehen. Er hatte wieder Spaß an der Arbeit und diesmal konnte der Oberosterhase ihn nicht aufhalten. Als er beim drittletzten Haus ankam wurde es schon langsam hell. Es hatte ihn viel Zeit gekostet immer in den Kamin zu steigen. Die Osterhasen hatten eine andere Zeituhr als er, da sie ja nur ein Land und nicht die ganze Welt zu beschenken hatten. Daher beeilte sich Santa mit der Verteilung. Doch in diesem Haus sollte alles anders kommen. Santa stand gerade vor dem Kamin, als eine Stimme hinter ihm rief:" Maaaa mmmmaaaaa, da steht der Nikolaus in unserem Wohnzimmer. Es ist doch Ostern!" Santa wollte den Jungen beruhigen, doch er schaffte es nicht. Als er sich umdrehte und schnell zum Kamin wollte, stand schon die Mutter in der Tür. Sie konnte es nicht glauben und fiel in Ohnmacht. Der Junge schrie immer lauter und lauter. Bald würde er die ganze Nachbarschaft geweckt haben. Santa musste etwas tun und überlegte fieberhaft. Beruhigen ließ der Junge sich nicht, in den Arm nehmen auch nicht, also musste er hier weg. Santa packte ein Schokoei, packte es aus und steckte es dem Jungen in den Mund. Dann verließ er fluchtartig die Stätte des Übels. Hätte er auf den Osterhasen gehört, wäre er nicht enttarnt worden. So musste er alles beichten und der Oberosterhase würde nicht begeistert sein. Santa verteilte die letzten Osternester wieder ordentlich und flog mit schlechtem Gewissen zum Oberosterhasen. Wäre Weihnachten gewesen hätte er was tun können, doch es war Ostern und er hatte jetzt keine Zauberkraft. Wie er vermutet hatte war der Oberosterhase nicht sehr glücklich. Er schüttelte den Kopf und murmelte: "Typisch Santa, immer macht er Unsinn." Er ließ sich genau erklären, welche Familie das war und hoppelte dahin. Er lugte durchs Fenster und sah wie der Vater des Jungen sich um die, immer noch ohnmächtige Mutter kümmerte. Er sah wie fassungslos der Junge war, seine Welt war ins Wanken geraten. Nikolaus auf Ostern!!! Nee das ging einfach nicht. Der Oberosterhase streute durch das halbgeöffnete Fenster ein Pulver und sprach einen Zauberspruch dazu. Das Pulver verfärbte sich und flog, unsichtbar für die Menschen, durch die Luft. Nachdem alle es eingeatmet hatten, vergaßen sie was passiert war und schauten sich nur verwundert an. Die Mutter erwachte aus der Ohnmacht und sie machten sich verstört ans Frühstück. Sie wussten nicht was passiert war und beschlossen, den Tag einfach normal zu verbringen. Eben wie jedes Jahr. Zufrieden hoppelte der Oberosterhase zurück in die Osterstadt und schwor sich, nie wieder Santa helfen zu lassen. Aber seine Elfen hatten gute Arbeit geleistet und nur ihnen war es zu verdanken, dass zu Ostern alles fertig war. Die anderen Hasen waren alle wieder gesund und sie feierten alle zusammen Ostern, bevor sich ihre Wege wieder trennen würden.
Vereinzelte Sonnenstrahlen fanden gerade den Weg in die
riesengroße Berghöhle, als auch schon eine laute Stimme durch
das Tal schallte.
"Du, Papa? Kommt der Osterhase dieses Jahr wieder zu uns und bringt uns
eines dieser bunten Ostereier?" "Ich weiß es nicht mein Sohn. Der
Weg hier herauf ist ziemlich unzugänglich und beschwerlich.
Außerdem erinnere dich doch nur einmal an letztes Jahr!"
"Ja, aber ich konnte doch wirklich nichts dafür. Ich wollte mir
doch nur die schöne Bemalung aus der Nähe ansehen und habe das
Ei wirklich äußerst vorsichtig hochgehoben. Aber diese
kleinen zerbrechlichen Eier sind nun einmal nicht für die
Hände eines Riesen geeignet."
Traurig schaute das Riesenjunge hoch zu seinem Vater. Liebevoll nahm der
ihn nun in den Arm und sagte tröstend: "Warten wir doch einfach mal
ab. Die Sonne muss schließlich noch viermal über den Berg
dort hinten wandern bis Ostern ist."
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Währenddessen saßen in einem fernen Land sieben Hasen
an einem Tisch und diskutieren eifrig. Jedes Jahr zur Osterzeit tagt der
Osterhasenrat, der aus den Hasen der verschiedenen Kontinente besteht.
Schließlich kann ein Osterhase die ganze Arbeit nicht alleine
bewältigen. So kam es nun, dass einmal im Jahr der Hasenrat
zusammenkam und die Probleme auf jedem der Kontinente besprach.
"Und ich sage euch", rief gerade ein älterer Hase, dessen linkes
Ohr nicht mehr so recht in die Luft ragen wollte, "ich werde dieses Jahr
keine Ostereier zu den Riesenfamilien bringen. Die wissen solche
Geschenke doch gar nicht mehr zu schätzen. Ja zu meiner Zeit, da
wurden die Ostereier vorsichtig in die Hand genommen. Aber die Kinder
heutzutage..." "Aber das kannst du doch nicht machen!", empörte
sich ein jüngerer Hase. "Es ist doch Ostern, da bekommt jedes Kind
ein buntes Osterei."
"Nein, nein und nochmals nein", rief wieder der Ältere und
verschränkte seine Pfoten. "Nicht ein einziges Osterei ist heil
geblieben. Alle wurden entweder mit den Füßen oder mit den
Händen zerdrückt. Es ist Zeitverschwendung für die
Riesenkinder Eier zu bemalen und sie ihnen hoch in die Berge zu bringen.
Außerdem ist der Weg doch recht beschwerlich für so einen
alten Hasen wie mich." Der kleinste Hase in der Runde wippte
währenddessen aufgeregt mit seinem Stuhl umher. "Aber gefreut haben
sie sich bestimmt über die Ostereier", warf er ein und erntete
dafür zustimmendes Gemurmel.
Ganz still wurde es im Hasenbau und man hörte nur noch das wippende
Geräusch eines Stuhles. Jeder der sieben Hasen saß nun
nachdenklich auf seinem Platz und überlegte wie man den
Riesenfamilien ein schönes Osterfest mit bunt bemalten Eiern
bescheren konnte. Denn das war ja schließlich die Aufgabe eines
Osterhasen.
Plötzlich sprang ein schmächtiger und nahezu schwarzer Hase
auf, der bisher still auf seinem Stuhl gesessen hatte. "Ich habe eine
Idee", rief er und seine Augen glänzten vor Freude. "In meiner
Heimat gibt es nicht so viele Hühner und wir verwenden die Eier
eines großen Vogels, den wir Strauß nennen. Die Eier sind
viel größer als ein normales Hühnerei und nahezu
unzerbrechlich. Wir könnten doch diese Eier für die Riesen
verwenden."
Die anderen Hasen sahen ihn zunächst erstaunt an, dann aber
sprangen sie begeistert von ihren Stühlen auf und klatschen laut in
ihre Pfoten. "Das ist eine glänzende Idee", rief einer der
Osterhasen über den Tumult hinweg.
"Aber der Weg ist doch so beschwerlich und erst recht mit solch
großen Eiern", warf da der ältere Hase wieder ein. Er hatte
nämlich überhaupt keine Lust den langen Weg in die Berge auf
sich zu nehmen. Doch auch hier wussten die Hasen Rat. "Wir helfen dir,
das ist doch Ehrensache", riefen sie im Chor und grinsten sich dabei
wissend an.
Als nun der Tag des Osterfestes gekommen war, sah man nun sieben
Hasen mit riesengroßen bunt bemalten Eiern den Weg zu den Riesen
hinauf hoppeln. "Nun aber leise", ermahnte einer und sie schlichen
langsam in die Berghöhle der Riesenfamilie. Ganz vorsichtig legten
sie eines der Eier in ein Nest aus weichem Moos und versteckten sich
hinter einem der Felsbrocken. Als das Riesenjunge nun aufwachte,
erblickte es sofort das große, bunt bemalte Ei und rief: "Papa,
Papa. Wach auf! Hier liegt ein riesengroßes Osterei." Begeistert
sprang er in die Höhe, sodass der Erdboden leicht bebte. Doch das
Ei lag immer noch unversehrt auf seinem Platz.
"Na, da hat das Osterei doch schon seinen ersten Härtetest
bestanden", schmunzelte der schmächtige Hase. Auch die anderen
Osterhasen waren froh darüber, dass nun das Eierproblem bei den
Riesen gelöst war und der ältere Hase versprach auch in
Zukunft den Riesenkindern ihre Ostereier zu bringen. Eilig hoppelten nun
die sieben Hasen aus der Höhle und den Berg hinab, denn
schließlich warteten auch noch andere Kinder auf ihre Ostereier.
Tief im Verbotenen Wald, dort wo noch nie ein Zauberer oder ein Muggel seinen Fuß hinein gesetzt hatte, lag eine große Waldlichtung. Sie lag so versteckt inmitten der Bäume, dass selbst die Tiere nur an einem bestimmten Tag des Jahres hierhin fanden. Dann umgab die Lichtung ein geheimnisvoller Zauber, welcher auch den magischen Geschöpfen des Verbotenen Waldes nicht verborgen blieb.
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So kam es, dass am Abend vor Ostern ein emsiges Treiben im Wald
herrschte. Jedes Geschöpf, egal ob groß oder klein, alt oder
jung folgte einem inneren Ruf. Immer tiefer zog er sie in den Wald
hinein, bis der Zug der Tiere schließlich die Lichtung erreicht
hatte. Der Mond stand nun groß am Himmel und tauchte die Umgebung
in ein warmes, freundliches Licht. Nun erst konnte man klar erkennen,
wer sich alles hier versammelt hatte.
Dicht an dicht standen Chimären, Acromantulas, Zentauren,
Einhörner, Thestrale, Knarle, Riesenraupen und viele andere
magische Geschöpfe beieinander. Ganz friedlich standen sie
beisammen, auch wenn sich die Jüngeren unter ihnen noch
ängstlich im Dickicht versteckten.
Ein Zentaur trat nun in die Mitte der Lichtung und erhob seine Stimme: "Der Mond ist hell und die Nacht rein. Wieder ist die Nacht gekommen, in der uns ein innerer Ruf auf diese Lichtung geführt hat. Wie ich sehe sind viele gekommen. Lasst uns nun die Magie der Nacht spüren."
Die Acromantulas traten nun aus dem dunklen Gestrüpp hervor
und schichteten die mitgebrachten Zweige und Äste auf. "Macht
Platz!", rief da eine herrische Stimme und die nahestehenden
Geschöpfe sprangen eilig zur Seite. "Ich werde das Feuer
entzünden", sprach die Chimäre und schon stob ein großer
Feuerstrom aus ihrem Mund.
Da sprang ein älterer Drache plötzlich empört auf.
"Bisher war immer ich für das Feuer zuständig. Was erlaubst du
dir da eigentlich?", brüllte er empört und kleine Rauchkringel
stoben aus seinen Nasenlöchern in den Himmel empor.
"Ich wollte doch auch nur mal so gerne das Feuer entzünden. Du bist
schließlich nicht das einzige feuerspeiende Geschöpf hier
unter uns.", entgegnete die Chimäre. "Schweig!", schrie der Drache
erbost. "Sieh nur, was du angerichtet hast." Und er zeigte mit seinem
langen Schwanz auf das umstehende Gestrüpp, welches in Brand
geraten war.
"Das man aber auch immer so übertreiben muss", riefen einige Wassermenschen, die gerade ihre Köpfe aus einem kleinen Tümpel streckten. Ihre grüne Haut glitzerte im Mondlicht und wirkte nahezu pechschwarz, als sie sich langsam erhoben und eilig das Feuer löschten.
" Wir haben auch leckere Speisen mitgebracht", beeilten sich die Hauselfen zu sagen um bloß keinen Streit entfachen zu lassen und sie eilten emsig zwischen den Geschöpfen hin und her.
"Ihr habt schon ohne mich angefangen?", zischte da eine
Aschwinderin, deren glutrote Augen unheilvoll in der Nacht glühten.
Schlängelnd bewegte sie sich in die Mitte der Lichtung. "Ihr wisst
doch das ich höchstens die Lebensdauer einer Stunde habe, da werde
ich mir doch wohl ein solches Ereignis nicht entgehen lassen", rief sie
empört.
"Aber nein", warf da Tenebrus, einer der Thestrale ein und schritt auf
die Aschwinderin zu. "Wir haben nur das Feuer entzündet und Fawkes
ist doch auch noch nicht da." Kaum hatte der Thestral zu Ende gesprochen
erklang auch schon ein melodischer Gesang und der flammenrote
Phönix stieß vom Himmel herab.
"Jetzt bricht bald der neue Tag heran", wisperte eine
Einhornmutter zu ihrem Kind, welches bisher stumm dem Treiben zugesehen
hatte. "Nur in dieser Nacht kommen alle Magischen Geschöpfe hier
auf dieser Lichtung zusammen um gemeinsam den neuen Tag zu
begrüßen. Und nur in diesen wenigen Stunden können wir
alle friedlich beisammen sein", erklärte sie ihrem Jungen.
"Das ist der Zauber der Osternacht", warf da ein alter Zentaur ein, der
die Erklärung mitgehört hatte.
Plötzlich erhob sich der schöne Phönix in die
Lüfte und ein wundervoller Gesang ertönte auf der Lichtung.
Ehrfurchtsvoll schauten die Tiere dem Phönix zu, der nun
spiralförmig dem Himmel entgegen strebte. Doch dann brach ein solch
gewaltiger Lärm los, dass das Einhornjunge erschrocken hinter
seiner Mutter Schutz suchte.
"Frohe Ostern", riefen die Magischen Geschöpfe sich gegenseitig zu,
denn nun hatte die erste Stunde des neuen Tages begonnen.
Es war endlich wieder Frühling.
Der Winter war vorüber und die Sonne zeigte ihre ersten Strahlen. Im Hühnerstall der Henne Berta war jetzt die Zeit gekommen, in der sie besonders viele Eier legten. Jetzt, wo die Wiesen noch nass vom Tau waren, aber die Abende nicht mehr zu kalt, war der perfekte Zeitpunkt gekommen, um kleine Küken zur Welt zu bringen.
Auch der Hahn war stolz auf seine gefiederten Frauen. Den ganzen Winter lang hatte er nichts zu tun, und nun endlich war er der Boss. Er war gefragt bei allen von ihnen.
Doch ging jedes Jahr um die Frühlingszeit auch etwas Merkwürdiges im Hühnerstall vor. Und so sollte es auch in diesem Jahr sein.
Berta hatte es sich gerade zur Nacht bequem gemacht, ihre Eier gut behütet und bebrütet unter ihren Bauch liegend, wollte sie nun schlafen. Den Eiern würde schon nichts passieren, dachte sie sich, und schloss letztendlich ihre Augen.
Doch als sie am nächsten Morgen erwachte, fehlten zwei aus ihrer Brut. Ganz aufgeregt rannte sie umher und suchte jede Ecke ab. Wie konnte das gesehen? Waren die Küken doch eigentlich noch nicht in der Lage, ihren Platz zu verlassen.
Aber Berta war nicht die Einzige, die ein paar ihrer heißgeliebten Eier vermisste. Alle Hühner aus dem Hühnerstall hatten das Gleiche zu berichten. Wie wild gackerten die Hennen durcheinander. Man konnte kein Wort verstehen. Nur Bruchstücke waren aus dem Chaos zu vernehmen. So z.B. "Wer war das…?" "Ein Fuchs…?" "Meine armen…"
Wer genau jedoch den nächtlichen Diebstahl begangen hatte, das wusste keiner. Niemand hatte den Eindringling gesehen.
Erst am späten Abend hatte die Hühnerschar sich beruhigt und kuschelte sich, samt der übrig gebliebenen Eier, in ihre Nester.
Doch am nächsten Morgen dasselbe Drama, wieder fehlten einige der Eier, heimlich des Nachts aus den Nestern geklaut. Doch hatte der Räuber sich diesmal nicht klug genug angestellt.
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Überall im Stall waren rote und gelbe Farbtupfen zu sehen. Dieses Farbenwirrwarr setzte sich auf den Wegen vor dem Stall fort, bis zu einer kleinen Hütte in der Nähe des Hofes. Die Hennen brauchten nur noch den Spuren zu folgen, und schon würden sie den Dieb entlarven können.
Ganz überrascht waren sie, als sich dieser als ein kleiner Hase herausstellte, welcher vor einen großen Berg halb bemalter Eier saß, in der einen Pfote einen Pinsel, in der anderen einen
Tuschkasten. "Was machst du da mit unseren Eiern?", fragte Berta den Mümmelmann. Dieser erschrak und hätte beinahe seine Farbpalette fallen lassen.
"Aber es ist doch bald Ostern," entgegnete der Hase. "Die Kinder wollen bemalte Ostereier suchen! Und dazu brauche ich eure Eier. Woher sonst soll ich sie bekommen?" Das Häschen guckte so verzweifelt, dass Berta Mitleid bekam.
"Ich verstehe dich, mein Lieber!", sagte sie. "Doch kannst du sie uns nicht einfach so stehlen. Hättest du uns nicht fragen können? Wir hätten dir sicher gern geholfen."
"Und was machen wir jetzt? Wie kann ich das wieder gut machen." Dem Osterhasen tat Leid, was er getan hatte.
Die Hühner beratschlagten sich und kamen zu folgenden Entschluss:
"Behalte diese Eier. Wir schenken sie dir. Und beim nächsten Mal sagst du uns eher Bescheid. Wir werden dann jeden Tag ein Ei nur für dich und die Kinder legen. So erhältst du dann deine Ostereier."
Jetzt war der Hase wieder fröhlich. Wild sprang er zwischen den Hühnern umher.
"Danke, liebe Hennen, vielen Dank!", rief er immer und immer wieder.
Jetzt würde er immer genügend Eier erhalten und hatte auch noch mehr Zeit,
diese zu bemalen. Müsste er doch nicht mehr nachts heimlich in den Hühnerstall schleichen.
Ihr benötigt für die Küken folgende Materialien:
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Schritt 1
Schneide Dir aus der Pappe 2 gleich große Pappringe aus
Schneide Dir vom Wollknäuel 6 bis 8 etwa 2m lange Fäden ab
Lege die Fäden übereinander und wickle sie anschließend gleichmäßig und fest um die übereinander gelegten Pappscheiben, bis in der Mitte nur noch ein ganz kleines Loch ist
Schritt 2
Schneide mit der spitzen Schere an einer Stelle die Fäden auseinander, bis Du auf die Pappscheiben stößt
Schneide nun an der Kante zwischen den Pappscheiben entlang die Fäden komplett auseinander
Führe zwischen die Pappscheiben einen doppelten Wollfaden hindurch und knote ihn auf der anderen Seite zusammen
Ziehe die Pappscheiben rechts und links von der Wolle herunter und wuschel das entstandene Knäuel durcheinander
Schneide überstehende Fäden ab (bis auf 2, um eine Schlaufe zum Anhängen an den Osterstrauch zu knoten) und lass eine schöne Kugel entstehen
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Schritt 3
Schneide Dir aus der Pappe eine Schablone für den Schnabel (in Form einer Raute), die Flügel und die Füßchen Deines Kükens
Übertrage die Form für den Schnabel auf ein Stück roten Bastelkarton und scheide die Raute aus
Wenn Du die Raute in der Mitte zu einem Dreieck zusammenfaltest, entsteht der Schnabel, den Du an die Wollkugel ankleben kannst
Klebe die Wackelaugen rechts und links oberhalb des Schnabels an (als Ersatz für die Wackelaugen kannst Du auch aus weißem Bastelkarton mit einem Locher 2 kleine Kreise ausstanzen und die aus schwarzem Bastelkarton angefertigten Pupillen darauf kleben)
Übertrage die Form der Füße auf rotes Moosgummi und schneide sie aus
Trage etwas Kleber auf die Oberseite der Füße und klebe sie so unter das Küken, dass sie noch ein kleines Stück unter dem Körper hervorschauen
Übertrage die Form der Flügel jeweils 2x auf gelbes und orangefarbenes Moosgummi
Klebe das gelbe Moosgummi etwas aufgefächert auf das orangefarbene und achte darauf, dass die Flügel mit der Spitze immer nach vorn zeigen müssen (wenn Du Dir unsicher bist, halte die Flügel vorher an, damit Du sie in der richtigen Reihenfolge zusammen klebst)
Was ihr alles dafür braucht:
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Schritt 1:
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Zunächst schneidet ihr einen etwa 1,5 cm breiten Streifen aus dem Lappen. Dafür könnt ihr entweder ein Lineal und ein Cuttermesser zu Hilfe nehmen (Achtung: immer eine Unterlage unterlegen, bevor ihr mit dem Cuttermesser schneidet!), oder ihr zeichnet euch eine Linie mit Bleistift vor und schneidet den Streifen mit der Schere ab. Der zweite Streifen muss etwas schmaler sein als der erste und auch etwa 3 - 5cm kürzer.
Schritt 2:
{{img src="../../img/ostern/text/lappenkueken/004.jpg" alt="" style="float:right;" }}
Gebt einen kleinen Klecks Kleber auf das untere Ende des breiten gelben Streifens und rollt ihn dann gleichmäßig auf. Ein paar Klebepunkte in der Mitte erhöhen hier die Stabilität und der Streifen rollt sich auch nicht so leicht wieder ab. Am Ende des Streifens noch einen Klecks Kleber hingeben und die kleine Rolle fixieren, bis der Kleber getrocknet ist. Ebenso verfahrt ihr mit dem schmaleren Streifen.
Schritt 3:
{{img src="../../img/ostern/text/lappenkueken/005.jpg" alt="" style="float:left;" }}
Sind beide Rollen getrocknet, klebt sie bitte aneinander und lasst den Kleber wieder gut trocknen. Hier ist es sehr praktisch die "Nahtstellen" aufeinander zu kleben.
Schritt 4:
{{img src="../../img/ostern/text/lappenkueken/006.jpg" alt="" style="float:right;" }}
Stanzt euch mit dem Locher aus dem schwarzen Bastelkarton die Augen und schneidet euch aus dem roten Karton einen kleinen Schnabel aus. Den Schnabel bekommt man ganz leicht hin, wenn man einen 1,5 cm langen und 0,5 cm breiten Streifen ausschneidet, in der Mitte faltet, an der offenen Seite die Mitte markiert und von der geschlossenen Seite her zur Markierung hin den Schnabel als spitzes Dreieck ausschneidet.
Schritt 5:
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Setzt einen Klebepunkt schräg hinter den Kopf des Kükens an die größere Rolle und klebt dort eine oder mehrere kleine Federn an. Auch seitlich an der größeren Rolle können kleine Federn als Flügelchen angeklebt werden. Klebt nun die Augen seitlich und den Schnabel mittig vorn an der kleineren Rolle an. Lasst alles gut trocknen.
Schritt 6:
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Fädelt einen dünnen Garnfaden auf die Nadel auf und befestigt den Faden mittig am Kopf des Kükens. Damit kann das Küken ganz leicht am Osterstrauch angebunden werden. Alternativ kann man dem Küken auch kleine Füßchen basteln und es dann zu Ostern dekorativ aufstellen.
Daniel war bei der Geburt schon das kleinste und schwächste Hasenkind. Er wuchs nur sehr langsam und war ständig krank. Deswegen war es auch verständlich, dass ihm keiner was zutraute. Eines Tages in der Hasenschule wurden die Hasenkinder von der Lehrerin gefragt was sie werden möchten. Jeder hatte genaue Vorstellungen. Der Eine wollte ein Feuerwehrhase werden, der Andere Polizeihase. Als Daniel an der Reihe war, schaute er nach unten und murmelte ganz leise: "Osterhase". Keiner verstand ihn und so wurde noch einmal nachgefragt. "Osterhase" kam es etwas lauter, aber sehr zaghaft. Alle lachten. Ausgerechnet der kleine und schmächtige Daniel wollte Osterhase werden. Da konnte sich selbst die Lehrerin ein Lachen nicht verkneifen. Daniel rannte traurig aus der Klasse.
Als er nach Hause kam, merkte seine Mutter, dass etwas mit Daniel nicht stimmte. Normalerweise kam er nicht so früh nach Hause und er rannte sofort auf sein Zimmer. Sie ging mit einigen Keksen und Möhrensaft hinterher. Sie setzte sich neben Daniel aufs Bett und fragte, was denn los sei. Daniel erzählte unter Tränen was passiert war. Seine Mutter wollte ihn trösten, doch bei dem Gedanken, dass ausgerechnet Daniel Osterhase werden wollte, musste auch sie lachen. Daniel weinte noch mehr und war den ganzen Tag nicht aus seinem Zimmer zu bewegen. Keiner traute ihm etwas zu, aber denen würde er es schon zeigen. Nachdem sich Daniel beruhigt hatte, überlegte er fieberhaft, was er tun könnte. Spät in der Nacht fiel es ihm ein und er konnte mit einem Lächeln einschlafen. Am nächsten Morgen war schulfrei und er machte sich auf den Weg zur Osterweide. Diese Zweige brauchte er, um Osternester zu flechten. Das hatte er schon öfter gemacht und ging mit einem riesigen Bund nach Hause. Während er die Äste säuberte überlegte Daniel, was er in die Nester tun könnte. Natürlich kamen bemalte Eier hinein, diese waren auch nicht schwer zu bekommen, aber was denn noch? Erst am Abend konnte er anfangen mit Flechten und es ging auch ganz gut. Er aß den ganzen Tag nichts und abends kam seine Mutter herein. Sie wollte wissen, was Daniel so machte und bestand darauf, dass er zum Abendessen kommt. Daniel versteckte alles schnell unterm Bett und ging zum Abendessen.
Natürlich war es Gesprächsthema Nr. 1, dass Daniel Osterhase werden wollte. Alle lachten, doch diesmal störte es ihn nicht. Er würde es allen zeigen. Daniel aß sein Abendessen stillschweigend und selbstzufrieden. Er hatte noch zwei Wochen bis Ostern und er war sich sicher, dass er alles bis dahin fertig haben würde. Mit den Nestern kam er am Wochenende gut voran und hatte bis auf eins alle fertig bekommen. Das letzte Nest war für seine Familie und damit das größte Nest. Die folgenden Abende saß er daran das Nest zu flechten, als plötzlich bei der letzen Reihe der Weidenast zurückschlug und in seinem Gesicht landete. Er hatte einen riesigen roten Streifen quer durchs Gesicht gezogen. Als das seine Mutter am nächsten Morgen sah, fragte sie entsetzt was passiert sei, doch er antwortete nicht. Er wollte die Überraschung nicht verderben. Daniel bekam eine Salbe auf die Wunde und schon tat sie nicht mehr so weh. In der Schule fragten auch alle, aber er sagte nichts. Das Eier bemalen ging sehr schnell und sah wunderschön aus. Auf die Hälfte der Eier malte er einfache Muster, wie Zickzack oder Punkte. Auf die andere Hälfte malte er schöne Oster- und Frühlingsmotive. Er hatte zwei Eier pro Nest geplant. Er arbeitete bis spät in die Nacht hinein und stellte sie unter sein Bett zum Trocknen. Daniel schaute am nächsten Morgen nochmal nach, aber die Eier standen immer noch so wie er sie hingestellt hatte. Nun überlegte er den ganzen Tag, was er noch in die Nester legen könnte. Normalerweise kamen noch Schokoladenosterhasen hinein, doch diese konnte er nicht herstellen. Er kam zu dem Schluss, kleine Osterhasen aus Stroh zu basteln. Er überredete einen Bauernhasen ihm etwas Stroh zu überlassen. Doch auf die Frage wofür er es brauchte, bekam auch der Bauernhase keine Antwort. Daniel würde es niemanden sagen, denn keiner sollte ihn auslachen. Seine Mutter machte sich Sorgen um Daniel, denn er wurde immer blasser. Auch in der Schule schlief er immer öfter ein. Er konnte sich einfach nicht auf den Unterricht konzentrieren. Der Gedanke, es allen zu zeigen, hatte alles andere unwichtig gemacht. Die Herstellung der Strohosterhasen ging nur schleppend voran. Er hatte einfach noch nicht den Bogen raus. Die Zeit drängte, denn Ostern kam immer näher. So arbeitete er immer öfter die Nacht durch, bis er es fertig bekam. Eines Nachts fiel ihm ein, dass er auch noch Ostergras brauchte. Doch dieses wuchs nur oben in den Bergen. Er überlegte und grübelte. Wie sollte er unbemerkt dahin kommen? Die Nächte in seinem Zimmer durchzuarbeiten, war was anderes als in die Berge zu gehen und das ausgerechnet auch noch nachts. Das traute er sich nicht. Sollte seine ganze Arbeit umsonst sein? "Nein" rief ein Gedanke. Er musste es besorgen, zur Not auch mitten in der Nacht. Daniel schlief sehr unruhig in der Nacht. Er hatte Alpträume, von Bergabstürzen oder Lawinen. Die Angst vor den Bergen war übermächtig und verfolgte ihn.
Am nächsten Morgen ging Daniel normal zur Schule und dort wartete eine Überraschung auf ihn. Die Lehrerin erzählte, dass sie einen Ausflug machen würden, da der Schnee in diesem Jahr schneller schmolz als sonst, konnten sie den Osterausflug vorverlegen und ihn jetzt kurz vor Ostern machen. Daniel stutzte. Wo sollte der Ausflug hingehen? Doch nicht etwa….
Die Lehrerin erklärte, dass es diesmal in die Berge zu einer bestimmten Alm gehen sollte. Dort in der Nähe wuchs das Ostergras, doch die Hänge waren sehr gefährlich, deswegen könnten sie da nicht hin. Was für ein glücklicher Zufall, dachte Daniel und freute sich. In zwei Tagen sollte es losgehen. Daniel musste bis dahin die Figuren fertig haben, denn er würde noch Zeit brauchen, um die Nester zu schmücken, eine Karte zu malen und diese auch noch zu verteilen. Die Tage vergingen wie im Fluge und er stand an dem Morgen sehr früh auf, packte seine Tasche und ging zur Schule. Alle anderen Hasenschüler waren auch schon da, sogar die, die normalerweise immer zu spät zur Schule kamen. Die Lehrerin freute sich und es konnte losgehen. Der Tag war wunderschön und verging wie im Fluge. Bald begann der Abstieg und Daniel hatte noch kein Ostergras. So musste er sich jetzt beeilen und schlich sich von seiner Gruppe weg zu den Ostergrashängen. Er erntete etwas Gras und packte es in die Tasche. Plötzlich gab der Boden unter ihm nach und er landete in einem riesigen Loch. Daniel bekam Angst und rief ganz laut. Doch keiner hörte ihn.
Die Lehrerin bemerkte erst beim Durchzählen, dass Daniel fehlte und machte sich mit den Leuten von der Alm auf die Suche. Daniel hatte in diesem tiefen, dunklen Loch Angst. Außerdem tat sein Bein weh. Er hatte es wahrscheinlich sogar gebrochen. Plötzlich hörte er Rufe. Er rief zurück, doch sie hörten ihn nicht. Oder doch? Er wartete ab und rief dann wieder. Immer wieder rief er. Die Angst packte ihn. Er fing an zu weinen. Einer der Almarbeiter hatte etwas ganz schwach gehört und kam immer näher. Doch Daniel bemerkte es nicht, denn er weinte zu sehr. Der Arbeiter schaute sich um und sah dieses riesige Loch, das sonst nicht da war. Er ging hin und schaute hinunter. Ganz unten konnte er Daniel sehen. Der Arbeiter beruhigte Daniel erst einmal und ließ dann ein Seil hinunter. Daniel packte das Seil und er wurde hinausgezogen. Zusammen gingen sie zurück zur Alm. Während sie gingen erzählte Daniel dem Arbeiter was er vor hatte und dieser versprach zu Schweigen, denn er fand die Idee toll und traute es ihm auch zu.
{{img src="../../img/ostern/text/daniel.jpg" alt="" style="float:left;" }}
So erzählte Daniel nur, dass er sich verlaufen hätte und plötzlich bei den Feldern war. Sein Bein tat immer noch höllisch weh. Doch die Lehrerin meinte, dass es wohl nur verstaucht sei und er sich keine Sorgen zu machen bräuchte. Doch die Mutter brachte Daniel trotzdem noch zum Arzt und auch dieser stellte nur eine Verstauchung fest. Daniel musste jetzt im Bett bleiben und war da auch nicht böse drum, denn erstens hatte er jetzt das fehlende Ostergras und konnte die Nester fertig flechten und zweitens konnte er die restlichen Osterstrohhasen fertig machen. Es war noch viel Arbeit und am Abend vor dem Ostersonntag war er endlich fertig. Er schaute sich die Nester an und war sehr froh und glücklich über seine Arbeit. Daniel packte die fertigen Nester in seine Tasche. Nur das größte Nest stellte er auf den Tisch im Wohnzimmer, denn es war für seine Familie. Er hatte für jeden zwei Eier bemalt und jeweils eine Osterhasenfigur hineingelegt. Außerdem steckte er eine Karte hinein, die zeigte, dass er das alles selbst gemacht hatte und frohe Ostern wünschte. Er hoppelte leise aus dem Haus und verteilte die Osternester. Er hoppelte zu jedem Schulkameraden und stellte dort ein Nest vor die Tür. Ganz zum Schluss kam er zum Haus der Lehrerin. Dort brannte noch Licht und er hoppelte ganz leise zur Tür. Als er unter einem Fenster stand, hörte er ein leises Stöhnen. Er schaute vorsichtig hinein und er sah, dass die Lehrerin die Treppe heruntergefallen war und am Fuß der Treppe lag. Er hoppelte so schnell er konnte zum Arzthasen und erklärte aufgeregt was er gesehen hatte. Der Arzthase wollte Daniel wegschicken und glaubte ihm kein Wort. Doch Daniel blieb hartnäckig und schließlich kam der Arzthase mit. Als sie am Haus ankamen, gingen sie zur Tür hinein. Der Arzthase sah sofort, dass es der Lehrerin sehr schlecht ging und trug sie auf die Couch. Er schickte Daniel weg und er sollte nach Hause gehen. Doch das konnte er nicht. Erst wollte er sicher sein, dass es der Lehrerin besser ging. Er konnte dem Arzthasen mit kleinen Handreichungen helfen. Der Arzthase blieb die ganze Nacht bei der Lehrerin. Daniel stellte das Osternest auf den Tisch und hoppelte nach Hause. Die Lehrerin schlief tief und fest und musste sich erholen. Daniel war erleichtert, dass es ihr besser ging.
Am nächsten Morgen wirkte die Lehrerin richtig erholt und erzählte, dass ihr schwindlig wurde und sie die Treppe herunterfallen sei. Sie hatte sich gewundert, dass der Arzthase da war und dieser erzählte was Daniel getan hatte. Außerdem zeigte er auf das Osternest, dass Daniel gemacht hatte. Die Lehrerin war sehr erstaunt und freute sich richtig darüber. Sie war die Erste die der Meinung war, dass Daniel doch ein richtiger Osterhase werden konnte. Die Eltern von Daniel staunten nicht schlecht, als sie dieses riesige und wunderschöne Nest sahen. Sie konnten kaum glauben, dass das Daniel gemacht hatte. Plötzlich klopfte es und der Arzthase stand vor der Tür. Er erzählte was Daniel nachts geleistet und getan hatte. Die Eltern waren sehr stolz auf ihren Sohn. Die Geschichte machte natürlich schnell die Runde und jeder war jetzt der Meinung, dass Daniel ein richtiger Osterhase war und keiner hänselte ihn mehr.
Hey du kleiner Osterhas',
hast dich da versteckt im Gras
und den Korb mit Eiern voll.
Wie ich dir nur danken soll?
Für die Nester, bunt und schön,
herrlich sind sie anzuseh'n.
Und die Hasen aus Schokolade,
zum vernaschen viel zu schade.
Gut versteckt in Wald und Strauch,
und auf unsrer Wiese auch.
Eier mit der Farbe grün,
sind bei Blumen, die jetzt blüh'n.
Mutter, Vater, Tochter, Sohn
Suchen auf der Wiese schon,
haben alle sehr viel Spaß,
denn ein jeder findet was.
In den Gegenden von England, wo die Zauberer besonders häufig zu finden sind, leben meistens auch Muggel. Es entstehen Freundschaften und zwangsläufig werden auch Gespräche mit ihnen geführt.
Meistens taucht in den Gesprächen zwischen März und April sehr oft das Wort "Osterhase" auf. Natürlich ist es den Muggelkindern ein Begriff, nicht jedoch den Kindern der angesiedelten Zauberfamilien. Die meisten Kinder fragen dann ihre Eltern, was es damit auf sich hat, dass der "Osterhase kommt". Die Eltern kommen in Erklärungsnot, denn davon haben sie auch nur sehr wenig gehört. Die Mehrzahl aller Eltern versucht es folgendermaßen zu erklären:
Der Osterhase ist ein erfundenes Geschöpf aus der Fantasie der Muggel, um ihren Kindern eine Gestalt vorgaukeln zu können, die ihnen die Geschenke zu Ostern bringt. Ihr habt doch bestimmt schon die Ostereier der Kinder gesehen oder? Diese legen die Eltern selbst in die Nester. Bei uns bringen die Kniesel die Geschenke. Wenn ihr in der Nacht zu Ostern ganz leise seid und aus dem Fenster schaut, könnt ihr sie vielleicht sehen, wie sie umhergehen und die Geschenke vor die Türen legen.
Dann warten die Kinder an dem besagten Tagen vor den Fenstern und sind mucksmäuschenstill. Während sie warten, schlafen sie ein. Wenn es soweit ist, gehen die Eltern in ihr Geheimversteck, holen die Geschenke heraus und legen, genau wie die Muggeleltern, die Geschenke vor die Türe.
Ostern war schon lange vorbei und der Osterhase lag immer noch müde und geschafft in seinem Bett. Er konnte einfach nicht aufstehen. Am späten Nachmittag meldete sich allerdings sein Magen. Er knurrte laut und erst jetzt bemerkte er, dass er Hunger hatte. Er stand mühsam auf und machte sich einen Möhrenkaffee. Der sollte ihn wach machen. Außerdem bereitete er sich ein Möhrenmüsli zu und setzte sich, mit dem fertigen Kaffee, an den Tisch. Nach dem Essen setzte er sich mit einem Glas Möhrensaft auf die Veranda vor sein Haus und schaute den Vögeln zu. "Urlaub! Das konnte er jetzt gebrauchen," dachte er bei sich. Plötzlich kam rasend schnell eine Eule auf ihn zugeflogen. Er erschreckte sich, als sie mit einem riesigen Purzelbaum auf seiner Veranda landete. Die Eule rappelte sich auf und flog verwirrt zu dem Osterhasen. Sie hatte einen Brief am Bein und hielt dem Osterhasen das Bein hin. Er nahm den Brief ab, legte ihn aber zuerst zur Seite und kümmerte sich um die Eule. Sie schien unverletzt zu sein. Er holte etwas Wasser und einen Keks aus dem Haus und stellte es ihr hin. Die Eule nahm diese Geste freudig an und trank in Ruhe. Nachdem sie sich etwas erholt hatte, nahm sie den Brief in den Schnabel und gab ihn dem Osterhasen. Dieser hatte den Brief schon vergessen gehabt und las:
Lieber Osterhase,
jedes Jahr lade ich Dich zu mir ans Meer ein. Jedes Jahr sagst Du nein, doch diesmal lasse ich
kein Nein gelten, denn ich bin mir sicher, dass Du den Urlaub gut gebrauchen kannst.
Ich freue mich schon auf Dich und hoffe Du kommst diesmal auch wirklich.
Liebe Grüße Santa Claus
PS: Meine Elfen holen dich morgen früh ab.
{{img src="../../img/ostern/text/urlaub.jpg" alt="" style="float:right;" }} Der Osterhase musste den Brief mehrmals lesen, um zu begreifen, was er da las. Santa hatte ihn wirklich jedes Jahr nach Ägypten eingeladen, doch er konnte nicht weg. Er musste doch das Ostern für das nächste Jahr vorbereiten und wenn er weg wollte, wie sollte er nur dahin kommen? Er besaß zwar ein bisschen Magie, aber für so eine weite Reise würde es nicht reichen. Er las den Brief immer und immer wieder. Plötzlich traf ihn der Schlag, da stand es ja. Die Elfen würden ihn abholen. Ihm viel ein Stein vom Herzen, denn die Elfen hatten das ganze Jahr über viel Magie. Nicht so wie er, der die meiste Magie nur an Ostern hatte. Freudig fing er an zu packen. Von Müdigkeit war nichts mehr zu spüren. Er aß noch schnell was und ging zu Bett. Morgen früh würden sie ihn abholen und er schlief zufrieden ein. Der Osterhase hatte das Gefühl gerade erst eingeschlafen zu sein, als es plötzlich an der Tür klopfte. Verschlafen öffnete er die Tür. Da standen zwei Elfen. - Tinky und Blinky. Er kannte die Zwillinge schon. Sie waren sehr zuverlässig, hatten aber immer nur Unsinn im Kopf. "Guten Morgen Osterhase", sagte Tinky. "Wir sollen dich abholen", sprach Blinky. "Warum bist du noch nicht fertig?" Der Osterhase zog sich schnell an, schnappte sich seine Tasche und es konnte losgehen. Die Elfen nahmen ihn in die Mitte, drehten sich auf der Stelle mit ihm und schon waren sie in Ägypten. Dem Osterhasen war noch ganz schwindelig, als Santa Claus auf ihn zugestürzt kam und ihn freudig begrüßte. Der Osterhase ließ alles über sich ergehen, denn er merkte, dass er Hunger hatte und der Schwindel war auch noch nicht ganz weg. Diese Art zu Reisen kannte er nicht. Santa redete und redete auf den Osterhasen ein und führte ihn zum Frühstücksraum. Dort erzählte er dem Osterhasen, was sie alles vorhatten und das er ihn deswegen früher hatte abholen lassen. Der Osterhase stürzte sich auf das Essen. Als sein Bauch voll war, hätte er sich am liebsten hingelegt, doch das ging nicht. Santa Claus und er gingen zu einem Kamelhändler und liehen sich zwei Kamele aus. Sie ritten los zu den Pyramiden. Dem Osterhasen wurde ganz schlecht auf dem Kamel und er war froh als sie endlich ankamen. Er war überwältigt von der Größe und Schönheit der Pyramiden. Im Inneren war es richtig kalt, im Gegensatz zu der Hitze der Wüste. Der Osterhase genoss die Führung und nach drei Stunden waren sie wieder draußen. Sie ritten zurück und gingen auf einen typischen ägyptischen Basar. Dort aßen sie mehrere Kleinigkeiten und sahen sich die seltsamsten Sachen an. Spät am Abend gingen sie zum Meer und genossen den Sonnenuntergang. Der Osterhase hatte schon so viel gesehen, aber dieses riesige Meer noch nie. Er war fasziniert von der Weite des Meeres und hatte das Gefühl von unendlicher Freiheit. Hier könnte er den ganzen Tag sitzen und das Meer genießen. Die folgenden Tage ruhten sich Santa und er aus und unternahmen nur selten was. Der Tag der Abreise war gekommen und der Osterhase schwor nächstes Jahr wieder zu kommen. Das Meer hatte ihn beruhigt und ihm das Gefühl der Freiheit geschenkt. Diese unendliche Weite würde er in seinem Herzen tragen.
Stubs war ein kleiner Hase und wollte unbedingt dem Osterhasen helfen. Er ging zu ihm hin und bewarb sich. Doch als er vor der Tür stand, öffnete sich diese und traf ihn mitten auf die Nase. Der Osterhase schaute den armen Stubs an, der sich vor Schmerzen krümmte. Er half ihm hinein und versorgte seine Wunde. Nach einiger Zeit konnte Stubs sagen was er wollte und da der Osterhase ein schlechtes Gewissen hatte, stellte er ihn ein. Stubs sollte die Eier von der Hühnerfarm zum Malen bringen. Stubs ging hin und wollte dem ersten Huhn die Eier wegnehmen. So kletterte er unter ihren Bauch. Berta, das Huhn, dachte Stubs wäre ein Ei und fing an ihn auszubrüten. Stubs drückte und presste, doch Berta stand einfach nicht auf. Ein anderer Hase kam hinein und hörte Stubs rufen. Er verscheuchte Berta und so konnte Stubs die Eier nehmen und zum Malen bringen. Doch auf dem Weg dahin stolperte er über seine zu großen Füße und fiel mit den ganzen Eiern auf die Nase. Stubs war über und über mit Ei bekleckert. Die anderen Hasen lachten ihn aus. Stubs hatte ein schlechtes Gewissen und wollte es wieder gut machen. So ging er zurück und holte noch mehr Eier. Diesmal kam er beim Malen an und machte sich gleich an die Arbeit, um die verlorene Zeit aufzuholen. Er nahm den Pinsel in die Hand und wippte damit auf dem Stuhl herum. Er fand das total lustig und so kam es wie es kommen musste. Er landete mit dem Stuhl auf dem Boden, traf mit dem Farbpinsel den Farbeimer und dieser landete falschherum auf seinem Kopf. Die ganze rote Farbe lief über Stubs und er sah aus wie ein Ampelmännchen. Alle lachten. Stubs hoppelte nach Hause und machte sich sauber.
{{img src="../../img/ostern/text/stubs.jpg" alt="" style="float:left;" }}
Wieso passierte sowas immer ihm? Er war ganz traurig darüber. Der Osterhase war gar nicht erfreut über diese Tollpatschigkeit und überlegte, welche Aufgabe er Stubs geben konnte, damit er nicht noch mehr anstellte. Er schickte Stubs zu den Kühen zum Melken. Hier konnte er doch bestimmt nichts falsch machen. Jeder konnte schließlich Kühe melken. Doch Stubs hatte keine Ahnung, wie er es anstellen sollte. Der Bauernhase zeigte es ihm bei der ersten Kuh, bei der Zweiten und bei der Dritten sollte Stubs es selbst versuchen. Stubs setzte sich auf den Schemel und stellte den Eimer unter den Euter. Er griff nach den Zitzen und begann zu melken. Doch der Kuh gefiel das nicht und wedelte heftig mit dem Schwanz. Stubs traf der Schwanz mitten im Gesicht und er landete mit dem Hintern im Mist. Der Bauernhase lachte und sagte: "Das macht doch nichts, Theresa ist eben ein bisschen empfindlich. Versuche es bei der Nächsten nochmal, diese mache ich selbst." Also ging Stubs zur nächsten Kuh und begann sofort zu melken. Alles schien zu klappen. Doch als er mit dem Eimer aufstehen wollte, stolperte er über den Schemel und landete mit dem Gesicht mitten im Dung und der Eimer mit Milch landete auf dem Kopf vom Bauerngehilfen. "Geh" schrie der Bauernhase, "hier können wir dich nicht gebrauchen." Stubs ging mit hängendem Kopf.
Er hoppelte über die Wiesen und Felder. "Wieso musste ihm immer etwas passieren?", fragte er sich. Natürlich war die ganze Geschichte schon bei seinen Eltern angekommen und sie standen in der Tür als er zu Hause ankam. An den Gesichtern konnte er ablesen, dass sie nicht erfreut waren und es jetzt ein Donnerwetter geben würde. Genauso kam es und er wurde ohne Essen auf sein Zimmer geschickt. Stubs war ganz traurig und weinte sich in den Schlaf. Er wollte immer alles besonders gut machen und ständig ging ihm was schief. Am nächsten Morgen erschien er ganz normal zur Arbeit und nahm sich vor, dass heute alles klappen würde. Der Osterhase wusste nicht, was er mit Stubs machen sollte. Aber die Zeit lief ihm davon und es war noch so viel zu tun. Schließlich musste heute Nacht alles verteilt werden. Das Ostergras holen, da kann man nichts falsch machen, dachte sich der Osterhase und schickte Stubs zu den Feldern. Stubs war erfreut, dass er doch noch helfen konnte und nahm den großen Korb auf seinen Rücken. Doch Stubs bekam Übergewicht und landete auf dem Korb. Er lag da wie ein Käfer auf dem Rücken. Die anderen Hasen lachten, aber einer erbarmte sich und half ihm wieder hoch. Stubs hoppelte zu den Feldern und erntete das Gras.
Es dauerte den ganzen Tag, bis der Korb voll war. Er wollte sich gerade den Korb auf den Rücken binden, als er ein Geräusch hörte. Er ließ alles stehen und liegen und ging dem Geräusch hinterher. Plötzlich sah er auf einer Lichtung im Wald einen Hasen in einer Schlingenfalle sitzen. Er wollte dem Hasen helfen, stolperte aber mal wieder über seine großen Füße und landete kopfüber an dem Baum, wo das Seil angebunden war. Stubs sah nur Sternchen und torkelte herum. Der andere Hase bekam Angst. Wie sollte dieser Tollpatsch ihm nur helfen? Stubs rannte gegen mehrere Bäume und torkelte weiter herum. Auf einmal stieß er gegen das Seil, das riss, der Ast schleuderte los und warf den gefangenen Hasen über die Bäume hinweg. Er landete auf einem riesigen Strohhaufen und war unverletzt. Stubs sah dem fliegenden Hasen hinterher. Er konnte es gar nicht glauben, ein fliegender Hase. Nachdem Stubs sich wieder gefangen hatte, hoppelte er zurück zur Wiese, nahm den Korb und ging nach Hause. Alle hatten von der Geschichte gehört und begrüßten ihn freudig. Diesmal hatte seine Tollpatschigkeit was Gutes gehabt. Er hatte einen Hasen aus einer Falle gerettet. Der Osterhase lobte ihn und schickte ihn mit einem besonderen Osternest nach Hause. Den Rest schafften sie allein. Es war ja nicht mehr viel zu tun und er wollte nicht riskieren, dass noch etwas schief ging. Stubs hoppelte zufrieden mit dem Osternest, dass gefüllt war mit leckeren Möhren, Ostereiern und Schokolade, nach Hause. Stubs Eltern waren stolz auf ihn und sie feierten Ostern dieses Mal etwas früher.
Es war Anfang März. Weihnachten war schon eine Weile vorbei und das Osterfest rückte mit großen Schritten näher. Die Vögel zwitscherten ihre Lieder, die ersten Blumen reckten ihre Köpfe aus der Erde und die Sonnenstrahlen schienen fröhlich auf die mit Tau bedeckten Wiesen. Der letzte Schnee hatte sich schon vor einiger Zeit verabschiedet und die Menschen schlenderten, fröhlich jauchzend, durch die Frühlingslandschaft. Alle waren glücklich und zufrieden. Alle bis auf Einen!
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Der kleine Tannenbaum standtraurig im Garten und betrachtete das Geschehen. Bis vor wenigen Wochen war er der Star des Gartens gewesen. Mit seinen Lichtern und seinen Kugeln hatte er im Winter Tag für Tag und Nacht für Nacht die Gartenfläche beleuchtet und viele Menschen beglückt. Alle hatten nur auf ihn geblickt und waren, mit einem faszinierten Glänzen in den Augen, am Gartenzaun stehen geblieben, nur um ihn zu sehen.
Doch jetzt, nachdem die Kerzen abgebrannt und die Kugeln im Keller verstaut worden waren, betrachtete ihn niemand mehr. Schließlich war ein kleiner, immergrüner Tannenbaum bei weiten nicht so interessant, wie ein Schneeglöckchen oder ein Krokus. Die kleinen Frühjahrsblüher stahlen ihm einfach die Show. Und genau das war der Punkt, welcher den kleinen Baum so unglücklich machte.
Enttäuscht musste er sich mit ansehen, wie die anderen Bäume in den umliegenden Gärten mit Ostereiern behangen wurden, und im Stillen träumte er davon, ebensolche Plastikeier in seinen Zweigen hängen zu haben. Dabei schüttelte er sich so heftig, dass die Nadeln zu zittern begannen.
Eine Woche vor Ostern dann geschah das Unverhoffte. Ein kleines Mädchen war mit ihrer Mutter zum Garten gekommen. Zusammen wollten die beiden sich einen Baum aussuchen, welcher in diesen Jahr der Osterbaum werden sollte. Und es dauerte gar nicht lange, bis eine geeignete kleine Birke gefunden und behangen wurde. Doch dem Mädchen gefiel die Birke nicht. Sie schaute sich im Garten um und ihr Blick viel auf den Tannenbaum. Sie sah, wie traurig dieser da stand und erahnte den Wunsch des Baumes.
"Lass uns den Tannenbaum schmücken", rief sie ihrer Mutter zu und eilte sogleich in dessen Richtung.
"Aber es ist doch Ostern! Das Weihnachtfest ist längst vorbei", antwortete die verdutzt dreinblickende Mutter, musste bei der Vorstellung der Idee aber lächeln.
"Nun gut, warum nicht", entgegnete sie schließlich und nahm die Ostereier von der Birke ab.
"Einen solchen Osterbaum hat sicherlich Keiner."
Und so schmückten sie die kleine Tanne. Diese wusste gar nicht wie ihr geschah. Sollte ihr größter Traum nun doch in Erfüllung gehen? Sollte sie nun vom Weihnachtsbaum zum Osterbaum werden? Sie konnte ihr Glück kaum glauben. Dankbar blickte sie zu dem Mädchen herüber. Was dieses Kind für den kleinen Baum getan hatte, das würde er ihr nie vergessen. Glücklich und zufrieden zeige er sein Nadelkleid einem jeden, der es sehen wollte.
Und so kam es, dass der kleine Tannenbaum auch in den nächsten Wochen viele Kinder und Erwachsene beglückte. Und alle blieben sie vor dem Gartenzaun stehen und staunten. Denn so einen ungewöhnlichen Osterbaum hatten sie noch nie gesehen.
Es war schon recht spät, als ein vornüber gebeugter Zauberer mit langem, leicht angegrautem Bart seinen Zauberstab in die Hand nahm. Seine Augen blinzelten müde und man sah ihm sein Alter und die Erschöpfung merklich an. Er hatte schon den ganzen Tag die Geschöpfe für seine neu erschaffene Welt gezaubert, aber ein besonderes Tier fehlt ihm noch. Da war er sich ganz sicher. Also schwang er nun ein letztes Mal seinen Zauberstab und murmelt den dazu passenden Zauberspruch. Erstaunt riss er die Augen auf und blinzelte ungläubig. Vor ihm saß ein kleines Wesen mit einem weißen Puschelschwanz, riesigen Hinterbeinen, zwei langen Ohren und einer Stupsnase, die ihm vorwitzig entgegenstreckt wurde.
Ungläubig musterte der weise Zauberer das Geschöpf. So etwas war ihm bislang noch nicht passiert. Seine Augen blitzten nun belustigt und auch seine Mundwinkel verzogen sich zu einem kleinen Lächeln. Aber die riesigen Ohren und noch dazu die langen Hinterbeine sahen wirklich zu lustig aus. Da hatte er wohl den Zauberspruch nicht richtig betont oder den Zauberstab falsch geschwungen.
Das Wesen blickte währenddessen erstaunt um sich. Vorsichtig schnupperte es in der Luft und vor lauter Aufregung bewegte sich sein Puschelschwanz auf- und abwärts. Langsam hielt das Tier nun seine beiden Vorderpfoten vor das Gesicht und musterte sie ausgiebig. Was es bislang sah, gefiel ihm sehr gut. Sein Fell war ganz weich und wärmte ihn wunderbar. Dann blickte es langsam an sich herunter und erblickte seine großen Hinterbeine. Erschrocken wollte das Wesen zur Seite springen, doch es landete auf der Nase, denn an diese langen Füße musste es sich erst einmal gewöhnen. Allmählich flossen die ersten Tränen und als es dann noch seine langen Ohren ertastet hatte, war es mit seiner Beherrschung vorbei. Dicke Tränen kullerten nun dem Wesen über beide Wangen und tropften unaufhaltsam auf den Boden. Es fand sich überhaupt nicht schön und so hatte es sich sein äußeres überhaupt nicht vorgestellt.
Der Zauberer versuchte sein neu erschaffenes Geschöpf zu beruhigen und streichelte ihm beruhigend über sein weiches Fell. Doch immer neue Tränen bahnten sich den Weg nach draußen und der Zauberer war ratlos. "Kannst du mich verstehen?", sprach er und schaute freundlich zu dem kleinen Geschöpf hinunter. Erstaunt hörte das Wesen auf zu weinen und schaute den Mann mit großen Augen an. "Ja natürlich verstehe ich dich", antwortete es mit einer leisen, doch recht angenehmen Stimme. "Ich würde dir ja gerne helfen und dir andere Ohren und Beine zaubern, jedoch bin ich dazu viel zu müde und zu erschöpft. Den ganzen Tag habe ich schon Wesen erschaffen und nun muss sich meine Magie erst einmal erholen, bevor ich wieder zaubere.", sprach er nun sanft auf das kleine Wesen ein.
Traurig senkte das Geschöpf seinen Kopf, dreht dem Zauberer den Rücken zu und hoppelte langsam davon. Der Zauberer schüttelte den Kopf. Er konnte das Wesen doch jetzt nicht einfach wegschicken. Nein, das brachte er einfach nicht über sein Herz. Da kam ihm eine glänzende Idee. Seine Augen strahlten und blitzten vergnügt als er nun rief: "Warte noch einen Augenblick! Mir ist da etwas Wunderbares eingefallen!" Erstaunt blieb das Geschöpf stehen und drehte seinen Kopf der vergnügten Stimme zu. Mit großen fragenden Augen blickte es den Zauberer an.
{{img src="../../img/ostern/text/erschaffung.png" alt="" style="float:left;" }} "Nun", sprach der Zauberer, "wie du noch nicht wissen kannst, bin ich immer noch auf der Suche nach einem Geschöpf, dass den Muggel- wie auch den Zaubererkindern ein wenig Freude und Vergnügen bereitet. Sie vergessen leider immer wieder die kleinen Freuden des Lebens, werden traurig und der Schmerz gewinnt die Oberhand. Ich habe schon lange überlegt, wem ich diese wichtige Aufgabe übertragen kann. Du erscheinst mir da genau der Richtige. Deine Aufgabe wird es sein, einmal im Jahr den Kindern ein paar bunt gefärbte Eier in ihren Gärten zu verstecken."
"Aber ich bin doch überhaupt nicht schön genug. Die Kinder werden mich auslachen und mit dem Finger auf mich zeigen.", fiel da das kleine Wesen dem Zauberer traurig ins Wort. "Aber nein", rief der Zauberer. "Dein Fell ist ganz weich und mit deiner Stupsnase und dem Puschelschwanz wirst du die Herzen der Kinder im Sturm erobern. Die Kinder werden dich lieben. Du wirst ihnen Freude und Spaß bereiten und sie werden ihre Alltagssorgen darüber vergessen können."
"Bist du dir da ganz sicher?", fragte das kleine Wesen noch ängstlich nach und schaute ihn mit großen Augen hoffnungsvoll an. "Ja, da bin ich mir ganz sicher", antwortete der Zauberer und blickte liebevoll das Geschöpf an. Plötzlich fingen die Augen des Wesens an zu strahlen und es hüpfte freudig in die Höhe. Es hatte eine so wichtige Aufgabe erhalten und das obwohl es so große Ohren und Hinterbeine hatte und die anderen erschaffenen Geschöpfe doch so viel hübscher anzuschauen waren.
"Die Kinder werden dich übrigens Osterhase nennen!", rief der Zauberer noch dem vergnügt davon hoppelnden Wesen nach.
Es ging auf Ostern zu und das bemerkte man in Osterhausen. Alle waren eifrig bei der Arbeit und jeder sprach nur über das kommende große Ereignis.
In einem Haus, ganz am Rande der Stadt, wohnte eine kleine Hasenfamilie. Die Hasenmama gab sich immer viel Mühe bei den Vorbereitungen auf Ostern und hatte beschlossen, einmal ganz besondere Ostereier zu machen und ihrer Familie zu kredenzen. Dazu nahm sie einen alten Biskuitboden und zerbröselte ihn mit ihren Händen und gab ihn in eine Schüssel. Sie hätte auch 250g Gebäckreste nehmen können, allerdings hatte sie diese nicht mehr. Danach nahm sie 250g Zartbitterschokolade und ließ sie in einem Topf auf dem Ofen schmelzen. Als diese flüssig war, schüttete die Hasenmama die Schokolade in eine Schüssel und gab 200g Margarine hinzu.
Diese Mischung rührte sie so lange, bis sie schaumig war. Das dauerte fast 5 Minuten. Es war nicht so leicht, aber für ihre Familie tat sie es gern. Schon beim Backen freute sie sich auf die Gesichter ihrer Kinder und ihres Mannes. Sie gab nun die 50g gemahlenen Mandeln hinein. Fast hätte sie noch den 4 EL Likör oder Rum hinzugegeben, doch das durften die Kinder ja gar nicht. Also trennte sie die Mischung und gab in sie in eine zweite Schüssel. In die eine Schüssel gab sie nun 2EL Likör hinein, da sie ja nur die Hälfte der Mischung nutzte. und verrührte es. Da die Mischung etwas durchziehen musste, setzte sie sich hin und genoss erst einmal einen Kaffee.
Nach einiger Zeit, so ca. einer Stunde, begann sie die Gebäckbrösel gerecht auf beide Schüsseln zu verteilen und verrührte diese. Sie stellte beide Mischungen in den Kühlschrank und ließ eine halbe Stunde drin.
Plötzlich kamen ihre Kinder aus der Hasenschule und hatten Hunger. Die Hasenmama konnte gerade noch verhindern, dass die Kinder den Kühlschrank plünderten. Das wäre doch wirklich schade, um die Überraschung gewesen. So holte sie schnell etwas zu essen und schickte die Kinder in ihre Zimmer. Sie hoffte, dass Papahase bald von der Arbeit kam und mit den Kindern zum Bolzplatz gehen würde, damit sie in Ruhe weitermachen konnte.
Sie nahm den Teig für die Kinder heraus und stach immer einen Esslöffel Teig ab, um sie dann zu Ostereiern zu formen. Für die Kinder rollte sie die fertigen Ostereier in bunte oder braune Streusel und setzte sie zum Schluss in kleine Papiermanschetten. Das sah wirklich lecker aus.
Für die Erwachsenen rollte sie die Eier in Kokosraspeln, gehackten Pistazien oder schmolz etwas weiße Schokolade und machte mit einer Spritztülle weiße Streifen darauf. Zum Schluss wurden auch diese in weiße Papiermanschetten gesetzt.
Zum Schluss stellte sie alles kühl und verließ die Küche. Sie wollte nach ihren Kindern sehen, doch diese hatten schon das Zimmer verlassen und schlichen in die Küche. Schließlich wollten sie wissen, was Mama da so geheimnisvolles getan hat.
Sie entdeckten im Kühlschrank die edlen Ostereier und vernaschten die Kinderportion komplett. Die Hasenmama war ein bisschen traurig, aber sie wusste, die Überraschung war gelungen, wenn auch anders, als sie gedacht hatte.
{{img src="../../img/ostern/text/ewigkeit2.jpg" alt="" style="float:left;" }}
Zu jedem Anlass gab es in der Osterstadt diese Torte. Natürlich war Ostern, dass größte Ereignis und daher durfte diese Torte nicht fehlen. Der Bäckerhase gab sich immer besonders viel Mühe, den Wiener Boden herzustellen. Die Eier wurden immer besonders liebevoll geschlagen und so war dieser Boden der lockerste und schönste Tortenboden. Anschließend schnitt der Bäckerhase den Boden zweimal durch und reichte ihn an jede Hausfrau in der Osterstadt, damit diese die Torte herstellen konnte.
Die Hausfrau nahm einen Liter Milch und zwei Tüten Vanillepuddingpulver. Sie stellte einen Pudding nach der Anleitung der Päckchen her. Zusätzlich löste sie zwei Würfel Palmin auf. Diese Masse ließ sie etwas abkühlen und wandte sich der Verzierung zu. Dazu nahm sie, meist nach Gefühl, Haferflocken und briet diese mit einem Esslöffel Zucker und einem Würfel Palmin an. So entstand ein sehr leckerer Krokant. Nachdem der Pudding abgekühlt war, strich sie einen Teil der Masse auf den ersten Boden. Sie legte liebevoll den zweiten Boden darauf und auch hier strich sie einen Teil der Masse drauf. Danach kam der letzte Boden und sie verteilte den Rest des Puddings oben drauf und einmal rundherum. Nachdem sie mit ihrem Werk zufrieden war, streute sie den ebenfalls etwas abgekühlten Krokant über die ganze Torte, dass sie über und über damit bedeckt war. Von dem Boden und dem Pudding war nichts mehr zu sehen. Danach stellte sie die Torte für ein paar Stunden in den Kühlschrank, damit die Masse fest werden konnte. Meist wurde die Torte einen Tag eher hergestellt.
Jedes Ostern versammelten sich alle nachmittags, um diese Torte zu genießen. Es war Tradition geworden diese obligatorische Torte zu essen.
Es ist Ostersonntag und die Sonne zeigt sich von ihrer besten Seite. Ihre Strahlen erwärmen die Erde und locken die letzten Frühlingsblümchen aus dem Boden. Ein perfekter Tag zum Ostereier suchen. Alle Kinder warten schon gespannt auf den Nachmittag, wenn sie endlich im Garten nach dem bunt angemalten Eiern suchen dürfen und die Osternester ihr eigen nennen können. Auch Purzel ist schon sehr aufgeregt. Wie in jedem Jahr rennt er im Zimmer auf und ab und wartet darauf, dass es endlich soweit ist und Großmutter ihm erlaubt in den Garten zu laufen. Ganz nervös kann ihn nichts ruhig halten.
Doch in diesem Jahr hat die Großmutter eine Idee. Sie möchte zusammen mit Purzel sein Leibgericht während der Osterzeit zubereiten. 4 geflochtene Nestchen.
Jedes Jahr am Ostersonntag backt Großmutter dieses Rezept und der kleine Purzel kann nicht genug davon bekommen. War er in den letzten Jahren noch zu klein, so ist er nun alt genug, um bei der Zubereitung zu helfen. Großmutter ruft ihren Enkelsohn heran und bindet ihm zuerst eine Schürze um, denn schließlich sollen gerade zu Ostern die Kleider sauber bleiben. Während der Wirbelwind sich die Hände wäscht, holt sie eine große Schüssel hervor. Einen Messbecher stellt sie daneben und erklärt Purzel das weitere Vorgehen.
"Als erstes geben wir 250g Mehl und 65g Zucker in die Schüssel", leitet sie das Enkelchen an. Während Purzel dabei ist diese Zutaten abzumessen, fügt sie selbst ein halbes Päckchen Trockenhefe, 1 Prise Salz und einen TL geriebene Zitronenschale hinzu.
"Bevor wir das alles gut vermischen, kannst du das Päckchen Vanillezucker hineingeben."
"Das ganze Päckchen?" fragt Purzel erstaunt. "Ja, das ganze Päckchen."
"Dem Teig werden nun 65g Butter, 50ml lauwarme Milch und ein Ei hinzugefügt", erklärt Großmutter weiter. "Ich habe die Butter heute morgen schon aus dem Kühlschrank genommen, damit sie schön weich ist und sich besser kneten lässt. Wenn du möchtest, darfst du die Zutaten nun zu einem glatten Teig kneten Purzel." "Oh ja, super!"
Purzel ist begeistert bei der Sache und seine Wangen glühen rot. "Und was kommt jetzt?", fragt er ungeduldig, als der Teig fertig geformt ist.
"Jetzt müssen wir warten, bis er aufgegangen ist. Denn der Teig wächst durch die Hefe zu seiner doppelten Menge heran." "Wir müssen warten?" Purzel schaut skeptisch. Schon wieder muss er auf etwas warten. Besteht denn das ganze Leben nur aus Warten? Doch die Zeit geht schneller rum als er glaubt und er darf den Teig erneut Kneten, wobei Oma den Tisch vorher mit Mehl eingestreut hat. "Nun teile ich den Teig in vier gleichgroße Stücke, welche wiederum in drei Teile geteilt werden.", beschreibt Oma ihr Vorgehen. "Du darfst die 3 Teile zu langen Rollen formen, aus welchen wir dann gemeinsam die Nester flechten."
"Das ist toll, Oma. Schau mal, ich habe einen langen Zopf geflochten." "Wenn du die beiden Enden übereinander drückst, erhältst du ein Nest, schau." Großmutter zeigt Purzel, wie genau er das Nest formen musste und er tat es ihr gleich.
Nachdem die beiden die Nester auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt und mit Milch bestrichen haben, schiebt Großmutter sie in den Ofen. "Die müssen jetzt ca. 25 Minuten bei 180 bis 200 Grad backen. In der Zwischenzeit können wir die Küche etwas aufräumen." Als sie damit fertig sind, sind auch die Nester fertig gebacken. "Darf ich sie nun verzieren? Bitte Oma!" "Aber natürlich!", antwortet die Großmutter, welche schon 2 EL Aprikosenmarmelade erwärmt hat und diese gerade durch ein Sieb streicht. "Du darfst die halbierten, geschälten Mandel und Belegkirschen darauf verteilen, wenn ich sie mit Marmelade bestrichen habe und Hagel-Zucker darüber streuen."
Nun sind die Nester fertig und Purzel darf endlich hinaus Ostereier suchen und kommt begeistert und müde und hungrig von einer erfolgreichen Suche zurück.
Jetzt kann er auch die Geflochtenen Nestchen genießen, in welche Oma zu Purzels Überraschung Schokoladeneier oder bemalte Hühnereier in die Mitte platziert hat.
Und dieses Jahr schmecken sie noch besser, denn Purzel hat dabei geholfen.
Der Winter war endlich vorüber und der Frühling hatte begonnen. Die Schulkinder freuten sich über ihre Ferien und alle anderen über die freien Ostertage. Nur einer hatte nicht frei, der Osterhase. Jedes Jahr zur Osterzeit schuftete er so viel wie nie zuvor, denn schließlich wollte jeder ein Osternest finden. Und das war bei so vielen Menschen gar nicht so leicht es für jeden zu verstecken.
Auch Frau Osterhase wusste, welche Anstrengungen ihr geliebter Ehegatte jedes Jahr aufs neue auf sich nahm. Und darum wollte sie ihm in diesen Jahr eine kleine Freude machen. Anstatt Möhren und Kohlrabi sollte es in diesem Jahr gefüllte Osternester zur Stärkung geben, wenn Meister Lampe seine Arbeit beendet hatte.
Also stellte Frau Osterhase sich sofort nach Aufbruch ihres Mannes in die Küche, denn es sollte fertig sein, wenn ihr Mann nach Hause kam.
Zuerst setzte sie 1/4 l Wasser mit Salz und 75g Margarine auf. Als dieser zu kochen begann, nahm sie ihn von der Herdplatte und rührte 175g Mehl darunter, bis es eine einheitliche Masse wurde.
Nun stellte sie den Topf auf den Herd zurück und rührte so lange weiter, bis die entstanden Masse sich vom Boden löste und zu einen großen Klos wurde.
Sie kippte die Masse in eine große Schüssel und rührte unter sie noch warme Masse ein Ei. Die restliche 3 Eier fügte sie hinzu, als der Teig etwas abgekühlt war.
Nun spritzte sie den Teig mit Hilfe von einem Spritzbeutel mit Sterntülle zu Ringen mit 8 cm Durchmesser auf ein Backblech, welche für 25 Minuten bei 200 Grad (Gas Stufe 3) gebacken wurden und anschließend in der Mitte geteilt werden, so dass zwei Ringe daraus entstehen.
Während die Teigringe etwas abkühlten bereitete Frau Osterhase die Füllung vor.
Dazu nahm sie 100 g Quark und verrührte ihn mit 3 EL Ketchup und 50ml Schlagsahne. Diese Creme schmeckte sie anschließend mit Zwiebelsalz, Pfeffer, Paprika und Salz ab und spritze sie mit erneuter Hilfe des Spritzbeutels auf die Hälfte der untern Ringe und bedeckte diese mit der Oberseite.
Für die anderen 4 Ringe stellte sie eine weitere Creme her, welche aus 100g Quark, 50 ml Sahne, einer Packung Tiefkühl-8-Kräutermischung, sowie Pfeffer und Salz besteht.
Diese spritzt sie auf die restliche Ringe und bedeckt sie ebenfalls mit dem Oberteil.
Als Frau Hase damit fertig ist schaut sie erschrocken an die Küchenuhr. Der Osterhase würde in 10 Minuten nach Hause kommen und bis dahin mussten die gefüllten Nester fertig sein.
Schnell schnitt sie ein Ei in 8 Scheiben und verteilte in die Mitte des Osternestes eine Scheibe Ei, eine Kirschtomate und ein wenig Kresse.
Fertig waren die Nester und genau richtig, denn in dem Moment, als Frau Osterhase die letzte Kirschtomate an ihren Ort gelegt hatte, kam Herr Osterhase mit einen leeren Osterkorb um die Ecke.
Er begrüßte seine Frau und freute sich sehr, als er die gefüllten Osternester sah und zusammen verspeisten beide das etwas andere Ostermahl.
{{img src="../../img/ostern/text/mythos.jpg" alt="" style="float:right;" }}
Der Hase ist das Tier der germanischen Göttin Holda, aber auch ein Symbol der Fruchtbarkeit. Das Ei gehört ebenfalls dazu. In einigen Teilen Deutschlands haben sich auch lange Zeit andere Tiere gehalten, wie zum Beispiel der Fuchs, Hahn, Storch oder Kranich. Sie kamen alle um Ostereier zu bringen. Der Mythos Osterhase entstand dadurch, dass die Frauen früher wussten, dass der Winter vorbei ist, wenn der Hase aus seinem Versteck kam. Sie hielten sich gerne in der Nähe von Menschen auf, da es hier meist reichlich Nahrung für die heranwachsende Familie gab. Die ersten Belege für den Osterhasen gab es allerdings erst 1678, vorher war er in vielen Teilen Deutschlands unbekannt. Aus alten Aufzeichnungen geht hervor, dass in Zürich Kinder von ihren Paten eingeladen wurden, um den Osterhasen zu jagen. Dieser war viel schneller als Hennen und konnte so schneller wegrennen. Die Kinder fanden dabei immer reichlich Ostereier. Diese freuten sich sehr und die Eier wurden dann eben dem Osterhasen zugeschrieben. Irgendwann blieb es eben so, dass der Osterhase die Eier bringt und versteckt. Frühere Versuche ein Osterlamm aus Teig herzustellen schlugen fehl und das fertige Lamm sah eher einem Hasen ähnlich. Daher kam auch die Vermutung zu Stande, dass es eher ein Versehen war, dass der Osterhase zum Osterhasen wurde. Den letzten Ausschlag gab wahrscheinlich auch die Mondphase zu der immer Ostern gefeiert wird. Am ersten Sonntag steht nämlich immer der Frühlingsvollmond am Himmel. Da der Hase ein Mondtier ist, könnte auch dieses noch eine Erklärung sein.
Doch egal welche Erklärung es auch dafür gibt, wir lassen uns das Ostereiersuchen am Ostersonntag nicht vermiesen. Egal ob groß oder klein es macht doch jedem Spaß. Da ist es dann nicht wichtig, ob es den Osterhasen gibt oder nicht.
Es war Anfang März, bis Ostern noch ein ganzer Monat Zeit und die Vorbereitungen waren in vollem Gange.
Oma Osterhase hatte mit der Produktion, dem Bemalen und Verstecken der Ostereier nichts mehr zu tun. Dies überließ sie nun schon seit einigen Jahren ihren Töchtern, Söhnen und Enkelchen. Sogar einige Urenkel halfen schon mit.
Opa Osterhase war noch voll dabei. Nun, nicht wirklich voll, aber er konnte es nicht lassen, den Lehrer zu spielen, der er früher war. Noch immer gab er gute Tipps und lernte seine Enkel und Urenkel an, wie man die Eier am schönsten bemalte, wo die besten Verstecke waren und so weiter.
Zwar hatten alle Osterhasenkinder ihre Lehrer und bekamen Unterricht in der Osterhasenschule, aber trotzdem hörten sie Opa Osterhase gerne zu, denn er schweifte immer wieder zu Geschichten von früher ab, wo er noch selbst unterwegs war und erzählte von den Abenteuern, die er, besonders beim Verstecken der Eier, erlebt hatte.
Oma Osterhase war indessen an ihrem Lieblingsplatz im Haus, der Küche.
Sie überlegte, was sie wohl vorbereiten könnte, um ihre Familie zu Ostern zu erfreuen. Eines Abends erzählte Opa wieder eine seiner Geschichten. Er stopfte seine Pfeife zu recht, nahm sein jüngstes Urenkelchen auf den Schoß und fing an zu erzählen.
Es ist schon zig Jahre her, um genau zu sein fast 50 Jahre, da gab es einen sehr harten und langen Winter. Wir konnten wegen dem zu hohen Schnee nicht früher mit den Vorbereitungen für Ostern anfangen und hatten später sehr viel Zeitdruck alles fertig zu bekommen. Wir mussten sogar nachts durcharbeiten, weil viele Hasen krank wurden. Es war eine schwere aber auch schöne Zeit. Eines Nachts kam ein junges und sehr hübsches Mädchen in die Malhütte. Ich konnte kaum meine Augen von ihr lassen. So schön war sie.
Opa Hase errötete leicht und alle hörten gespannt zu. Sogar Omahase kam aus der Küche und stellte sich in den Türrahmen, um alles zu hören und lächelte.
{{img src="../../img/ostern/text/omaosterhase.jpg" alt="" style="float:right;" }} Sie brachte uns einen Möhrenkuchen. So etwas Leckeres hab ich noch nie gegessen. Ich traute mich nicht, sie anzusprechen und verfolgte sie mit den Augen wieder nach draußen. Danach malte ich ihr Gesicht auf die Eier, denn ich war verliebt. Ich sah sie die nächsten Tage nicht mehr wieder und fragte mich, ob ich sie jemals wieder sehen sollte. In der Osternacht verteilte ich mit dem Oberosterhasen die Eier in meinem Revier und plötzlich sah ich sie wieder. An der Reviergrenze versteckte sie die Eier. Sie war wunderschön und ihre Schleife im Haar wehte im Wind. Ich wollte zu ihr hin hoppeln, aber ich traute mich nicht. Mein Freund bemerkte dies und rief sie zu uns rüber. Sie hoppelte so anmutig, das ich ins Schwärmen kam. Mein Freund lächelte. Er kannte dieses Mädchen gut. Ihre Tante wohnte in seiner Nachbarschaft und er war mit ihr aufgewachsen. Sie kam nur ab und zu nach Osterstadt, um ihrer Tante bei den Vorbereitungen zu helfen. Die Tante hatte sich ein Bein gebrochen und konnte nicht bei den Ostervorbereitungen helfen. Ihr weiß-rotgetupftes Kleid machte sie noch schöner. Ich stammelte nur ein "Hallo". Mehr bekam ich nicht heraus. Sie lächelte mich an und ich war weg. Sie hoppelte wieder weg, nachdem sie mit meinem Freund gesprochen hatte. Was sie sagte, hatte ich gar nicht mitbekommen. Doch ihre Stimme klang noch in meinen Ohren. Sie war engelsgleich. Ich sah sie lange nicht mehr. Mir kam es vor wie Jahre, dabei waren es nur zwei Tage. Es war der Tag ihrer Abreise und als ich sie sah, trug sie einen sehr schweren Koffer. Ich überwand mich und fragte sie, ob ich ihr helfen dürfte. Sie bejahte dies und ich brachte den Koffer zu ihr nach Hause. Wir redeten den ganzen Weg über. Wir hatten kein bestimmtes Thema. Als ich sie zu Hause ablieferte, fragte ich sie, ob ich ihr den Hof machen dürfte. Auch dieses bejahte sie. Eines Tages kam ich zu ihr nach Hause. Ich hatte mir vorgenommen, um ihre Hand anzuhalten. Sie wusste es und backte ihre leckere Möhrentorte. Wir setzten uns an den Tisch und ich fragte den Vater. Es war das einzige Mal, dass ich vor Aufregung diese Torte nicht herunterbekam. Ihr Vater musterte mich von oben bis unten und sagte lange Zeit gar nichts. Ich war sehr nervös. Das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Irgendwann sagte er. "Ich gebe dir die Hand meiner Tochter, behandle sie gut und sei immer ein guter und treuer Ehemann." Ich versprach es und ich war überglücklich. Seitdem ist es mein Lieblingskuchen.
Opa Osterhase beendete hier die Geschichte, denn es war schon sehr spät geworden. Oma Osterhase wusste, welche Überraschung sie ihrer Familie bereiten würde.
Die Tage gingen ins Land und Ostern kam immer näher. Oma Osterhases Tochter wollte ihrer Mutter bei den Vorbereitungen zur Hand gehen, doch diese wollte es nicht. Es sollte schließlich eine Überraschung für alle sein. Doch ein Tag vor Ostern brach sich Oma Osterhase das Bein und konnte nur noch mit Krücken laufen. Sie war ganz traurig, denn so fiel ihre Überraschung ins Wasser. Ihre Tochter fragte, was los sei und versuchte ihre Mutter zu trösten. Oma Osterhase erzählte alles und die Tochter versprach zu helfen. So wurde ein Stuhl in die Küche gestellt und Oma Osterhase backte mit ihrer Tochter zusammen den Kuchen. Er war wunderschön. Oma Osterhase ließ es sich nicht nehmen, die Glasur darauf zu streichen und den Kuchen zu verzieren. Opa Osterhase kam gerade nach Hause, als der Kuchen fertig war. Oma Osterhase humpelte ins Wohnzimmer und begrüßte ihren Mann. Sie rief ihre Tochter und diese kam mit der Torte hinein. Opa Osterhases Augen strahlten. Sein Lieblingskuchen. Er war sehr gerührt und konnte sich eine Träne nicht verkneifen. Alle setzten sich an den Tisch und aßen die Torte bis auf den letzten Krümel auf. Alle waren sich einig. Diesen Kuchen musste es jetzt jedes Jahr geben. Opa Osterhase gab Oma Osterhase einen Kuss und war sehr glücklich.
Zutaten :
4 Eier
150 g (brauner) Zucker,
250 g fein geraspelte Karotten/Möhren
250 g gemahlene Nüsse
100 g Mehl
1 TL Backpulver
Zubereitung:
Paul Osterhase geht in den Garten und holt frische Möhren. Unterwegs nascht er eine, doch die die er seiner Mutter bringt, die reichen ihr.
Pauline Osterhase, Pauls Mutter, nimmt sie ihm ab und raspelt diese. Sie möchte mit Oma Osterhase Opas Lieblingskuchen backen.
Paul möchte auch helfen und zerhackt die Nüsse. Dann mahlt er sie im Mörser ganz fein und gibt sie seiner Oma.
{{img src="../../img/ostern/text/osterhaseslieblingskuchen.jpg" alt="" style="float:right;" }}
Oma Osterhase trennt inzwischen schon die Eier und rührt das Eigelb mit dem Zucker ganz schaumig.
Dann nimmt sie die geraspelten Möhren ihrer Tochter, und die gemahlenen Nüsse ihres Enkels und rührt diese mit dem schon abgewogenem Mehl und etwas Backpulver unter.
In der Zeit schlägt Pauline Osterhase das Eiweiß und als es schön fest ist hebt Oma Osterhase es unter.
Dann erklärt sie Paul und Pauline noch, dass man den Teig jetzt nur ganz vorsichtig rühren darf, eigentlich darf man das Eiweiß nur vorsichtig unterheben, gar nicht richtig rühren, denn nur so bleibt der Teig ganz luftig und der Kuchen wird dann locker und saftig.
Paul darf nun den Teig in die Kuchenform machen und Oma Osterhase stellt den Ofen auf 175 Grad.
Nach 35 Minuten duftet es im ganzen Haus und Pauline holt den Kuchen aus dem Ofen.
Oma hat inzwischen eine Zuckerglasur mit Puderzucker und Wasser zusammengerührt. Sie ist ganz zähflüssig und noch schneeweiß. Paul tropft etwas Lebensmittelfarbe dazu und nun ist sie grasgrün.
Er lacht. Das gefällt ihm. Der Kuchen soll wie eine Wiese aussehen.
Pauline holt aus einem Schrank ein paar Zuckerostereier und 4 Marzipanmöhren und legt sie auf die grüne Glasur, die Oma Osterhase soeben auf dem Kuchen verteilt hat.
Gerade war die Glasur getrocknet, da kam Opa Osterhase herein. Er hatte soeben mit den anderen Osterhasen die letzten Eier verteilt.
Was freute er sich, als er diesen Kuchen sah. Er gab Oma Osterhase einen dicken Kuss und streichelte dann seiner Tochter und seinem Enkelchen über den Kopf.
"Mein Lieblingskuchen! Vielen Dank, ihr Lieben."
(gut geeignet, wenn man Spiegelei machen möchte, ansonsten anderswie auffangen, das Eiweiß und -gelb kann man schließlich selbstredend essen)
Je nachdem, welche Gestaltungsart ihr verwenden möchtet, solltet ihr das Ei entweder erst anmalen, oder könnt es auch nach dem Ausblasen anmalen.
folgende Gestaltungsvarianten sind möglich:
mit vorher ausblasen:
hart kochen und dann gestalten:
Und hier die eigentliche Ausblasanleitung:
Oben und unten ins Ei jeweils vorsichtig ein kleines Loch mit einem Kartoffelpicker stechen
(Eierschale nach außen rausbröckeln lassen, ihr wollt sie schließlich nicht mitessen)
wichtig: das untere Loch sollte etwas größer sein, damit dort das rohe Ei auch rauskommen kann
Die dünne Eischicht, die ihr durch das größere Loch sehen müsstet, bitte mit zerstechen mit dem Picker, sonst blast ihr euch dumm und dämlich
Nun die Lippen an das kleinere Loch ansetzen und vorsichtig, aber doch schon mit etwas Pustekraft pusten. Wenn unten das Eiweiß rauskommt, seid ihr auf dem richtigen Weg. Dies in der Pfanne, oder in einem anderen Gefäß auffangen und verarbeiten.
Manchmal ist das Eigelb etwas stur, dann hilft noch mal nachstochern mit dem Picker, aber nur in den Inhalt, nicht das Loch weiter vergrößern)
Wenn das Ei leer geblasen ist, vorsichtig Wasser aus dem Kran ins Ei laufen lassen (möglichst durch das große Loch, aber ganz vorsichtig), beide Löcher zuhalten und leicht schütteln. Wasser wieder ausblasen (das nicht mehr benutzen), vllt. auch noch ein zweites Mal durchspülen mit Wasser und dann in einem leeren Eierkarton trocknen lassen.
Ich wünsche euch bei euren eigenen farblichen Kreationen und Mustern viel Spaß.
Und nicht traurig sein, wenn manche Eier nach Ostern kaputt sind, es gibt ja immer ein nächstes Mal^^
Die Sonne erhob sich majestätisch und ihre Strahlen erreichten auch schließlich Hogwarts, wo fast alles noch friedlich schlief. Der Fast Kopflose Nick verweilte am Fenster und beobachtete das Aufgehen der Sonne.
Als die Sonne schließlich hoch am Himmel stand, erwachte Nick aus seiner Erstarrung. Heute war Ostern und Nick wollte eine schöne Feier für alle Geister in Hogwarts ausrichten. Er entschwebte in Richtung Kerker, wo er die Feier geplant hatte. Die Korridore waren fast leer gefegt, weil alle Schüler zu Hause waren. Schnell mussten noch ein paar Vorbereitungen getroffen werden und Nick machte sich sogleich an die Arbeit.
Am Abend schließlich war es soweit. Der Gang zum Kerker war mit langen schwarzen Kerzen beleuchtet. Stolz schwebte er in den Partyraum und betrachtete nochmals sein Werk. In der Mitte hing ein Kronleuchter mit vielen Kerzen, die ein mitternachtsblaues Licht verströmten. Auf der einen Seite stand eine Bühne, wo sich die Geisterband bereits aufstellte. Es waren Freunde von ihm und sie kamen immer wieder gerne, um für die richtige Musik auf Nicks Partys zu sorgen. Auf der anderen Seite des Raumes befand sich ein langer Tisch mit einer großen Tischdecke aus schwarzem Samt. Auf ihr hatte Nick alles Mögliche an verdorbenen Lebensmitteln platziert: eine riesengroße verfaulende Ente, die über und über mit Maden bedeckt war, schimmlig gewordener Rotkohl und verfaulte Kartoffeln. Zum Nachtisch gab es verbrannte Osterzopfkränze, graue Osterlämmer und grünlich schimmernde Plätzchen in Osterhasenform. Außerdem befand sich eine Art Osterkerze in kohlrabenschwarz, mitten auf dem Tisch. Ferner hatte Nick überall faulende Eier versteckt, die die Geister später finden sollten. Schließlich war ja Ostern.
"Sollen wir langsam mit der Musik anfangen?", fragte ein Bandmitglied und riss Nick damit aus seinen Gedanken.
"Ja, natürlich", bestätigte er und kurz darauf fing die Band an die Musiksägen zu schwingen und Nicks Lieblingsmusik zu spielen. Für Menschen war die Musik vermutlich äußerst schlecht und er erinnerte sich noch an die komischen Gesichter von Harry, Ron und Hermine, die einmal im Kerker seinen Todestag mit gefeiert hatten.
{{img src="../../img/ostern/text/hogwartsgeister.jpg" alt="" style="float:left;" }}
Schließlich trafen die ersten Gäste im Kerker ein. Die Maulende Myrte und der Fette Mönch waren die ersten. Der Fast Kopflose Nick nahm den Federhut vom Kopf und begrüßte die Beiden mit einer Verbeugung. Nach und nach trafen auch alle anderen im Kerker ein. Da waren der Blutige Baron, Professor Binns, die Graue Dame und schließlich auch Peeves. Nachdem alle eingetroffen waren und sich im Raum verteilt hatten, verstummte die Musik.
"Herzlich Willkommen zu unserer Osterfeier", begann der Fast Kopflose Nick, "ich freue mich euch hier begrüßen zu können. Hier im Kerker habe ich einige Ostereier versteckt, die ihr im Laufe des Abends suchen könnt. Wer am Schluss die Meisten Eier gefunden hat, gewinnt. Hiermit erkläre ich nun das Buffet für eröffnet. Bitte schwebt hindurch und saugt die Köstlichkeiten auf."
Nach dieser Ansprache schwang die Band erneut ihre Musiksägen und ließen ein Geräusch wie kratzende Fingernägel auf einer Tafel vernehmen. Die anderen Geister schwebten durch das Buffet und träumten von dem Geschmack des Essens. Nachdem sie damit fertig waren, kam Sir Heinrich Magnani zum Fest. Er war ein Geisterpfarrer und auf dem Fest für das Osterlachen verantwortlich. Bei diesem Brauch, wird während der Zeremonie gelacht, um einerseits die Freude an Ostern zu zeigen und andererseits die Überlegenheit, den Sieg des Lebens über dem Tod Ausdruck verleihen. Nick fand dies passend, denn schließlich waren sie alle Tod und feierten dennoch Ostern. Die Zeremonie machte Sir Magnani wirklich gut. Alle Geister, bis auf den Blutigen Baron, lachten über das was Magnani von sich gab. Es war einfach zu komisch. Obwohl hinterher keiner mehr genau sagen konnte, um was die Messe eigentlich ging, aber das war auch nicht so wichtig. Nach der Messe, begannen alle Geister nach den Eiern zu suchen. Gewonnen hat die Maulende Myrte, die überglücklich über ihren Sieg war. Das Fest war ein voller Erfolg und Nick war überaus stolz auf sich, dass er seit langem mal wieder eine so gute Feier ausgerichtet hat, von der noch Jahre später alle reden sollten.
Heut' fühlen sich die Hasen wohl,
denn zum Frühstück gab es Kohl.
Gut gestärkt nun hoppeln die Hasen
durch Wälder, Gestrüpp und über Rasen.
Denn es naht die Osterzeit
und die Hennen kommen von weit.
Sie bringen ihre Eier: eins, zwei, drei.
Da ist für jeden eins dabei.
Ja die Hasen haben nun viel zu tun,
arbeiten emsig ohne zu ruh'n.
Denn ganz schnell bis übermorgen
muss man noch neue Pinsel besorgen.
Und man fragt sich ob die Farbe reicht,
denn die Eimer sind so leicht.
Aber die Hasen mögen ihre Arbeit sehr
und schwingen die Pinsel kreuz und quer.
Seht nur wie bunt die Eier nun sind!
Darüber freut sich später jedes Kind.
Doch der Hasenchef macht sich Sorgen,
ob die Zeit reicht bis zum Morgen,
um die Eierberge ins Tal zubringen
ohne dass sie gleich zerspringen.
Aber ach wie gut das Opa Mümmelmann,
noch Motorrad fahren kann.
Und es rauscht und pfeift der Wind,
denn ins Tal geht's jetzt geschwind.
Eilig werden die Eier nun versteckt
und die Vögel aufgeschreckt.
In den Nestern schau' mal hin,
liegen nun bunte Eier drin.
Dieses ist nun auch der letzte Ort
und die Hasen hoppeln fort.
Nächstes Jahr zur Osterzeit
sind die Hasen wieder bereit,
um den Kindern Freude zu machen
mit all' den vielen leckeren Sachen.
Oma Osterhase hatte mal wieder Lust, etwas Neues auszuprobieren. Während Opa Osterhase den Enkeln das bemalen der Eier beibrachte stand Oma Osterhase in der Osterhasenküche und überlegte, wie sie wohl ein süßes Osternest zaubern könnte. Ihr Blick fiel auf die Muffinförmchen und ein Strahlen überzog ihr Gesicht, als die Idee sie erleuchtete.
Ostermuffin-Nestchen!
Zutaten (Teig):
125 g weiche Butter
125 g Puderzucker
2 Eier
85 g Mehl
1 TL Backpulver
4-5 EL Kakaupulver
Zutaten (Buttercreme):
85 g weiche Butter
175 g Puderzucker
1 EL Milch
1 Tropfen Vanillearoma
36 Mini-Schokoeier mit Zuckerglasur
Oma Osterhase holte sich allerhand Zutaten heran und heizte erst einmal den Backofen auf 180°C an.
Dann nahm sie eine Rührschüssel und schlug Butter und Zucker schaumig. Sie gab die Eier dazu und verrührte alles gründlich.
Mehl, Backpulver und Kakao siebte Oma Osterhase anschließend darüber und rührte es dann vorsichtig mit einem großen Löffel unter.
Der Teig sah schon sehr lecker aus.
Sie verteilte ihn in ihre 12 Muffinförmchen und schob diese dann für 15-20 Minuten in den vorgeheizten Backofen.
Während die Muffins bucken holte sich Oma Osterhase die Zutaten für die Buttercreme ran und räume alles andere weg. Dann holte sie die Muffins aus dem Backofen und ließ sie auf einem Kuchengitter abkühlen.
Jetzt war die Zeit für das Meisterwerk!
Oma Osterhase rührte die weiche Butter in einer Rührschüssel schaumig, siebte den Puderzucker darüber, rührte alles gut durch und gab dann den Esslöffel Milch und den Tropfen Vanillearoma dazu.
Wieder rührte sie kräftig.
Jetzt war die Buttercreme fertig.
Nachdem Oma Osterhase sich vergewissert hatte, dass die Muffins ausreichend abgekühlt waren, tat sie die Buttercreme in einen Spritzbeutel mit Sterntülle und spritzte auf jeden Muffin einen Ring.
Das war das Osternest. Dort hinein tat sie nun jeweils drei von den Mini-Schokoladeneiern mit Zuckerglasur und dann klatschte sie vor Freude in die Pfötchen.
Und da kam auch schon Opa Osterhase mit all den Osterhasenkindern, die fleißig Eier bemalt hatten.
Oma Osterhase begrüßte Opa Osterhase mit einem Kuss und gab dann jedem der Osterhasenkinder einen Ostermuffin.
Zwei blieben übrig, einer für Oma Osterhase und einer für Opa Osterhase.
Gemeinsam verputzten sie diese kleinen Meisterwerke.
Bei Familie Adler ist was los.
Was machen da die Kinder bloß?
Sie rennen dort im Garten rum,
und jeder fragt sich leis' warum.
Sie kriechen unter Baum und Strauch,
mal auf den Knien, mal auf dem Bauch.
Sie schauen in jede Ritze rein,
als könnte was versteckt drin sein.
So geht das jetzt schon seit Stunden,
und schaut, sie haben was gefunden.
Ein Nest mit bunten Eiern drin -
doch sagt, wie kam das nur dahin?
Der Osterhase hat's versteckt,
Familie Adler hat's entdeckt.
Es lag da zwischen Gras und Moos.
Die Freude darüber, die war groß.
Familie Adler lädt jeden ein,
zum Osterfest ihr Gast zu sein.
Feier mit ihnen dieses Fest
und suche auch ein Osternest.
Es ist ein Tag vor Ostern. Bei Familie Dachs ist viel los:
Papa Dachs, was sehr ungewöhnlich ist, putzt den Bau, Mama Dachs besorgt Essen für Morgen, Schwester Dachs schmückt die Dachsbaugänge, Bruder Dachs malt Eier an und Opa Dachs besucht alle Hufflepuffdächse, Ravenclawraben, Gryffindorlöwen und Slytherinschlangen und wünscht ihnen frohe Ostern, nur Baby Dachs liegt in seiner Wiege aus Zweigen und Moos.
Auf einmal tönt ein klopfen durch den Bau. Bruder Dachs schreit kurz auf, denn er denkt, der Osterhase steht vor der Tür, doch es ist nur der Rabe. "Darf ich rein kommen?", fragt er und als er Bruder Dachs´s enttäuschtes Gesicht sieht, setzt er hinzu: "Warum guckst du so niedergeschlagen? Hast du etwa erwartet der Osterhase steht vor der Tür?"
Der kleine Dachs nickt nur matt. Schon kommt Papa Dachs, noch immer mit dem Staubtuch in der Hand, zur Tür geeilt und begrüßt den Raben: "Hallo Rabe, alter Freund, komm doch rein, wie kann ich dir helfen?" "Ich wollte dir und deiner Familie frohe Ostern wünschen. Ich habe einige Osterplätzchen und ein Osterlamm mitgebracht. Du musst nur den Kaffee kochen", antwortet der Rabe frech, aber auf seine liebe Art. Papa Dachs bittet ihn herein, geht in die Küche und kocht Kaffee, wie derDachs ihn gebeten hatte. In der Zeit schiebt der Rabe ein paar angemalte Eier von Bruder Dachs zu Seite und setzt sich an den Tisch aus einer halbierten Eiche, die mit Farbklecksen von Bruder Dachs Eiern bekleckst ist. Nun ist auch Schwester Dachs dazu gekommen und lässt sich am Tisch nieder, wo sie ein schönes Osterei in den Tatzen hält und bewundert.
Gerade als Papa Dachs mit dem Kaffee in den Wohnraum kommt, trudeln Mama- und Opa Dachs ein. Nach einem langen begrüßen sitzen alle am Tisch und bedienen sich an Plätzchen und dem Lamm. Schwester Dachs ist begeistert von dem schönen Federkleid vom Raben und betrachtet ihn die ganze Zeit, die anderen unterhalten sich mit ihm, da sie sich länger nicht mehr gesehen haben, gibt's viel zu erzählen. Da klopft es wieder. Und wieder rennt Bruder Dachs zu Tür, in der Hoffnung der Osterhase sei es. Doch als er die Tür öffnet- steht dort keiner!
"Hallo?", ruft Bruder Dach, "Wer ist da?"
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"Hier unten bin ich", zischt die Schlange, "Guten Tag erst mal. Darf ich rein kommen? Sind deine Eltern da? Und...frohe Ostern!"
"Klar,komm rein", antwortet der kleine Dachs und öffnet die Tür weit. Schon kriecht die Schlange in den Bau und begrüßt Familie Dachs und den Raben. Als sie die Leckereinen auf dem Tisch sieht, sagt sie: " Uhh, ich habe auch was-s mit gebracht." Sie zieht ein selbstgebackenes Weißbrot und eine Packung Waldtee aus der kleinen roten Umhängetasche. Familie Dachs bedankt sich und Mama Dachs geht in die Küche, um den Waldtee zu kochen. Der Tee riecht nach Brombeeren und Laub, Kräutern und Früchte. Während alle ihren Tee schlürfen fängt Baby Dachs an zu quengeln. Sein quengeln hallt lauter als sonst durch den Bau. Der Rabe, der schon oft auf ihn aufgepasst hatte, geht zu seiner Wiege und setzt ihn auf den Boden, damit er sich etwas bewegen kann.
Danach sitzen wieder alle am Tisch und führen Gespräche über die Ostergeschenke dieses Jahr, dann über die Familie des Raben, die alle mit einer dicken Erkältung im Nest liegen, danach über den Mann der Schlange, der leider nicht mitkommen konnte, weil er noch den Osterputz beenden muss.
Gerade als Opa Dachs von einem Keks in Form eines Huhnes abbeißt, kommt der Löwe in den Wohnraum spaziert. Seine lange, goldene, Mähne flattert majestätisch. "Wie bist du denn rein gekommen?" "Durch die Tür",antwortet der Löwe und lacht laut. "Setz dich!", brummt Opa Dachs und schiebt ihm einen Stuhl hin. Nachdem der Löwe kurz die Runde gemustert hatte, meint er: " Ich bin gekommen um euch allen frohen Ostern zu wünschen. Als kleines Ostergeschenk habe ich selbstgemachte Marmelade und einen großen Schokohasen für die Kinder mitgebracht."
Als Mama Dachs dann die reich gedeckte Tafel begutachtet, sagt sie: "Da wir jetzt eine so große, leckere Tafel haben, werde ich wohl meine Torte, die eigentlich für Morgen war, aus dem Vorratsschrank holen müssen." Alle brechen in Jubelschreie aus.
Jetzt sind wirklich alle da! Sie stürzen sich auf die große Torte und mampfen genüsslich.
Alle? Nein! Wo ist Baby Dachs?
Als Mama Dachs sein fehlen bemerkt springt sie erschrocken auf. "Wo ist mein Baby?", schreit sie entsetzt und rennt zur Tür, alle anderen hinter ihr her.
Die Schlange sagt bekümmert: " Ich habe die Tür aufgelassen!" Und der Löwe setzt hinzu: "Und ich bin durch sie durch gegangen, ohne sie zu beachten!"
Doch es ist keine Zeit für schlechtes Gewissen, denn bald geht die Sonne unter, bis dahin müssen sie Baby Dachs finden und alle machen sich in die verschiedensten Richtungen auf den Weg zur Suche. Doch sie suchen überall, ohne jegliche Spur. Sie suchen im Wald, auf der Wiese, am Fluss. So weit, kann das Baby gar nicht gekrabbelt sein.
Stunden später, die Dämmerung hatte schon eingesetzt, finden sich wieder alle im Dachsbau ein. Mama Dachs hat Tränen in den Augen und Papa Dachs kaut nervös auf seinen Fingernägeln rum, solange, bis Opa Dachs ihn böse an guckt.
Da klopft es, wie es schon oft heute getan wurde, an die Tür. "Wer da?", ruft Mama Dachs, ihr Stimme leise, von Tränen erstickt. Als keiner antwortet, stehen alle auf und gehen zur Tür. Vor der Tür ist...Baby Dachs! Er liegt in einem kleinen Korb, mit Moos ausgelegt, anbei ein Zettel, worauf steht:
Liebe Familie Dachs!
Euer Kleines ist mir heute "zu gekrabbelt" und hat mit geholfen die restlichen Eier anzumalen, denn ich war dieses Jahr spät dran. Wenn ihr morgen besonders schöne Eier findet, sind es die, die er angemalt hat.
Ich hoffe ihr habt euch nicht zu große Sorgen gemacht, es tut mir Leid, das ich ihn so spät erst abgeliefert habe.
Liebe Grüße
Der Osterhase
PS: FROHE OSTERN!
Als die kleine Gruppe über die durch die letzten Sonnenstrahlen gelb gefärbte Wiese guckt, sehen sie noch zwei lange, braune Ohren hinter den Haselnussbüschen verschwinden.
Endlich war es soweit. Die Vorbereitungen für das Osterfest waren abgeschlossen und der Tag der Tage war endlich da. Ostersonntag. Die ganze Familie Löwe war schon zeitig auf den Beinen, denn die drei Löwenkinder konnten es kaum erwarten, bis sie endlich hinaus in den Garten konnten, um ihre Osternester zu suchen. Doch bis dahin hieß es geduldig warten und ja vom Fenster fern bleiben. Denn schließlich wollte der Hase nicht bei seiner Arbeit gestört werden.
Die beiden kleinen Löwenkinder hielten sich auch brav daran. Nur Leo, der älteste der Bande, glaubte nicht an solche Märchen.
Noch nie hatte jemand den Osterhasen gesehen. Wieso also sollte es ihn dann überhaupt geben? Die Ostereier konnte auch sonst wer verstecken, war es ihm doch
aufgefallen, dass kurz vor der Ostereiersuche in den letzten Jahren der Vater immer verschwunden war und erst währenddessen wieder auftauchte. Er konnte genauso gut die Eier versteckt und das Märchen um den Hasen erfunden haben.
Und so ließ der Löwenjunge sich nicht vom Fenster vertreiben. Stundenlang saß er davor, immer darauf bedacht, den "Osterhasen" in diesem Jahr endlich auf frischer Tat zu ertappen. Nur so konnte er beweisen, dass es ihn nicht gab.
Wiederholte Male ermahnte Vater Löwe seinen Sohn. "Leo hör mir gut zu. Der Osterhase möchte nicht beobachtet werden. Wenn du ihn störst, kann er dein Osternest nicht verstecken und du bekommst keine Ostereier!"
Dabei redete er im ernsten Ton auf seinen Ältesten ein. Doch diesen beeindruckte das überhaupt nicht. Sollte der Vater nur reden, Leo wusste es doch besser.
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Die Zeit verging und bis zum Nachmittag hatte sich nichts im Garten der Familie getan. Leo Löwe fühlte sich in seiner Vermutung bestätigt, bis er plötzlich etwas Braunes sah.
Nein, das konnte nicht sein. Waren da hinter dem Baum nicht gerade ein paar Hasenohren gewesen. Das musste er sich eingebildet haben. Wieder und wieder starrte er auf diesen Fleck. Und tatsächlich hoppelte ein Häschen hinter dem Baum hervor. Einen großen Korb mit bunten Eiern hatte er auf dem Rücken.
Leo wusste nicht, was er sagen sollte und schrie plötzlich los:
" Schnell kommt herbei! Ich habe den Osterhasen gesehen."
Doch in diesen Moment war der Hase schon wieder verschwunden.
Die Kinder der Familie Löwe jedoch stürmten in den Garten. Und es dauerte gar nicht lange, bis ein jeder ein Nest mit seinen Namen darauf gefunden hatte. Nur Leo suchte vergebens. Alles hatte er schon durchsucht. Die Blumenbeete, die Bäume, die Eimer im Garten, sogar in der Gießkanne hatte er nach einem Osternest geschaut.
Doch ohne Erfolg.
Traurig ging er zum Haus zurück. Hatte der Hase ihn vergessen?
Jetzt fielen ihm die Worte des Vaters wieder ein und er bereute es, dass er so neugierig gewesen war. Hätte er nur gewartet, wie jedes andere Jahr auch. Hätte er nur nicht am Fenster geschaut und so den Hasen vertrieben. Hätte er dessen Existenz nur nicht bezweifelt. Das und noch vieles mehr ging dem Löwen durch den Kopf und er wurde nur noch trauriger.
Die anderen Löwenkinder sahen, wie traurig Leo war und wollten ihm etwas von ihren Osternestern abgeben. Doch Leo wollte nicht. Schließlich war er selbst schuld, dass er kein Osternest bekommen hatte. Nun wollte er den Anderen nicht auch noch ihre Nester wegnehmen. Außerdem war es nicht dasselbe, wie ein eigenes Osternest.
Betrübt schlappte er in sein Zimmer und zog die Bettdecke zurück. Hier war der einzige Ort, an dem er jetzt sein wollte. Doch als er sich in sein Bett legen wollte, erblickte er ein Osternest. Hatte der Osterhase doch noch an ihn gedacht?
Ein Zettel war daran befestigt.
"Für Leo, den kleinen, neugierigen Löwen. Und es gibt mich doch."
Als Leo den Zettel las, musste er lachen. Zu glücklich war er über sein Osternest.
Und eines stand für ihn fest. Nie wieder würde er den Osterhasen beobachten. Das hatte er sich ganz fest vorgenommen.
{{img src="../../img/ostern/text/hogwarts.jpg" alt="" style="float:right;" }} Nur noch eine Woche bis Ostern. Die Aufregung der Schüler war zu spüren. Sie freuten sich alle auf die Ostereiersuche. Nur die Erstklässler hatten auch ein bisschen Angst, denn sie wussten nicht, was sie erwarten sollte. Die älteren Schüler ärgerten sie auch noch und erzählten ihnen, dass sie in den Verbotenen Wald müssten. Das war natürlich Unsinn, denn die Nester waren bisher immer in Hogwarts versteckt - für die Erstklässler offensichtlicher, für die anderen Schüler etwas schwerer. Immer wenn sie vor einem Nest standen, mussten sie ihren Namen sagen und wenn es richtig war, konnten sie das Nest nehmen, ansonsten wurde es für kurze Zeit unsichtbar und sie mussten weitersuchen. Natürlich konnte die Suche bei so vielen Schülern schon mal zwei Tage dauern. Doch in diesem Jahr sollte alles anders werden, für alle. Nach dem Frühstück am Ostersonntag sollte die Suche losgehen. Alle warteten gespannt auf das Startzeichen von Prof. Dumbledore, dem Schulleiter von Hogwarts. Viele Schüler hatten schon auf dem Weg zur Großen Halle gesucht, aber in diesem Jahr keine Nester gefunden. Das Getuschel beim Frühstück war groß, denn die älteren Schüler kannten das nicht. Prof. Dumbledore stand auf und ging zu seinem Pult. Er verschaffte sich Ruhe und fing an zu sprechen:
Liebe Schüler,
in diesem Jahr haben wir, die Hauslehrer und ich beschlossen, die Osternestsuche zu verändern.
Gleich werden Euch die Vertrauensschüler nach draußen bringen.
Dort findet Ihr Nester, die mit Zahlen beschriftet sind und in den Farben eures Hauses erscheinen.
Die Zahlen symbolisieren dabei die Klasse.
Vergesst eure Zauberstäbe nicht!
Wir wünschen euch viel Spaß bei der Suche und hoffen, wir konnten sie dieses Jahr etwas aufregender gestalten.
Prof. Dumbledore beendete seine Rede, die nicht sehr lang war. Ein Raunen ging durch die Reihen. "Zauberstab mitnehmen…? Farbe und Zahl", konnte man heraushören. Hier wusste jeder, dass es den Osterhasen nicht gab, aber was sollte sie erwarten? Was hatten die Lehrer sich ausgedacht? Einige rannten los, um ihren Zauberstab zu holen und die Vertrauensschüler fingen an die Schüler um sich herum zu versammeln. Dieses Mal waren sogar die älteren Schüler aufgeregt und jeder hatte das Grinsen in Dumbledores Gesicht bemerkt. Die Hauslehrer gingen zu den Vertrauensschülern und führten die verschiedenen Häuser nach draußen. Die Sonne schien herrlich, auch wenn es noch kalt draußen war. Aber es war nicht das typische Aprilwetter wie sonst immer. Die Hauslehrer erläuterten noch einmal das Vorgehen und wünschten dann viel Spaß. Die Schüler gingen auf die Suche. Es war ein riesiges Durcheinander. Plötzlich schrie einer. Alle anderen Schüler, die in der Nähe gestanden hatten, schauten ihn an. Er hatte ein Nest gefunden. Die Klasse und auch die Farbe passten. Es war ein Erstklässler aus Hufflepuff. Er nahm seinen Zauberstab und überlegte was zu tun sei. Er tippte das Nest mit dem Zauberstab an. Wie aus dem Nichts erschien eine Gestalt aus dem Nest und sagte: " Willst du dieses Nest bekommen, so musst du wissen, welchen Zauberspruch du nutzen musst, um es fliegen zu lassen." Dann verschwand die Gestalt wieder. Der Schüler überlegte. Er hatte sowas schon mal gehört. Die anderen Schüler schauten, aber keiner half ihm. Sie waren alle zu geschockt. Hier wurde der Unterrichtsstoff abgefragt. Es war eine Prüfung. Auf einmal ging eine Schülerin aus Gryffindor auf den Schüler aus Hufflepuff zu. Sie flüsterte ihm etwas ins Ohr und das Gesicht des Schülers erstrahlte. "Wingardium Leviosar" rief er. Doch hatte er das Wutschen und Wedeln vergessen. Er versuchte es nochmal und das Nest erhob sich und flog. Nachdem er es landen ließ konnte er es nehmen. Alle anderen Schüler widmeten sich wieder der Suche. Jetzt wussten sie was auf sie zukam. Für die älteren Schüler waren die Aufgaben natürlich schwerer. Einige hatten Schwierigkeiten, die Aufgaben zu lösen und helfen konnte die anderen nur mit Ratschlägen. Machen mussten sie es aber alles selbst. Alle hatten bis zum Abend ihre Nester gefunden und die Aufgaben gelöst. Es war ein lustiges Suchen gewesen. Zu Hause durften sie nicht zaubern und so genossen sie die Osternestsuche mit Zaubern. Hoffentlich würde es nächstes Jahr genauso werden. Es hatte allen riesigen Spaß gemacht.
Es war Karfreitag. Ein Feiertag wie jedes Jahr. Nur noch zwei Tage bis zum Osterfest. Der Osterhase hatte bereits alle Eier bemalt und wartete schon darauf, dass er sie endlich verstecken konnte. Er liebte es, wenn die Kinder danach suchten und mit leuchtenden Augen ihre Funde nach Hause trugen. So weit war alles, wie die anderen Jahre auch. Nur etwas stimmte nicht – Das Wetter!
Anstatt der Blumen, die sonst um diese Jahreszeit Wiesen und Wälder zierten, war eine dicke Schneeschicht zu sehen. Und die Knospen der Bäume wurden durch Eiszapfen ersetzt. Irgendwie wollte der Frühling in diesem Jahr nicht so recht beginnen.
{{img src="../../img/ostern/text/weiss.jpg" alt="" style="float:left;" }}Für den Osterhasen war dies ein großes Problem. Wie sollte er bei solch einem Schnee seine Ostereier verstecken? Wie sollte er überhaupt zu den Kindern kommen? Viel zu kalt war die weiße Pracht für seine kleinen Pfoten. Und einen Mantel oder Handschuh, geschweige denn ein Paar Stiefel besaß er nicht. Was würden nur die Kinder denken, wenn sie am Ostersonntag vergebens nach den bunt angemalten Eiern suchten? Hatten sie sich doch schon lange auf diesen Tag gefreut.
Traurig blickte der Osterhase aus dem Fenster. Nur zu gut konnte er sich die traurigen Augen der kleinen Eiersucher vorstellen. Aber wenn das Wetter nicht besser wurde, musste Ostern halt ausfallen. Das half alles nichts. Mit diesem Gedanken im Kopf ging der Hase betrübt zu Bett. Doch konnte er die ganze Nacht nicht schlafen. Viel zu sehr beschäftigte ihn dieses Problem. Das durfte einfach nicht geschehen, Ostern konnte nicht ausfallen, das hatte es noch nie gegeben. Und das würde es auch nicht geben, nicht solange er der Osterhase war.
Mitten in der Nacht kam ihn dann die rettende Idee. Warum fragte er nicht einfach beim Weihnachtsmann nach? Der alte Mann hatte sicher einen Mantel, ein paar Handschuh und ein Paar Stiefel für Meister Lampe übrig. Schließlich war er seit mehr als drei Monaten mit seiner Arbeit fertig und bis Dezember dauerte es noch eine Weile.
Und so kam es, dass der Osterhase am nächsten Morgen den Weihnachtsmann besuchte. Dieser gab ihm gern die passenden Sachen. Schließlich wollte auch er nicht, dass das Osterfest ausfiel und die Kinder traurig waren. Das Fest war also gerettet.
Pünktlich zum Ostersonntag konnte der Hase seinen Weg starten. Ausgestattet mit den Sachen des Weihnachtsmannes war ihm auch nicht mehr kalt. So konnte er die vielen bunten Eier im Schnee verstecken und beobachtete anschließend, wie die Kinder sie mit strahlenden Augen darin suchten. Doch eines war ihm dabei klar. Dieses Osterfest würde unvergessen bleiben. Denn wer kann schon behaupten, dass er einen Weihnachtshasen gesehen hat, oder seine Ostereier aus dem Schnee heraus gegraben hat? Sicherlich nicht viele!!
Glückwunsch! Du hast dieses Jahr alle Ostereier gefunden. Wir wünschen dir ein Frohes Fest und hoffen, dass du auch ein paar reale Eier finden wirst.