Adventskalender

16. Dezember

Lebkuchen und wilde Bäume

Es war am Weihnachtsmorgen von Luna Lovegoods fünften Schuljahr, als sie aufwachte. Sie schaute aus dem Fenster und sah wie die Schneeflocken langsam vom Himmel auf die Erde fielen. Das ganze Hogwartsgelände war von Schnee bedeckt und Luna kam es vor wie Puderzucker. Sie stand auf und sah bunte Geschenkverpackungen in der Mitte des Raumes. Schnell setzte sie sich neben die Geschenke und fing an sie auszupacken. Sie öffnete das erste Päckchen und zum Vorschein kam die neue Ausgabe des Klitterers. Dann öffnete sie noch ein großes Paket mit einem Brief. Sie zerriss als erstes das Geschenkpapier um zu sehen, was denn nun im Geschenk drin sei. Es waren sieben Bücher. Unter anderem waren "Schrumpfhörnige Schnarchkackler und ihr Lebensraum" und "Vampire - Freund oder Feind" dabei. Nun schaute Luna in den Brief. Er war von ihrem Vater der schrieb:

Liebe Luna,
ich hoffe dir gefallen die Bücher die ich dir schenke und die Ausgabe vom Klitterer.
Hoffentlich hast du Spaß in Hogwarts. Pass gut auf dich auf!
Dein Vater

In den Klitterer und die Bücher würde sie später genauer schauen, denn jetzt hatte sie einen mächtigen Hunger. Also zog sie sich an und ging in Richtung der Großen Halle. Doch als sie in den Gemeinschaftsraum kam, fand sie dort schon Toasts, verschiedenste Marmeladensorten und Säfte vor. "Wie nett die Hauselfen doch sind", dachte Luna. Sie setzte sich in einen bequemen Sessel und frühstückte. Nachdem sie sich richtig satt gegessen hatte, schaute sie auf die Uhr. Es war gerade fünf Minuten vor elf Uhr. Erschrocken fiel ihr ein, dass sie sich doch angemeldet hatte mit den Hauselfen Lebkuchenmännchen zu backen. Sie sprang aus dem Sessel auf und rannte die Große Treppe zur Küche hinunter. Als sie ankam wurde gerade die Tür geöffnet und sie und eine paar andere Schüler aus Hufflepuff traten ein. "Bindet euch bitte Schürzen um!", sagte eine alte Elfe. Die Küche war sehr groß. Rundherum waren Regale mit Rezepten und Backöfen, in der Mitte ein großer Tisch mit Zutaten. Luna erkannte nur das Ei. Überall liefen Elfen umher. Und auf der anderen Seite des Raumes war eine Tür, die offen stand. Luna sah darin Hängematten. "Dort schlafen also die Elfen", dachte Luna. Die Elfe erklärte: "Hier seht ihr Butter, Zucker, Mehl, kleine Eier, gemahlenen Ingwer und gemahlenen Zimt, Backpulver und Salz. Diese Zutaten werden wir alle für die Lebkuchenmännchen oder auch Lebkuchenweibchen brauchen. Dort hinten", die Elfe zeigte auf ein Regal mit Ausstechformen, "sind Ausstechformen, die ihr nachher benutzen dürft um die Lebkuchenfiguren auszustehen. Welche ihr nehmt bleibt euch überlassen. Gut. Dann fangen wir an." Jeder Schüler durfte seinen eigenen Teig machen, wobei jeder eine Elfe bekam, die ihm dabei half. "Als erstes gibst du 125 Gramm Butter in die Schüssel. Ich habe sie schon ein paar Minuten an den Kamin gestellt, damit sie nicht zu fest ist.", sagte Lunas Elfe. Luna nahm die Butter und tat sie in die Schüssel. Dann mischte sie mit der Elfe 125 Gramm Zucker und danach ein kleines Ei dazu. Dann vermischten sie alles und gaben 250 Gramm Mehl dazu. Dazu noch vom Ingwer, dem Zimt und Backpulver je einen Teelöffel. Zum Schluss kam noch eine Prise Salz dazu. Die alte Elfe rief: "Bringt euren fertigen Teig in die Mitte. Wir rollen sie gemeinsam aus." Luna rollte mit den Hufflepuffs den Teig aus und danach durften sie sich endlich die Ausstechformen nehmen. Sie entschied sich für ein Lebkuchenweibchen. "Wenn ihr wollt, könnt ihr eine Form aus Pergament schneiden, die auf den Teig legen und drumherum schneiden." Ein Hufflepuffschüler schnitt einen Weihnachtsbaum aus. Nun kam Lunas Lieblingsteil: Sie durften mit Zuckerperlen und/oder Rosinen die Figuren verschönern. Die alte Elfe schnippte und schon entfachte sich unter dem Ofen ein Feuer. "Es ist genau 200°C heiß", erklärte die Elfe, "Dort kommen unsere Lebkuchengebäcke drauf". Danach wurden die Lebkuchen in Schüsseln getan. Zum Schluss diktierte die Elfe das Rezept:

"Lebkuchenmännchen

Zutaten:

125g Butter
125g Zucker
250g Mehl
1 kleines Ei
1 Teelöffel gemahlener Ingwer
1 Teelöffel gemahlener Zimt
1 Teelöffel Packpulver
eine Prise Salz

Zubereitung:

1. Mische die Butter mit dem Zucker.
2. Mische das Ei dazu.
3. Gebe das Mehl, das Backpulver, den Ingwer, den Zimt und das Salz dazu.
4. Rolle den Teig aus auf einem Tisch mit Mehl.
5. Schneide Figuren daraus aus. Mache ihnen Augen, Nase und Mund mit Rosinen oder Zuckerperlen.
6. Backe dies im Ofen für zehn Minuten bei 200°C"

Danach waren sie fertig und die Schüler konnten gehen. Es war Mittag und so beschloss Luna in die Große Halle zu gehen.
Als Luna die Große Halle betrat war alles festlich geschmückt. Die zwölf Weihnachtsbäume waren voller Christbaumkugeln und Kerzen, und von der Decke fiel leicht Schnee. Sie sah ein paar Gryffindorschüler sich unterhalten, die sie nicht kannte. "Setzt euch bitte!", sagte Dumbledore zu allen. Professor McGonagall, die bis eben noch einen Slytherinschüler getadelt hatte, setzte sich neben Dumbledore und Flitwick der gerade die Kerzen an den Bäumen mit seinem Zauberstab anzündete auf die andere Seite zu Dumbledore. Luna setzte sich neben Professor Flitwick und die übrigen Schüler an die restlichen Plätze. Dumbledore sagte freundlich: "Dann wollen wir mit unserem Festmahl beginnen." Er klatschte in die Hände. Sofort war der Tisch mit Essen gefüllt. Es gab Truthahn, Kürbissaft, Wackelpudding, Kartoffeln, Klöße, Soßen und die Lebkuchenmänner, die sie heute Morgen gebacken hatten. Luna probierte von jedem. Alles schmeckte ihr gut, vor allem die Lebkuchenmännchen. Zum Abschluss sagte Dumbledore freundlich zu allen: "Das war eine wirklich gute Mahlzeit. So gut habe ich schon lange nicht mehr gegessen." Luna beschloss nun ihren Schal und ihre Mütze aus dem Schlafsaal zu holen und danach hinaus zu gehen. Draußen war es eiskalt. Luna ging etwas weiter hinaus. Um sie herum war alles weiß. "Das war wohl nichts", dachte sie und ging zurück in die Richtung wo sie das Schloss vermutete. Jetzt sah sie etwas Dunkelbraunes vor sich. Sie lief schneller dort hin. Dort müsste die Tür sein. Doch - es war die Peitschende Weide. Sofort wurde Luna durch die Luft gezogen. Sie schrie. Sie schrie noch lauter um Hilfe. Doch wer sollte sie hören oder gar sehen? Plötzlich hörte der Baum auf sich zu bewegen. Luna hatte Angst davor, was nun geschehen würde. Langsam glitt sie zum Boden und vor ihr stand jemand. Es war Albus Dumbledore. "Bei diesem Wetter solltest du hier besser nicht herumlaufen", sagte er nett zu ihr, "komm, wir gehen zum Schloss zurück." So gingen die Beiden zum Schloss zurück. Sie dachte: "Dumbledore muss sich ja wirklich auskennen." Als sie in der Eingangshalle waren lief Luna zum Ravenclawgemeinschaftsraum. Dort war sie immer noch allein. Sie holte sich den Klitterer und las etwas über Minpfis und über Vampire. Draußen wurde es dunkel und sie machte sich den Kamin an. "Heute will ich mal keine Hausaufgaben machen", sagte sie zu sich, "schließlich ist Weihnachten." Sie begann in ihren Büchern, die sie geschenkt bekommen hatte, zu lesen und ging danach zu Bett. Sie schaute noch einmal zum Kamin und ging dann in ihren Schlafsaal. Im Bett überlegte Luna: "Im Großen und Ganzen war es ein schöner Weihnachtsfeiertag", und schlief ein.

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