Verunglückter Reinigungszauber

veröffentlicht am 01.10.2008

geschrieben von Beverly(Gryffindor)

Archiv >> Ausgabe Nummer 67 >> Klatsch und Tratsch >>

Villa brannte völlig aus


Düsseldorf Gestern Abend steckte eine Angestellte einer Düsseldorfer Unternehmerfamilie deren mehrstöckige Villa in Brand. Laut eigenen Angaben legte sie das Feuer unabsichtlich, als sie versuchte, einen Reinigungszauber anzuwenden, den sie in einem Haushaltsmagazin für Hexen entdeckt hatte.
Verletzt wurde niemand, zur Tatzeit befand sich nur die Brandverursacherin im Gebäude. Die meisten Angestellten hatten bereits Feierabend, die Familie machte einen Ausflug, somit hatte auch das Kindermädchen an diesem Tag frei.
Der Sachschaden beläuft sich - laut ersten Angaben - auf 1,2 Millionen € (umgerechnet 189843 Galleonen).
Bei der etwa zwanzigjährigen Frau handelt es sich um eine Squib mit extrem kümmerlicher magischer Begabung. Wie nicht anders zu erwarten, riet man ihr, sich in der Welt der Muggel einzuleben, da sie dort die besten Chancen auf ein gutes Leben hätte.
Die zuständige Betreuerin beschrieb die junge Frau als wankelmütig und verträumt. “Am Anfang war sie hellauf begeistert, als ich ihr das Leben in einer Muggelstadt beschrieb. Sie war motiviert und wollte auch gleich einen Job annehmen.” 
Man besorgte der jungen Erwachsenen also eine Stelle bei einer großen Reinigungsfirma, da sie sich nicht für einen Muggelschulabschluss entscheiden konnte und auch sonst keinerlei Qualifikationen mitbrachte.
“Wir sagten ihr mehrmals, dass dieser Job nur vorübergehend sei und wir ihr weiterhin bei der Berufswahl zur Seite stehen würden. Aber sie war von ihrer Tätigkeit anscheinend zutiefst enttäuscht, laut Arbeitgeber war sie unpünktlich und kein bisschen motiviert.”, berichtete uns die Betreuerin weiterhin.
Man vermutet, die junge Frau habe sich an Reinigungszaubern bedienen wollen, um sich ihre körperlich anstrengende Tätigkeit zu erleichtern. Anscheinend verschwendete sie nie einen Gedanken daran, dass ihre magischen Fähigkeiten begrenzt sind und ging das Risiko ein, ihr eigenes Leben und das anderer zu gefährden.
Angestellte des Zaubereiministeriums nahmen die Täterin, nachdem sie diese aus dem brennenden Haus gerettet hatten, in Gewahrsam, der Brand wurde gelöscht und die Gedächtnisse aller Beteiligten modifiziert.
Wie es nun für die Brandverursacherin weitergeht, ist noch unklar. In den meisten Fällen wird eine hohe Sozialstrafe verhängt, bei der man gemeinnützige Arbeit in einer öffentlichen Einrichtung ableistet.
Ob ein erneuter Eingliederungsversuch in die Welt der Muggel möglich ist, ist noch unklar. Experten vermuten, dass die junge Frau ihre Chance auf ein anständiges Leben in der Welt der Muggel verwirkt hat.

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