Adventskalender

3. Dezember

Susan Bones′ Weihnachtsvorbereitungen

Es ist der 3. Dezember. Susan sitzt in ihrem Wohnzimmer und schaut aus dem Fenster. Dicke Regentropfen klopfen an die Fensterscheiben. Am liebsten würde Susan Bones den Zauberstab nehmen und sie in kleine, weiche Schneeflocken verzaubern. Weihnachten steht vor der Tür und das Wetter da draußen ist schlimmer als eh und je. Nass und kalt ist es. Da setzt sie sich doch lieber gemütlich vor ihren Kamin und denkt an vergangene Weihnachten.
Dabei denkt sie auch zurück an ihre Kindheit.

Wie oft hatte Susan an den Adventswochenenden mit ihrer Mutter am Tisch gesessen und kleine Weihnachtsengel gebastelt. Sie als Muggel hatte dabei sehr genau darauf geachtet, dass alles per Hand gemacht und der Zauberstab nicht genutzt wurde. Stundenlang hatten die beiden bei Kuchen, heißer Schokolade und weihnachtlicher Musik zusammen gesessen. War dies doch die einzige Zeit, die Susan mit ihrer sonst vielbeschäftigten Mutter verbringen konnte. Wie gerne hatte Susan diese kleinen Engelchen hergestellt, oft so viele, dass der ganze Tannenbaum damit behangen werden konnte.
Einen Winter bastelten die beiden sogar so eine große Anzahl an Weihnachtsengel, dass sie diese in der Nachbarschaft verkauften und das Geld einen Kinderheim spendeten. Dieses Weihnachtsfest war ihr besonders in Erinnerung geblieben, da sie arme, elternlose Kinder während des Weihnachtsfestes glücklich machen konnte.
Mit der Erinnerung im Kopf kommt ihr plötzlich eine Idee.


Warum sollte sie nach so langer Zeit nicht mal wieder einen solchen Weihnachtsschmuck basteln? Die Anleitung dazu hatte sie selbst nach all den Jahren noch im Kopf. Sie musste sich nur das Material zusammensuchen und schon konnte es los gehen.
Als Erstes legt Susan sich eine Holzkugel mit 1,5 cm Durchmesser und einem Loch in der Mitte, goldene und silberne Pfeifenputzer, Klebstoff, verschiedenfarbiges Metallpapier, Watte, Filzstifte, einen Bleistift und ein Lineal, sowie dünnen Faden zurecht. Nun malt sie mit dem Bleistift einen Halbkreis von 10 cm Durchmesser auf eines der Metallpapiere. Dies soll später der Rock des Engels
werden. Die Arme des Engels, welche aus einen ca. 8 cm langen, an den Seiten abgerundeten Streifen, entstehen soll, malt sie ebenfalls auf dieses Papier und schneidet beide Teile aus.
Auch die Flügel werden auf goldenes Metallpapier gemalt und anschließend ausgeschnitten und mit Hilfe einer Nadel von Susan verziert. Mit großem Eifer ist sie bei der Sachen und vergisst nebenbei sogar, dass sie eine Hexe ist und das Ganze mit Zauberei vereinfachen könnte.
Als Nächstes nimmt sie sich die Holzkugel vor, auf der die Hexe mit Filzstiften ein Gesicht aufmalt. Die fertige Holzkugel klebt sie nun auf ein ca. 4 cm langes Stück Pfeifenputzer.
Den fertig ausgeschnittenen Halbkreis biegt Susan zu einem Kegel, den sie um den Pfeifenputzer legt. Die Arme klebt sie anschließend darauf. Die ausgeschnittenen Flügel biegt Susan etwas nach außen und befestigt sie auch auf den Rücken des fast fertigen Engels. Zum Schluss benutzt Susan noch Watte, welche sie dem Engelchen als Haare auf dem Kopf anbringt. Sie erinnert sich daran, dass ihre
Mutter früher Engelshaar dafür verwendet hat, doch konnte sie dieses Material gerade nicht auftreiben. Einen Heiligenschein stellt Susan noch aus silbernen oder goldenen Pfeifenputzer her, welchen sie zu einem Ring biegt und anschließend auf die Haare klebt.
Nun ist Susans kleiner Weihnachtsengel fertig.

Berauscht vom Bastelfieber macht sie gleich mehrere dieser Weihnachtsfiguren. Einigen davon klebt oder bindet sie noch einen Faden an, damit sie diese später aufhängen kann. Erst als sie genug davon hergestellt hat, zaubert sie einen großen Weihnachtsbaum herbei und verziert ihn mit den vielen
verschiedenfarbigen Engeln. Dabei stellt sie einige zwischen die Zweige, andere jedoch hängt sie auf.
Als sie damit fertig ist, sieht das Zimmer richtig weihnachtlich aus und auch der Regen hat sich in der Zwischenzeit von selbst in Schnee verwandelt. Die Weihnachtszeit kann nun also beginnen.


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