Bücherverkauf für einen wohltätigen Zweck

veröffentlicht am 23.12.2007

geschrieben von Tatsuro(Hufflepuff)

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Das Weihnachtsfest rückt immer näher und wenn man sich mal vor dem Alltagstress zurückziehen kann und einen gemütlichen Abend im Familienkreis verbringt, merkt manch einer erst einmal, wie gut er es eigentlich hat. Draußen liegt frisch gefallener Schnee und es herrschen Minusgrade, während wir in unserem warmen Haus sitzen, reichlich zu Essen haben und uns vor der Kälter nicht zu fürchten brauchen.
Man könnte sich nun einfach zurücklehnen und sich darüber freuen, dass man Zauberkräfte besitzt und sich so eben ein kleines, warmes Feuer herbeizaubern kann, ohne sich um andere Dinge zu kümmern, die vorweihnachtliche Zeit dafür nutzen, sich zu überlegen, was man alles seinen Lieben zu Weihnachten schenken möchte oder welche Soße zu dem Braten serviert werden soll.
Viele Hexen und Zauberer lieben diese Jahreszeit, weil der Schnee die Landschaften weiß bepinselt und die Familie sich endlich wieder zusammenfindet. Doch warum mögen die magischen Menschen die kalten Tage? Im Unterbewusstsein ist man einfach stolz auf sich selbst, da man durch eine Wohnung und ein magisches Feuer der Kälte trotzen kann, sich selber als Sieger sieht im Kampf gegen die Mutter Natur. Ja, für die Menschen, die sich so einfach Abhilfe schaffen können, ist es natürlich wunderschön, sich gemeinsam unter einem reich bestückten Wehnachtsbaum zusammenzufinden.
Und während nun alle gemeinsam unter heiterem Gelächter und bei schmackhaften Weihnachtsmahlzeiten die Zeit genießen, denkt kaum jemand daran, dass es auch Menschen gibt, die diese Möglichkeiten nicht haben, die mit leichter Bekleidung versuchen nicht in den Straßen zu erfrieren und auf eine warme Mahlzeit am Heiligen Abend hoffen. Glücklicherweise gibt es vereinzelt Muggelorganisationen, die versuchen, den Armen und Obdachlosen einen einigermaßen schönen Weihnachtsabend zu bereiten. Jedoch finanzieren sich diese Organisationen allein durch Spenden der Bevölkerung, so dass die Mittel oft knapp bemessen sind. Um trotzdem etwas Abhilfe schaffen zu können, hat sich Marcus Blotts, der Inhaber des bekannten Buchladens „Flourish & Blotts“ in der Winkelgasse, entschlossen, die Einnahmen, die er während der Vorweihnachtszeit erwirtschaftet, komplett der Hilfsorganisation „Helping Hand“ zu spenden.
„Ich hatte vor einigen Tagen einen Hundewelpen auf den verschneiten Straßen gefunden und ihm bis nach Hause meine Jacke umgewickelt. Nachdem ich ca. 20 Minuten ohne Jacke durch die Kälte gelaufen bin und dann endlich im warmen Haus war, ist mir erstmal aufgefallen, wie schrecklich und hart es sein muss, auf der Straße leben zu müssen, aus welchen Gründen auch immer, und das noch zu einer solchen Jahreszeit“, berichtet Mr. Blotts verschnupft. Daraufhin überlegte er sich, wie er den Obdachlosen wenigstens etwas helfen könne, um ihnen die Feiertage erträglicher zu machen und rief alsbald seine vorweihnachtliche Spendenaktion ins Leben.
Wer sich nun von der oben beschriebenen Situation angesprochen fühlt und vielleicht ein paar Gewissenbisse verspürt, kann sich ja mal auf den Weg nach „Flourish & Blotts“ machen, um dort noch ein schönes Weihnachtsgeschenk zu finden, damit das Gewissen wenigstens wieder beruhigt wird und man die Feiertage ohne schwerwiegende Gedanken verbringen kann.
Auf meine Frage, wie es denn nun dem Auslöser dieser Aktion ginge, antwortete Mr. Blotts lachend: „Unserem neuen Familienmitglied Ramses geht es gut, er verbringt die kalten Tage am liebsten vor unserem Kamin, was man ihm natürlich nicht verübeln kann. Ich hoffe nur, dass unsere Einnahmen so hoch sein werden, dass auch andere Hilfebedürftige sorgenfreie Feiertage verbringen können.“

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