Spielesammlung

In den Gemeinschaftsräumen wird viel gespielt. Und wir Gryffs möchten die schönsten Spiele, die wir kennen an andere weitergeben, damit sie dabei Spaß haben.

Wir haben besonders solche Spiele ausgesucht, zu denen man nicht viele oder nur leicht beschaffbare Hilfsmittel braucht.

Viel Spaß beim Spielen!

1. Mensch ärgere dich
(ein Klassiker mal anders)

für 3-4 Spieler
Spielmaterial: ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel
Taktik gefragt!

Jeder Spieler stellt eine Figur von jeder Farbe in seine Startfelder. Nun wird reihum nach den bekannten Regeln gewürfelt. Wer eine sechs würfelt, darf eine beliebige Figur rausstellen.

Im gesamten Spielverlauf darf jeder Spieler jede Figur ziehen, sofern weder auf seinen Startfeldern noch in seinem „Häuschen“ eine Figur derselben Farbe steht. Es gilt Schlagpflicht (für ganz Ausgekochte vorwärts und rückwärts). Die geschlagene Figur wird auf ein Startfeld eines Mitspielers gestellt, der keine Figur dieser Farbe dort oder in seinem Häuschen stehen hat. Ist man selber der einzige Spieler, auf den das zutrifft, muss man die Figur auf das eigene Startfeld stellen. Gewonnen hat der Spieler, der zuerst eine Figur jeder Farbe nach den bekannten Regeln in sein Häuschen gebracht hat.

2. Wer bin ich?

für 3 und mehr Spieler
Spielmaterial: Notizzettel, Stift, Nivea-Creme o.ä.
ein Spiel für Kombinierer, hoher Spaßfaktor!

Jeder Mitspieler schreibt den Namen einer berühmten Persönlichkeit oder einer bekannten Figur auf einen kleinen Zettel, so dass die anderen es nicht sehen können. Mit Hilfe der Nivea-Creme bekommt jeder jetzt einen Zettel (natürlich nicht den, den man selbst geschrieben hat) auf die Stirn geklebt, so dass alle die Aufschrift lesen können.

Jetzt beginnt das eigentliche Spiel: Reihum dürfen die Spieler Fragen stellen, um ihre Persönlichkeit herauszubekommen. Jeder darf nur so lange weiterfragen, wie seine Fragen mit Ja beantwortet werden. Ist eine Antwort Nein, so ist der nächste dran. Die Runde endet, wenn jeder herausgefunden hat, wer er ist...

 

3. Zahlenbingo

für beliebig viele Spieler (je mehr desto besser)
Spielmaterial: Papier, Stift

Alle Spieler außer einem schreiben nun 10 Zahlen zwischen 1-60 auf das Blatt Papier. Dann geht der Spieler, der nichts geschrieben hat vor, so dass ihn alle anderen sehen können. Nun nennt der vorne stehende Spieler nach beliebiger Reihenfolge Zahlen von 1-60, während die anderen Spieler jedes Mal wenn eine ihrer Zahlen genannt wurde diese Zahl durchstreichen.  Wenn ein Spieler alle seine Zahlen durchgestrichen hat, ruft er Bingo, gewinnt das Spiel und beendet es.

Kleiner Tipp für alle Englischanfänger: Wenn ihr zufällig gerade in Englisch die Zahlen durchnehmt, überredet eure Lehrerin dieses Spiel auf Englisch zu spielen. Dann habt ihr vielleicht mal eine  ziemlich freie Englischstunde!

 

4. Der gordische Knoten

ab fünf Spieler (als ideal gelten Gruppen von etwa 10-13 Personen)
Spielmaterial: -
für Querdenker und Akrobaten ;)

Alle Mitspieler stellen sich in einem Kreis auf und rücken so dicht wie möglich zusammen. Sie schließen die Augen und strecken die Arme nach vorne aus. Nun ergreifen sie blind die Hände eines/zweier beliebigen Mitspielers. Nun dürfen alle die Augen wieder öffnen...

Was die Spieler nun sehen, ist genau das Bild, das sich Alexander dem Großen bot, als man ihm den Gordischen Konten zeigte: ein unentwirrbares Chaos. Aber in diesem Spiel machen wir es uns nicht so einfach wie der große Makedonen-König seinerzeit, der einfach den Knoten mit seinem Schwert entzwei schnitt.

Die Spieler müssen nun versuchen, ohne sich loszulassen, den Knoten zu entwirren. Dabei wird es sicher nötig sein, zahlreiche Verrenkungen durchzuführen. Aber passt auf, dass ihr keinen anderen durch unbedachte Bewegungen verletzt. Manchmal ist es sinnvoll, wenn einer nicht im Kreis mitspielt, sondern als Berater daneben steht, um den Entwirrungsprozess zu lenken und Tipps zu geben...

Es empfiehlt sich, sehr große Gruppen zu teilen. Dann kann man sich sogar um die Wette entknoten.

 

5. Eskimo-Baseball

ab 10 Spieler
Spielmaterial: Ball
Sportspiel (bitte nicht in Wohn- oder sonstigen Zimmern spielen!!!)

In Alaska wollen die Amerikaner ihren Nationalsport, das Baseball-Spiel, etablieren. Aber mit den geringen Spielmaterialien, die dort zu Verfügung stehen, spielt man eine einfache Variante...

Die Gruppe wird in zwei Mannschaften eingeteilt. Je nach Gruppengröße wird ein Feld markiert. Eine Gruppe verteilt sich in diesem Feld. Die andere Gruppe setzt sich in einer Reihe außerhalb des Feldes hin. Ein Spieler aus dieser Gruppe beginnt und wirft den Ball ins Feld, wo die andere Mannschaft ihn fangen muss. Dann muss die ganze Mannschaft sich breitbeinig hinter dem Fänger aufstellen. Der Ball wird so schnell wie möglich nach hinten weitergereicht. Wenn er hinten angekommen ist, wird er durch die Beine wieder zu ersten Spieler der Schlange gerollt, der ihn hochhebt und Stopp! ruft. Achtung: Fällt der Ball während des Nach-hinten-reichens runter, muss noch mal beim ersten der Reihe begonnen werden.
Währenddessen läuft der Werfer, so oft er kann, um seine Mannschaft herum. Jede Runde gibt einen Punkt. Ruft die gegnerische Mannschaft Stopp!, ist der nächsten dran.

Wenn alle Spieler einer Mannschaft einmal geworfen haben, tauschen die Teams ihre Rollen.

Sieger ist das Team, das insgesamt die meisten Punkte erzielt hat.

Es empfiehlt sich, einen Spielleiter mit der Punktezählung zu beauftragen, damit es keinen Streit gibt.

Variante: Man kann, statt den Ball zu werfen, ihn natürlich auch mit einem Baseballschläger schlagen.

 

6. Schlechte Nachrichten aus Deutschland

beliebig viele Spieler (ab 5 Leuten macht’s Spaß)
Spielmaterial: einen Korken für jeden Spieler
extrem hoher Spaßfaktor- Lachgarantie

Alle Spieler setzen sich in einen Kreis und nehmen ihren Korken hochkant in den Mund (zwischen die Zähne!)

Nun spricht der erste Spieler (nennen wir ihn Christian) einen seiner Nachbarn an: „Schlechte Nachrichten aus Deutschland: Meine Oma ist krank!“ Woraufhin der Nachbar voller Anteilnahme fragt: „Was hat sie denn?“ – Wohlgemerkt, alles mit dem Korken zwischen den Zähnen! Der erste Spieler erzählt die Krankheit seiner Oma. Dabei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Wenn der zweite Spieler alles verstanden hat, wendet er sich an den nächsten: „Schlechte Nachrichten aus Deutschland: Christians Oma ist krank!“ – „Was hat sie denn?“ – Nun wird die Krankheit von Christians Oma wiederholt, allerdings muss Spieler 2 nun hinzusetzen: „Meine Oma ist auch krank.“ – „Was hat sie denn?“ Auch diese Frage wird beantwortet. Die Informationen gibt Spieler 3 nun an den nächsten weiter und fügt die Krankheit seiner Oma hinzu.

Hat ein Spieler eine Krankheit nicht verstanden, muss er so lange nachfragen, bis er endlich dahinter gekommen ist... Pech gehabt!

Scheut euch nicht, die Dialoge etwas freier zu gestalten. Und als Tipp: Gerade einfache Krankheiten wie Grippe und Husten lassen sich mit Korken im Mund sehr schlecht aussprechen. Höchst erfolgreich sind aber auch Herzrhythmusstörungen. *gg*

 

7. Würfeln

ab 3 Mitspielern
Spielmaterial: 3 Würfel, Papier, Stift
Knobelspiel

Jeder Mitspieler nennt Zahlen, die untereinander auf dem Papier unter Zuhilfenahme des Stiftes notiert werden. Es sollten hinterher etwa 10 (verschiedene) Zahlen auf dem Blatt stehen.

Dann beginnt das Spiel: Ziel des Spieles ist, mit den Augenzahlen der drei Würfel gemäß den unten aufgeführten Rechenregeln möglichst nah an die vorgegebenen Zahlen zu kommen. Das versteht man am einfachsten an einem Beispiel.

Und weil ich Mathematik so mag, fange ich einfach so an:

Es seien Hans, Günther und Lisa die Spieler und 32 die erste der genannten Zahlen. Sei Hans der erste Spieler. Er würfelt. Vielleicht eine 1, eine 4 und eine 6. Jetzt muss er versuchen diese Augenzahlen mit den vier Grundrechenarten so zu kombinieren, dass das Ergebnis möglichst nah an 32 liegt. Dabei gelten folgende Regeln:

- An jede Augenzahl dürfen so viele Nullen angehängt werden, wie man will.
- Es dürfen keine (imaginären) Klammern gesetzt werden.
- Es gilt die Rechenreihenfolge. Punktrechnung vor Strichrechnung spielt also
   ausnahmsweise mal keine Rolle.

Hans rechnet also, was das Zeug hält. Schließlich kommt er zu dem Ergebnis, dass 4*6=24 und 24+10 (=1 und eine 0)=34. Damit bekommt er 2 Minuspunkte, die bei seinem Namen auf der Liste eingetragen werden. Lisa hat auch gerechnet. Sie rechnet 100/4=25 und 25+6=31. Das ist besser als Hans’ Ergebnis, der jetzt auch noch ein Sternchen bekommt.

Dann ist Günther dran. Jetzt muss er versuchen mit seinem Würfelergebnis möglichst nah an 32 dran zu kommen.  Und dann Lisa und so weiter.

Wenn jeder bei allen Zahlen sein Glück versucht hat, wird abgerechnet. Wer die meisten Minuspunkte hat, hat verloren. Für die Sternchen kann man sich irgendeine Strafe ausdenken. Zum Beispiel könnte der mit den meisten Sternchen eine Runde ausgeben. Oder man muss einen ausgeben, sobald man ein Sternchen kassiert hat.

 

8. Stiche ansagen

Spielmaterial: ein Kartenspiel, Papier, Stift

Man braucht eigentlich nur ein Kartenspiel. Na ja, Papier und Stift sind ganz nützlich, um die angesagten Stiche und die Punktzahl aufzuschreiben. Je nach Mitspieleranzahl werden Karten aussortiert. Am spannendsten bleibt es, wenn auch in der letzten Runde beim Verteilen ein paar Karten übrigbleiben, denn bevor jede Runde ausgespielt wird, muss jeder Spieler prognostizieren, wie viele Stiche er machen wird. Und an diese Prognose sollte sich jeder tunlichst halten. Wenn man genauso viele Stiche macht, wie angesagt, bekommt man so viele Punkte wie man Stiche hat. Bei Abweichung wird die Differenz aber von der bereits erreichten Punktzahl abgezogen. Da kann man ganz schnell rote Zahlen schreiben!

Die erste Runde startet mit 1 Karte pro Spieler. Die Kartenanzahl wird mit jeder Runde um eins erhöht. Solange bis das nicht mehr geht, weil zu wenig Karten da sind. Stiche werden wie in allen bekannten Kartenspielen gemacht. (Also bedienen und die übliche Kartenwertfolge) Es gibt halt keine Trümpfe.

Gewonnen hat am Ende natürlich der, der die meisten Punkte (oder die wenigstens Minuspunkte) hat.