Das Archiv enthält Schriften von Hexen und Zauberern, deren Haus während ihrer Schulzeit Gryffindor war oder die auf irgendeine andere Weise eng mit den Geschehnissen dort verbunden sind.
Dazu sind einige Erläuterungen in Kursivdruck gegeben.
1990 fanden Fred und George
Weasley bei einer Strafarbeit (Aufräumen) ein altes Pergament, das sie
Professor McGonagall, der Hauslehrerin, übergaben. Nach gründlicher Prüfung
ist mittlerweile sicher, dass es aus der Hand Godric Gryffindors stammt. Diese
Handschrift enthält Gryffindors Ansicht darüber, welche Erziehungsziele in
Hogwarts verfolgt werden sollten.
Anfang und Ende sind vom Zahn der Zeit so zerfressen, dass sie nicht mehr zu
entziffern sind. Auch eine genaue Datierung war leider nicht möglich.
Wahrscheinlich ist diese Handschrift um 995 nach Christi Geburt entstanden, als
sich der Konflikt zwischen Salazar Slytherin und den übrigen Schulgründern
zuspitzte, ob man Kinder, die aus Muggelfamilien stammen, in Hogwarts zulassen
sollte.
Die Handschrift Godric Gryffindors
... schmerzt es mich sehr zu
sehen, dass die Zauberer sich vor den Muggeln verstecken müssen, weil sie sonst
getötet werden.
Und so haben wir Gründer von Hogwarts es uns zum Ziel gemacht, fähige Zauberer
auszubilden, die sich gegen Muggel schützen können, ohne diesen zu schaden. Im
Notfall müssen unsere Schüler sich natürlich auch gegen Feinde verteidigen können,
aber das darf in meinen Augen nicht das primäre Ziel sein.
Wir müssen unseren Schülern auch darüber
hinaus Fähigkeiten mit auf den Weg geben.
Einerseits müssen sie grundlegende Fakten der magischen Welt lernen. Deshalb
stehen Fächer wie Kräuterkunde, Zaubertränke und Zaubersprüche auf dem
Lehrplan.
Auch die magische Geschichte darf nicht zu kurz kommen. So werden unsere Kinder
lernen, dass Zauberer und Muggel in gegenseitigem Einverständnis leben können,
wie die alten Kulturen es vorgelebt haben.
Andererseits müssen wir an der Freundschaft zu den Muggeln arbeiten. Das können
wir nur, wenn wir ihre Art kennen. Intoleranz und Feindschaft sind allzu oft das
Resultat von Angst vor dem Unbekannten. Deswegen müssen wir den jungen
Zauberern von heute die Gebräuche und die Lebensweise der Muggel nahe bringen.
Dann werden sie sie verstehen und eines Tages auch akzeptieren. Dazu brauchen
wir ein eigenes Schulfach, das ich Muggelkunde nennen will. Dieses Fach muss
unbedingt eingeführt werden!
Helga und Rowena werden in der Sitzung heute Abend meiner Meinung sein, da bin ich mir sicher. Aber Salazar wird sich sträuben. Er mag die Muggel nicht. Wenn ich ihn doch nur überzeugen könnte, dann ...
Hier ein Auszug aus der Originalhandschrift:

Bei der Schrift handelt es
sich um eine Irische Halbunziale. Sie stammt aus dem 8. nachchristlichen
Jahrhundert und war seitdem für längere Zeit nicht nur in Irland sondern im
gesamten angelsächsischen Raum, vor allem auch in bestimmten Gegenden
Schottlands, sehr gebräuchlich.
Zu dieser Zeit gab es zwar schon smaragdgrüne Tinte, aber sie war sehr teuer.
Gryffindor wollte sein Geld lieber in den Aufbau der Schule investieren, als es
für solche "Kinkerlitzchen" zu verschwenden.
Folgender Text stammt wahrscheinlich auch von Godric Gryffindor, der sich häufig mit magischen Kreaturen beschäftigte und nie aufhörte, nach neuem zu forschen.
Dementoren
Dementoren
sind wahrscheinlich die schlimmsten Feinde aller auf der Erde lebenden
Kreaturen. Selbst Drachen meiden diese dunklen Geschöpfe, die die Magie
absorbieren und anstelle des weißen Lichts reiner Magie ein dunkles Loch der
Gleichgültigkeit zurücklassen. Dementoren
besitzen die Fähigkeit, jedes lebende Geschöpf über Jahrtausende am Leben zu
erhalten, wobei dieses Leben
eigentlich keines ist, sondern nur ein endloses Dahinvegetieren, da man, wenn
man allem mit Gleichgütigkeit begegnet, selbst den erlösenden Tod vergisst ...
Verlässt man dann die
Dementoren, was schier unglaubliche Willenskraft erfordert, zerfällt man meist
mit einem Gefühl der Freiheit zu Staub oder altert, weil man jegliches Zeitgefühl
verloren und das Verstreichen von Hunderten von Jahren nicht zur Kenntnis
genommen hat.
Woher die Dementoren nun genau kommen, weiß niemand, doch es wird gemunkelt,
dass sie geradewegs aus der Hölle kamen. Außerdem hat noch nie jemand einen
Dementoren sterben oder auf die Welt kommen sehen...
Die Dementoren werden uns wahrscheinlich noch für sehr lange Zeit gewaltige Rätsel
aufgeben.
Dieser Bericht stammt von einem unbekannten Gryffindor. Aufgrund der Altersanalyse sowie des Sprachstils vermutet man, dass es sich bei dem Verfasser/der Verfasserin um einen Schüler/ eine Schülerin ungefähr im Jahr 1550 handelte. Wahrscheinlich haben wir es mit einer Hausaufgabe für die Geschichte der Zauberei zu tun.
Der
Sprechende Hut
Als die vier Schulgründer merkten, dass sie nicht mehr lange zu leben hatten, beschlossen sie einen Weg zu finden, wie die Schüler später auch noch in die verschiedenen Häuser eingeteilt werden könnten. Es war Gryffindors Idee, seinen alten Spitzhut mit genügend Wissen von Ravenclaw, Hufflepuff, Slytherin und sich selbst zu versehen, damit er später die neuen Schüler in die passenden Häuser einteilen konnte. Mit einigen Zaubersprüchen war es schließlich geschafft und der sprechende Hut war ab jetzt im Stande seine neue Arbeit verrichten. Godric Gryffindor beschwor den Hut mit folgenden Worten: "Bis du mutig und verwegen, soll der Hut dir Gryffindor geben."
Gryffindor ließ es
sich außerdem nicht nehmen, sein Schwert heimlich im Hut aufzubewahren, denn
irgendwann, so war er sich sicher, würde es von einem zukünftigen Gryffindor
dringend gebraucht werden.
Im darauf folgenden Schuljahr wurde der Hut dann schließlich ausprobiert, doch
dabei kam es zu einem Missgeschick. Als nämlich ein kleiner Junge sich den Hut
aufsetzte, gab es plötzlich einen dumpfen Schlag und der Schüler fiel
bewusstlos um. Der Grund war, dass Gryffindor das Schwert nicht richtig in
den Hut gezaubert hatte, und nun war es heruntergefallen. Daraufhin nahm Helga
Hufflepuff das Schwert an sich, damit Godric nicht noch einmal versuchte, das
Schwert im Hut zu verstecken und es wieder zu einem Unfall kam. Sie nahm es überall
mit hin, sogar in den Unterricht, damit Gryffindor es sich nicht holen konnte.
Doch schließlich ergab sich eines Tages eine Möglichkeit: Hufflepuff war eines
Tages über ihrer Arbeit eingeschlafen. Weil sie nicht zum Abendessen kam, ging
Gryffindor zu ihr, um zu schauen, was los war. Er weckte sie jedoch nicht,
sondern ging gleich zu Hufflepuffs Tasche und entnahm ihr das Schwert, das ein
bisschen aus der Tasche ragte. Als Hufflepuff aufwachte, meinte sie, dass sie es
verloren hätte und fing an fieberhaft danach zu suchen, fand es aber nicht.
Schließlich gab sie auf. In Wirklichkeit war das Schwert nun wieder im Hut
aufbewahrt. Und weil Gryffindor dieses mal alles richtig gemacht hatte, sollte
es dort auch so lange bleiben, bis ein tapferer Gryffindor Schüler es einmal
herausnehmen würde.
Der
sprechende Hut erfüllt seit damals gewissenhaft seine Dienste und hat sich noch
niemals geirrt. Zu
Beginn jeden Schuljahrs erfreut er die Hogwarts-Schüler mit einem neuen Lied,
das er sich in den müßigen Stunden, in denen er keine Schülerköpfe
beurteilen muss, gedichtet hat.
(hexchen)
Die folgende detaillierte Übersicht über die Hexenverfolgung ist eine der Arbeiten, die die Gryffindor-Schüler aus Harrys Jahrgang in den Ferien zwischen ihrem zweiten und dritten Schuljahr anfertigen mussten. Der Verfasser ist Dean Thomas.
Hogwartsgründung
Im 10. Jahrhundert gründeten vier der größten Zauberer aller Zeiten eine
Schule für Zauberei. Denn alle vier hatten erkannt, dass die Muggel anfingen,
die Zauberer zu hassen und sie zu verfolgen. Es gab sogar schon erste öffentliche
Hinrichtungen, bei denen Frauen verbrannt wurden. Den echten Zauberer machte das
zwar nichts, da sie einen einfachen Feuer-gefrier- Zauber aussprachen. Aber was
war mit den Kindern und Jugendlichen die noch nicht gelernt hatten, ihre Kräfte
zu beherrschen? Die erwachsenen Zauberer, die diesen Spruch nicht konnten,
hatten später auch keine Probleme mehr da Ignatia Wildsmith (1227-1320) das
Flohpulver erfand, mit dem man auch im Feuer überlebte (erst später wurde es
als Reisemittel verwendet). Sie war eine ehemalige Gryffindor-Schülerin, die
den Feuer-gefrier-Zauber nicht beherrschte.
Die Entstehung des Hexenwahns
Die Menschen der früheren Zeiten wussten noch nichts mit der Natur anzufangen.
Sie brauchten einen Grund, warum Katastrophen, wie zum Beispiel ein
Vulkanausbruch, geschehen konnten. Da es einfacher ist, einen Schuldigen zu
suchen als eine natürliche Erklärung, sagten sie, es sei Satanswerk. Dazu
brauchten sie noch Menschen, die das Böse für Satan aussäen konnte. Sie
suchten Menschen, die nicht waren wie sie. Und die Muggel kamen auf die
Zauberer. Sie hatten zwar lange nichts mehr von ihnen gesehen, aber als
Schuldige taugten sie allemal. Die Zauberer bevorzugten es, unerkannt zu
bleiben, weil sie nicht von den Muggel ausgenutzt werden wollten. Aber man erzählte
sich immer noch Geschichten über sie. Und da die Muggel schon immer Angst vor
Sachen hatten, die sie nicht erklären konnten, waren die meisten Geschichten böse
Erzählungen über uns Zauberer. Sie hatten vergessen, wie viele Male wir ihnen
geholfen hatten, aber nicht vergessen, wenn ein Zauberer böse zu einem von
ihnen war, denn leider gab es das auch. Es gab nämlich auch in dieser Zeit
schon böse Zauberer. So entstand ein Hass, durch den viele Muggel von anderen
Muggeln getötet wurden.
Die noch ruhigen Zeiten
Lange ging es nicht vorwärts mit der Hexenverfolgung. Und viele Zauberer
meinten, die vier Gründer von Hogwarts seien etwas zu vorschnell gewesen, als
si wegen der Hexenverfolgung eine Schule bauten, obwohl sie es gut fanden eine
Schule zu haben, auf die sie ihre Kinder schicken konnten. Hogwarts brachte
viele berühmte Hexen und Zauberer hervor, darunter auch Merlin der wie viele
nicht wissen auch in Hogwarts war und zwar im Hause Gryffindors. Auch Morgan le
Fay, die Rivalin Merlins, ging während dieser Zeit in Hogwarts zur Schule aber
im Hause Slytherins. Merlin ging danach in das Schloss von König Artus
(großer Muggelkönig). Was auch einer der Gründe war warum die Hexenverfolgung
nicht weiter ging. Da Merlin König Artus gute Dienste tat war der König der
Zauberei gefällig. Obwohl er Probleme mit seiner bösen Halbschwester Morgan le
Fay hatte. Er verbot die Hexenverfolgung. Als König Artus starb trauten sich
die Muggel noch nicht Hexen und Zauberer zu verfolgen da sie Merlin fürchteten
aber auch verehrten, denn Merlin war zum wohl mächtigsten Zauberer aller
Zeiten geworden. Doch als Merlin starb ging die flamme des Hasses erneut durch
das Land und verbreitete sich auf der ganzen, alten Welt (Bezeichnung der Muggel
für Europa, Afrika, Asien. Die neue Welt ist Amerika, das die Muggel damals
noch nicht kannten). Morgan le Fay half mit, den Hass noch zu verstärken, da
sie Merlin auch nach dessen Tod noch eins auswischen wollte, in dem sie ihm
seinen größten Wunsch zerstörte, nämlich dass Muggel und Zauberer friedlich
miteinander leben können.
Die Zeit während der Hexenverfolgung
Dann unterstützte die Christliche Kirche die Hexenverfolgung mit der
Inquisitition (lat. Inquisitio= gezielte Untersuchung). Das hieß, dass der
Muggel-Papst Gregor IX. den Glaubensrichtern befahl, nicht nur Leute die der
Ketzerei angeklagt waren zu verurteilen, sondern auch zu suchen; was diese mit
(zu) großem Eifer auch machten. (Ketzerei= Etwas ungläubiges zu tun , was
nicht unbedingt Hexerei sein musste, obwohl Hexerei nach Ansicht der Muggel das
schlimmste war.) Die Regelungen, die der Papst Gregor IX machte, waren
grausam wurden aber 1252 von seinem Nachfolger Papst Innozenz noch übertroffen.
Er ließ neuerdings auch Folter zu, wodurch die Muggel alles gestanden:
Zauberei, einen Pakt mit dem Teufel, etc. Durch diese falschen Aussagen glaubte
man immer mehr, dass Ketzer auch automatisch Zauberer waren. So entstand die
Formel Ketzer = Zauberer, Zauberer = Ketzer. Immer mehr Muggel verbrannten
auf dem Scheiterhaufen, während die echten Zauberer keine Probleme hatten. Doch
dann kam 1487 der Hexenhammer raus, ein Buch zur erfolgreichen Erkennung einer
Hexe oder eines Zauberers. Damit bekamen auch die Hexen und Zauberer ein
Problem, denn eine der Hexenproben war, dass man die verdächtige Person mit
verbundenen Armen ins Wasser schmiss. Wer unterging, war keine Hexe, was ihnen
aber selten geholfen hatte, da sie schon ertrunken waren. Wer an der Oberfläche
blieb, war eine Hexe und wurde herausgefischt, um verbrannt zu werden. Leider
wusste selten eine der wirklichen Hexen einen Zauberspruch, um unter Wasser zu
atmen und dadurch wurden wenige richtige Hexen und Zauberer ertränkt. Doch
schnell fanden sie heraus, dass sie einfach gestehen mussten und dann sofort
verbrannt wurden. Später entdeckt Elladora Ketteridge (1656-1729) eine Schülerin
aus dem Haus Gryffindor die Verwendung von Dianthuskraut, so dass auch keine
richtigen Hexen verbrannten, sie half damit auch den angeklagten Muggeln, weil
sie ihnen das Kraut verteilte, bevor sie ins Wasser gestoßen wurden.
Die Hexenverbrennung und ihre Folgen
Für die wirklichen Hexen und Zauberer hatte die Hexenverbrennung keine großen
Folgen, wenn man von dem Gesetz absieht, das zwischen 1448 und 1450 von Burdock
Muldoon (1429-1490), Vorsitzender des Zauber Rates von 1448-1450, entstand und
zur Geheimhaltung der Zauberei diente. Es gab sogar Hexen und Zauberer, die Spaß
an der Hexenverfolgung hatte so zum Beispiel Wendeline die Ulkige und
ihrem Mann Ulrich, der komische Kauz, die sich extra mehrere Male in
verschiedenen Verkleidungen fangen ließen, um sich verbrennen zu lassen. Im
17. Jahrhundert hörte man auf, Leute zu verbrennen, weil man dank der Aufklärung
anfing, die Natur zu verstehen. Doch erst im 18. Jahrhundert hörte die
Hexenverfolgung völlig auf.
Um
1968 gab es schon einmal ernste Bestrebungen, Muggel an der magischen Welt
teilhaben zu lassen. Dies wollte man durch Seminare erreichen, in denen ausgewählten
Muggeln die Geschichte der Zauber näher gebracht werden sollte. Diesen Weg wählte
man in Anlehnung an die These Godric Gryffindors, dass Feindschaft allzu oft aus
Unwissenheit über die Kultur des anderen entsteht.
Besonders die Lehrer von
Hogwarts waren sehr engagiert. In Gryffindor wurde folgendes Manuskript
gefunden, das von Prof. Jorkins stammt, einem entfernten Verwandten der aus Band
IV bekannten Bertha Jorkins. Er war sehr vergesslich, weswegen er sich seinen
Vortrag wortwörtlich aufgeschrieben hat. Das gibt uns heute die Gelegenheit,
einen Einblick in die Geschichte der Zauberer zu bekommen.
Der 2. Weltkrieg aus der Sicht eines Zauberers
„Also, viele von euch
werden wohl nicht viel über den 2. Weltkrieg wissen. Das soll jetzt keine
Kritik sein, ihr werdet schon Bescheid wissen, über Hitler und die ganzen
Ereignisse in der Muggelwelt, aber ich will euch jetzt erzählen, wie er
wirklich war und warum es überhaupt zu diesem schrecklichen Krieg kommen
musste.
Ihr wisst sicher etwas über Grindelwald! Wenn nein, ganz kurz etwas über ihn:
Grindelwald war ein ziemlich böser Zauberer, der dann 1945 von Albus Dumbledore,
den kennt ihr aber alle, oder, besiegt wurde und mit diesem Sieg endete dann
auch der 2. Weltkrieg. Für Muggel und Zauberer gleichermaßen.
Beim Nationalsozialismus hatten mal wieder schwarze Zauberer, unter der Führung
Grindelwalds, ihre Finger im Spiel. Viele haben immer noch keine Erklärung,
warum sie ihre Taten durch die Muggel ausführen lassen mussten. Es gibt keine
logische Erklärung, warum die Muggel da hinein gezogen wurden, und vor allem
bestand ja auch die Gefahr, dass sie dabei etwas von unserer Welt mitbekommen.
Das ist jetzt nichts Besonderes mehr, aber damals war das noch undenkbar.
Vielleicht haben sie es auch einfach als Ablenkungsmanöver gedacht, damit sich
alle auf die Muggel und nicht auf die schwarzen Magier konzentrieren sollten.
Ihr dürft euch jetzt aber nicht vorstellen, dass die Muggel gekämpft und die
Zauberer Däumchen gedreht haben. Nein, auch wir haben gekämpft! Sogar sehr
schwer. Natürlich nicht gegen die Nazis, sondern gegen Grindelwald.
Auch in unserem Reich war sehr viel zerstört, nur ging bei uns der Aufbau natürlich
viel schneller, als bei euch. Aber z.B. das Gleis 9¾, das ihr alle kennt, gab
es damals noch gar nicht. Das Gleis, das wir während und vor dem Krieg hatten,
Gleis 5½ wurde von einer Bombe zerstört. (Ja, Bomben können auch manchmal,
durch dumme Zufälle in unsere Welt gelangen.)
Als es dann 1945 zum Kampf gegen Grindelwald kam, war die ganze Zaubererwelt wie
geschockt. Viele dachten, Dumbledore würde nicht gewinnen können. Grindelwald
war damals sehr mächtig. Am Ende konnte er ja auch nur mit einem Trick
geschlagen werden. Aber davon erzähl ich euch ein anderes Mal.... “
In jedem Schuljahr wird der
beste Aufsatz eines Erstklässlers in Hogwarts prämiert. Die Jury besteht aus
dem Lehrerkollegium der Schule und zwei Vertretern des Zaubereiministeriums, nämlich
dem Zaubereiminister selber und dem Leiter der Abteilung für Ausbildung.
Im Jahr 1988 war der Sieger in diesem Wettbewerb der Schüler Percy Weasley, der
das Thema Quidditch bearbeitete. Seine fundierten Recherchen über diesen Sport
im allgemeinen und ganz speziell auch in Gryffindor illustrieren die Erfolge
unseres Hauses in besonderem Maße, weswegen der Aufsatz an dieser Stelle angeführt
wird.
Die
weltweite Verbreitung des Quidditch unter besonderer Berücksichtigung der
Quidditch-Mannschaften von Gryffindor (Percy Weasley)
Quidditch fand seine erste Erwähnung im elften Jahrhundert in einem kleinen
Ort namens Queerditch Marsh im Tagebuch der Hexe Gertie Keddle. Von da an trat
Quidditch seinen Siegeszug in der gesamten Welt an. Wenn es auch beim größten
Teil der Hexenfrauen unbeliebt ist, vergnügen sich auch viele Frauen aktiv in
diesem Spiel. Bis zur vollkommenen Entwicklung des Queerditch Marsh zum heute
geliebten Quidditch vergingen ca. 300 Jahre ( Wandel der Schnatzer hin
zum Goldenen Schnatz, Entwicklung der einzelnen Spieler: Die Hüter, Treiber, Jäger,
Sucher...). Auf all diese geschichtlichen Ereignisse möchte ich jetzt nicht
weiter eingehen, da dies ein ganzes Buch zur Folge hätte. Nur eines der
grundlegendsten Ereignisse des Quidditch darf auf keinen Fall außer Acht
gelassen werden: Die Erste Quidditch Weltmeisterschaft im Jahre 1473. Es war ein
Spektakel, wie es die Magierwelt selten erlebt hat. Schon kurz nach dem
eigentlich vollen Entwicklung des Quidditch überhaupt und nach langer,
schwieriger Planung (durch die Abteilung für Magische Spiele und Sportarten des
Magischen Rates, dem heutigen Zauberministerium).
Obwohl Quidditch in weiten
Teilen der Welt sehr beliebt war (wohl gemerkt nicht in allen, da die weltweite
Verbreitung des Quidditch noch lang nicht abgeschlossen war), nahmen nur europäische
Mannschaften teil, dies aber mit einem Staraufgebot, wie man es heutzutage in
Quidditchkreisen selten zu sehen bekommt. Alle namhaften Spieler waren vereint
und natürlich ein Publikumsmagnet. Millionen von begeisterten Fans reisten an,
um ihren Idolen nahe zu sein und sie spielen zu sehen. Selbstverständlich eine
Freunde für die Abteilung für Magische Spiele und Sportarten, die durch
Fanartikel und Spirituosen (besonders die deutschen und irischen Fans tranken
viel Bier...) sehr viele Galleonen verdienten, die sie für die
Weiterentwicklung des Spiels investierten.
Dass
außereuropäische Mannschaften nicht teilnahmen, liegt möglicherweise daran,
dass die Eulen mit den Einladungsbriefen unterwegs zusammenbrachen, dass die
Eingeladenen zögerten, eine so lange und gefährliche Reise anzutreten oder es
einfach vorzogen, zu Hause zu bleiben.
Das Finale zwischen Transsilvanien und Flandern ist als das gewalttätigste
Spiel aller Zeiten in die Geschichte eingegangen (ganz zur Freude der Fans der
restlichen Teams, da so fast der halbe Kader der beiden besten Teams für Monate
ausfiel), und viele der damals verzeichneten Fouls hatte man vorher und nachher
nicht wieder gesehen - etwa eine Verwandlung eines Jägers in einen Iltis, die
versuchte Enthauptung eines Hüters mit einem Breitschwert und die Freilassung
von hundert unter dem Umhang des transsilvanischen Kapitäns verborgenen
blutsaugenden Vampierfledermäusen.
Die Weltmeisterschaft
findet seither alle vier Jahre statt, doch erst im siebzehnten Jahrhundert
erscheinen auch nichteuropäische Mannschaften zum Wettbewerb. Im Jahr 1652
wurde die Europameisterschaft der Vereinsmannschaften eingeführt und findet
seither alle drei Jahre statt.
Dies
erst mal zur Quidditch-Allgemeinbildung.
Nun
zum Quidditch in Hogwarts. Zu den Anfängen ist nicht so viel bekannt, da die
Dokumente in einer Säuberungsaktion des Zauberministeriums 1941 beschlagnahmt
wurden - anlässlich des 2. WK hatte das Ministerium Angst um wichtige Dokumente
und Kulturgüter der Zauberwelt, da sie befürchteten, dass die Muggel, die zu
dieser Zeit in Deutschland sehr gefährlich waren und vor
nichts zurückschreckten auch in die geschützten Bereiche der
Zaubererweltvorstoßen und wichtige Güter der Geschichte vernichten könnten.
Es war sogar geplant ganz Hogwarts zu evakuieren, dieser Plan wurde allerdings
verworfen, da Hogwarts ja einer der sichersten Orte der Zauber-, ach der
gesamten Welt ist und es unnütz wäre die Magier zu verstecken.
Bekannt ist nur, dass es seit etwa 1450 auf dem Schlossgelände ein Quidditchfeld gibt. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass auch Hogwarts von der Popularitätswelle rund um die Weltmeisterschaft erfasst wurde. Zu dem Wettbewerb um den Hauspokal der wohl auch in dieser Zeit in diesem Zusammenhang entstand gab es nun also auch die Quidditchmeisterschaft auf Hogwarts. In dieser kämpfen die vier Häuser Hogwarts (Gryffindor, Ravenclaw, Hufflepuff, Slytherin) um den Quidditchpokal, dessen Punktwertung in den Wettbewerb um den Hauspokal eingeht.
Besonders hervorgetan hat sich in den ersten Jahrhunderten das Team von Gryffindor, das Haus, das bei der Entdeckung neuer Talente immer sehr engagiert war. Es gibt zwei Jahrgänge, die sich besonders gut schlugen und auch als die "goldenen Jahrgänge" bekannt geworden sind.
Den erfolgreicheren der beiden möchte ich zuerst erwähnen, 1977 wurde der Quidditchpokal erstmals von diesen überragenden und später nie wieder gesehenen Team gewonnen, namhafte Spieler waren: James Potter (Jäger), Sirius Black und Remus Lupin und M. Mc Gonagall, eine Verwandte der heutigen Hauslehrerin von Gryffindor. Dieses Quartett trug dazu bei, dass das Team den Pokal alle darauf folgenden Jahre gewann, die es noch auf Hogwarts verweilte. Allerdings nahm dieser goldene Jahrgang ein tragisches Ende, als James Potter (und seine Frau Lily) und Peter Pettigrew (ein guter Freund von Potter und Lupin) von dem zu den Todessern übergelaufenen Sirius Black an den dunklen Lord verraten, und von diesem getötet wurde. Remus Lupin überlebte als einziger der drei. Erfreulich ist allerdings anzumerken, dass der Sohn von Lily und James Potter, Harry Potter, den Sie sicher alle kennen und dem wir den Sieg über den, dessen Name nicht genannt werden darf, verdanken, den Angriff überlebte. Es ist damit zu rechnen, dass er die Begabung zum Quidditch von seinem Vater geerbt hat.
Die zweite der beiden legendären Generationen für Gryffindor ist die, in der der heutige Schulleiter Albus Dumbledore aktiv als Spieler tätig war. Dies muss so 1858 gewesen sein. Albus Dumbledore war ein sehr taktischer Spieler - er plante Spiele bereits Wochen zuvor, überlegte sich Züge, um den Gegner aus der Reserve zu locken, und studierte die anderen Teams. Er war zu dieser Zeit der Spieler, der sich besonders hervortat und so die Quidditch-Ehrenplakette gewann. Leider sind die Teamkameraden Dumbledores fast alle im Kampf gegen den dunklen Lord verstorben, man kann sie nur noch auf den Ehrenkarten in den Schokofroschpackungen bewundern wegen besonderer Verdienste im Kampf gegen schwarze Magie.
Über Frauen in der Quidditch-Geschichte, speziell in Hogwarts ist kaum etwas bekannt, ab und zu taten sich einmal ein paar sehr talentierte Spielerinnen hervor, in heutigen Tagen häufen sich die Zahlen von aktiven Spielerinnen auf Hogwarts, sehr zum Ärgernis ihrer männlichen Teamkollegen, die sich minderwertig fühlen, wenn sie schlechter sind. Besonders in Slytherin ist diese Phänomen verbreitet. Wahrscheinlich hängt diese Popularität mit der zunehmenden Emanzipation in der Welt der Muggel zusammen.
Sehr zu bedauern ist, dass Gryffindor in den letzten Jahren weniger erfolgreich im Quidditch war. Seit 1986 konnte der Pokal nicht mehr von Gryffindor gewonnen werden. Das Team dieser letzten erfolgreichen Jahre wurde von Charlie Weasley angeführt, der gleichzeitig Sucher dieses Teams war und außerdem mein Bruder ist. Nach seinem Schulabschluss bekam er Angebote von den führenden Quidditch-Teams in Großbritannien, die er aber dankend ablehnte, um seiner Karriere im Gebiet der Drachenforschung nachzugehen. Manche mutmaßen, dass dies der Grund war, dass der Pokal von diesem erfolgreichem Team danach nicht mehr gewonnen wurde, da Charlie der Kapitän und Führerfigur in dieser wunderbaren Mannschaft war nun eine klaffende Lücke in diesem Team hinterließ.
Dies
ist bis zum heutigen Tage zur Geschichte des Quidditch, speziell auf Hogwarts
und in Gryffindor zu sagen, falls es Fragen gibt empfehle ich Ihnen als
wunderbares Nachschlagewerk "Quidditch im Wandel der Zeiten" von
Kennilworthy Whisp, dessen Erlös ausschließlich wohltätigen Zwecken zu Gute
kommt.
Remus
Lupin stammt aus einer einfachen Familie. Als er einmal mit dieser im Urlaub
waren, wurde er von einem Werwolf angegriffen und anschließend gebissen. Das
bedeutete, dass er ab jetzt auch ein Werwolf war.
Er und seine Eltern waren darüber sehr schockiert und befürchteten, dass er
nicht auf Hogwarts zur Schule gehen konnte. Doch schon damals gab es an der
Schule einen gerechten Schulleiter: Albus Dumbledore! Er machte es mit einigen
Maßnahmen möglich, dass Lupin nach Hogwarts gehen konnte.
Zu diesen Maßnahmen gehörten die Heulende Hütte und die Peitschende
Weide, die Dumbledore extra für Lupin einpflanzen ließ. Immer wenn Vollmond
war wurde Lupin zur Heulenden Hütte geschickt. Er gelangte dort hin,
indem er einen Knopf bei der Peitschenden Weide, die mit ihren Zweigen um sich
schlug, drückte, so dass der Baum erstarrte und Lupin durch einen Geheimgang
zur Heulenden Hütte gehen konnte.
In der Heulenden Hütte konnte Lupin sich in aller Ruhe verwandeln und keinem
Menschen etwas antun, doch wie es ein Werwolf an sich hat, heulte er die ganze
Zeit. Deswegen dachten die Menschen, dass es in der Hütte spukte und machten
einen weiten Bogen um sie. Dadurch erhielt die Heulende Hütte auch ihren Namen.
Lupin fand in Hogwarts schnell Freunde: James Potter, Sirius Black und Peter
Pettigrew. Doch so sehr er die drei mochte, haste er Severus Snape.
Lupin versuchte sein Geheimnis, dass er ein Werwolf war, vor seinen Freunden zu
verbergen, weil er befürchtete, dass sie ihn sonst nicht mehr mögen würden.
Aber bald fanden die drei es trotzdem heraus und versuchten ihm zu helfen: Sie
wurden Animagi!
Unter Tieren war ein Werwolf nämlich nicht so gefährlich und er griff sie auch
nicht an. James, Sirius und Peter leisteten Lupin jede Vollmondnacht
Gesellschaft und gingen mit ihm sogar auf dem Schulgelände spazieren. Das war möglich,
weil sich James und Sirius und sehr große Tiere verwandelten und ihn so davon
zurückhalten konnten, jemanden anzugreifen.
Irgendwann fanden jedoch einige Eltern von Hogwartsschülern heraus, dass Lupin
ein Werwolf war. Sie meinten, ihre Kinder seien in Gefahr. Einige beschwerten
sich bei den Schulräten, andere beim Zauberei Ministerium. Folgender Brief traf
einmal bei Dumbledore ein:

Antwort von Dumbledore:

Trotz vieler Beschwerden konnte Lupin seine Schulzeit fast ohne schlimme
Geschehnisse beenden. Einmal verriet Sirius Black Severus Snape jedoch wie man
zur Heulenden Hütte kam. Das wollte Snape natürlich ausprobieren.
Wahrscheinlich hätte Lupin Snape angegriffen, wenn er ihn gesehen hätte. Doch
James Potter wusste was Sirius vorhatte und so rettete er Snape das Leben, was
ihm Snape nie verzeihen konnte.
In Harry Potters 3. Schuljahr wurde Lupin Lehrer für Verteidigung gegen die
Dunklen Künste an Hogwarts. Er machte seine Arbeit gut und wurde auch ein guter
Freund von Harry Potter, dem er außerdem beibrachte, wie man sich gegen
Dementoren wehrte.
Das nächste Schuljahr konnte Lupin aber nicht mehr an Hogwarts unterrichten,
weil Snape überall erzählt hatte, dass er ein Werwolf ist. Wegen den darauf
folgenden Beschwerden der Eltern verließ er Hogwarts.