Material:
- Garn zum Sticken (am besten geeignet, da es nicht fusselig wird oder ausfranzt)
- normale Wolle (gleiche Stärke, damit die Knoten gleich groß werden)
- Befestigungsmöglichkeit (z. B. alte Jeans, Decke)
- Sicherheitsnadel
- kariertes Blatt Papier
- evtl. Farbstifte
- Lineal oder Stift
Knotenarten
Bevor du mit dem Knüpfen anfängst, solltest du die vier wichtigsten Knotenarten kennen. Eigentlich sind es nur zwei, doch diese können jeweils vor- und rückwärts geknüpft werden. Du legst drei Fäden nebeneinander hin. Solltest du zum ersten Mal knüpfen, ist es sicherlich schön, wenn du zum Üben unterschiedliche Farben nimmst, damit du später anhand des Knoten auch siehst, welchen Knoten du gemacht hast.
Vorwärts-Rechts
Bei diesem Knoten nimmst du den äußeren Faden (Position 1) und knüpfst ihn zweimal so über den zweiten Faden, dass der äußere Faden mit dem zweiten Knoten auf die Position 2 gewechselt ist. Die Reihenfolge hat sich verändert! Diesen Knoten benutzt man bei einfachen Bändern, die verschiedenfarbige Streifen haben.
Vorwärts-Links
Bei diesem Knoten nimmst du den äußeren Faden (Position 1) und knüpfst ihn zweimal so über den zweiten Faden, dass der äußere Faden mit dem zweiten Knoten wieder auf Position 1 liegt. Die Reihenfolge bleibt erhalten! Diesen Knoten benutzt man bei den Freundschaftsbändern mit Namen.
Rückwärts-Rechts
Bei diesem Knoten nimmst du den äußeren Faden (Position 3) und knüpfst ihn zweimal so über den zweiten Faden, dass der äußere Faden mit dem zweiten Knoten wieder auf der Position 3 liegt. Die Reihenfolge bleibt erhalten! Diesen Knoten benutzt man bei den Freundschaftsbändern mit Namen.
Rückwärts-Links
Bei diesem Knoten nimmst du den äußeren Faden (Position 3) und knüpfst ihn zweimal so über den zweiten Faden, dass der äußere Faden mit dem zweiten Knoten auf der Position 2 liegt. Die Reihenfolge hat sich verändert! Diesen Knoten benutzt man, wenn man ein Fischgräten-Muster erhalten will.
Allgemeines
Die Fäden sollten eine Länge von 1,20 bis 1,50 Meter haben. Bei Bändern mit Namen kannst du sicherheitshalber etwas mehr nehmen, damit der Abschluss gelingt. Hast du alle Fäden in der richtigen Länge, knote sie einmal nach 15 Zentimetern zusammen.
Nun hast du mehrere Möglichkeiten, wie du die Fäden fixierst, damit du immer mit der gleichen Stärke knüpfen kannst und das Band nicht verrutscht. Früher wurde der Knoten mit einer Sicherheitsnadel durchstoßen und das Ganze dann auf der besten Jeans knapp oberhalb des Knies befestigt, was dort natürlich Löcher hinterließ. Doch welche Wahl gibt es noch?
- Zieh eine alte Jeans an, wo Löcher nicht schlimm sind.
- Setz dich auf eine Decke in den Schneidersitz und durchstich die Decke - aber bitte nicht die Gute von deinen Eltern.
- Nimm ein paar alte Fäden in einer Länge, die du um dein Knie bindest. In der Mitte machst du einen Knoten, in dem du dann die Sicherheitsnadel befestigst.
- Alternativ kannst du auch ein Klemmbrett nehmen und die Fäden oben einklemmen.
Nun gibt es zwei Arten der Freundschaftsbänder - die mit Namen und die gemusterten. Fangen wir mit der einfacheren Art an.
Gemusterte Freundschaftsbänder
Band in Streifenoptik
Dieses Freundschaftsband lässt sich ganz leicht erstellen. Du benötigst fünf Fäden pro Farbe, die du farblich sortiert zusammenknotest. Nun nimmst du immer den ersten Faden und knüpfst ihn mit dem Vorwärts-Rechts bis zum Ende durch. Das Ergebnis ist eine Reihe in Farbe 1. Diesen Vorgang wiederholst du so lange, bis dein Freundschaftsband lang genug ist, damit es zum Beispiel um dein Handgelenk passt. Hinweis: Eine Erhöhung der Anzahl der Fäden pro Farbe lässt das Band breiter werden und die Farbabschnitte länger erscheinen.
Band in Fischgrätenmuster
Du brauchst je Farbe sechs Fäden, wobei du von der einen Farbe je drei links und drei rechts von den Fäden der zweiten Farbe legst, als Rahmen sozusagen. Dann fängst du mit dem ersten Faden an und knüpfst Vorwärts-Rechts bis du fünf Knoten gemacht hast - also über zwei Fäden der Farbe 1 und drei Fäden der Farbe 2. Danach nimmst du den letzten Faden und knüpfst Rückwärts-Links ebenfalls fünf Knoten, so dass du am eben genutzten Faden der Farbe 1 ankommst. Dann knüpfst du die beiden Fäden in der Mitte Vorwärts-Rechts zusammen und hast eine Pfeilspitze bekommen. Nun knüpfst du so lange weiter, bis dein Freundschaftsband die gewünschte Länge hat.
Namensfreundschaftsbänder
Zuerst solltest du ein Knüpfschema erstellen. Dieses zeichnest du ganz einfach auf ein kariertes Blatt Papier. Nimm dazu die angefügten Buchstabenmuster und füge sie zu deinem Wunschnamen zusammen. Dabei musst du auf folgendes achten: Die meisten Buchstaben fangen in einer Zeile an, wo oben und unten der Knoten in der Randfarbe ist. Sollte der Buchstabe vorher in einer solchen Zeile enden, hast du eine Zeile in der Hintergrundfarbe dazwischen, wie du am Beispiel zwischen dem "D" und "O" erkennst. Endet der vorherige Buchstabe in der "Hintergrundzeile", dann musst du eine weitere Hintergrundzeile einfügen, so wie du am Beispiel zwischen dem "I" und "N" siehst. Am besten nimmst du dafür die beiden Farben, in denen dein Band am Ende erstrahlen soll. Dann siehst du genau, welchen Knoten du knüpfen musst.
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Ist dein Knüpfplan fertig, brauchst du neben den geknoteten Fäden noch ein Lineal oder einen Stift, mit dem du die Zeile kennzeichnest, die du gerade knüpfst. Du benötigst nun sieben Fäden von der Farbe, die im Hintergrund (HG) zu sehen ist, und neun Fäden von der Farbe, in der die Schrift erscheint, die sogenannte Vordergrundfarbe (VG). Deine Fäden sortierst du wie folgt: VG - VG - HG - VG - HG - VG - HG - VG - HG - VG - HG - VG - HG - VG - HG - VG. Wichtig: Keiner der Knoten wechselt seinen Platz.
Nun kannst du starten. Namensbänder werden "schräg" geknüpft. Das heißt, du nimmst zuerst die beiden Hintergrund-Fäden (links) und knüpfst einen Knoten im Vorwärts-Links. Dann nimmst du die nächste Reihe, die drei Knoten zeigt. Der erste Knoten ist nun in der Hintergrundfarbe zu sehen. Dann nimmst du das nächste Fadenpärchen HG - VG und knüpfst einen Knoten im Vorwärts-Links über den vom HG-Faden rechts liegenden VG-Faden und lässt den Knoten ungefähr auf gleicher Höhe vom anderen Knoten "fest" werden. Nun nimmst du den HG-Faden erneut und knüpfst einen Knoten im Rückwärts-Rechts über den links von ihm liegenden VG-Faden. Damit knüpfst du die beiden Knoten zusammen. Zum Abschluss einer jeden Zeile wird nun noch der Randknoten geknüpft.
Bei diesen Knüpfmustern ist es wichtig, dass du immer 3 Fäden in der Hand hast - außer am Rand - und jeder mittlere Faden zweimal genutzt wird. Dabei gibt es vier Möglichkeiten:
- Der mittlere Faden knüpft erst Vorwärts-Links über den rechts von ihm liegenden Faden und danach Rückwärts-Rechts über den links von ihm liegenden Faden. Es sind zwei Aktivaktionen.
- Der mittlere Faden knüpft Vorwärts-Links über den rechts von ihm liegenden Faden und wird dann Vorwärts-Links beknüpft vom Faden links neben ihm. Zuerst ist der Faden aktiv und danach passiv.
- Der mittlere Faden wird erst Rückwärts-Rechts beknüpft vom Faden rechts neben ihm und knüpft danach Rückwärts-Rechts über den Faden links von ihm. Der Faden ist zuerst passiv und dann aktiv.
- Der mittlere Faden wird sowohl von links, als auch von rechts beknüpft und ist somit in beiden Fällen passiv am Vorgang beteiligt.
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Nach einigen Reihen hast du dann das obere Ende auf deinem Knüpfplan erreicht und kannst nach und nach die Buchstaben sichtbar machen. Wichtig ist, dass du immer von oben nach unten knüpfst. Am Ende hörst du dann von unten nach oben her auf und knüpfst einen geraden Abschluss.
Abschluss eines Freundschaftsbandes
Nachdem du dein Freundschaftsband - egal welcher Form - zu Ende geknüpft hast, brauchst du noch einen Abschluss. Du kannst die Fäden zusammenflechten oder eine Art Kordel daraus machen. Danach brauchst du nur noch das Band um das Handgelenk deines Freundes legen und hoffen, dass der Knoten lange hält. Es wird gesagt: So lange der Knoten hält, hält auch die Freundschaft.













